Ökonomen streiten über Verteilungsfrage


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Neuester Beitrag: 27.02.25 12:33
Eröffnet am:04.11.12 14:16von: permanentAnzahl Beiträge:197.921
Neuester Beitrag:27.02.25 12:33von: Malko07Leser gesamt:37.663.711
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72511 Postings, 6109 Tage FillorkillMonti, Feindbild-Update !

 
  
    #13901
09.12.13 23:33
Grüne Fundamentalisten teilen Deine rückwärtsgewandte Konsum - und Wachstumskritik 1:1 , denn sie ernähren sich aus demselben Sumpf wie die Oswald Spenglers. ...

72511 Postings, 6109 Tage FillorkillPhong,

 
  
    #13902
2
09.12.13 23:54
einen qualitativen Unterschied zu machen zwischen konventionell und chemisch massakriert bedarf des Fingerzeiges auf Auschwitz - denn ohne 'Zivilisationsbruch' bliebe diese Diagnose im blanken Zynismus hängen. Es spielt dabei keine Rolle, ob dieser hochmoralische und Widerspruch diskreditierende Vorwurf implicit mitgedacht oder explicit ausformuliert wurde wie bei Obama. ..

Antiamerikanismus gibt es und er gewinnt bei bei moralisch umstrittenen Projekten der Amis an Momentum. Ob von links oder von rechts, wie hier prototypisch von AL vorgetragen, die Auflösung ist stets dieselbe: Immer sind es 'geheime' Motive, die hinter einer offiziellen Agenda wirksam werden (Öl, militärisch-industrieller Komplex, QE usw). Die hier kommunizierte Kritik hatte entgegen Deines Vorwurfes nichts damit zu tun, denn sie hinterfragte das Rational der von Obama propagierten Agenda - wie man retro sehen konnte, zurecht...

12996 Postings, 5948 Tage daiphongIn gar Nichts hatte sie retro Recht,

 
  
    #13903
5
10.12.13 01:22
"die hier kommunizierte Kritik", gerade auch deine. Weil keine Ahnung von der Region dahintersteckte, nur ideologische Hülsen.

Zum "Rational der von Obama propagierten Agenda" hatte zaphod eine klare Auffassung:
"In diesem Tagen wird viel Nonsens geschrieben, fern ab jeder Realität. Zum Glück sind die Amis Realpolitiker die das nicht kümmert. Ihnen geht es nur darum, die C-Waffen zu sichern, koste es was es wolle."
Und genau das haben sie erreicht, und zwar NUR mit ihrer Interventionsdrohung.

Ich selbst hätte die USA und Europa gern früher in einer Strategie gesehen, nachdem der Bürgerkrieg begann und das Land defacto gespalten war. Er hätte nicht ausufern dürfen in einen arabischen Dschihad. Dazu hätte man die Türkei ganz eindeutig einbinden müssen. Die hat unter Erdogan allerdings lieber Dschihad-Kämpfer über Istanbul (die laufen da busladungsweise auf wie Pop-Stars) in den Krieg geschleust und Territorialknappsereien veranstaltet. Sowas muss in der NATO klar sein: das geht nicht. Mit den Kurden hätte man sich leicht einigen können, dafür gibt es in der Türkei, Nordirak und Syrien selbst inzwischen genügend Muster.

Ich werfe Obama - und den Europäern eigentlich noch mehr - etwas völlig anderes vor, nämlich dass sie keine Syrien-Strategie hatten. Und keine Türkei-Strategie, und schon gar keine Arabien-Strategie. Das ist übelste Schönwetter-Politik, das kann man sich so in diesen Nachbarregionen nicht erlauben, das kann sich Europa nicht erlauben. Flüchtlinge verteilen, Särge liefern, das ist zu wenig. Das kann man aber in diesen Regionen Zukunft noch oft machen, wenn man zum Nation-Building keine fundierte Meinung hat, jede Krise dort ausufern und wuchern lässt und am Ende selbst in Gefahr gerät.

