Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 7919 von 7919 Neuester Beitrag: 06.04.25 14:25 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 198.973 |
Neuester Beitrag: | 06.04.25 14:25 | von: Tony Ford | Leser gesamt: | 38.717.481 |
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Trump behaupte, dass der Rest der Welt hohe Zölle auf US-Waren erhebe und er nun lediglich Gegenzölle erhebe, die sogar nur halb so hoch seien, wie die, die die USA zahlen müssten. Krugman weist auf Trumps Zoll-Tabelle hin. Darauf ist neben dem jeweiligen Land eine Spalte, die die neuen US-Zölle – und eine, die die vermeintlichen bereits bestehenden Zölle der Handelspartner ausweist, zu sehen. „Das ist völlig verrückt“, fasst Krugman die Daten zusammen.
US-Nobelpreisträger zerlegt Trumps Zoll-Tabelle: „Das ist völlig verrückt“
Er nimmt Trumps Zahlen für die EU als Beispiel. Hier prangt auf Trumps Liste die Zahl 39 Prozent. So hoch sollen demnach die Zölle sein, die die EU auf US-Waren erhebt. Krugman kann es nicht fassen, denn die EU erhebe, genau wie die USA, niedrige Zölle um die drei Prozent. „Woher kommt also diese Zahl von 39 Prozent?“, fragt Krugman. Der Top-Ökonom ist platt und meint: „Ich habe keine Ahnung.“ Der Wirtschaftsexperte macht sich aber auf Spurensuche.
Demnach hatten vorab viele spekuliert, dass Trump Mehrwertsteuern als Zölle betrachten würde. Dem widerspricht Krugman deutlich, da auch europäische Hersteller diese Steuer zahlen würden. Doch „selbst wenn man das falsch versteht“, führt er weiter aus, liege der Mehrwertsteuersatz in der EU im Durchschnitt bei 20 Prozent. So komme man „nicht einmal annähernd an 39 Prozent heran.“
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat angekündigt, die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle umgehen zu wollen. „Kalifornien ist nicht Washington DC“, sagte Newsom in einer am Freitag (Ortszeit) auf Onlineplattformen veröffentlichen Videobotschaft. „Wir werden Trumps Zollkrieg nicht tatenlos zusehen“, fügte er hinzu.
Kalifornien ist mit 40 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA und erwirtschaftet 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes.
Wenn Kalifornien ein eigener Staat wäre, wäre dieser die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, hob Newsom hervor. „Donald Trumps Zölle repräsentieren nicht alle Amerikaner, vor allem nicht diejenigen, die ich hier in der fünftgrößten Wirtschaftsmacht der Welt, Kalifornien, repräsentiere“, sagte der Demokrat.
Kalifornien werde ein „langfristiger, verlässlicher Partner für die kommenden Generationen bleiben, egal welche Turbulenzen aus Washington kommen“, sagte Newsom. Seine Regierung werde die weltweiten Handelspartner des Bundesstaates „daran erinnern, dass Kalifornien ein verlässlicher Partner bleibt“. Wie er Trumps Zölle umgehen will, erläuterte Newsom allerdings nicht.
https://taz.de/Kaliforniens-Reaktion-auf-Zoelle/!6080868/
Am Aktienmarkt werden Unternehmen mit einem höheren Wachstum nunmal auch höher bewertet.
Ohne dieses hohe Handelsdefizit wäre das nicht möglich gewesen, denn mit dem Handelsdefizit haben sich die USA mehr Werte ins Land geholt als sie selbst produziert haben oder konnten.
In Dtl. sind wir den umgedrehten Weg gegangen, wie habe deutlich mehr produziert, haben Werte geschaffen, doch den Großteil dieser Werte in die USA abgegeben. Deshalb konnte Dtl. auch nicht so dynamisch wachsen und damit Kapital anziehen.
D.h. die Magie des Erfolges der USA beruht nunmal auf die Dollarschwemme und dem hohen Handelsdefizit, die es erst ermöglichte, einen Wertzuwachs über der eigenen Leistungsfähigkeit erreichen zu können.
Dass dieses Spiel Grenzen erreicht und nicht endlos auf diesem Niveau weitergespielt werden kann, dem stimme ich zu, doch zu glauben, man könnte das Handelsdefizit auf nahezu Null reduzieren, ohne dass es zu einem massiven Wohlstandsverlust und vor allem auch Wertverlust führen würde, halte ich für naiv und wird sich als fatale Fehleinschätzung zeigen.
