Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 740 von 7962 Neuester Beitrag: 30.08.25 13:11 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 200.037 |
Neuester Beitrag: | 30.08.25 13:11 | von: kosiol | Leser gesamt: | 42.219.497 |
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"Unabhängigkeit" gestimmt haben, wobei sie angeblich 89 % der vermeintlichen Stimmen erhielten. Trotz internationaler Kritik nimmt MokSau die Milizen aus dem nun angeblich "neurussischen" Staat scheinheilig in Schutz, und all dies bezeichnenderweise verdächtig schnell.
www.spiegel.de/politik/ausland/...-sieg-beim-referendum-a-968826.html
Muslime leben neben Christen.
Schwule und Lesben leben neben heterosexuellen und die heterosexuellen haben damit kein Problem.
Das sind Bilder die wir aus unseren Großstädten kennen, das sind Bilder die den Westen prägen.
Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Glaubens arbeiten gemeinsam in Büros oder an Fließbändern.
Ich habe Freunde aus Nordafrika, unterschiedlichen EU Nationen, aus Korea, aus der Türkei, aus der Schweiz, aus den USA, aus Kanada.
Nur Toleranz und das Nutzen von unterschiedlichen Potentialen und Stärken können langfristig Wohlstand sichern. Kreativität ergibt sich aus Vielfalt.
Das sind die Grundelemente einer Gesellschaft in der ich lebe, in der ich leben möchte.
Der Westen hat sich mit seinem Engagement in der Ukraine ungeschickt verhalten und Russland damit in die Arme gespielt. Meine Einschätzung zu Putin hat sich dadurch jedoch nicht positiv verändert. Putin ist (für mich) ein machtbesessener Mensch der bereit ist die eigene Verfassung zu umgehen um an der Macht zu bleiben.
Nur weil der Westen - die Lebensform die ich liebe und in der ich lebe - Fehler begeht bin ich nicht bereit alles sofort über den Haufen zu werfen und mich einer totalitären Nation anzuschließen.
ave
http://4.bp.blogspot.com/-MFWRAmlv_BI/T4nF8ip1KFI/...l+s+R+1000+s.jpg
Einer der einen anderen Weg sieht, soll ihn uns nicht verschweigen. Auch wäre interessant zu wissen was Sanktionen, außer der Bestrafung Russlands und Europas, zur Krisenlösung beitragen sollen.
Seit es die UNO mit ihren Vetomächten gibt, waren diese Mächte nicht durchgehend demokratisch und haben die Menschenrechte hochgehalten. Ich erinnere nur an die blutigen Kolonialkriege nach dem 2. Weltkrieg. Und Russland/Sowjetunion war die längste Zeit bis heute (seit UNO-Gründung) brutaler gewesen als heute. Seit China Nationalchina abgelöst hat ist ein weiteres Mitglied vorhanden, das mit Menschenrechten recht wenig am Hut hat. Und trotzdem können Konflikte ohne Einigung zwischen diesen Mächten nicht zivilisiert beigelegt werden. Man kann also wie ein kleines Kind noch so heftig schreien und sabbern, ändern tut das an der Organisation unserer Welt überhaupt nichts!
Nur glaube ich nicht, dass Putin sich damit und mit der Krim zufrieden gäbe.
Und heute steht man wieder dort wo die Geister bereits 1848 standen.
Sternzeichen
Personalautonomie
Die Petitionen für eine föderale Teilung Galiziens hatten 1848 keinen Erfolg, die Einheit des Kronlands wurde beibehalten. Mit den Jahren erhielt Galizien allerdings in Österreich-Ungarn eine Sonderstellung und wurde mit einer ganzen Anzahl von Selbstverwaltungsrechten ausgestattet. Diese kamen vor allem der polnischen Bevölkerungsgruppe zugute.
Im Jahr 1914 erfolgte wieder ein Vorstoß, um auch den anderen Bevölkerungsgruppen die Chance begrenzter Autonomie einzuräumen. Doch ging es nun nicht mehr um die territoriale Zweiteilung des Landes. Das Stichwort hieß Personalautonomie: Die Wahl ins Landesparlament sollte nicht ausschließlich nach Parteien, sondern ebenso nach der Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe erfolgen. Wegen des aufkommenden Weltkriegs wurden diese Regelungen nicht mehr umgesetzt.
