Ökonomen streiten über Verteilungsfrage


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Neuester Beitrag: 28.08.25 11:35
Eröffnet am:05.11.12 08:09von: permanentAnzahl Beiträge:200.023
Neuester Beitrag:28.08.25 11:35von: kosiolLeser gesamt:42.200.425
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80400 Postings, 7785 Tage Anti LemmingLink funzt nicht

 
  
    #18151
1
08.05.14 14:27
Da steckt sicher der NSA hinter, der Zaphod als aufrechten Kämpfer für die Junta-Freiheit schützen will.

Man kommt auf die Seite nur, wenn man "berühmte Ostfriesen" bei Google eingibt und dann den obersten Vorschlag anklickt.  

16574 Postings, 5320 Tage zaphod42mod

 
  
    #18152
2
08.05.14 14:27
ok, aber musst ud dafür so dick auftragen?  

2771 Postings, 4448 Tage WolfsblMod, so nicht!

 
  
    #18153
2
08.05.14 14:29
ich hatte gestern gepostet:

"es wollte auch niemand glauben, dass die Nazis KZ's unterhalten.

Undenkbar. Grausam. Unmöglich."

Du machst daraus, dass ich behaupten würde, dass niemand in Deutschland von den KZ's  -gewusst- hat.

Lass doch bitte diese Unterstellungen. Mir ging es darum aufzuzeigen, dass sehr viele nicht mit solchen Grausamkeiten gerechnet haben - im Vergleich zu dem was auf Guantanamo geschieht und auch in den USA wohl viele erschrocken wären, wenn sie mit den Grausamkeiten dort in Kontakt kämen.

Bei dir hört es sich an, und das ist wohl von dir bewußt so entstellt, als wenn ich die Mitläufer der damaligen Zeit entschuldigen wollte.

Das ist aber von dir falsch dargestellt.

Aber wenn man schon einen mehr oder weniger erfundenen Ahnen mit der Rüstung eines NS-Verfolgten anführen muss, um der eigenen Stellung mehr Gewicht zu verleihen, sollte man einmal über die eigenen geistigen und moralischen Defizite nachdenken.

Hab Mut und bring eigene Argumente und zwar in der Sache USA-EU-Rus.
 

80400 Postings, 7785 Tage Anti LemmingWarum denn so empfindlich, Zaphod

 
  
    #18154
1
08.05.14 14:31
Sarrazin hat in seinen umfassenden wissenschaftlichen Studien herausgefunden, dass Ostfriesen genetisch bedingt von überragender Intelligenz sein sollen.

www.wissenrockt.de/2010/09/02/...tellung-zu-sarrazins-gen-these-9199/  

25196 Postings, 9075 Tage modnöö, zaphod42 (#151)

 
  
    #18155
1
08.05.14 14:32
War ein Spontanposting als wolfsbl mit der "Unwissenheit" kam,
einer sehr oft aufgestellten Behauptung.

2771 Postings, 4448 Tage WolfsblMod,

 
  
    #18156
2
08.05.14 14:40
reflexartiges Beißen nach Schlagwörtern ohne den Sinnzusammenhang des postings aufzunehmen, ist armselig.

Dir geht es doch gar nicht um das Grauen und die Beschneidung der Freiheit.

Ein Glaubenssatz, ohne ihn zu hinterfragen und an den Realitäten zu überprüfen, ist dumm und gefährlich.

Davor warne ich!  

16574 Postings, 5320 Tage zaphod42AL = Sarrazin-Fan?

 
  
    #18157
4
08.05.14 14:53
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Glückwunsch übrigens an alle Ostfriesen hier im Forum für Sarrazins Analyse.

Niedersachen, Land mit Weitblick. Hamburg, Ein Land dass nicht mal eine Oper bauen kann ohne fast pleite zu gehen. AL wohnt in Hamburg.  

80400 Postings, 7785 Tage Anti LemmingDie Macht des Internets oder "blau = rot"

 
  
    #18158
9
08.05.14 15:17
Zig mal schon hat Zaphod darauf hingewiesen, dass er kein Ostfriese sei, sondern Ammerländer. Das ändert aber nichts daran, dass in den Hirnen der Poster die Tatsache Zaphod = Ostfriese unverrückbar fest verankert ist. Die virtuelle Realität bekommt eine die Wirklichkeit zur Kulisse degradierende Übermacht. Zaphod kann noch sehr sehr dagegen an argumentieren, der "Fakt" einer schon zig mal ausgesprochenen Behauptung wiegt bei der Meinungsbildung im Internet einfach schwerer.

