Ökonomen streiten über Verteilungsfrage


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Neuester Beitrag: 27.02.25 23:43
Eröffnet am:04.11.12 14:16von: permanentAnzahl Beiträge:197.939
Neuester Beitrag:27.02.25 23:43von: Karlchen_VLeser gesamt:37.679.376
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12996 Postings, 5949 Tage daiphong#98 es hat keinen Sinn, alten Zeiten nachzutrauern

 
  
    #14101
5
03.01.14 14:52
und in blinden Reflexen Rot-Grün für die modernen Zeiten verantwortlich zu machen.
Oder "den" Staat, "die" Politik, "die" Unternehmer.

Es ist auch absurd, Leistungsfähigkeit als "Wettbewerbsfähigkeit" lächerlich zu machen, die sich global angeblich gegenseitig aufheben würde. Das ist nicht der Fall, ganz im Gegenteil.
Jedes Land muss sich selbst ernähren und daher international auf Dauer so viel exportieren, wie es importiert, oder umgekehrt. Das können Waren, Dienste, Assets, Rohstoffe sein, und wer nur Assets exportiert, ist halt irgendwann ausverkauft. Südeuropäischen Tourismusländern geht es da nicht anders, sie müssen sich schon anpassen an die Bedingungen und Grenzen ihrer Tourismuseinnahmen. Unter "Sparen" mag man sich vieles vorstellen, meist meint man damit die anderen und alles, was einem selbst nicht gefällt. Ökonomie heißt aber in jedem Fall, dass alles begrenzt ist, auch staatliche Ausgaben, auch Importe, auch Reichtum. Auch, weil es wirklich weltweite Konkurrenz um alles Mögliche gibt.  

72516 Postings, 6110 Tage FillorkillDaiphong,

 
  
    #14102
4
03.01.14 16:53

'Jedes Land muss sich selbst ernähren und daher international auf Dauer so viel exportieren, wie es importiert, oder umgekehrt'. Solch ein Muss gibt es nur im Lehrbuch. Wenn einer, zB weil er seine Hausaufgaben gemacht hat, einen Überschuss erzielt, muss ein anderer dafür notwendig ein Defizit eingehen. Gleichzeitig wird sein Deficit durch die erzielten Überschüsse refinanziert. Eine andere Möglichkeit, Überschüsse anzulegen, gibt es nicht. Würden diese dagegen produktiv investiert, würden sie verschwinden. Dieses Prinzip wurde mit der Globalisierung bis in den letzten Winkel durchgesetzt und nicht etwa aufgehoben. ..

72516 Postings, 6110 Tage Fillorkillasset clock tickt und tickt

 
  
    #14103
3
03.01.14 17:03
Und das ist das kausale Problem im Cap. Zuviel Kapital (sprich Debt), als das produktives Investment dafür Ertrag (sprich Deckung) erwirtschaften könnte...
Angehängte Grafik:
national_assets.jpg
national_assets.jpg

4292 Postings, 5948 Tage DreiklangItaliens Demokraten gegen Maastricht-Ziel (#094)

 
  
    #14104
9
03.01.14 19:14
Die Versuchung ist groß, an Geld kommen zu wollen, wenn eine "Sparer-Nation" entsprechend Geld auf die hohe Kante legt - und diese entstehen ja im deutschen Export-Modell "fast von selbst". Allerdings sind die erzielten  "Ersparnisse", = Exportüberschüsse, zunächst als Forderung gegen andere Staaten angelegt, die nicht notwendigerweise EU oder EMU angehören müssen. Also entweder rücken die deutschen Banken freiwillig ihre Guthaben heraus (und kaufen it. Bonds) oder aber, und so ist wohl die Kalkulation,  man nutzt die Verteilerschiene über die EZB (vulgo: TargetII).  Der Vorteil dabei: Man muss die dt. Banken auch gar nicht mehr fragen.
Es würde dann auch eine EZB-Garantie reichen - die EZB muss gar nicht kaufen, es reicht, dass sie kaufen würde, wenn sie müsste (wenn sich der Markt für it. Bonds eintrübt). Alles bekannt.