Die Balkan-Bürgerkriege waren ein Beispiel, wie Europa schließlich Verantwortung übernahm, Verhältnisse auch gegen erhebliche Widerstände klären half. Rot-Grün hat das damals sehr reell gemacht, was retro natürlich jeder interessierte Idiot, Linker oder Rechter exakt andersherum sehen mag. Es scheint kein historisches Gedächtnis mehr zu geben im Multimedia-Zeitalter, und kein regionales und europäisches Bewusstsein im globalen Traffic-Zeitalter. Syrien ist Nachbarschaft.  

12996 Postings, 5948 Tage daiphong1,50 sollten eigentlich drin sein 2014

 
  
    #13904
4
10.12.13 01:39
 
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12996 Postings, 5948 Tage daiphongim Wachstum profitiert der Bestand

 
  
    #13905
5
10.12.13 09:12
an Vermögen, insbesondere auch an Boden und Immobilien und Produktionsanlagen, völlig leistungslos und überproportional mit und wird hoch beliehen, in der Schrumpfung verfällt er radikal. Entsprechend viel Vermögen geht in Schwellenländer und Boomregionen, entsprechend fürchtet das Vermögen und der Finanzsektor Bevölkerungsstagnation, Immobilienstagnation, Deflation wie der Teufel das Weihwasser. Dann zählt nämlich eher die Arbeit.
 
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12996 Postings, 5948 Tage daiphongRekordhoch beim Yuan drückt Dollar

 
  
    #13906
2
10.12.13 10:02
Der chinesische Yuan ist derweil den zweiten Tag in Folge auf ein Rekordhoch gestiegen. Ein "Dollar verbilligte sich auf 6,0703 Yuan. Offenbar hat die People's Bank of China (PBoC) angesichts der anhaltend hohen Kapitalzuflüsse eine neue Aufwertungsrunde eingeläutet, indem sie den Referenz-Wechselkurs zum Dollar auf 6,1114 Dollar anhob. Damit ist dieser in den vergangenen drei Tagen so stark gestiegen wie zuletzt im Juli. Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar, sondern darf den von der Notenbank täglich festgesetzten Referenz-Kurs um maximal ein Prozent über- oder unterschreiten.
Die Aufwertung des Yuan sei noch nicht zu Ende, schrieben die Analysten der HSBC in einem Kommentar. "Die PBoC scheint dem wachsenden Druck des Kapitalzuflusses nachzugeben." Spekulativ orientierte Anleger drängen seit Monaten nach China, um von den höheren Zinsen dort zu profitieren. So bieten chinesische Anleihen mit einer Laufzeit von einem Jahr derzeit eine Rendite von 4,06 Prozent, während vergleichbare koreanische Schuldtitel gerade einmal 2,6 Prozent abwerfen."  n-tv  

23515 Postings, 6799 Tage Malko07Es stimmt, wir (inklusive den

 
  
    #13907
6
10.12.13 10:03
USA) haben keine Idee wie wir mit den moslemischen Staaten in Nordafrika und im nahen Osten bis inklusive Iran umgehen sollen. Die Lage ist allerdings so verfahren, dass keine einfache Idee greifen würde.

Zum einen stehen uns die Schiiten  kulturell näher, aber wir hatten uns im Iran die Finger verbrannt. Die wahabitischen Saudis sind großer Öllieferant und wir erlauben uns nicht aufzumucken, ob es nun um die Moschee in Bonn oder Ulm geht, von den Saudis finanziert und mit offensichtlich starken Kontakten zur al-Qaida. Es wird dort engagiert gegen die Menschenrechte gepredigt - schlimmer als von manchen Nazis! Momentan rüsten wir die Wahabiten hoch - haben viel Geld und erinnern uns an unser frühes Mittelalter.

Unser Verhalten bezüglich den Aufständen in Nordafrika war von großer Einfalt gesteuert und unser militärisches Eingreifen hat nichts verbessert. Die Lage ist eben nicht so einfach wie im früheren Jugoslawien, bei der es im wesentlich darauf ankam eine nationale Gruppe (die Serben) in die Schranken zu weisen.