Mit ähnlichen Archetypisierungen, Kopfgeburten und Feindbild-Projektionen schlagen wir uns auch sonst bei Ariva rum. Wer immer irgendein Vorurteil hat, braucht es nur oft genug zu posten, bis es die Community dann irgendwann als "Fakt" zur Kenntnis genommen und "verinnerlicht" hat. Von da an geht buchstäblich nichts mehr.

Auch die willkürliche, Stammtischbedürfnissen entspringende Kategorisierung hiesiger Poster in die Lager "Putin-Versteher" oder "Ami-Freunde" - im Hinterkopf versehen mit den Emotional-Bewertungsattributen "gut" oder "schlecht" - hat eine unverrückbare Definitionsmacht, egal was die Betroffenen später noch weiter von sich geben.

Denn die unübersichtliche Realwelt schreit geradezu danach, in übersichtliche Schubladen unterteilt zu werden, in die man dann nach Gutdünken Leute einsortieren, kategorisieren und "abstempeln" kann.

Und je einfacher einer gestrickt ist, desto größer wird das Bedürfnis, durch simplifizierende Einordnungen und Gemeinplätze ein trügerisches Ordnungsbild zu schaffen - als wahngetrieben sinnstiftenden Weltersatz.
 

2771 Postings, 4448 Tage WolfsblUnd mod, das ist dann schon widersprüchlich

 
  
    #18159
08.05.14 15:17
du willst dich gegen Rechts und deren Relativierung einsetzen

verteidigst aber blindwütig die USA und die EU, die ihrerseits eine teilnationalistische Regierung in der Ukraine an die Macht geputscht hat.

Rechts ist nicht gleich rechts?

Oder hast du einfach keine Ahnung nd blickst nicht durch das heutige Zeitgeschehen durch?  

74114 Postings, 6292 Tage Fillorkill# 59 nein, rechts ist nicht gleich rechts

 
  
    #18160
7
08.05.14 16:32
Putin ist Adolfs Wiedergänger und bereitet logisch Auschwitz vor. Der Fleischhauer, allgemein bekannt als 'Sturmgeschütz der Demokratie', hat das ja gerade erst wissenschaftlich nachgewiesen. Putin ist damit der Weltfeind, seine ebenfalls nachgewiesene Personalidentität auch mit Stalin macht die Sache nur noch dringlicher. Irgendeine Differenzierung kann und darf es jetzt nicht mehr geben, den praktischen Antifaschismus der Nato zu supporten ist alternativlos...

Die sogenannten Faschos in der Ukraine sind dagegen bestenfalls aus der Historie gut verständliche Folklore, aber recht eigentlich eine Erfindung Putin'scher Propaganda. Im Prinzip sind sie völlig harmlos - dass ihre Milizen derzeit die Bewohner des Ostens terrorisieren ist richtig verstanden selbst 'Antiterror', zu dem sie gegen ihre Natur von Putin und seinen bezahlten Auftragsnehmern gezwungen werden. Dass der dann die dabei anfallenden Pogrome benutzt, um die eindeutig demokratisch legitimierte Übergangsregierung in Misskredit zu bringen, zeigt nur, wie nötig dieser Antiterror war und ist...

Gerade heute, am 8.Mai, erscheint es wichtig darauf hinzuweisen, dass der Faschismus stets vom Feind (Saddam, Assad, Putin und nicht zu vergessen der Islam) ausgeht. Ursächlich hat er mit Deutschland quasi nichts zu tun, sondern wurde ihm gegen seine Natur - als Notwehr - aufgezwungen. Daran hat sich bis heute wenig geändert...

79561 Postings, 9437 Tage KickyDeescalation?

 
  
    #18161
3
08.05.14 16:52
http://www.reuters.com/article/2014/05/08/...er-idUSBREA470FJ20140508
The reason the Russian navy is suddenly a concern to Britain is because the Admiral Kuznetsov, which is capable of carrying up to 26 fixed-wing fighters and 24 helicopters, had completed a deployment as part of Moscow's naval force in the Mediterranean "and was on its way back to its base of Severomorsk in north-west Russia." As part of this return, the carrier is to pass in proximity to the British isles, so just in case it gets any ideas, the UK is preparing a welcome party. schreibt zerohedge dazu


http://bigstory.ap.org/article/...ees-russian-nuclear-forces-exercise
....As part of the maneuvers, a Topol intercontinental ballistic missile launched from the Plesetsk launch pad in northwestern Russia successfully hit a designated target on the Kura testing range on the far eastern Kamchatka peninsula, the military said.

