Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 7917 von 7918 Neuester Beitrag: 04.04.25 23:49 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 198.943 |
Neuester Beitrag: | 04.04.25 23:49 | von: Tony Ford | Leser gesamt: | 38.684.949 |
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Mehr als jeder Zweite wünscht sich nach einer aktuellen Umfrage einen Wiedereinstieg in die Atomkraft. Insgesamt 55 Prozent befürworteten das in einer Online-Befragung im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Insgesamt 1.007 Menschen nahmen zwischen dem 27. und dem 31. März an der nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Innofact repräsentativen Umfrage teil. Darin lehnten 36 Prozent eine erneute Nutzung der Atomkraft ab, 9 Prozent zeigten sich unentschieden. ...
Die Frage müsste dann nämlich eigentlich lauten
Ja ich befürworte Atomkraft sowie die Lagerung des Atommülls in meiner näheren Umgebung. Auch bin ich dazu bereit, höhere Steuern zu bezahlen, um die hohen Investitionskosten für den Bau neuer Kernkraftwerke bezahlen zu können.
Nein ich befürworte Atomkraft nicht und lehne die Lagerung des Atommülls in meiner näheren Umgebung ab.
Ob man dann noch die 55% erreichen würde, halte ich für sehr fraglich.
Ferner nützt die Debatte wenig, wenn ohnehin kein Unternehmen bereit ist, Atomkraftwerke betreiben zu wollen.
Mir ist ein Endlager irgendwo tief unter der Erde lieber als diese hässlichen und gefährlichen (Feuer, Einsturz, PFAS, etc.) Windmühlen, die das ganze Land verschandeln:
Niemand kann den PFAS entgehen, und je mehr man von den schwer abbaubaren "Ewigkeitschemikalien" in sich trägt, desto höher sind die Fettwerte und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine deutsch-niederländische Studie.
In der Studie wurde das Blut von mehr als 2.500 erwachsenen Probanden untersucht. Und in jeder Probe wurden PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) gefunden. Seit ihrer Erfindung in den 1950er-Jahren sind Schätzungen zufolge mehr als 10.000 verschiedene Substanzen aus dieser Kategorie entwickelt worden. Wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften kommen sie in tausenden Produkten wie Kosmetik, in Zahnseide, aber auch in Pfannen-Beschichtungen und in Löschschaum zum Einsatz. Sie sind so gut wie nicht abbaubar, deshalb werden sie auch "Ewigkeitschemikalien" genannt.
Die Studie wurde von Forschungsgruppen des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des niederländischen Leiden University Medical Center durchgeführt. Grundlage waren Blutproben von Einwohnern aus Bonn und dem niederländischen Leiderdorp. "Wir sehen deutliche Anzeichen für eine gesundheitsbedenkliche Wirkung von PFAS", sagt Monique Breteler, Direktorin für Populationsbezogene Gesundheitsforschung am DZNE. "Und wir haben festgestellt, dass bei gleicher PFAS-Konzentration im Blut die negativen Effekte bei jüngeren Probanden stärker ausgeprägt sind als bei älteren." ...
Seine Vorgehensweise um diese Ziele zu erreichen ist chaotisch, erratisch und beruht zum großen Teil auf Erpressung. Ein alles andere als konservativer diplomatischer Ansatz. Kennt die Welt so in diesem Umfang noch nicht. Auch neigt er mMn zu einer übertriebenen Selbstdarstellung und ist verdammt nachtragend. Die jetzt publizierten Zollsätze sind nicht das Ziel sondern mMn ein Mittel um in Verhandlungen eine stärkere Position zu haben und Dampf zu machen. Kann allerdings, je nach Reaktion der Gegenüber fürchterlich in die Hose gehen. Er muss sich allerdings beeilen und sehr bald Erfolge vorweisen können um in den Midtermswahlen 2026 nicht unter zu gehen.
Prinzipiell kann man nicht behaupten Zölle wären schlecht und unregulierter Welthandel wäre toll. Oder will man, um billig konsumieren zu können, die kleinen Angestellte, die Arbeiterschaft und andere Geringqualifizierte unter die Brücke verbannen weil sogar eine Wohnung nicht mehr bezahlbar ist und dann auch noch dem Staat die Mittel für Sozialleistungen ausgehen?
