Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 739 von 7962 Neuester Beitrag: 30.08.25 13:11 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 200.037 |
Neuester Beitrag: | 30.08.25 13:11 | von: kosiol | Leser gesamt: | 42.219.509 |
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;-)
Zitat:
"Wichtige Fragen immer unter der Alternative Russland oder USA zu sehen ist geradezu kindisch. So als ob es eigene Interessen nicht gäbe, so als ob es nur darum ginge wem man sich freiwillig unterwirft."
Vollkommen richtig. Diese Schwarz-Weiß-Malerei ist auch in meinen Augen unerträglich und - geradezu- würdelos (aus deutscher Sicht).
Zitat:
"Auch Westeuropa hat alles andere als eine vorbildliche Geschichte. Allerdings sind wir heute wesentlich weiter (im positiven Sinne) als die USA und sollten uns von unserem Weg nicht abbringen lassen. An eine Alternative Russland oder China darf man dabei nicht mal ansatzweise denken - es sei, man hat den gesunden Menschenverstand verloren. Wir brauchen keine Vorbilder und Führer, wir sollten unser Leben selbst bestimmen."
Mein Reden. Aber leider mangelt es uns diesbezüglich - "unser Leben selbst bestimmen"-
an Selbstvertrauen und Rückgrat.
Der Quasi-Diktator ist ungemein cool und schlau und denkt vor allem
langfristig.
Die Ost-Ukraine wird ihm früher oder später zufallen.
Spon bezeichnete gestern btw. die grossherzigen Putin-Versteher als
Psychopathen.
*g*
Er wird eben von einigen Pseudo-Intellektuellen, die gern schöne
Worte ohne jeden Inhalt machen, heiss geliebt.
Ich halte ihn nur für einen nationalistischen, totalitären Quasi-Diktator,
der sicher zu Russland aufgrund seiner Geschichte gut passt.
Die Phase der Aufklärung wurde dort eben verschlafen.
das sind Träume von einem Ausweg.
ne neue Regierung muss es sowieso geben, diese ist Übergang
Dein Ausweg ist Neurussland, du feierst mit Putin jeden Quadratmeter befreite Erde.
dümmlich ist. Von Strategie würde ich nicht sprechen, sondern von Dummheit.
Aber es ist, wie es ist.
Ich wiederhole mich ungern:
"Die Ost-Ukraine wird ihm früher oder später zufallen."
"Ich halte ihn nur für einen nationalistischen, totalitären Quasi-Diktator,
der sicher zu Russland aufgrund seiner Geschichte gut passt.
Die Phase der Aufklärung wurde dort eben verschlafen."
Die Faz leistet sich immer wieder einen Rückfall in kritischen und differenzierten Journalismus. Unruhe unter den Einheimischen will sie nachvollziehen können, also werden die Leute vor Ort befragt anstatt einfach alles mit dem Finger auf Putin zu erklären...
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/...n-ukraine-12934681.html
Fill als großer Wortführer vom "totalen eliminatorischen Faschismus" will auch nicht mehr einmarschieren, sondern lieber eine neue Übergangsregierung - wie denn nun? Lassen sich solche Diktaturen neuerdings abwählen? Aber ach so, der "totale eliminatorischen Faschismus" hat versagt, als nachgewiesen untaugliches geostrategisches Instrument, also er war geplant von der Nato, aber er konnte nicht, schöne Blamage. auch für seine pitbulls... und damit meint er tatsächlich unsereinen.
alles hat tatsächlich nur nichts zu tun mit Ukraine und der Lage dort.
Putins Pläne für Neurussland umfassen eigentlich die halbe Ukraine. Das scheint er durch die Sanktionen etc. nicht zu erreichen. Allerdings ist vieles in Ukraine noch völlig offen.
Zitat:
"Putin-Russland entwickelt faschistoide Züge in vielerlei Hinsicht, insbesondere in der innen-und außenpolitischen Argumentationsweise".