Two nuclear submarines of the Northern and Pacific Fleets, the Tula and the Podolsk, also fired intercontinental ballistic missiles.  

16574 Postings, 5320 Tage zaphod42#58

 
  
    #18162
4
08.05.14 17:01
Vortreffliche Analyse, AL, wobei du ja maßgeblich an der Verbreitung der Falschinfo (neudeutsch: Propaganda) beteiligt bist.

Ebenso fest in den Hirnen der Leute ist verankert, dass AL ein Permabär und dauershort ist. Da kann er noch so sehr darauf beharren und Trades wie Gazprom oder seinen Dreitages-Long von 2009 ins Feld führen: Umstimmen tut er die Leute nicht mehr.

Die Leute haben eben gerne Schubladen und mögen es nicht, wenn jemand dagegen handelt. Solches ignorieren sie gerne, es es erzeugt eine unangenehme kognitive Dissonanz. Unangenehm deshalb, weil man schon wieder Gehirnschmalz, also Arbeit, in die Umsortierung der Schublade investieren muss. Zudem würde man so zugeben, dass man in der Vergangenheit richtig lag.

Wer klug ist, ignoriert also die Meinung seiner Mitposter über sich. Ich glaube dieses Fähigkeit habe ich in den letzten Jahren gut ausgebaut.
 

16574 Postings, 5320 Tage zaphod42Korrektur

 
  
    #18163
08.05.14 17:03
Zudem würde man so zugeben, dass man in der Vergangenheit _falsch_ lag.  

994 Postings, 6004 Tage patsmelv18120 ahahahahaha

 
  
    #18164
08.05.14 17:08

also daiphong, ich frage mich wirklich manchmal weshalb du dich an malko reibst.

" Viel Feind viel Ehr " kann du dir hiermit abschminken. Deshalb bleib bei deinen Leisten und reibe dich an mir, dem Gleichgestellten. Ich weiss auch nicht viel ausser Ukraine-Thema und bin hier um zu lernen ;-)

 

80400 Postings, 7785 Tage Anti LemmingSpäte Einsicht bei SPON

 
  
    #18165
4
08.05.14 17:09

Es sieht so aus, als hätte SPON seinen Vorzeige-Linken Jakob Augstein (Artikel unten) dazu verdonnert, den Flurschaden, den Rechtsausleger Fleischhauer und dessen bellizistische Mittrommler hinterlassen haben, wieder auszubügeln, ohne indes dem Spiegel insgesamt einen Gesichtsverlust zu bescheren.

Zu einem "Putin-Versteher" wird Augstein aber dennoch nicht, da er "nach Odessa" nun gleichermaßen die Kiew-Faschisten und Prorussen dämonisiert. Daraus soll der Leser das Fazit ziehen: Alles Barbaren dort.

Das "Westen=Freiheit"-Dogma, dem auch Augstein (im Interesse der SPON-Anzeigenkunden) huldigt, kann damit schadlos über die Runden gerettet werden. Die Wette auf Kiew war zwar falsch, so die Botschaft, aber die anderen wären auch nicht besser gewesen.

Das halte ich für eine Fehlinterpretation. Hinter den Gruppierungen stecken auch extrem unterschiedliche ideologische Konzepte und Weltbilder. So wollen die Maidan-Faschisten erklärtermaßen die ukrainischen "Juden und Russen ausrotten". Die Prorussen hingegen wollen lediglich ihre Unabhängigkeit, nicht aber die "physische Vernichtung des Gegners". Das ist ein himmelweiter Unterschied, dem eine Gleichsetzung unter dem gemeinsamen Rubrum "Barbarentum" nicht gerecht wird.

-----------------

www.spiegel.de/politik/ausland/...e-und-ihre-profiteure-a-968216.html

Der Westen und die Ukraine: Die Kriegsgewinnler

Der Westen hat aufs falsche Pferd gesetzt: Viele Ukrainer sind nicht besser als Putins prorussische Banden. In dem osteuropäischen Land hat ein Bürgerkrieg begonnen. Er könnte lange dauern. Denn seine Profiteure sitzen auf allen Seiten.