Ja, Protektionismus ist nicht neu seitens den USA und wird auch anderswo mit allen denkbaren Mittel getrieben (Vorschriften auf den verschiedensten Sektoren - darin ist die EU z.B. stark). Auch Biden hat Zölle erhöht und den Handel in Teilen erschwert, hat aber um die Produktion zurück zu holen primär auf massive Subventionen für bestimmte Industriezweige gesetzt. Diese Industriezweige verlangten im Regelfall viele Hochqualifizierte, waren also weniger für die Arbeiterschaft geeignet. Und diese Zurückholung wurde auch noch über eine weiter explodierende Verschuldung betrieben deren Folgen der sogenannte Mittelstand und die Geringverdiener werden tragen müssen. Nicht grundlos wollten die Arbeiter die Demokraten kaum mehr wählen.
Nach der Ankündigung der USA, die Zölle für fast alle Länder der Welt zu erhöhen, hat China nun reagiert. Für US-Produkte werden ebenfalls höhere Zölle fällig.
China reagiert auf die US-Zölle mit Gegenmaßnahmen. Auf alle US-Waren werde nun ebenfalls ein Zoll von 34 Prozent fällig, kündigte das Finanzministerium am Freitag in Peking an. Dieser soll ab 10. April gelten.
Ebenso plant die chinesische Regierung, wegen der US-Zölle eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen. Der Streitbeilegungsmechanismus der internationalen Organisation mit Sitz in Genf ist allerdings seit Jahren blockiert.
Zudem würden Exportkontrollen für sieben Seltene Erden eingeführt, erklärte das chinesische Handelsministerium am Freitag. Darunter ist demnach das bei der Magnetresonanztomographie genutzte Gadolinium sowie das in Elektrogeräten verwendete Yttrium.
Prinzipiell kann man nicht behaupten Zölle wären schlecht und unregulierter Welthandel wäre toll. Oder will man, um billig konsumieren zu können, die kleinen Angestellte, die Arbeiterschaft und andere Geringqualifizierte unter die Brücke verbannen weil sogar eine Wohnung nicht mehr bezahlbar ist und dann auch noch dem Staat die Mittel für Sozialleistungen ausgehen?
Es hat auch Niemand behauptet, dass Zölle per se schlecht wären. Zölle sind ja auch keine Erfindung oder Neuerung von Trump, sondern finden stets statt.
Dass was Trump tut, wird genau das Gegenteil von dem erreichen, was du hier ins Feld führst. Denn die vom Trump erlassenen Zölle werden die Arbeiterschaft in den USA eben nicht besser, sondern deutlich schlechter stellen. Die Zollpolitik von Trump wird dazu führen, dass die Plätze unter den Brücken in den USA bald gut ausgelastet sein werden, zumal ohnehin schon ein beachtlicher Teil der einfachen Arbeiterschaft Lebensmittelmarken erhält, weils sonst nicht reicht.
Für ein Unternehmen, welches mittel- bis langfristig planen muss, ist diese Art und Weise der Wirtschaftspolitik eine Vollkatastrophe und an sich schädlicher als die Zölle selbst.
Denn wenn Unternehmen wüssten, dass diese Zölle auf Dauer bleiben werden, dann können sich Unternehmen und Lieferketten dementsprechend auch anpassen und mit den neuen Herausforderungen umgehen.
Doch man stelle sich vor, Nike würde seine Produktion nun wieder in die USA verlagern wollen. Man müsste sehr viel Geld investieren, würde neue Fertigungsstätten aufbauen und wenn diese dann zum Ende der Amtszeit Trumps gerade fertiggestellt sein werden, kommt die nächste Regierung und rollt diese Zölle wieder zurück. Für ein Unternehmen wie Nike eine Vollkatastophe, weil sie viel Geld investiert haben um eine Fabrik in den USA zu haben, welche dann unter den wieder neuen Rahmenbedingungen nicht mehr wettbewerbsfähig sein wird.