Die Kreditfinanzierung über (Euro-)Bonds ist bzw. wäre  NUR deshalb so billig, WEIL es eben "Sparer-Nationen" gibt. Wenn es diese nicht gäbe und alle nur ausgeben wollten - der Euro fiele ins Bodenlose und die Kapitalflucht wäre gigantisch. Insofern ist das Ansinnen, die Verschuldungsgrenze - wieder einmal - anzuheben, hochgradig unseriös. Man möchte sich möglichst "elegant" beim Nachbarn im Norden bedienen.

Darüberhinaus ist eine expansive Ausgabenpolitik preisstützend zu einem Zeitpunkt, an dem dies besser zu unterlassen wäre. Denn, wie "wir" seit der Wiedervereinigung wissen: Gepumpte Nachfrage bzw. Kaufkraft bringt keine selbsttragende Wirtschaft hervor. Dieser Fakt ist auch als Crowding Out bekannt.  

23517 Postings, 6800 Tage Malko07#14102: Die direkte Beziehung

 
  
    #14105
11
03.01.14 19:25
ist falsch

Wenn einer, zB weil er seine Hausaufgaben gemacht hat, einen Überschuss erzielt, muss ein anderer dafür notwendig ein Defizit eingehen.

Die Exporte (auch Überschüsse) können sehr wohl Richtung Staaten stattfinden. welche selbst erhebliche Exportüberschüsse haben. So haben wir z.B. erhebliche Exportüberschüsse gegenüber Staaten außerhalb der Eurozone, z.B. zu manchen Ölförderstaaten und nicht grundsätzlich gegenüber denjenigen Staaten der Eurozone welche erhebliche Importüberschüsse haben. Die Probleme von Letzteren können also nicht gelöst werden in dem wir weniger in z.B diese Ölförderstaaten oder China exportieren. Ein Großteil unserer Exporte geht eh außerhalb der Eurozone. Ein Grund weshalb wir relativ gut durch die Krise gekommen sind. Die Problemstaaten in der Eurozone müssen also ihre Probleme schon selber lösen.

Nicht dass jemand meint ich fände unsere Exportüberschüsse gesund. Sie tragen sicherlich auch zum Aufblähen der weltweiten Finanzmasse bei. Aber für die Probleme unserer Nachbarn und denjenigen des Euros sind sie nicht primär verantwortlich. Hätten wir und andere Exportüberschussstaaten in der Eurozone diese Überschüsse nicht, hätte der Euro ganz andere Probleme und wir würden im Winter frieren.

Zusätzlich sollte man gegenüber manchen Zahlenwerken vorsichtig sein. Wenn Apple ihre Geräte zu uns exportiert, sind das zum einen Exporte aus China und zum anderen von dem Land in dem der Umsatz steuerlich wirksam wird (z.B. Irland). Aus Sicht der USA sind es jedoch US-Exporte. Dieser weltweite Basar ist inzwischen so verworren, dass es laufend schwieriger wird die Warenströme richtig zuzuordnen. Bezüglich Dienstleistungen  ist es inzwischen total unmöglich. Auch beinhalten unsere Exporte erhebliche Mengen an Zulieferungen aus Osteuropa und China welche alles andere als richtig in die Handelsbilanzen eingehen.

Im wesentlichen bleibt: Man muss das selbst bezahlen können, was man bestellt hat. Banal aber wahr.  