Odessa. Mehr als 40 Menschen verbrennen, ersticken, zerschellen beim Sprung aus dem Fenster - "prorussische Kräfte" werden sie in westlichen Medien genannt. Draußen stehen applaudierend ihre Gegner.

Es waren Ukrainer, die immer noch Brandsätze warfen, als die Verzweifelten versuchten, ihr Leben zu retten. "Springt doch, euer Putin wird euch schon retten", sollen sie gerufen haben. Vor kurzem haben wir die Ukrainer noch kollektiv als Helden der Freiheit gefeiert. Wir haben uns vorschnell auf ihre Seite geschlagen.

In der Ukraine stehen sich verfeindete Parteien in einem Bürgerkrieg gegenüber, nicht die Anhänger von Demokratie und Despotie. Es geht um Macht und Gebiet - nicht um die Freiheit. Sind uns prowestliche Brandstifter näher als prorussische Schlägertruppen?

....Warum mischen wir uns in den inneren Zwist eines zerrissenen Landes ein? Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat das nicht beantwortet in dem klugen Text, den er zum Ukraine-Konflikt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geschrieben hat. Immerhin: Steinmeier warnt vor der Eigendynamik des Konfliktes, der seine Schuldigen und seine Opfer auf allen Seiten findet. Aber er verschweigt, dass der Westen selbst längst Partei geworden ist. (eben, eben, inkl. SPON)

Russen, Amerikaner, Europäer haben in der Ukraine das "Great Game" wieder aufgenommen, das eine Zeitlang ruhte: den offenen Konflikt um Einflusssphären und Machtbereiche. Die Frage nach der Demokratie spielt eine untergeordnete Rolle. Und die Belange des Volkes kommen zuletzt. Das ist charakteristisch für imperialistische Politik, sei sie westlich, sei sie östlich. (wozu dann die "Parteinahme für den Westen" im letzten Absatz? - A.L.)

Die Sehnsucht der Demonstranten vom Maidan, die ihr korruptes Regime abschütteln wollten, die Zerrissenheit der Jugend in Donezk und Luhansk, die russisch träumt und ukrainisch fühlt - das spielt schon lange keine Rolle mehr. Und wer immer sich um "Frieden" in dieser Region bemüht, wird erkennen müssen: Der Krieg hat viele Freunde.

WAR! - WHAT IS IT GOOD FOR? - ABSOLUTELY NOTHING! Krieg nützt niemandem, Edwin Starr hat das einst gesungen. Aber es war falsch. Es gibt eine Menge Leute, die von Streit und Kampf profitieren. Auch in der Ukraine ist die Schlange schon lang: Ganz vorne steht ohnehin Wladimir Putin, der Außenpolitik als Innenpolitik betreibt. [Das ist mMn grob falsch, weil Putin schon aus Eigeninteresse derzeit deeskaliert - A.L.] Dann gleich die rechte Opposition in den USA, die es genießt, ihren Präsidenten als Schwächling vor sich herzutreiben. Dann der Generalsekretär der Nato, der sichtlich seine wiedergewonnene Bedeutung genießt, die seiner in die Jahre gekommenen Organisation zuletzt abhandengekommen war. Dann die osteuropäischen Länder, für die mehr westliche Militärpräsenz vor allem mehr Devisen bedeutet.

Im Ukraine-Konflikt liefern sich zwei streitlustige Parteien, blind für eigene Opfer, eine jede genährt und gestützt von äußeren Mächten, einen blutigen Kampf. Das Land kann für lange Zeit zum Schlachtfeld werden und Steinmeiers düstere Prophezeiung aus der "FAZ" wird wahr: "Der Irrsinn nimmt seinen Lauf".

 

16574 Postings, 5320 Tage zaphod42Augstein entwickelt sich

 
  
    #18166
1
08.05.14 17:24
Schön, schön. Noch einen Schritt weiter und er liegt vollkommen richtig.

Putin hat natürlich KEIN Interesse an einer Deseskalation. Er will sich Gebiete einverleiben und muss daher solange dort Konflikt schüren, bis ihm die Gebiete von selbst in den Schoß fallen. Russland ist dort, wo ein Russe wohnt, ist seine Doktrin. Was natürlich alle mühsam im europäischen Kontext erkämpften Erungenschaften der letzten 70 Jahre konterkariert - Putin ist folglich der natürliche Feind Europas bzw. europäischer Werte.