Denn wenn das Handelsdefizit schwindet, kann man noch so sehr die eigene Produktion hochfahren, man wird nunmal nicht mehr als 100% produzieren können, damit die früheren Niveaus nicht ansatzweise mehr erreichen können. Man wird dadurch auch die hohe Ergebnisdynamik nicht mehr halten können, womit die höheren Bewertungen nicht mehr haltbar sein werden, so dass der Aktienmarkt allein durch diese Veränderung eine ganze Menge Luft nach Unten hat.
Hinzu kommt, dass der US-Konsument von den niedrigen Preisen importierter Waren lebt.
Wird nun Produktion von Billiglohnländern wie Vietnam wieder in die USA verlegt, dann werden sich die Preise für viele Dinge des alltäglichen Lebens Verdoppeln, gleichzeitig wird der US-Konsument aber deswegen nicht mehr Geld verdienen. D.h. Unternehmen wie Nike, die werden nicht nur mit hohen Investitionskosten konfrontiert sein, sondern ebenso mit rückläufigen Verkaufszahlen, weil der US-Konsument angesichts der höheren Preise dann eben die Schuhe oder das T-Shirt länger trägt, verstärkt Alternativen wie Second Hand nutzt, usw.
All das drückt die Perspektiven der US-Unternehmen.
D.h. ein deutlicher Wohlstandsverlust in den USA wird unter diesen Rahmenbedingungen unvermeidbar und vor allem sehr schmerzhaft sein.
Einen solchen Schritt zu gehen, ohne dass eine unmittelbare Notwendigkeit dazu besteht, ist einfach nur selten dämlich. Denn man kann dieses Spiel mit dem Handelsdefizit gut und gerne auch noch weitere 10 oder 20 Jahre spielen und es langfristig schrittweise gesenkt. Gleiches gilt auch für den Abbau des Staatsapparats. Man hätte kompetente Fachleute mit der Restrukturierung des Staates beauftragen können, so wie es auch Unternehmen in der Wirtschaft tun. Man hätte Ineffizienzen aufgedeckt und mit klugem Kopf den Staat smarter gemacht. Doch einfach Abteilungen zu schließen, ohne überhaupt einen Einblick in deren Arbeit zu nehmen, oftmals ohne zu wissen, was die überhaupt machen, wie will man dann eine kluge Entscheidung treffen? D.h. Entscheidungen werden eben nicht fachlich und pragmatisch, sondern rein ideologisch getroffen und sowas wird zu keinem guten Ergebnis führen.
Wahrscheinlich wird man mittlerweile auch KI einsetzen, um solch Szenarien zu berechnen.
Dieses Basis-Szenario ist auch nicht in Stein gemeißelt, sondern ändert sich mit den sich verändernden Rahmenbedingungen. Das Basis-Szenario kann in ein paar Monaten auch wieder höher oder tiefer liegen.
Aber gerade weil die Folgen so schwierig abzuschätzen sind, wird immer weiter abverkauft, weil es für einen Aktienmarkt kaum etwas Unangenehmeres gibt als unbekannte Risiken. Das schreit förmlich danach, aus Aktien in andere Assets umzuschichten, solange, bis das Risiko abschätzbar wird.
Ich jedenfalls halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass die höchsten Zölle seit mehr 90 Jahren, welche sehr weit über dem Niveau vergangener Jahrzehnte liegen, nur einen moderaten Effekt auf die Unternehmensergebnisse haben werden. Wenn diese Zölle so bleiben wie sie sind, wird es zu einem deutlichen Gewinnrückgang führen. Denn wenn die Kosten um 20% steigen, das erwartete Gewinnwachstum bei 11% erwartet wurde, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass von den 11% Wachstum noch etwas übrig sein wird.
Da hat es einer schon im Urin. Die verbleibenden Demokratien werden einen gemeinsamen, nach innen autarken und waffenstarrenden Block bilden müssen, wenn sie in der aufziehenden multipolaren Barbarei überleben wollen. Die Imperialistenknechte wie Ungarn oder die Slowakei müssen natürlich vorher gehen, während Kanada, Australien, Kalifornien usw an Bord gehen. EU muss man das dann aber nicht mehr nennen.
https://youtu.be/WwK9nU6gVQQ?si=wgPejGFMe6lxVUg-
D.h. inst. Investoren müssen in diese Rekordzukäufe privater Investoren hinein ihre Pos. abgestoßen haben, womit der Kleinanleger einmal mehr die Gewinne der Profis zahlen wird.
