FPH - Wer 2-3 Jahre Zeit hat sollte rein
@marvikev: Um Ihre Frage ausführlich beantwortet zu bekommen, können Sie gerne in unseren Geschäftsbericht schauen. Davon abgesehen:
In unserem Markt können wir nicht wirklich von Konkurrenzkampf sprechen - bei drei größeren Wettbewerbern und einem kleineren Hersteller. Entscheidend ist die Entwicklung und die Positionierung der einzelnen Hersteller im Markt und die Marktentwicklung. Der Trend geht zu kleinen Frankiersystemen, die nicht mehr in den Poststellen stehen, sondern im Büro. Diese müssen leicht bedienbar sein. Diesen Trend kann FP exakt bedienen und eine Lücke füllen. Wenn Sie sich in unserer Präsentation auf S. 5 den Wettbewerbsvergleich anschauen, sind wir in diesem Bereich gut unterwegs. Attack meint also: Die Chancen nutzen und neue Kunden gewinnen. Damit haben wir im Vergleich eine komplette Kehrtwendung zur bisherigen Strategie vollzogen.
Zu den Kosten: Die 1,7 Mio. Euro Kosten sind in die Umsetzung der Strategie geflossen. Im Detail: 1,0 Mio Euro in Personal - Vertrieb und Administration, und 0,7 Mio. Euro in strategische Projekte - Marktvorbaustudien u.ä.
In puncto Administration z. B. in den Aufbau der Bereiche Treasury und Steuer. Die Steuerquote haben wir deutlich gesenkt. Im Bereich Treasury bauen wir das Währungsmanagement auf. Hier gilt es Zahlungsströme abzusichern. Als Kenner der Materie wissen Sie, dass Währungsabsicherung gerade in den derzeitigen sehr volatilen Zeiten sehr genau zu diskutieren ist. Währungsabsicherung erfolgt bei uns nicht auf Ebene von Umsatz und Ergebnis.
Komme ich noch kurz zu C und T: C = Customer Journey. Über A erweitern wir unsere Kundenbasis. Kommunikation- und Dokumentenprozesse werden heutzutage nicht mehr nur über Frankier- und Kuvertiersysteme abgewickelt. Hier bieten wir den Kunden zusätzlich Dienstleistungen an. Für große ausgehende Dokumentenmengen z. B. Rechnungen, Kontoauszüge, Zahlerstandsmessungen, Lohnabrechnungen, Druckauslagerungen. Für eingehende Dokumente bieten wir sogenannte Inbound-Dienstleistungen an. Wir übernehmen die Dokumente, digitalisieren die Daten gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, extrahieren diese und weisen sie exakt den Bearbeitungsprozesse zu. Rechnungsdaten an die Buchhaltung, Auftragsdaten an die Auftragsabteilungen usw. Für diese Dienstleistung nutzen wir die bundesweiten Standorte, die wir im Bereich Mail Services aufgebaut haben. Und hier werden wir jetzt fokussierter agieren und die Bereiche Mail Services und Software enger miteinander verzahnen.
Zunehmend werden Dokumente aber volldigital verarbeitet, wobei wir in unsere Effizienzreport auch festgestellt haben, dass über 80 Prozent der Unternehmen immer noch auf die klassische Post setzen. Auch in diesem Bereich bieten wir Dienstleistungen und Softwarelösungen an.
Entscheidend wird es sein, sich entlang des sich verändernden Kommunikationsverhaltens weiter zu entwickeln (T - Transformation) und gemeinsam mit dem Kunden neue, passende Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln, respektive Entwicklungen vorauszusehen.
Dafür steht ACT.
Frau Prüser,
ich habe bei der "FP IAB internet access GmbH" gelesen,
das ab 2022 die elektronische Kommunikation
zwischen Anwälten, Behörden und Gericht verbindlich wird.
Da eine mir nahestehende Person am Gericht arbeitet ist mir der Begriff "elektronische Akte" schon länger geläufig.
-de Mail ersetzt so gesehen ja nur das Einschreiben. Ist noch nicht so verbreitet kleinere Firmen nutzen es kaum. und Privathaushalte ebenso wenig.
Eine Freundin von mir ist Rechtsanwältin,die hat da zwar schon mal davon gehört,aber dieser Personenkreis scheint das natürlich so lange wie möglich rauszuzögern.
Dabei fängt doch der frühe Vogel den Wurm.
Was hat das mit den Drohverlusten bei Mentana auf sich? Gibt es da überhaupt Umsatz? Ist da noch ein Anstieg zu erwarten? Was ist der Grund für die Zurückhaltung bei behördlichen Kunden?
Ist FP-sign ein direkter Konkurrent zu De-Mail oder nach dem De-Mail flop der Nachfolger auf ziviler Basis?