Da nützt es auch nichts, andere Feinde im Westen auszumachen, z.b. den US-Imperialismus fills Diffamierung von Dr. Stangelove. Denn die sind lange nicht so schädlich für europäische Werte wie Putins Chaos- und Ätzpolitik. Dies beweist die zunehmende Radikalisierung der ukrainischen Gesellschaft, die vor einigen Monaten noch friedlich zusammenlebte, aber durch Propaganda und gezielte Aktionen von außen (aber auch von innen) nun nahe am Bürgerkrieg steht. Frieden in Europa ist also eine Illusion und kann jederzeit in Hass umschlagen. Griechenland und AfD war da ein Vorgeschmack, zum Glück haben wir noch die Kurve bekommen.

 

80400 Postings, 7785 Tage Anti LemmingNein, Putin deeskaliert - zurzeit zumindest

 
  
    #18167
3
08.05.14 17:35
www.zeit.de/politik/ausland/2014-05/putin-russland-ukraine-diplomatie

(Nebenbei bemerkt sind die feinfühlig die unterschiedlichen Interessenlagen sondierenden Artikel in "Die Zeit" verglichen mit dem vordergründigen Geschreibsel im "Spiegel" ein wirklicher Lesegenuss.)

Der russische Präsident gibt sich in der Ukraine-Krise plötzlich erstaunlich friedfertig. Denn eine Eskalation könnte derzeit Putin schaden, die Drohkulisse aber bleibt.

Die Zitate mancher Moskauer Politiker aus den vergangenen Tagen lesen sich, als sei der Krieg mit der Ukraine bereits beschlossene Sache: Der Parlamentsabgeordnete Sergej Mironow forderte den Einmarsch ins Nachbarland, um "das faschistische Scheusal im eigenen Nest" zu zerquetschen....

Aber eine Stimme, ausgerechnet die machtvollste Stimme in Russland, klang heute deutlich versöhnlicher: Nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), dem Schweizer Bundespräsidenten Didier Burkhalter, forderte Präsident Wladmir Putin nicht nur eine Verschiebung des umstrittenen Referendums prorussischer Kräfte in den Gebieten von Donezk und Luhansk am 11. Mai. Putin lobt sogar die geplante Präsidentschaftswahl am 25. Mai grundsätzlich und gab bekannt, dass Russland seine Streitkräfte aus der direkten Nähe der ukrainischen Grenze abgezogen habe.

Ist Russlands Präsident nach den ersten patriotischen Hurra-Glücksgefühlen durch den Anschluss der Krim nun in die Defensive geraten?

Putin kalkuliert sehr genau, wann er robust oder gar streng auftritt. Heute hat er, wie es dem diplomatischen Gast gebührte, auf Entspannung gesetzt. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Präsident entschlossen handeln wird, wenn er die Interessen Russlands gefährdet sieht. Entsprechend deutlich drückte er seine Solidarität mit den prorussischen Kräften im Osten und Süden der Ukraine aus. Aber Putins Aussagen zeigen zugleich, dass die russische Regierung derzeit auf eine Mischung aus leichter Deeskalation und Abwarten setzt. ...
 

2771 Postings, 4448 Tage WolfsblZap,

 
  
    #18168
3
08.05.14 17:58
wer hat die Putschisten auf dem Maidan organisiert und finanziert?

Die USA und die EU Vasallen.

Wer hat die Ukraine ausgemacht um Russland zu destabilisieren?

Die USA.

Wr hat den ersten Stein geworfen?

Die USA.

Wer hat verhindert, dass Syrien bombardiert wird und wahrscheinlich mehr Zivilisten als Soldaten umkommen?

Nicht die USA.  

16574 Postings, 5320 Tage zaphod42Die Zeit hat es erkannt

 
  
    #18169
2
08.05.14 18:05
"Putin kalkuliert sehr genau, wann er robust oder gar streng auftritt. Heute hat er, wie es dem diplomatischen Gast gebührte, auf Entspannung gesetzt. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Präsident entschlossen handeln wird, wenn er die Interessen Russlands gefährdet sieht. "

Die heutige (!) Deeskalation ist folglich taktischer Natur. Es ist kein Wunder, dass die Seperatisten das Referendum nicht absagten, denn das ist Putins echte Haltung, die er den Separatisten natürlich durch geheime Kanäle mitgeteilt hat.