Deshalb werden vor allem Nicht-US-Unternehmen, dessen Anteil der USA vielleicht bei 10 oder 20, vielleicht 30% liegt, wahrscheinlich die Produkte nicht mehr in den USA verkaufen und ihr Geschäft auf die anderen Länder beschränken. Man würde die Kapazitäten weniger auslasten, evtl. ein paar Fabriken schließen und den Ergebnisrückgang schlucken.
Für den US-Konsumenten wird es bedeuten, dass die Produktvielfalt sinkt, die Preise für die verfügbaren Preise mangels Angebotengpass steigen werden, sich die Situation aus Sicht des US-Konsumenten deutlich verschlechtern wird.
Und selbst in den USA produzierte Waren werden eine ganze Reihe von Zulieferteilen und Komponenten verwenden, welche günstig in China produziert werden. So das auch viele heimische Produkte von den Zöllen betroffen sein werden und die Preise anheben müssen.
Wenn der Trump nun meint, dass die USA bei den sog. nicht-tarifähren Handelsbeziehungen (also Hemmnisse ohne die Zölle) benachteiligt werden, muss man darüber natürlich reden. Die EU und auch China haben sich in dieser Hinsicht nicht gerade liberal verhalten. Und gerade die EU ist aktuell auch noch dabei, den internationalen Handel mit irgendwelchen mit sozialen und ökologischen Vorschriften belasten zu wollen. So was ist völlig überflüssig.
Aber was ganz anderes ist es, dass die USA im industriellen Bereich an Wettbewerbsfähigkeit verloren haben. Üblicherweise würde das mit einer deutlichen Abwertung der Landeswertung einhergehen. Gab es aber nicht. Eine Währung ist eben auch immer politisch bestimmt - im Falle der USA schlägt deshalb auch die politische und militärische Stärke zu Buche. Weil man stark ist, darf man sich über einen starken Dollar freuen. Der gestattet es dann, dass man allüberall in der Welt günstig einkaufen kann. Aber weil das so ist, fließt eben viel Kohle aus den USA ab und schafft anderswo Arbeitsplätze. Da muss sich auch ein Herr Trump nicht wundern. Das ist dann eben kein unfairer Wettbewerb, sondern einfach nur der Effekt davon, dass man alles getan hat, Weltmacht Nr. 1 zu sein.
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=KW-__94IeuI
Viele interessante Kommentare, Grafiken, Statistiken zur aktuellen Situation.
Wenn Trump an seinem Kurs festhält, dann werden wir meiner Einschätzung nach die größte Rezession seit den 1930er Jahren sehen.
Denn noch nie gab es größere Steuererhöhungen in den USA als es mit den Zöllen und Gegenzöllen passieren wird.
Aus Sicht der EU täte man meiner Meinung nach gut, US-Waren mit der Hälfte der US-Zölle, d.h. 10% zu belegen.
Was man meiner Meinung nach aber sehr gut mit Zöllen belegen könnte, wären Netflix, Spotify, Youtube, etc. Da könnte man ruhig 20% oben drauf legen, dann muss halt jeder Nutzer selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist oder nicht. Ich denke man täte gut, wenn man die Mag7 ins Visier nimmt. Hier gibt es u.a. eine ganze Reihe von Steuersparmodellen, die man, wenn man wirklich wollte, eigentlich unterbinden könnte. Damit hätte man die USA ziemlich an den Eiern.
Wenn Trump darauf zielt, die Importe in die USA einzuschränken, um dort selbst mehr zu produzieren, hat das natürlich Effekte. Man muss in den USA die Produktionskapazitäten für die vermehrte Produktion haben oder sie schaffen. Es geht um Importsubstitution. Sind die Kapazitäten nicht da, kann man sie vielleicht schnell schaffen. Kann klappen - wie gerade Russland angesichts aller Sanktionen gezeigt hat.
Können die Amis auch hinkriegen. Wenn sie es schaffen, stellt sich die Frage nach den Preisen. Wenn das Angebot nicht stark ausgeweitet wird, steigen die Preise. Muss man aufpassen - Leitzinssenkungen ist dann nicht.