So war es nicht so überraschend, dass aus lauter geistiger Verzweiflung, Obama mit einem typischen US-Militärschlag drohte nach dem Motto: "Wenn es schon viele Tote gibt, wollen wir uns an dem Abschlachten auch beteiligen." Und gleichzeitig schleichen sie aus Afghanistan, wo dieser Komplex einen unsinnigen Krieg erzeugt hatte, bei dem in der Abschlussbilanz nur eine große Produktion an Mohn und viele Tote stehen werden.

In Syrien geht das Morden weiter. Es ist der Start der großen sunnitische-schiitischen Auseinandersetzung in dieser Region. Es gibt kein schwarz-weiß., das es uns erlauben würde einfach Partei zu ergreifen. Es gibt keinen Staat, der eigene Truppen dort zwischen die Fronten schicken will. Da hilft es auch nicht die Toten zu beklagen. Manche Konflikte müssen eben ausgetragen werden, auch wenn die Ermordung von Ali schon lange zurück liegt. Derartige Kriege dauern oft Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte. Sie müssen sich ausbluten, damit so etwas wie Rationalität einkehren kann.

Wenn jemand glaubt mit der Entmachtung des Assad Clans würde dort Frieden einkehren, hat er keine Ahnung von diesem Konflikt und der dortigen Lage. Das Abschlachten würde weiter gehen. Zu viele Rechnungen sind offen und  die Radikalisierung ist zu groß. Ob es einen wirklichen Sieger dort geben sollte, darf bezweifelt werden. Wir erleben eben gerade den Clash der Kulturen, nicht zwischen Orient und Okzident, nein innerhalb des Orients.  Einer der seine Soldaten in diesen Konflikt schickt verachtet diese abgrundtief oder ist hochgradig verrückt. Und dann zum Ausgleich bombardieren ist auch nicht von einem geistig höheren Stand.  

23515 Postings, 6799 Tage Malko07Stehen die USA über den Menschenrechten?

 
  
    #13908
1
10.12.13 10:14
Jeder nicht USA-Bürger hat kein Recht auf Intimsphäre? Eine neue Art des Rassismus!
Überwachung: 562 Schriftsteller protestieren gegen NSA - SPIEGEL ONLINE
Wenn Staaten jeden Menschen als Verdächtigen einstufen und überwachen, ist die Demokratie in Gefahr. Am Tag der Menschenrechte warnen renommierte Schriftsteller vor den Angriffen der Geheimdienste auf freiheitlich-demokratische Gesellschaften.
 

72511 Postings, 6109 Tage Fillorkill# 07 Malko, Dein Fatalismus...

 
  
    #13909
3
10.12.13 12:33
bezüglich religiös und ethnisch inspirierten Kulturen, deren Eigenart es sei, im Bürgerkrieg koste es was es wolle um die Dominanz in ihren Gesellschaften anzutreten, übersieht a die Instrumentalisierung der Konflikte durch globale oder regionale Mächte und b die zwangsweise Eingliederung der Individuen dieser Gesellschaften in ein ideologisches Kollektiv. Äussere Mächte supporten bestimmte Bürgerkriegsparteien politisch und materiell, welche umgekehrt auf diesen Support existentiell angewiesen sind und am Boden entsprechend auf diesen hinarbeiten. Die Individuen, deren primäres Motiv das Überleben ist, geraten auf diese Weise in Geiselhaft radikaler Gruppierungen bzw der Staatsmacht. ..

Eine verantwortliche Politik der Deeskalation würde darauf hinarbeiten, den äusseren Support des Bürgerkrieges zu beenden, was die Herstellung von Einvernehmen unter den beteiligten Mächten voraussetzte. Verbunden mit einer Exitoption für betroffene Individuen, die Sicherstellung von Versorgung der Flüchtlinge, die Einrichtung von Schutzzonen. Dass die Politik daran nicht interessiert ist, sondern im Gegenteil weiterhin lokale Konflikte als Hebel globalen Einflusses bzw Demonstration von 'Glaubwürdigkeit' nutzt, sollte der Gegenstand unserer Kritik sein...