FrancoTyp Postalia ist ein konzern mit viel höherer ertragskraft (innenfinanzierungskraft) als das schwache buchhalterische 6M-nettoergebnis vermuten lässt (siehe tabelle cash-eps unten); das zeigt auch der "solide bereinigte Free Cashflow von 6,7 Mio. Euro" im ersten halbjahr, http://www.dgap.de/dgap/News/corporate/...en-halbjahr/?newsID=1023563
der "käfig voller narren", der sich börse nennt, missachtet solche feinheiten, weil er der quartalsdiktatur unterliegt; natürlich sollte man eine aktie, die laufend hohe abschreibungen produziert, nicht zu hoch im portfolio gewichten
◉ Cash-EpS
misst den Geldfluss aus dem Ergebnis
Quelle: Konzern-Kapitalflussrechnung H1_2017
https://cdn3.scrvt.com/...uartalsbericht_H12017.pdf
Seite 28
H1_2017
Mio
2,1 Konzernergebnis
-0,7 Zinsergebnis lt GuV
+0,7 Zugeflossene/abgeflossene Zinsen
+1,1 Ertragsteuerergebnis lt GuV
-1,2 Abgeflossene/erstattete Ertragsteuer
+9,8 Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens
+0,1 Buchverlust aus Abgang Anlagevermögen
-0,0 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge
-0,4 Noch nicht erhaltene öffentliche Zuwendungen
11,6 Cash Earnings (Geldfluss aus dem Ergebnis)
/16,301 Aktienzahl (Mio)
=0,71 Cash-EpS H1_2017
=1,42 Cash-EpS 2017e (annualisiert)
3,4 Kurs / Cash-EpS 2017e (4,80/1,42)
1. Ist die DE-Mail weiterhin der technische Goldstandard der verschlüsselten Kommunikation?
2. Gehe ich recht in der Annahme, dass es hinsichtlich des Kundenstammes im Bereich der Sozialversicherungsträger keine wesentlichen Veränderungen gegeben hat?
Falls FP beide Fragen mit "ja" beantworten kann, ist hier deutliches Potential zu erkennen. Zu #4204: Die elektronische Akte ist teilweise zwar eingeführt, aber zunächst werden Pilotprojekte gefahren. Die Umsetzung in die Praxis ist schwierig. Gerichtsakten werden bislang weiter in Papierform geführt. Und die verschlüsselte elektronische Mail ersetzt zwar tatsächlich in gewisser Weise das Einschreiben, aber es geht eben nicht vorrangig um einen Zugangsnachweis, sondern insbesondere auch um sichere Datenkommunikation. Daher wird die Nutzung im Gerichts- und Behördenverkehr wohl obligatorisch sein. Dass Anwälte das neue Modell wenig nutzen, liegt daran, dass die Umstellung zunächst Mehrarbeit und natürlich auch Kosten verursacht. Wenn DE-Mail aber obligatorisch wird, dann wird dies für die Anbieter, u. a. FP, natürlich Umsatz generieren. Wenn auch in verstärktem Maße erst nach 2020, vorher sicher nicht.
Im Übrigen vertraue ich der FP-Führung einfach mal weiter, auch wenn ich gestern eine dicke Kröte schlucken musste. Ich hoffe, dass die Mail-Services sich aus dem defizitären Bereich hinausführen lassen, denn dort liegt neben den Frankiermaschinen USA und Frankreich die hauptsächliche aktuelle Umsatzsteigerung. Wie im Quartalsbericht zu sehen ist, können die Erfolge in USA und Frankreich allein die erhoffte Steigerung im EBIT natürlich nicht generieren.
Abschließend würde mich noch interessieren, ab wann FP mit einem signifikanten Rückgang der Abschreibungen rechnet, da die aktuellen Investitionen ja weiterhin durchaus hoch sind.
Und das Thema Mail-Services: Warum kommuniziert man die Probleme erst jetzt wenn der Portorabatt bereits zu Anfang des Jahres gesenkt wurde?
Wie genau will man die Jahresziele noch erreichen? Man hat nur EUR 4,4 Mio. EBITDA im Q2 erzielt. Selbst wenn man im Q3 und Q4 jeweils EUR 6,0 Mio. EBITDA erzielt erreicht man das Vorjahresniveau bei weitem nicht...
Für die Gerichtskommunikation wird das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach genutzt (EGVP). Dazu steht Anwälten ja noch das besondere Anwaltspostfach zur Verfügung (beA).
De-Mail hat einen anderen Fokus. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Kommunikationskanal zwischen Bürger und Behörde. Zweck von De-Mail ist es also nicht, besonders sicher zu sein, sondern rechtsverbindlich.
Wir sind weiter im Bereich De-Mail tätig. Haben aber keinen Fokus mehr darauf gelegt, weil der Erfolg von De-Mail sehr vom Engagement der Behörden auf Landes- wie auf Bundesebene abhängig ist. Und dort mussten wir feststellen, dass das Interesse hier eher zweitrangig ist. Deswegen läuft die Kommunikation mit Behörden auch nach wie vor überwiegend auf dem klassischen Weg.
Auch in der Gemengelage von EGVP und beA sind sich die Behörden nicht ganz einig. Hier wird es natürlich für den Kunden beliebig schwierig.
Davon abgesehen: EGVP bieten wir über unsere Tochtergesellschaften an.
