Culture Club
Seite 1882 von 2484 Neuester Beitrag: 31.03.25 21:51 | ||||
Eröffnet am: | 22.09.12 21:13 | von: Fillorkill | Anzahl Beiträge: | 63.098 |
Neuester Beitrag: | 31.03.25 21:51 | von: Fillorkill | Leser gesamt: | 7.009.714 |
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Ich geb dann mal gnädig den Start ins nächste Millennium ;-)
Aber ich schätze dein unverwüstliches Credo ebenso sehr wie das des Don Quijote.
Möge dir stets ein Sancho Panza beistehen!
Meinen Glückwunsch zum Sternenhimmel:
GLG: boersalino
Mein Pathos brächte dich gewiß zum Lachen,
Hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt.
FILLORKILL:
Hast du mir weiter nichts zu sagen?
Kommst du nur immer anzuklagen?
Ist auf der Erde ewig dir nichts recht?
.
.
Du darfst auch da nur frei erscheinen;
Ich habe deinesgleichen nie gehaßt.
Von allen Geistern, die verneinen,
ist mir der Schalk am wenigsten zur Last.
Mephistopheles (allein):
Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern,
Und hüte mich, mit ihm zu brechen.
Es ist gar hübsch von einem großen Herrn,
So menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.
https://kalliope.org/da/text/goethe2001061603c
https://jmichaelai.files.wordpress.com/2012/04/don-quixote-essay.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Trickster
https://www.ethnologie.uni-muenchen.de/forschung/...etatrickster1.pdf
Aber Fill ist ja nun auch nicht "nur" der grenzüberschreitende manipulative Schelm oder der in seinem Eifer bisweilen fast schon quixotesqe Antifaschist (der nicht immer die richtigen Ziele findet) sondern gerade in letzer Zeit auch immer häufiger eine Stimme von Rationalität und Vernunft und informativer technisch-medizinischer Aufklärung.
Menschen sind nunmal vielseitig und keine Binärwesen.
Ich meine übrigens neben einer gewissen Biestigkeit auch ein Bedürfnis in Euren geistreichen Andeutungen herauszulesen, sich mal klärend miteinander auszusprechen....
...schaden könnte es ganz sicher nicht.
habe ich mir gerade kürzlich bei Netflix angesehen, müsste noch aktuell verfügbar sein.
Dies ist das Einzige, was ich einem großen Denker, wie dir, vorwerfen könnte: Du fütterst erbarmungswürdige Kreaturen heran, die dir stets & und ohne Kompetenz beipflichten - ohne Wenn & Aber; denn sie glauben, über ein banales Sternchen teilzuhaben an deinen (echt) durchaus nachdenkenswerten Einlassungen.
Ich habe n'türch so'nen Klatscher mal extemporieren wollen - hossa ... 0 Punkte. Und mal ehrlich: Hättest du mehr erwartet? Sicher nicht - und genau dies macht dich angreifbar!
Mein Bildungshintergrund ist übrigens weder grandios noch beschämend, sondern einfach nur der Tatsache geschuldet, dass ich mich nicht mit bestellten Titeln brüste ( François Rabelais - offensichtlich in 4 Tagen überlesen), sondern langsam und brav lese und verdaue.
Ich finde dich immer noch toll, und nur dir verdanke ich die Wiederentdeckung von:
https://www.youtube.com/watch?v=G0kIhustrbY&t=149s
Und wir bleiben hier zurück auf dem Scheißhaus - mit der irrsinnigsten aller Hoffnungen, dass eines Tages ein wirklicher Mensch kommen wird, damit irgendwas da ist, um es zu retten ...
wenn schon nicht "auszuscheißen"!
https://www.youtube.com/watch?v=G0kIhustrbY&t=149s
Opferst du dich freiwillig????
GLG
M.
Sie hat edlerweise eine 11. in Deutsch übernommen. Nun, was will uns der Dichter mit dieser "Parabel" (eigentlich isses'n Gleichnis, eher noch eine Allegorie ... aber scheixxx drauf) sagen?
"Um einer klaren Antwort auszuweichen"...
Nach dem Tode des Vaters ziehen die Söhne vor Gericht, um klären zu lassen, welcher von den drei Ringen der echte sei. Der Richter aber ist außerstande, dies zu ermitteln. So erinnert er die drei Männer daran, dass der echte Ring die Eigenschaft habe, den Träger bei allen anderen Menschen beliebt zu machen; wenn aber dieser Effekt bei keinem der drei eingetreten sei, dann könne das wohl nur heißen, dass der echte Ring verloren gegangen sei. (Auf die Frage, wann dies geschehen sein könnte, geht der Richter nicht explizit ein; auch der Ring des Vaters kann schon unecht gewesen sein.) Der Richter gibt den Söhnen den Rat, jeder von ihnen solle daran glauben, dass sein Ring der echte sei. Ihr Vater habe alle drei gleich gern gehabt und es deshalb nicht ertragen können, einen von ihnen zu begünstigen und die beiden anderen zu kränken, so wie es die Tradition eigentlich erfordert hätte. Wenn einer der Ringe der echte sei, dann werde sich dies in der Zukunft an der ihm nachgesagten Wirkung zeigen. Jeder Ringträger solle sich also bemühen, diese Wirkung für sich herbeizuführen.
Doch halt! Ich höre ja, der
rechte Ring besitzt die Wunderkraft beliebt zu
machen; vor Gott und Menschen angenehm.
Das muss entscheiden! Denn die falschen
Ringe werden das doch nicht können! – Nun;
wen lieben zwei von euch am meisten? –
Macht, sagt an! Ihr schweigt? Die Ringe wir-
ken nur zurück und nicht nach außen? Jeder
liebt sich selber nur am meisten? – O so seid
ihr alle drei betrogene Betrieger! Eure Ringe
sind alle drei nicht echt. Der echte Ring ver-
mutlich ging verloren.
(Nebenbei mag man an einen gezähmten Falken denken, bzw. an einen streitlustigen Trabanten , dem nach einem Revierwechsel zumute ist.)
Und eine dritte Selbstverständlichkeit : Am Zeigefinger hat der rechte Ring nichts verloren. Am linken nichts und am rechten erst recht nichts.
Und warum nicht ? - Weil er nicht ganz echt ist, wie sich bei näherer Betrachtung herausstellt.
Wie lange ich an dem Rabelais allerdings gelesen habe, schrieb ich nicht.
Das ist - sinn oder unsinnig - DEINE Wertung
F.P.