72516 Postings, 6110 Tage Fillorkill# 05 Da hast Du recht, Malko,

 
  
    #14106
3
03.01.14 19:57
dass es auf der Ebene der konkreten Bilanzierung Fragezeichen gibt. Die Erinnerung an basale makroökonomische Gleichungen kann diese ebensowenig aufklären wie den subjektiven Faktor, den Menschen als Kollektiv wie Individuum, in seiner Relevanz hinreichend erfassen. Diese Gleichungen können aber zeigen, was defintiv nicht geht. Was zB nicht geht ist eine 'Sparernation', ohne dass ihr eine entsprechende 'Schuldnernation' bzw Schuldnernationen gegenüberstehen. Wer dies versteht, kann auf die Empörung über arbeitsscheue Mediterrane verzichten, die deutsche Spargroschen missbrauchen, um ihre Deficite zu finanzieren. Eben weil Ersparnis nur in Deficiten angelegt werden kann, mit diesen also zusammenfällt. Und vielleicht über Lösungen nachdenken, wie Sparen durch Investieren abgelöst werden könnte...

23987 Postings, 8506 Tage lehnaAbschieds Diner für Onkel Ben läuft gerade....

 
  
    #14107
6
03.01.14 20:57
Die Fed wird sich nicht lumpen lassen.
Nach Aussagen glaubwürdiger US- Banker gibts Deluxe-Würstchen aus feinstem Wagyu-Rind.
Geschmort in edlem 1982er Chateau Mouton Rothschild. Luxus-Snacks mit schwarzem Trüffel, weißer Trüffelbutter und Osietra-Kaviar als Extravaganz.  Ein paar Flocken Blattgold obendrauf.
Mahlzeit....
Das Galadiner hat sich Bernake redlich verdient. Unter ihm wurden Hedgefonds zu Lämmleins, und aufgemotzte Banker zu artigen Solidaritätsstöhnern.
Danke, Ben---- du warst der Beste.
Die Schuhe sind verdammt groß für die arme Janet...


 

1462 Postings, 4336 Tage narbonneDie FED bleibt auf dem Gaspedal

 
  
    #14108
10
03.01.14 22:16
  • "The FOMC’s decision to modestly reduce the pace of asset purchases at its December meeting did not indicate any diminution of its commitment to maintain a highly accommodative monetary policy for as long as needed," says Ben Bernanke in what could be termed his farewell speech.
  • "The combination of financial healing, greater balance in the housing market, less fiscal restraint, and, of course, continued monetary policy accommodation bodes well for U.S. economic growth in coming quarters ... But, of course, if the experience of the past few years teaches us anything, it is that we should be cautious in our forecasts.” Indeed.

In den letzten Wochen gab es ja bereits die Aussagen auch bei fallenden ALquoten (unter 6,5%) die Zinsen noch niedrig zu halten. Das ist bereits eine Vorsichtsmaßnahme für den Fall der Nichteinigung zur Aufrechterhaltung der ALhilfe auch nach 26 Wochen ALosigkeit. Sollte die Maßnahme fallen könnte es durch den Rausfall von (sofort) 1,3 Mio. Arbeitssuchenden die Statistik ad hoc besser werden.

ave

 

12996 Postings, 5949 Tage daiphong#02,06 seit Jahren hier der gleiche Blödsinn,

 
  
    #14109
7
03.01.14 22:44
und nichts dazu gelernt. Deutschland Exportüberschüsse und Auslandsinvestitionen mögen im Inland ein Problem sein, daraus eine Art Faschismus-Vorwurf, mediterane Opfer und sogar weltweite Opfer zu basteln, ist ein hartnäckiger Irrsinn des Fillorkill.

Deutschland war in den PIGS anteilig eher gering investiert. Ersparnis aus Exportüberschüssen muss eben weder in "Deficiten" und noch bei den Nachbarn angelegt werden. Die PIGS nahmen ihre Schulden weltweit und europaweit auf. Erst seitdem sie nichts mehr bekamen und crashten, nutzten sie EMU-Rettungspakete und Rettungsschirme, Target, ELA, EZB, erst damit war Deutschland als Bürge, Kreditgeber und Zahler voll im Spiel. Inzwischen dreht man den Ablauf zwecks Schuldzuschreibung um.