Die Frage ist, wie man mit dem Anpassungsschock zurecht kommt. Kann gut gehen - siehe Rußland. Kann es aber auch nicht. Muss man abwarten. Aber jetzt schon irgendwelche Prognosen darüber abzugeben, wie es ausgeht, finde ich ziemlich tollkühn und daher unseriös.
Man sollte sich - mit den Amis und auch den Chinesen - zusammensetzten und über die Probleme reden. Da kann jeder sein Scherflein beitragen. Sozusagen eine Konferenz der Sünder des freien Welthandels.
Makroökonimie hat so viele Facetten, und da hab ich die ganzen Folgeeffekte auf die Wirtschaft durch die Zolle noch gar nicht genannt, die ja erst indirekt entstehen, wenn die Wirtschaft in die Rezession geht, oder wenn Lieferketten durch Unsicherheiten etc gestört werden. Trump in seiner Blase, in der ihm auch niemand seiner Speichellekcjer mal widerspricht, weil sie alle Karriere machen oder Geld verdienen wollen, hat eine sehr vereinfachte Sicht auf die globale Wirtschaft.
Quelle:
https://de.tradingview.com/news/reuters.com,2025:newsml_L5N3QI1CP:0/
Zitat:
"Privatanleger kauften am Donnerstag Aktien im Bewertung von 4,7 Milliarden Dollar und damit so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr, so JPMorgan"
Das erinnert an die Zeiten im Jahre 2000 und der darauf folgenden platzenden Internetblase.
Auch damals waren es Privatanleger, welche glaubten, dass die Korrektur nur kurzweilig sein würde.
Die USA waren der große Profiteur des Freihandels der letzten 30 Jahre. Und das schwächere Wirtschaftsräume über die WTO kleine Zölle aushandeln, insbesondere afrikanische und kleinere asiatische Länder, versteht sich von selbst. Sowas ist gut für das globale Wachstum inklusive der USA. Trump selbst hat in seiner ersten Amtszeit übrigens manchen Freihandelsabkommen abgeschlossen, inklusive mit Mexiko und Kanada. Und nun erzählt er ständig, das wäre alles Mist.
Denn wie wir von Karlchen wissen, wenn Russland das schafft, dann kann das die USA auch schaffen.
Ich würde aber mal vermuten, dass die USA nicht den Anspruch haben, eine Inflation von mehr als 20% erreichen zu wollen, es auch nicht der Anspruch der USA sein dürfte, die Neuverschuldung massiv auszuweiten um diesen Unsinn bezahlen zu können. Denn dann müsste man sich die Frage stellen, wozu man im Vorfeld einen solch weitreichenden Sparkurs losgetreten hat.
Ganz zu schweigen davon, dass Russland nach wie vor große Teile aus Ländern wie China oder Indien importiert.
Ein Auto von GM wird zu großen Teilen eben NICHT in den USA produziert, sondern in Ländern wie Mexiko oder auch China. Denn selbst wenn eine Fabrik von GM in den USA steht, so schraubst die am Ende nur Teile und Komponenten zusammen, Teile und Komponenten, die selbst aber wegen der Kostenvorteile eben nicht in den USA, sondern in Ländern wie Mexiko oder China hergestellt werden.
Das ist bei VW nicht anders, auch hier werden viele Zulieferteile und Komponenten eben nicht in Dtl., sondern in günstigeren Produktionsstandorten produziert.
Ein Fakt den scheinbar nicht Jeder begreift.
Erst einmal: Es gibt vielerlei Handelsbarrieren - Zölle sind nur eine Barriere. Man kann auch mit irgendwelchen technischen, angeblich gesundheitlichen oder ökologischen oder vielen anderen Begründungen den Handel einschränken. Manches davon solcher Art kann zwar gut gemeint sein, manches ist aber auch nur vorgeschoben, um irgendwelche inländischen Hersteller zu schützen. Da ist dann auch - fast überall - viel Scheinheiligkeit im Spiel. Gilt auch für die EU. Das beste Beispiel ist der Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die EU ist hier quasi eine Festung. Länder aus der Dritten - und auch aus der Zweiten (Ich habe mal den Fall Georgien untersucht) haben kaum eine Chance, auf den EU-Markt zu kommen. Und im den Unsinn auf die Spitze zu treiben: Statt diesen Ländern eine Chance zu geben, sich selbst zu helfen und ihnen den Markt zu öffnen, gibt man ihnen Entwicklungshilfe.