Kein Wunder, dass diesem Mann keiner mehr in Europa über den Weg traut. Wer sich auf seine Propaganda einläßt hat schon verloren. Dieser Mann möchte 100% die Kontrolle behalten und scheut sich nicht, gutgläubige europäische Linke mit süßen Worten und einem Stückchen Wurst gefügig zu machen. Nur um ihnen hintenrum die Hütte anzuzünden.

Biedermeier und die Brandstifter hast du gelesen? Biedermeier = Putinversteher, Brandstifter = Putin.  

5913 Postings, 5872 Tage learnerZap, der Politikertyp den Du beschreibst,

 
  
    #18170
9
08.05.14 18:17
ist in der Regel der, der sich auch in vielen anderen Ländern durchsetzt. Wenn man oben stehen will braucht man gewisse Eigenschaften.

Mein Eindruck ist nicht der, dass Putin in besonderer Weise schlecht wäre. Das entschuldigt natürlich nicht sein Handeln, ebensowenig wie ein ähnliches Verhalten bei den Amis oder den Iranern, oder den Israelis etc. akzeptabel wäre.

Leider wird Machtpolitik oft sehr "schmutzig" durchgesetzt und viele Menschen müssen darunter leiden. Man muss sich allerdings fragen warum einen dieses Verhalten bei einem Putin mehr schreckt als bei den Amis?

Mir scheint die Diskussion reichlich subjektiv zu sein und jeder hat da so seine Präferenzen.

10997 Postings, 5752 Tage SufdlHerr Zappl,

 
  
    #18171
3
08.05.14 18:25
bitte lesen, veruchen zu verstehen, das gelockte Haupt in Demut senken und SCHWEIGEN. Danke.


http://www.stern.de/politik/ausland/...aaten-von-amerika-2108267.html

Man stelle sich vor, die USA hätten sich Gorbatschows Vorschlag, sämtliche Atombomben zu vernichten, zu Herzen genommen. Unsere Angst, von den Russen überrollt zu werden, wäre dann über Nacht verschwunden, die Europäer hätten endlich die volle Souveränität erlangt, mit allen anderen Staaten, einschließlich Russlands, ohne Bevormundung Handel zu betrieben. Dadurch hätten sie zum Beispiel ihren fossilen Energiebedarf nach eigenen Prioritäten gedeckt und nicht danach, dass der Ölhandel auf Dollarbasis zu einer für die USA fundamentalen und weltumspannenden Konstante wurde. Die EU und Japan hätten eine eigenständige Russland-, Nah- und Mittelostpolitik entwickelt, diese Staaten hätten ihrerseits die Chance erhalten, den Wettbewerb zwischen USA, EU und Japan für einen wirklich freien Handel und zum Wohle ihrer Völker zu nutzen.  

10997 Postings, 5752 Tage Sufdlund weiter:

 
  
    #18172
1
08.05.14 18:27
Aller Wahrscheinlichkeit nach wären der Welt das bewusst geschürte Wettrüsten im Mittleren Osten und der zwangsläufig daraus hervorgegangene Austausch seiner Rohstoffe gegen Waffen sowie unzählige Kriege erspart geblieben. Wir hätten auch eine Welt mit mehr Wohlstand für alle, mit mehr Schutz für die Umwelt und mit weniger Kriegen vorgefunden, die im Anschluss an den Kalten Krieg entstanden wäre. Dann hätten sich selbstverständlich sämtliche Machtoptionen der USA gegenüber ihren Protektoraten in Luft aufgelöst, hätten die USA sich einem fairen Wettbewerb mit der EU, mit Japan und China stellen müssen, anstatt sich hinter dem Schutzschirm ihrer Währung zu verschanzen, die längst ihre Bedeutung als Leitwährung verloren hätte.  

10997 Postings, 5752 Tage Sufdlund weiter:

 
  
    #18173
3
08.05.14 18:29
Eigennutz kennt weder Freund noch Feind

Allein dieses durchaus realistische Szenario zeigt, warum die USA diesen Weg nicht eingeschlagen haben, ganz im Gegenteil: Die USA blockierten nicht nur eine weltweite Abrüstung der Nuklearwaffen, sie weigerten sich auch, ihre in Europa stationierten Atomraketen abzuziehen, was die große Mehrheit der Europäer sehnsüchtig erwartet hatte. Zudem bestanden die USA darauf, die auf russische Ziele gerichteten Atomraketen in Europa auch nach dem Zusammenbruch der Warschauer-Pakt-Staaten zu dislozieren. Damit konnte also künstlich eine nukleare Bedrohung aus Russland provoziert werden.