FP-Sign ist eine Vertragsplattform die zudem den Service der digitalen Signatur bis hin zur qualifizierten Signatur anbietet. Mit FP-Sign können sicher rechtsverbindliche Dokumente mit einer Vielzahl von Vertragspartnern ausgetauscht werden. FP-Sign ist eines von vielen Lösungen, die wir zukünftig den Kunden anbieten werden.
Konnten Sie für die neue Form FP-Sign das Know How der De-Mail nahezu eins zu eins verwenden? Bis auf die Anwender scheint es ja das Gleiche zu sein. Oder erhebt FP-Sign den Anspruch besonders sicher zu sein?
Haben Sie denn nun überhaupt Umsätze mir De-Mail generiert?
Grundsätzlich kommt die Digitalisierung so oder so früher oder später je nach Branche oder sagen wir mal beim Staat geht es dann vielleicht etwas langsamer voran.
Also gibts dann im Prinzip nur 2 Anbieter?
FP und United.
Der Vergleich Einschreiben ist gut. Grundsätzlich kann man die De-Mail aber tatsächlich auch noch einmal als Einschreiben deklarieren.
Unterschied elektronische Unterschrift und Qualifizierte Unterschrift. Es gibt drei unterschiedliche Formen von elektronischer Unterschrift.
1. einfache elektronische Signatur
2. fortgeschrittene elektronische Signatur
3. qualifizierte elektronische Signatur (QeS)
Die QeS ist höchste Standard und wird in der normalen Geschäftswelt eher selten benötigt.
Neben uns gibt es als De-Mail-Anbieter noch die Telekom und United Internet.
Wir haben für die Entwicklung von FP-Sign auf viele der Erkenntnis und Programme aus De-Mail zurückgreifen können. Hinzukommt das Know-How aus der e-Signatur, die wir schon vor De-Mail angeboten haben.
Sollten wir in puncto De-Mail einmal andere Ideen entwickeln und den Bereich nicht mehr einsetzen wollen, d. h. auch die Kundenverträge neu bewerten, dann müssten wir mit entsprechenden Verlusten rechnen. Da wir den Fokus verändert haben, haben wir dieses Thema 2016 einmal bereinigt und buchhalterisch, aber nicht operativ abgebildet.
Ja, die Personalkosten fallen nicht im zweiten Halbjahr plötzlich weg. Die Kosten für verschiedene Strategieprojekte hingegen schon.
Wenn wir in unseren Schwerpunktmärkten USA und Frankreich verstärkt in den Markt gehen wollen, benötigen wir entsprechende Kollegen. Insbesondere Frankreich ist noch im Aufbau. Zur Zeit ist die PostBase One für Frankreich in der Zertifizierung. Für den Vertrieb der PostBase One, das größte System unserer PostBase-Familie, benötigt man Vertriebler. Das ist kein System, dass sich über Telesales vertreiben lässt. Schauen Sie sich doch einmal gerne auf unserer Webseite um. Neue Kollegen können aber nicht von Tag eins an, 100 % der Leistung liefern.
Abschreibungen: Der Großteil der Abschreibungen entsteht durch die neu aufgebaute installierte Basis in den USA. In den Jahre 2013 - 2015 haben wir rund 35.000 Systeme ausgetauscht und PostBase-Systeme beim Kunden installiert. Abschreibungszeitraum sind 5 Jahre. Damit werden ab 2018 die ersten Systeme abgeschrieben sein. 2014 haben wir die meisten Systeme in den Markt gebracht. Abschreibungen werden - so wie wir das auch immer erläutert haben -voraussichtlich 2018 noch auf dem Niveau von 2017 sein und danach abfallen.
Bitte bedenken Sie bei dieser Diskussion folgenden Aspekt: Hätten wir in den Jahren 2013 - 2015 die alten T1000-Modelle nicht aus dem Markt genommen und durch neue Systeme ersetzt - was wir im Übrigen sehr erfolgreich gemacht haben - hätten wir die alten Systeme zum 1. Januar 2016 nicht mehr nutzen dürfen. Sie wären Komplettauswähle gewesen. Das waren zu diesem Zeitpunkt in etwa 50 % unserer installierten Basis. Damit hätten wir nicht nur die Hälfte unserer Marktanteile verloren, sondern zugleich den Umsatz, den wir mit diesen Systemen generieren.
Ich habe Zeit und wünsche ein angenehmes Wochenende.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/...-mail-mit-a-893943.html
Wie sieht das denn aktuell aus,der Artikel ist von 2013.
Das ist nun auch schon ein Weilchen her.
Wer mag lese sich nochmal unsere Stellungnahmen von 22.8. durch bezügl. der Erwartungen an den H1-Bericht. Ich betrachte 'nen Thread als Möglichkeit zum Austausch von Infos, Sichtweisen, Einschätzungen und bei mir mit dem Ziel, eine bessere Geld-Anlage-Performance zu erzielen. Ob der einzelne Anleger dabei kufri, mifri oder lafri orientiert ist spielt mir keine Rolle, es ist seine individuelle Aufgabe (und manchmal schwierig) aus den Stellungnahmen die relevanten Sachverhalte für seine eigene Orientierung rauszufiltern.
Klug ist in meinen Augen der Anleger, der das Ziel erreicht für seine Orientierung.