Wenn der Trump nun meint, dass die USA bei den sog. nicht-tarifähren Handelsbeziehungen (also Hemmnisse ohne die Zölle) benachteiligt werden, muss man darüber natürlich reden. Die EU und auch China haben sich in dieser Hinsicht nicht gerade liberal verhalten. Und gerade die EU ist aktuell auch noch dabei, den internationalen Handel mit irgendwelchen mit sozialen und ökologischen Vorschriften belasten zu wollen. So was ist völlig überflüssig.
Aber was ganz anderes ist es, dass die USA im industriellen Bereich an Wettbewerbsfähigkeit verloren haben. Üblicherweise würde das mit einer deutlichen Abwertung der Landeswertung einhergehen. Gab es aber nicht. Eine Währung ist eben auch immer politisch bestimmt - im Falle der USA schlägt deshalb auch die politische und militärische Stärke zu Buche. Weil man stark ist, darf man sich über einen starken Dollar freuen. Der gestattet es dann, dass man allüberall in der Welt günstig einkaufen kann. Aber weil das so ist, fließt eben viel Kohle aus den USA ab und schafft anderswo Arbeitsplätze. Da muss sich auch ein Herr Trump nicht wundern. Das ist dann eben kein unfairer Wettbewerb, sondern einfach nur der Effekt davon, dass man alles getan hat, Weltmacht Nr. 1 zu sein.
Wie Trump morgen reagieren wird, weiß keiner, eventuell er selbst nicht. Allerdings laufen seit längerer Zeit angeblich Untersuchungen auf republikanischer Seite wie man einen derartigen Kampf überstehen kann. Nicht grundlos sind die seltenen Erden aus Südamerika, Grönland und der Ukraine ein wichtiges Thema. Praktisch alles andere ist in den USA reichlich vorhanden.
Die Regierung kündigte darüber hinaus Kontrollen für den Export von Seltenen Erden in die USA an – darunter Samarium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Lutetium, Scandium und Yttrium. Das soll bereits ab diesem Freitag gelten, hieß es in einer Mitteilung des Handelsministeriums und der nationalen Zollbehörde.
https://www.handelsblatt.com/politik/...-34-prozent-an/100119034.html
Mit den Exportverboten seitens China wird nur der Verdacht seitens den USA bestätigt, dass China derartige Mittel politisch bei Bedarf einsetzen werde und damit z.B. irgendwann Taiwan nicht mehr zu verteidigen wäre und man kuschen müsste. Mit diesem Schritt hat China den USA mMn ein großen Dienst geliefert und die USA stark motiviert China richtig einzudämmen. Wir sollten deshalb auf keinen Fall den Fehler machen uns China weiter auszuliefern oder gar an China anzudocken. Daraus könnten unschöne Entwicklungen entstehen. Wir (Europa) haben uns schon zu weit von dem Projekt Seidenstraße vereinnahmen lassen. Nicht gut. She. Panamakanal.
Als Japan zwischen den Weltkriegen aus dem Ruder lief und die USA in ihrem Status als Weltmacht bedrohte, hatte es ausgespielt. Momentan steht China als potentiell zukünftige mächtigste Weltmacht, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch, auf der Agenda. Russland als Regionalmacht (Obama) ist bei diesem Spiel unwichtiger. Es ist naiv anzunehmen die USA würden freiwillig ins 2. Glied, egal wer dort gerade regiert. Die Methoden können unterschiedlich sein, nicht das Ziel.
Und Europa? Es muss schauen mit möglichst geringem Schaden aus der Affäre zu kommen. Nicht vorhandene Muskeln auf zu spannen bringt es nicht. Wir sind sogar kaum verhandlungsfähig gegenüber den Zöllen. Dabei würden erneut die Verfechter von Agrarerzeugnissen mit den von Industrieerzeugnissen sich streiten, z.B. Süd gegen Nord. Momentan wird in Brüssel diskutiert die Tech-Milliardäre im Internet zu besteuern. Man weiß aber leider nicht wie.