"Und vielleicht über Lösungen nachdenken, wie Sparen durch Investieren abgelöst werden könnte..."   einfach ein Witz. In Realität kaufen Unternehmen, Banken, Versicherungen aus Überschüssen im Ausland Firmen, Filialen, Aktien, Immobilien, Anleihen usw., bilden Eigentum im Ausland. Leistungsbilanzen wie Kontostände zu denken, als Schuld und Guthaben, ist völliger Unsinn. Der weltgrößte Leistungsbilanzdefizitler ist sogar der weltgrößte Auslandsinvestor und lebt davon.  

72516 Postings, 6110 Tage Fillorkill# 10

 
  
    #14110
5
04.01.14 06:07
Ich verstehe, dass der gesunde Menschenverstand sich sperrt gegen 'Surplus von A = Deficit von B'. Auch aus moralischen Gründen, denn das Surplus verliert damit an Glanz. Deshalb nennt er auch alles, in das er Geld reinsteckt, 'Investment' - was makroökonomisch allerdings idR unter Saving (Assets) oder Consuming (zB Immobilien) geführt wird. ...

Das Managermagazin ist schon weiter:

Inzwischen haben sich diese Rückflüsse zu einem Nettoauslandsvermögen von rund einer Billion Euro summiert. Unsere Vermögen sind die Schulden der anderen - Amerikas, Großbritanniens, Frankreichs oder Italiens - die sie irgendwann zurückzahlen müssen, es dann aber womöglich nicht können. Ähnlich wie China steckt das Überschussland Deutschland in der Falle: Der Kapitalstrom ins Ausland darf nicht versiegen, weil unsere Schuldner sonst pleitegehen könnten.

So geht es nicht weiter. Und alle wissen es. Seit Jahren sagen die gängigen Prognosen voraus, dass der deutsche Überschuss sinken und die internationalen Ungleichgewichte neu austariert würden. Aber das passiert nicht. Zwar führt Deutschland inzwischen weniger in die anderen Euro-Staaten aus, weil die Nachfrage dort daniederliegt (siehe Grafik links, untere Kurve). Aber gegenüber dem Rest der Welt weist die Leistungsbilanz abermals Rekordwerte aus (obere Kurve). Die Folgen sind gravierend:

Erstens macht die große Abhängigkeit vom Export Deutschland anfällig für weltwirtschaftliche Verwerfungen: für konjunkturelle Abstürze (wie 2009, als die hiesige Volkswirtschaft stärker schrumpfte als die meisten anderen) oder für handelspolitische Auseinandersetzungen (weshalb Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sich müht, den Zollkonflikt zwischen der EU und China um Solarmodule und anderes zu entschärfen).

Zweitens facht der überbordende Kapitalexport in den Importländern ungesunde Investitionsbooms an (insbesondere auf den Immobilienmärkten), die ökonomische Verwüstungen nach sich ziehen können (siehe Spaniens Dauermalaise).

Drittens fehlt das exportierte Kapital hierzulande. Seit Langem sinkt die Investitionsquote im Trend. Mit anderen Worten: Die Überschüsse kosten Deutschland zukünftige Prosperität.

Viertens sind die Ungleichgewichte Ausdruck einer schiefen Einkommensverteilung. Die Beschäftigten geben sich mit vergleichsweise niedrigen Löhnen zufrieden, während hohe Kapitaleinkünfte zum großen Teil im Ausland investiert werden. Für international operierende Firmen ist das eine tolle Sache. Aber da staut sich sozialer Sprengstoff an.

http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/...rt-a-906217.html

1462 Postings, 4336 Tage narbonne#09 daiphong um deine Worte

 
  
    #14111
10
04.01.14 10:13
aufzugreifen:
"Der weltgrößte Leistungsbilanzdefizitler ist sogar der weltgrößte Auslandsinvestor und lebt davon."

Wer ein Leistungsbilanzdefizit hat kann dieses über mehrere Wege finanzieren:
-Nutzung von Devisenreserven und anderen Rücklagen,
-Auflösung von Auslandsguthaben,
-Ausgabe von Schuldscheinen
-oder wie in einigen Ausnahmen, Begleichung durch Ausgabe der eigenen Währung wenn diese weltweite Akzeptanz hat.