Also mal ganz ehrllich: Wenn hier irgend jemand gegenwärtig (eklatant) faschistoide Züge aufweist, dann sind es neben China, Nordkorea und den Russen mit Sicherheit auch die USA.
Von Russland, China und Nordkorea sind wir es ja auch gewohnt (die vielen Unerwähnten Länder in Afrika mögen es mir verzeihen).
Aber auch bei den Amis wird schon ab der 1. Grundschulklasse unter der Fahne zu Unterrichtsbeginn die Nationalhyme abgespielt und den Kindern "verklickert", wie toll doch die Vereinigten Staaten sind.
Also bevor man hier mit dem Finger auf andere - angebliche Vorzeige- Staaten zeigt, sollte man sich immer vorher überlegen, ob hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.
Nationalismus-Schiene zusammengehalten
Überall (schon in der Grundschule) weht die Flagge und selbst den Kleinsten wird beigebracht, Stolz (auf die simple Tatsache) zu sein, ein Amerikaner zu sein.
Der Rest der Welt wird nach Belieben in Schwarz oder Weiß gemalt.
Und wen hier jemand faschistoid agiert oder reagiert, dann sind es - neben den üblichen Verdächtigen - mit Sicherheit auch die United States.
Oder hegst du mit den Putschisten Sympathien und die ganze Demokratiegerede ist nur vorgetäuscht? Ist di das überhaupt bewußt?
Und wie soll es jetzt weitergehen? Sollen diese böse Landesverräter, wie von Julija Tymoschenko gefordert, abgeschlachtet werden? Verhandlungen zwischen den Regionen werden ja standhaft von Kiew abgelehnt und mit allen möglichen militärischen Aktionen hintertrieben.
Der Westen wird täglich unglaubwürdiger wenn er nur von Sanktionen spricht und den Willen der Regionen einfach ignoriert, stramm hinter einer illegitimen Regierung steht welche durch faschistische Truppen gestützt wird. Die Wahl hat wenig von sauberen Wahlen gehabt. Immerhin haben allerdings westliche Medien über Umfragen festgestellt, dass ca. 2/3 hinter dem Vorhaben der wie immer genannten Republik stehen. Das wäre vor einigen Wochen sicher noch nicht so gewesen. Da hätte es nur eine Mehrheit für mehr Autonomie gegeben. Meinungen sind eben nicht festgefroren sondern ändern sich durch das tägliche Erleben. Man sage jetzt nicht, das wäre alles russischer Propaganda zu verdanken und die militärischen Aktionen und die Toten würde es nicht geben.
Die geplanten Präsidentenwahlen am 25. Mai kann man vergessen wenn es bis dahin nicht zu ersten Verhandlungsergebnissen zwischen der West- und Ostukraine gekommen ist. Sie wäre juristisch nur eine Anerkennung der neuen Republiken. Verhandlungen gehören von Russland und den USA gefördert und begleitet. Unser Außenminister kann das, unter den verwirrenden Aussagen unserer Regierung, nicht stemmen. Sowieso ist die EU nicht der richtige Verhandlungspartner für derartige Konflikte. Sie wird von Russland aus gutem Grund nicht ernst genommen. Sie stellt aus deren Sicht nur den Lakai der USA dar und ohne USA läuft nichts. Man sollte deshalb die USA nicht aus der diplomatischen Verantwortung entlassen. Denn wenn die USA wollen, dass es noch blutiger wird, werden wir es nicht verhindern können. Klare Aussagen unsererseits wären wirkungsvoller.
Wer einen demokratischen Prozess in der Ukr fordert, muss dieses trotz seiner Formfehler authentische Votum ernst nehmen. Wer die Ukraine als funktionsfähigen Staat erhalten will, muss diesen Leuten ein Angebot machen. Wer zum 'Antiterror' der Junta sagt 'nur weiter so', will beides nicht...