1462 Postings, 4335 Tage narbonneForschungsausgaben so hoch wie nie

 
  
    #13910
7
10.12.13 12:37

Forschungsausgaben so hoch wie nie

10.12.2013, 10:43 Uhr, aktualisiert heute, 12:21 Uhr

Die Investitionen deutscher Firmen in Forschung und Entwicklung sind auf einem Rekordhoch. Die größte Summe stammt aus der Industrie. Externe Forschungsaufträge liegen im zweistelligen Milliardenbereich.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...nie/9196162.html  

72511 Postings, 6109 Tage Fillorkill# 05 ausstehende Derivate, Optionen usw

 
  
    #13911
10.12.13 13:21
zu total global assets aufzuaddieren und dagegen dann das globale GDP alt aussehen zu lassen ist BT-Nonsense. 'Fair' wäre hingegen, um mit Daiphong zu sprechen, mit der Differenz zw long und short Volumen zu operieren - und da bleibt nicht mehr viel übrig...

12996 Postings, 5948 Tage daiphongvon Optionen ist da keine Rede,

 
  
    #13912
10.12.13 15:56
Marktpreise x Asset-Bestand, Marktkapitalisierung. Kannst ja mal eine einzige Stadt hinsichtlich Immobilien hochrechnen. Kannst es natürlich auch als Lebens-Mietzins rechnen, oder als Verschuldung, als Nullsumme, Optionspreis, Blase.  
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4290 Postings, 5947 Tage DreiklangSchulbildung: Positives über Deutschland

 
  
    #13913
5
10.12.13 22:39
(vllt. etwas OT hier)

Man mag es  kaum glauben, aber wenn es im Svenska Dagbladet steht:

http://www.svd.se/opinion/brannpunkt/...sultaten-i-skolan_8808502.svd

muss ja irgendwas an der deutschen Schulreform nach dem "Pisa-Schock" dran sein, jedenfalls hat man nicht nur Schweden locker umrundet  bis in die Spitzengruppe, sondern im Gegenzug ist Schweden mit seinem integrierten Schulkonzept wohl gescheitert.

Hervorgehoben wird im Artikel, dass die dt. Schulreform nicht mit zentralisierten Konzepten aufwartete, sondern das gegliederte Schulsystem beibehalten habe, bei aber nun stark vergleichenden Studien zwischen den Bundesländern, was eine gewisse Standardisierung und letztlich auch zentralisierte Auswertung (Benchmarking) beinhaltete. Insbesondere wurden auch die vorhandenen Mittel inklusive verbesserter Lehrerausbildung effektiv eingesetzt, weil man in den Institutionen selbst den Erfolg suchte. Dieser scheint, dem Artikel folgend, geradezu furios zu sein.  Von einer  "ingenieurmäßigen" Lösung der dt. Schulkrise ist die Rede.

Im Kommentarteil tauschen sich Eltern darüber aus, wie und wann sie ihre Kinder "wohin" platzieren wollen, die Wahl des Wohnortes scheint von der Schulsituation abzuhängen (Kindergarten besser in Schweden, ab Vorschule in Deutschland).

 

23515 Postings, 6799 Tage Malko07Fill #13909: Man sollte

 
  
    #13914
6
11.12.13 09:18
Realismus nicht mit Fatalismus verwechseln. Und wenn der Westen keine Idee hat wie er sich in der verworrenen Lage verhalten soll, wird es auch eine weitere Aufrüstung beider Seiten geben. Mal für die eine Seite und dann wieder für die andere Seite. Während wir bis heute die Sunniten - auch die Radikalsten - unterstützen, werden wir zukünftig, sollte es mit Iran eine weitere positive Entwicklung geben, die andere Seite unterstützen. Haben auch Öl und bieten viele Gelegenheiten Geschäfte zu machen.

Deeskalation gegenüber den Gotteskrieger ist wohl ein Witz. Die lachen sich darüber kaputt. Werden wir die nächsten Jahre sehr schön in Afghanistan erleben. Es gibt eben Ideologien, die ändern sich nicht wenn man sie streichelt.  Wahabiten und Taliban mit friedlichen Diskussionen zu "bekehren" wäre der Witz des Jahrhunderts. Flüchtlingen helfen ist eine humanitäre Aufgabe welche an dem Konflikt überhaupt nichts ändert. Das Einrichten von Schutzzonen verlangt militärisches Personal Vorort: Freiwillige vor!  