Es erinnert mich an den Verlauf der Internetblase 2000, in der in der Endphase größere Rücksetzer ebenfalls durch Privatanleger zum Zukauf genutzt wurden, während die Profis ihre Pos. reduzierten.
Deshalb sehe ich das auch so, dass wir den Boden noch nicht bzw. allenfalls kurzzeitig, erreicht haben und wir weitere Abverkäufe sehen werden.
Erst wenn der Privatanleger/Kleinanleger das Handtuch wirft, wird der Boden erreicht sein.
Ich vermute, dass wir in der kommenden Woche eine kleine Bounce sehen könnten, welche aber zeitnah wieder abverkauft werden wird und sich weitere Verkaufswellen anschließen werden. Ich denke bis 4500-4700 Punkte im S&P500 dürfte es noch nach unten laufen. D.h. nochmal knapp 10% abwärts.
Dort verläuft in etwa der langjährige Aufwärtstrend, welcher seit 2009 besteht, sowie der 50er gleitende Durchschnitt im Monatschart. Der Trendindikator droht erstmals seit 2016 wieder in den negativen Bereich zu driften.
Insgesamt hätten wir mit Erreichen der 4500-4700 Punkte lediglich das Niveau von Anfang 2024 erreicht, was zeigt, dass ein solches Niveau keinesfalls übertrieben wäre, zumal wir Anfang 2024 in einem Umfeld sinkender Energiepreise, sinkender Inflation, besserer Perspektiven standen, während wie Heute vor steigenden Kosten, steigender Inflation und sich verschlechternden Perspektiven stehen, dessen Endpunkt zeitlich wie ergebnistechnisch nicht absehbar ist.
Sollten die 4500 Punkte nachhaltig fallen, dann wäre der langjährige Aufwärtstrend gebrochen, der Trendindikator definitiv im negativen Bereich, dann hätten wir den langjährigen Bullenmarkt beendet und würden in einen übergeordneten Bärenmarkt eintretten, welcher sich über Jahre hinziehen könnte, wie einst der Bärenmarkt nach der Internetblase im Jahre 2000.
Um es zu verdeutlichen, habe ich eine Chartgrafik erstellt und angefügt.
Das ist die Botschaft, die Libertäre ihrem ehemaligen Hoffnungsträger noch abgewinnen, nachdem der sich und sein Maga-Volk nun tatsächlich in eine nur noch religiös interpretierbare Dystopie verabschiedet hat. In der Wirklichkeit verhält es sich allerdings genau umgekehrt als oben beschreiben. Das Trumpregime ist ein Ereignis, dass die ungelösten Widersprüche der amerikanischen Weise Kapitalismus zu machen gnadenlos offenlegt. Es beschreibt deren finale Zuspitzung, der man nur noch barbarisch, sprich durch Komplett-Abriss, beizukommen können glaubt.
In der Gegenstrategie käme es nun darauf an, sich eben diesen Schuh nicht auch noch selbst anzuziehen, sondern auf die eigenen Stärken - die praktisch verfügbaren und die theoretisch erreichbaren - zu fokussieren. Mit den dystopischen Maga-USA als abschreckendes Beispiel vor Augen sollte es gelingen, den Kapitalismus so zu reformieren und zu transformieren, dass dessen Widersprüche in einer zivilen Verlaufsform gehalten werden können. Den Staat in seiner Funktion als allgemeinen Garanten wie als antizyklischen Agenten privater Märkte wieder anzuerkennen ist dafür Grundbedingung. Da gilt es anzusetzen !
Kanada in die EU aufnehmen? Weshalb nicht auch Ägypten, Algerien usw.? Die wären sogar etwas näher, geografisch.
Dann waffenstarrend? Für den 3. Weltkrieg gegen die USA, Russland, Türkei, China usw...?
Doch bei einer Wirtschaftskrise würden sich in einigen Ländern der EU Ansichten zu zB. Flüchtlingspolitik und anderen Themen allgemein verschieben und ev. nationalistischer ausgerichtete Parteien begünstigen, da diese das schon immer in ihrem Programm hatten und allgemein sich auch kritisch gegenüber der gegenwärtigen Politik der EU positionierten, ist anzunehmen. Dann muss man die auch ausschliessen? Weil sie zu wenig demokratisch sind, bzw. keine Brandmauern errichten oder Parteien verbieten, welche sich kritisch zur Politik der EU äussern?