Eine Nation mit Leistungsbilanzdefizit ist kein Auslandsinvestor, diese Nation regt eventuell Investitionen in anderen Nationen an um die Lieferbereitschaft zu erhöhen.

ave  

1462 Postings, 4336 Tage narbonneDas Vermächtnis des Gelddruckers

 
  
    #14112
8
04.01.14 10:14

Das Vermächtnis des Gelddruckers

Acht Jahre war er der Fed-Chef, bald übernimmt Yellen das Ruder der US-Notenbank: Ben Bernanke hat kurz vor seinem Amtsende noch leichten Optimismus versprüht. Für 2014 sagte er ein stärkeres Wirtschaftswachstum voraus. Von Axel Postinett. Mehr…

 

4292 Postings, 5948 Tage Dreiklangdaiphong hat nicht japan gemeint (09,11)

 
  
    #14113
5
04.01.14 12:04
sondern die Nation, die "die FED hat".

Eine Nation mit Leistungsbilanzdefizit ist kein Auslandsinvestor, diese Nation regt eventuell Investitionen in anderen Nationen an um die Lieferbereitschaft zu erhöhen.
Aber doch!
Nach Bernanke,  dem anglo-am. Finanzverständnis  folgend, wird durch Drucken der Weltleitwährung Dollar nicht nur Geld, sondern Kapital erzeugt. Somit können die USA jederzeit Kapital auf dem Fiat-Weg exportieren und damit im Ausland investieren.  Das macht die FED nicht direkt, sondern i.d.R. über eine Geschäftsbank. Dass die Geschäftsbank formal Schulden bei der FED aufnehmen muss, ist solange unerheblich, wie die FED dieses Gebaren deckt: "Zwischen uns und Goldman-Sachs passt kein Blatt Papier...".  Möglich ist dieser Weg natürlich nur, weil Dollar (bisher und der Definition "Weltleitwährung" folgend) stets als Zahlungsmittel angenommen werden, teilweise in den Volkswirtschaften direkt oder über Konversion in die lokale Währung über die lokale Zentralbank. Letztlich druckt (prinzipiell gedacht!) die FED das Geld und verschuldet sich nur bei sich selbst.

Dieser Weg wäre ein Weg des immerwährenden Reichtums (für die USA, also nach deren Verständnis "für alle") , gäbe es nicht ein paar Stolpersteine, welche allerdings schwer zu finden sind.

Nach meinem Verständnis kann nur Realkapital "real" exportiert werden. Alles Andere läuft, so ist meine  Auffassung, in letzter Konsequenz auf Diebstahl hinaus.

Das hatte ich schon einmal in einem "bösen", polemischen Kommentar geschrieben:

http://www.ariva.de/forum/...eren-Thread-283343?page=3005#jump9686865
 

72516 Postings, 6110 Tage FillorkillInvestment vs Savings

 
  
    #14114
04.01.14 12:15

Investment has different meanings in finance and economics. In economic theory or in macroeconomics, non-residential fixed investment is the amount purchased per unit time of goods which are not consumed but are to be used for future production (i.e. capital). Examples include railroad or factory construction. Investment in human capital includes costs of additional schooling or on-the-job training. Inventory investment is the accumulation of goods inventories; it can be positive or negative, and it can be intended or unintended.

Savings: What people save, avoiding to consume all their income, is called "personal savings". These savings can remain on the bank accounts for future use or be actively invested in houses, real estate, bonds, shares and other financial instruments.

National savings are personal savings plus the business savings and public savings. Business savings can be measured by the value of undistributed corporate profits. Public savings are basically tax revenues less public expenditure.