Aus der Geschichte Galiziens erhält man wichtige Hinweise für die Bewertung des heutigen ukrainischen Konflikts. Die Bezugnahme auf westliche und östliche Religionen gab es auch früher schon. Ein historischer Beleg für die Richtigkeit heutiger Trennlinien ist das aber gerade nicht. Denn die damals gezogenen Grenzen verliefen viel weiter westwärts, zwischen dem Katholizismus der Polen und der Katholisch-Unierten Kirche der Ruthenen, deren Liturgie sich stark an die Orthodoxie anlehnt. Überspitzt gesagt: Das damalige Ostgalizien ist die heutige Westukraine, die angeblich schon so lange zum Westen gehört.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/...rticle=true#pageIndex_2
Russland hat die Ukraine nie richtig loslassen wollen und so die Fundamente für den Hass und vielleicht auch radikale Gesinnungen gelegt.
@fill, Keiner fordert etwas über den Haufen zu werfen aber man ist schon bereit den Russen sehr viel Kredit und Putin viel Vertrauen einzuräumen.
@AL, Pastor wäre nicht der richtige Beruf für mich. Mit dem Shorten habe ich - zugegeben Verluste eingefahren - die aber im Gesamtkontext meiner Vermögensplanung unter Lehrgeld abgeheftet werden können. Der finanzielle Verlust war nicht so große wie der Zeitverlust/aufwand und die damit verbundene stetige Suche nach Rechtfertigungen für mein Handeln.
lehna hat alles richtig gemacht, mit Ruhe aussitzen und abwarten bis sich der finanzielle Erfolg einstellt.
@malko, mir fällt noch mehr ein als Putin aber lohnt es über Obama zu reden der ohnehin in kurzer Zeit Geschichte sein wird. Putin wird uns noch sehr lange beschäftigen.
Ich habe meine US Bekannten - alle politisch rechts - über Obamas Verstrickungen zur Mafia befragt und auf eine wenig Futter gehofft nachdem du daraus eine größere Geschichte gebastelt hast.
Nichts auffälliges und nicht mehr Dreck am Stecken als jeder Kandidat der an die Macht will.
Allen Machtmenschen gemeinsam ist der Einsatz der Ellenbogen ohne die man nicht an die Macht kommt.
Ich wünsche noch eine angenehme fruchtlose Diskussion und wende mich jetzt wieder gewinnbringenderen Projekten zu.
ave
Praktisch jede Partei ist eine Bewegung eines oder mehrerer Oligarchen, von diesen finanziert und ohne politischen Inhalt. Oft von den Oligarchen selbst geführt und manchmal mit Statthalter wie z.B. Klitschko an der Spitze. Große Oligarchen besitzen manchmal mehr als eine Bewegung. Und beweglich sind sie, wie die aktuelle Krise gezeigt hat.
Aus all diesen Gründen sind erstmals Wahlen nicht das Wichtigste. Es braucht eben einen großen Verhandlungstisch, an dem auch gesellschaftliche Gruppen vertreten sind, welche heute nicht zur "politischen Elite" gehören. Und das kann nur unter großem Druck der beiden Großmächte funktionieren. Und wenn man dabei eine Großmacht fertig machen will, will man keine Lösung!
Das Problem Ukraine auf Putin zu reduzieren ist mMn so kindisch wie das Fehlverhalten der USA auf Obama zu projizieren und zu glauben mit Obama wären die Probleme weg. Obama steht leider in einer langen US-Tradition und es war eben eine Illusion zu glauben mit ihm würde es sich bessern. Sogar der frühere NSA-Chef konnte zwischen ihm und Bush keinen Unterschied feststellen. Und die Verstrickung des organisierten Verbrechens mit nicht unerheblichen Teilen der US-Politik ist nichts neues und erst mit Obama eingezogen. Auch es hat eine lange Tradition. Und manchmal stößt es sogar wie mit Kennedy und Obama bis an die Spitze vor.
Steinmeier kann Referendum nicht „ernstnehmen“
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich vor dem EU-Außenministertreffen in Brüssel am Montag zum umstrittenen Referendum in der Ostukraine geäußert.
„Wir sind nicht naiv. Wir wissen, dass nach dem, was geschehen ist, es ausgesprochen schwierig ist, aber es gibt keinen anderen Weg, denn der Weg, den einige in der Ostukraine, Separatisten suchen, ist kein Weg. Das Referendum von gestern ist illegal und wer die Bilder heute Nacht samt der angeblichen Ergebnisse gesehen hat, der weiß, dass das nicht ernstgenommen werden kann und ernstgenommen werden darf.“
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A.L. Reine Bauchargumente und Stimmungsmache. Was soll dieses inhaltsleere "aber es gibt keinen anderen Weg, denn der Weg, den einige in der Ostukraine, Separatisten suchen, ist kein Weg".