Die EU müsste mAn mit dem leben was sie gegenwärtig ist, nicht was sie alles sein könnte in Zukunft. Ein Paradies der Demokratie und Gerechtigkeit, ständig expandierend aber auch implodierend.
Die gegenwärtige Situation wird jedoch sicher die Verhandlungen der Schweiz über die neuen Rahmenabkommen mit der EU stark begünstigen, man wird sich wohl einigen in absehbarer Zeit, ist anzunehmen.
Das war u.a. auch schon mit dem Amtsantritt in seiner ersten Amtszeit der Fall, bei dem der Dollar im ersten Jahr seiner Amtszeit eine deutliche Schwäche zeigte.
Auch damals waren es Zölle, welche zu einer Schwäche führten. Doch ruderte Trump in der ersten Amtszeit wieder zurück, womit sich der Dollar und die Aktienmärkte wieder besser entwickelten.
Nun läuft es wieder so, nur das es diesmal unwahrscheinlich erscheint, dass er seinen Kurs wieder deutlich in Richtung Pragmatismus anpassen wird.
Der langfristige EUR/USD-Chart zeigt, dass allein die Dollarstärke den US-Aktien jährlich eine Outperformance von mehr als 2% einbrachte. D.h. aus Sicht eines europäischen Anlegers hat allein der Währungsvorteil eine jährliche Performance von 2% eingebracht. Wenn man die damaligen Zeiten der Niedrigstzinsen bedenkt, sind 2% Performance "for nothing" ziemlich gut.
Auch das hat natürlich zur Stärke der US-Märkte geführt bzw. den Kapitalzufluss in Richtung USA zusätzlich motiviert.
Bricht der Kurs nun aus dieser langjährigen Abwärtsbewegung und Dollarstärke nach Oben aus, dann könnte es eine weitere Umschichtung aus US-Aktien in z.B. europäische Aktien fördern und die Attaktivität der US-Aktienmärkte senken.
Genau das passierte historisch gesehen mit dem letzten Ausbruch aus einem langjährigen Abwärtstrend im Jahre 2003. Die Folgejahre der Dollarschwäche führten zu einer deutlichen Outperformance des DAX/MDAX usw. gegenüber des S&P500.
D.h. wenn der EURUSD nach Oben ausbricht, werden sich die Umschichtungen weiter beschleunigen.
Ich bin deshalb mittlerweile großteils in europäische sowie deutsche Aktien investiert und habe meinen USD-Anteil deutlich reduziert.
So naiv kann man doch eigentlich nicht sein um zu glauben, dass Autokratien, die ringsum um Europa und der EU aufrüsten und die Rester ihrer Demokratien abschaffen, einen Bogen um Europa machen würden. So extrem naiv kann man doch nicht sein um zu glauben, dass unser Verständnis von Demokratie und Freiheit nicht mit Waffengewalt verteidigt werden müsste.
In die EU gehören Länder, die auch für ein Grundverständnis von Demokratie und Freiheit stehen.
Länder wie Ungarn stehen eben nicht dafür, Ungarn ist nur noch Teil der EU, um Milliarden an Subventionsgelder abschöpfen zu können. Gäbe es diese Milliarden an Subventionen nicht, wäre Ungarn schon längst aus der EU ausgetreten.
Länder wie Kanada oder Australien wären sehr viel besser geeignet, weil deren Grundverständnis an Freiheit und Demokratie deutlich besser als die Ungarns ist.
Gerade diese gegenwärtige Krise und Herausforderung kann die EU auf lange Sicht eben auch definieren und gestalten, auch stärken, emanzipieren von der Blaupause, die nie wirklich passte zu Europa. Vielleicht war das ein grundsätzlicher Fehler der EU, diese systematische Orientierung an den USA? Eine zentralisierte Macht.
Ich behauptete ja schon mehrmals hier, die Schweiz ist eine europäische Blaupause für eine Zusammenwachsen Europas. Sie ist aus einem Staatenbund und auch Kriegsbündnis dann zu einem stabilen Bundesstaat geworden, mit ausgeprägtem Föderalismus, jeder Kanton hat seine eigne Verfassung und starke Kompetenzen und man hat vier Landessprachen und ist ein Vielvölkerstaat, schon immer gewesen und hat es geschafft sich auch mental zu vereinen zu einer Nation.