12996 Postings, 5948 Tage daiphongRealismus ist ein hoher Anspruch,

 
  
    #13915
3
11.12.13 15:38
den man erstmal verwirklichen können muss.

In Syrien hatte der Bürgerkrieg völlig andere Gründe und Fronten und Teilnehmer. Es ist einfach nicht wahr und reine Assad-Putin-Propaganda, dass "Gotteskrieger" ihn auslösten. Die meisten Seiten sind inzwischen sogar trotz des ungeheuerlichen Gemetzels grundsätzlich bereit, sich zusammen zu tun, um die "Gotteskrieger" auszuschalten.  Die kamen nämlich erst zunehmend ins Spiel und wurden eine Macht, je länger und grausamer der Bürgerkrieg tobte.  Die Türkei half dabei kräftig mit und musste jetzt erst reagieren: http://www.spiegel.de/politik/ausland/...ische-kaempfer-a-936754.html

Es reicht bei diesen Themen bei Weitem nicht, ausgerechnet mit Putin, Bush und Assad "Realist" zu sein.  

23515 Postings, 6799 Tage Malko07Ich hatte keine einzige Aussage

 
  
    #13916
5
11.12.13 16:24
bezüglich des Auslösens gemacht. MMn ist es z.B. gar nicht einfach den Beginn des Konflikts festzustellen. Immerhin gab es das große Abschlachten auch schon mit Assads Vater. In Syrien hat, wie in vielen früheren Kolonien eine Minderheit, an die Führung rangeführt von den jeweiligen Kolonialmächten, geführt. Und der Herrschaft dieser Minderheit hat nie irgendwelche Ansprüche Richtung Menschenrechte erfüllt. In Syrien waren es die Alawiten (gegen die Sunniten) und im Irak die arabischen Sunniten gegen die Schiiten und die Kurden.

Heute bomben arabische Sunniten im Irak die Schiiten in die Luft (stark durchdrungen von Absplitterungen der al-Quaida, finanziert von den Saudis). In Syrien sind die sunnitischen Gotteskrieger heute die stärkste Oppositionsgruppe, finanziert durch die Saudis. Die sogenannte bürgerliche Opposition ist praktisch nicht mehr präsent. Sie ist hauptsächlich nur noch im Ausland tätig.

Dass es so gekommen ist, hat sehr viel mit der westlichen Politik zu tun. Die Russen haben auch noch gezündelt um ihren Einflussbereich zu erhalten.

Tatsache ist aber leider, dass bei einem Abdanken der heutigen Führungsschicht die Gotteskrieger die Führung übernehmen werden. Man hat eben die Falschen zu lange unterstützt, so wie anno dazumal in Afghanistan. Man wollte den Ost-West-Konflikt über diese Staaten verlängern und hat dabei die Gotteskrieger gestärkt. Geistig minderbemittelt eben! Dass man dabei auch noch von Putin am Nasenring durch die diplomatische Arena geführt wird, bezeugt unsere unendlich "tolle" Politik.



 

12996 Postings, 5948 Tage daiphongder marschiert real seit Jahren

 
  
    #13917
2
11.12.13 17:28
 
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12996 Postings, 5948 Tage daiphong"MOSKAU - Russland will

 
  
    #13918
3
11.12.13 18:14

in der Spitzenliga der wichtigsten globalen Währungen mitspielen. Was allerdings bislang fehlte, war neben diversen fundamentalen Gesichtspunkten ein einprägsames Symbol für die Landeswährung. Auf dem geplanten Weg des russischen Rubel hin zu einer globalen Reservewährung hat die Zentralbank nun zumindest letzteres Problem aus dem Weg geräumt: Der Rubel hat seit Mittwoch ein eigenes Symbol. Dabei standen Euro, US-Dollar und Pfund Sterling offenbar Pate, denn zumindest in optischer Hinsicht hat der Rubel zu seinen Vorbildern gleichgezogen." wsj

 
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12996 Postings, 5948 Tage daiphong"Putins neue Propagandamaschine gegen den Westen"

 
  
    #13919
1
11.12.13 18:15

Medien-Gigant "Russland heute" spon

 

72511 Postings, 6109 Tage Fillorkill# 17 Legende

 
  
    #13920
2
11.12.13 18:19
The trade-weighted effective exchange rate index, a common form of the effective exchange rate index, is a multilateral exchange rate index. It is compiled as a weighted average of exchange rates of home (in dem Fall chin Yuan) versus foreign currencies, with the weight for each foreign country equal to its share in trade. Depending on the purpose for which it is used, it can be export-weighted, import-weighted, or total-external trade weighted.