72516 Postings, 6110 Tage Fillorkill3 Klang, Du bist ein sehr bizarrer Keynesian

 
  
    #14115
1
04.01.14 12:42
Worum geht es denn im Kern ? Es geht um reale Wertschöpfung entlang des Produktionspotentials einer Gesellschaft. Ein Investment in diese reale Wertschöpfung nennt sich deshalb produktiv im Gegensatz zu einem Investment in die Deficite anderer. Ein Fokus auf das Fiat-Money, auf numerische Äquivalente, auf den Score trübt den Blick auf das wesentliche: reale Werte können nur durch menschliche Arbeit erzeugt werden. Auf der Ebene der blossen Numbers mit einer weissen Weste zu glänzen macht keinen satt, wenn dabei dieses produktive Investment unter den Tisch fällt...

4292 Postings, 5948 Tage DreiklangKeen vs. Krugman (was machen Schulden beim BIP?)

 
  
    #14116
3
04.01.14 12:43
Das Credo Krugmans wie anderer "Neo-Keynesianer" : "Meine Schulden sind deine Guthaben" - also sind Schulden , also Kredit- und Währungsexpansion, unerheblich für die Betrachtung des Wachstums.

Keen sieht sich als Nachfolger Minskys, eines verstorbenen VWL-ers, der sich mit Instabilität durch Kreditexpansion befasst hat. Begriffe  "financial instability hypothesis", "debt deflation" stammen von ihm. Dazu entwickelt Keen mathematische Modelle (er ist teilweise darauf sehr fixiert).

Keen weist nach, dass das BIP unter der Verwendung von "Aggregate Demand" statt des Volkseinkommens verfälscht wird: Die tatsächliche Leistung der Volkswirtschaft muss um Neuverschuldung (nach unten) korrigiert werden. Krugman tobt natürlich bei dieser These, und es gab bzw. gibt einen regelrechten Keen vs.  Krugman - Streit.

Hierzu bei Youtube ein Vortrag, gehalten in Bordeaux:


 

72516 Postings, 6110 Tage Fillorkillbei dem postkeynesian Steve Keen..

 
  
    #14117
1
04.01.14 12:50
könntest Du dich mal über den Gegensatz zwischen privater und öffentlicher Verschuldung informieren - und darüber, wie beides saldenmechanisch zusammenhängt. Er ist - wie Minsky - nicht die Bohne 'BT'ler'...

1462 Postings, 4336 Tage narbonneDreiklang, Der US Dollar ist in der

 
  
    #14118
11
04.01.14 14:09
Ära nach dem Goldstandard und dem Zerfall des Bretton Woods Abkommen zum Reserve Standard ohne wirkliche Konkurrenz aufgestiegen. Dadurch war es den USA möglich Realkapital mit Fiatmoney zu schaffen weil es eine natürliche Dollarnachfrage gab und gibt. Immer wieder gab es Versuche der Abkehr die aber immer wieder gescheitert sind.
Der Status des Dollar wird so lange unangetastet bleiben bis die Nachfrageseite sich einer anderen Reserve für die vermeintliche Lagerung von Forderungen zuwendet. Bis dahin kann sich jede Nation entscheiden das Spiel mitzuspielen oder es bleiben zu lassen. Wer es geschickt mitspielt muss keinen Nachteil erleiden. Es ist immer eine Frage der Versuchung des Überkonsum zu widerstehen diesen kann sich nur die Nation leisten die das Dollarmonopol hält.

ave  

72516 Postings, 6110 Tage Fillorkillps ...Steve Keen kein 'BT'ler'

 
  
    #14119
3
04.01.14 16:34

In der modernen Geldtheorie (MMT, PK) ist das federal budget nicht 'constrained', sondern ein Instrument makroökonomischer Steuerung. Dieser Theorie nach ist ein federal deficit identisch mit einem entsprechenden surplus der Privaten. Sollen diese sparen bzw Schulden abwickeln, muss das federal deficit entsprechend rauf - und umgekehrt...