Die Blaupause damals war einst auch die Verfassung der USA, die ua. von Napoleon für diese damals chaotische Eidgenossenschaft vorgeschlagen wurde, aber in einem Bürgerkrieg mündete. Der wurde auf "Schweizerische" Art schnell beendet, es gab kaum 100 Tote und die Verlierer bekamen in vielen Punkten recht, so hat man eben keinen Präsidenten, keinen zentralisierten Staat und eine direkte Demokratie.
Die "wilde" und nicht wirklich demokratisch legitimierte Expansion müsste die EU mMn aus ihrem Programm streichen. Das bringt eben die Ordnung auch durcheinander, auch die interne mAn, ein Machtanspruch, der expandiert.
D.h. da ist keine EU-Regierung, welche vergleichbar mit den USA, Gesetze erlässt, welche für alle Bundesstaaten gelten. Wobei selbst in den USA die einzelnen Bundesstaaten relativ große Spielräume haben.
Wenn z.B. die EU beschließt, die Sommerzeit abzuschaffen, dann bedeutet das noch lange nicht, dass das Gesetz ist. Sondern müssen die einzelnen EU-Staaten diesen Beschluss in eigene nationale Gesetze überführen und dementsprechend demokratisch auf nationaler Ebene legitimiert.
Sind EU-Staaten dazu verpflichtet diese Beschlüsse umzusetzen? Jein. Zwar sind sie dazu verpflichtet, doch wenn sie es nicht tun, drohen im Regelfall keine größeren Konsequenzen.
Die von dir genannte Zentralisierung ist daher Quatsch und entspringt mal wieder deiner ideologisch schiefen Sichtweise.
Ziel einer EU sehe ich darin, Standards zwischen diesen Staaten zu schaffen, zu erreichen, um damit Handelsbarrieren abzubauen, einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch zu erleichtern und von den Synergieeffekten zu profitieren.
Zudem mittels vereinter Kräfte eine Sicherheit nach Außen zu schaffen, ein Bollwerk gegen Autokratien, die in Demokratie und Freiheit eine Gefährdung ihrer eigenen Machtposition sehen.
Ist das tatsächlich so? Oder ist eben das Ideologie?
während du auf der anderen Seite ziemlich viel Verständnis für autokratisch regierte Länder zeigst, die deiner Ideologie nach, quasi einen Verteidigungskrieg gegen die expandierende EU führen müssen.
Bitte belege sie doch mit einer Aussage von mir, nicht mir einer Suggestion oder Unterstellung.
Du willst einfach immer absolut recht haben und behalten, und zwar zu 100%.
Ich zeige kein Verständnis für den Überfall Putins. Aber fragte, ob dieses Europa überhaupt in der Lage ist, nun ohne die USA, den totalen Sieg über die russischen Truppen zu ermöglichen, alle Gebiete zurückzuerobern militärisch.
Diese Frage stört dich, weil du sie beantwortest mit deiner Meinung dazu, welche aber nicht die Wahrheit sein muss. Es ist nur eine Meinung die du selber viel zu ernst nimmst mAn.
Du wirst gar nichts entscheiden, damit musst du auch leben.
Eine ziemlich fragwürdige und naive Doppelmoral, die du da an den Tag legst, die die Ernsthaftigkeit deiner Haltung gegenüber Russlands in Frage stellt, wenn man es überhaupt Haltung nennen kann.
Man kommt aber eben nicht an den Fakten vorbei, dass die Demokratie und Freiheit global betrachtet, in der EU weit oben in der Rangliste steht und eben nicht Algerien oder Ägypten, sondern Kanada und Australien hoch im Kurs stehen. Und auch die Ukraine deutlich höher im Kurs steht als Ägypten oder Algerien und erst recht höher als Russland.
https://www.laenderdaten.de/indizes/demokratieindex.aspx
Deshalb kannst du dir dein "An Deutschland soll die Welt genesen" in deinen Allerwertesten stecken, denn genau dort gehört es hin.
Quelle:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/...one-europa-100.html
Es scheint als ob es Musk angesichts des rapiden Wertverfalls seiner Unternehmen, vor allem Tesla, so langsam zu dämmern, auf welchen Mist er sich da eingelassen hat.