Und wieso beweisen "Bilder", dass das "Referendum nicht ernst genommen werden kann"?
Hollende, der sich als "bester Obama-Versteher" profilierende gescheiterte Sozialist, betrachtet das Referendum ebenfalls als "null und nichtig".
Beim Bellizismus ist es wichtig, in entscheidenen Momenten im Chor zu kläffen.
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Die Russen habe das Refenderum gerade als legitim bezeichnet und anerkannt:
www.spiegel.de/politik/ausland/bild-968865-694357.html
Die Kritik am Referendum zur Unabhängigkeit in der Ostukraine ist groß: "Illegal" nennt Außenminister Steinmeier das Votum, "null und nichtig" Präsident Hollande. Moskau aber stellt sich demonstrativ hinter die umstrittene Abstimmung.
Moskau/ Donezk - Es ist ein Zeichen der Solidarität: Die russische Führung unterstützt das Ergebnis der umstrittenen Referenden der ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk für deren Abspaltung. "Moskau respektiert den Ausdruck des Willens der Bevölkerung der Regionen Donezk und Luhansk", erklärte der Kreml am Montag. Zugleich rief er die ukrainische Übergangsregierung zum "Dialog" mit den prorussischen Separatisten in den beiden Regionen auf
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A.L.: Wollte Steinmeiner nicht auch einen "Dialog"? Um mit Leuten auf Augenhöhe sprechen zu können, es ist zwingend nötig, diese ernst zu nehmen und nicht von oben herab Fascho-freundliche Predigten runterbeten.
Seilschaften mit konkreten Absichten zur Durchsetzung eigener
Interessen gibt es überall, Heerscharen von gewieften Lobbyisten treiben
sich in jeder Regierungszentrale erfolgreich rum.
Die einen fallen "dumm" auf (z.B. Italien), die anderen wirken im Stillen.
Glaubt du etwa, dass es in D anders wäre?
hahaha
Diese Auffassung teile ich. Eine bewährte Strategie in Staaten, in denen freie Wahlen stattfinden, besteht darin, die gesamten Fehlentwicklungen während einer Legislatur-Periode dem jeweils gescheiterten Präsidenten/Kanzler/Vorturner anzulasten. Wegen dessen "schweren Verfehlungen" ist das Wahlvolk jedes Mal empört und wählt in entschiedenem Protest, weil es ja "frei" wählen kann, den Kandidaten der anderen Seite, der freillich in der Folgezeit dieselbe Politik in anderem Kostüm bzw. vor anderer Kulisse betreibt - und damit ebenfalls versagt. Die Folge ist ein ewiges Hin und Her zwischen Scheinalternativen.
In Wahrheit sind die Politikfehler nicht den jeweiligen Vorturnern anzulasten, sondern den Strippenziehern im Hintergrund, die - völlig unabhängig davon, welcher Vorturner gerade an der Macht ist - "ihr Ding" durchziehen. Dies ist der Grund, warum sich die Politik Obamas fast gar nicht von der unsäglichen Politik Bushs unterscheidet, allen hohlen "Change"-Versprechungen zum Trotz.
Die Strippenzieher im Hintergrund sind die US-Oligarchen - Zockerbanker, Hightech-Prinzen, Rüstungsbarone und Pentagon-Strategen, die die wechselnden Vorturner fortlaufend mit üppigen Wahlkampfspenden korrumpieren, um ihnen die öffentliche Selbst-Demontage (= notwendiges politisches Scheitern) mit Geldanreizen schmackhaft zu machen. Hauptsache an den Grundfesten der Oligarchen-Macht wird nicht ernsthaft gerüttelt (siehe z. B. komplette Verwässerung der Volcker-Rule).
Gänzlich zur Farce verkommt die Demokratie, wenn sich, wie gerade in D., eine große Koalition der (Kläff-)Willigen bildet, die bellizistisch nachbetet und widerkäut, was Obama oder andere Oligarchen-Vasallen ihr an Meinungs-Knochen vorwirft.
Wie sagte Kennedy in einer seiner letzten Reden so schön:
"Demokratie verträgt keine Geheimhaltung!"
In der Ukraine-Krise aber sind - zumal für Europäer - die Fakten besser nachprüfbar (anders z. B. als bei gefälschten BIP-, Inflations- oder Arbeitsmarkt-Statistiken), sodass die Lügen umso schamloser zutage treten.
www.wieistmeineip.de