 Leute wie Keen fokussieren auf die Eskalation der privaten Verschuldung über die letzten Jahrzehnte, die mit den sinkenden Löhnen vs Produktivitätswachstum einherging. Ihre Therapie lautet daher auf MONEY PRINTING - und damit meinen sie nicht den QE-Placebo, der am Stammtisch unter diesem Titel läuft. Insofern lustig, dass er im BT, Zerohedge usw,  so wie auch manchmal Minsky, als Referenz auftaucht. Vermutlich wegen der Neigung, eine unünstige Prognose zu stellen... 

1462 Postings, 4336 Tage narbonneDie Ruhe ist kein Freibrief

 
  
    #14120
10
05.01.14 14:16

Jens Weidmann:  „Die Ruhe ist kein Freibrief“

Der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann verteidigt im Interview die Niedrigzinsen der EZB – warnt aber vor Gewöhnungseffekten, Reformstillstand und dem Irrglauben, dass die Krise vorbei sei. Von Malte Fischer, Angela Hennersdorf und Konrad Handschuch. Mehr…

 

1462 Postings, 4336 Tage narbonneViele Selbstständige verdienen weniger als 8,50

 
  
    #14121
8
05.01.14 14:18

Mindestlohn-Debatte Viele Selbstständige verdienen weniger als 8,50 Euro je Stunde

Arbeitnehmer sollen bald einen Mindestlohn von 8,50 je Stunde bekommen. Wie aber sieht es mit vielen Selbstständigen aus? Laut Berechnungen des DIW verdienen rund 1,1 Millionen von ihnen weniger. Mehr

 

12996 Postings, 5949 Tage daiphongEntwicklung der Leistungsbilanzsalden im Euroraum

 
  
    #14122
3
05.01.14 19:39

(Bundesfinanzministerium zum Thema deutsche LB-Überschüsse)
Eine Auswertung von Untersuchungen der Europäischen Kommission

 

12996 Postings, 5949 Tage daiphongdie Vermögensverwalter in Deutschland

 
  
    #14123
5
05.01.14 20:26

waren den Anforderungen internationalen Investierens offenbar nicht gewachsen. die Welt

oder hatten Pech? glaubten an einen Niedergang Deutschlands? hielten die USA für seriös? kannten sich in Asien nicht aus? kamen immer zu spät? wurden betrogen? flüchteten vor Rot-Grün, vor der Wiedervereinigung, in Steuerparadiese? besaßen nicht für 5 Cent organisierte Intelligenz? gehört wohl alles dazu... wieder mal eine Strafe für das Bildzeitungs-Niveau in tonangebenden Kreisen.

Banken als gemischte Institute sind wohl überfordert, sich den Wechselbädern internationaler Finanzmärkte reell zu stellen. Besser klappts offenbar beim einfachen Beschiss von Staat, Markt und Kunden. 

 

2696 Postings, 6500 Tage Ischariot MDgenau:

 
  
    #14124
3
05.01.14 21:56

12996 Postings, 5949 Tage daiphong#10 öde Welt der Tautologie

 
  
    #14125
4
05.01.14 22:44
"Surplus von A = Deficit von B -  the sum must net to zero" - "public+private=total debt" -  "your spending is my income...."   "that all is true by definition"  

na logo ;-o)  Mathematik stimmt immer!
(Der Witz besteht allerdings darin, wie sie eingesetzt wird)

Dann sind wir aber auch nicht mehr in deiner Welt, Fill, weder in der Schule noch bei den Hausaufgaben, auch nicht beim lustigen Wörterdefinieren. Selbstveständlich sind Kredite und Immobilienkäufe im Ausland meist kein Dienstleistungskonsum, sondern Investitionen)

Die Verhältnisse zwischen den äußerst verschiedenartigen LB-Defizitlern und den äußerst verschiedenartigen LB-Positiven sind global jedenfalls völlig anders, als primitive politisch-moralisch motivierte Schuldzuschreibungen an Deutschland (auch an die USA) es wissen wollen.  
CNBC, MM und das Männermagazin sind damit schon längst fertig?
na dann Glückwunsch, Fill.  

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