Mehr noch: Die USA gingen sogar weit darüber hinaus und schürten ein neues nukleares Wettrüsten durch ihr Programm von landgestützten Raketenabwehrwaffen für Europa, die in Polen und der Tschechischen Republik aufgestellt werden sollen. Was wollten die Strategen jenseits des Atlantiks mit dieser unglaublich törichten Politik eigentlich bezwecken? Wohl nur, um die im Kalten Krieg entstandenen Bedrohungsängste der Europäer gegen den "russischen Feind", auch ohne den Kalten Krieg, lebendig zu erhalten und ihre europäischen und asiatischen Protektorate weiterhin in Abhängigkeit zu halten.

Das Gesetz des Egoismus kennt keine Freunde und auch keine Feinde, sondern nur pures Eigeninteresse. Die USA haben ihre Interessen nach dem Ende des Kalten Krieges - das darf man heute angesichts von NSA und Abhörpraktiken, die auch vor Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht Halt machten, offen sagen - eiskalt und ohne Rücksicht auf Verluste für die Anderen durchgesetzt.  

16574 Postings, 5320 Tage zaphod42Mich schreckt Putin mehr

 
  
    #18174
5
08.05.14 18:30
weil seine Einflussnahme wesentlich weniger subtil ist und er vor allem eine vollkommen andere Agenda als die Amis hat. Die Grundhaltung der Amis überschneidet sich in weiten Teilen mit der unseren, die der Russen eben nicht.

Putin ist natürlich Kind der russischen Gesellschaft. Die Eigenschaften die er an den Tag legt (Rücksichtslosigkeit, Brutalität, Egoismus, Instrumentalisierung anderer) sind dort offensichtlich in Wahlen erfolgreich. Aber nicht nur dort, sondern auch in vielen anderen Schwellen- und Entwicklungsländern. Bei uns wäre so einer als Politiker undenkbar.

Das ist für mich aber keine Entschuldigung, nur eine Erklärung.    

80400 Postings, 7785 Tage Anti LemmingEs ist wie vor Gericht

 
  
    #18175
5
08.05.14 18:40
Ein Staatsanwalt macht den Angeklagten zur Sau, dass sich die Balken biegen, und stellt ihn als Schwerverbrecher hin. Sein Verteidiger entwirft dagegen ein übertrieben rosiges Gegen-Szenario, das den Angeklagten als Unschuldslamm hinstellt.

Beide Seiten wissen sehr wohl, dass ihre jeweilige Sicht der Dinge parteiisch und übertrieben ist. Aber diese Übertreibung gehört zur "Rolle" in diesem Spiel. Würde der Verteidiger nicht ebenso positiv übertreiben wie der Staatsanwalt negativ, bekäme das Gericht evtl. sogar Bedenken.

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Ähnlich ist die Lage in der Ukraine.

Die ungeheure Lügenkonstruktion der Amis besteht darin, eine judenhassende Faschisten-Junta an die Macht zu bringen und diese als friedliebende "Demokraten" hinzustellen. In Wahrheit sind es nur Vasallen, die Verträge zur Aufstellung von Nato-Raketen und für Shell-Bohrrechte unterschreiben sollen.

in diesem Machtpoker sind die Amis die übertreibenden Staatsanwälte.

Würde Putin diesen Lügen "nur" die reine Wahrheit - und "nichts als die Wahrheit" - entgegen setzen, wäre das taktisch viel zu wenig. Er wäre dann wie ein Verteidiger, der seinen Mandanten nicht vernünftig raushaut.

Folglich zwingen die - mMn haarsträubenden - Ami-Lügen Putin dazu, ebenfalls mit intriganten Aktionen und Winkelzügen zu kontern. Daraus abzuleiten, Putin wäre "schlecht" oder ein hintertriebener "Taktiker", würde dem Gesamtkontext nicht hinreichend Rechnung tragen.

Putin wäre sogar geradezu naiv, wenn er den Intrigen und Winkelzügen nicht seinerseits Ebenbürtiges entgegen setzte.

Es ist ein großes Politik-Schachspiel, bei dem auf beiden Seiten die Geheimdienste mitwirken. Kein Terrain somit für "offene Karten" und "ehrlich kommunizierte Absichten".  

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