The trade-weighted effective exchange rate index is an economic indicator for comparing the exchange rate of a country against those of their major trading partners. By design, movements in the currencies of those trading partners with a greater share in an economy's exports and imports will have a greater effect on the effective exchange rate. In a multilateral, highly globalized, world, the effective exchange rate index is much more useful than a bilateral exchange rate, such as that between the Australian dollar and the United States dollar, for assessing changes in the competitiveness due to exchange rate movements.

72511 Postings, 6109 Tage Fillorkill# 15 Phong,

 
  
    #13921
3
11.12.13 18:24
irgendwann solltest Du dir mal abgewöhnen, jeden, der quer zur amtlichen Vorgabe denkt, zum Sympathisanten ihres Adressaten zu machen ('Freund Putins, Assads, Saddams...')

12996 Postings, 5948 Tage daiphongEs gibt fast keine Schiiten in Syrien

 
  
    #13922
2
11.12.13 18:53
und sie haben auch fast keine Bedeutung. 74% sind Sunniten, 12% Alawiten, 10% Christen, 2% Schiiten, 2% Drusen.          Ethnisch sind so 85% Araber, 15% Kurden und Kaukasier.

Insofern ist dies einfach eine völlig falsche Erklärung:  "In Syrien geht das Morden weiter.
Es ist der Start der großen sunnitische-schiitischen Auseinandersetzung in dieser Region."

Das ist nicht so in Syrien, das war so im Iraq.
Syriens gutes Verhältnis zum Iran hat andere Gründe als die schiitischen Religion selbst.  

23515 Postings, 6799 Tage Malko07Und was sind die Alawiten?

 
  
    #13923
4
11.12.13 20:24
Wenn man auch nur eine geringe Ahnung hat weiß man dass das ein schiitischer Zweig (Sekte) ist. Und genau aus diesem Grunde sind sowohl die Hisbollah als auch die Iraner auf der Seite des Regimes tätig. Die Christen stehen dem Regime auch noch nahe. Macht ca. 16% aus. Ich weiß, keine Mehrheit. Das sind die 65 % arabische Sunniten. Aber wenn man lesen kann, konnte man in meinem Posting auch lesen, dass die Gruppe des Regimes eine Minderheit darstellt, so wie die arabischen Sunniten im Irak: eine Folge der Kolonialisierung, also unserer Politik!

Bevor es zur nächsten blödsinnigen Aussage kommt: Ich habe nie behauptet, dass die gesamte arabisch sunnitische Bevölkerung zu den Gotteskrieger gehören würden. Nur diese Gotteskrieger stellen die relevante bewaffnete Gruppe der Opposition. Der restliche Teil der arabischen sunnitischen Bevölkerung (absolute Mehrheit) leidet nur und kämpft nicht, auch kaum politisch.

Bürgerkriege, wie alle Kriege, sind selten eine Angelegenheit der Mehrheit. Das waren die Religionskriege in Europa auch nicht.  

23515 Postings, 6799 Tage Malko07Auch die europäischen

 
  
    #13924
4
11.12.13 20:45
Religionskriege waren keine Angelegenheit breiter (unpolitischer) Bevölkerungschichten. Der Krieg wurde von den Herrschern mit ihren Söldnern und ihren ausländischen Verbündeten geführt. Die Bevölkerung wurde dann jeweils der Religion des überlebendem Herrschers zugeschlagen. Sie wurde nicht gefragt und hatte nichts zu bestimmen.

Auch die Muslimbrüder in Ägypten stellten nach unserer Sicht keine demokratische Mehrheit dar (ca. 25% Stimmenanteil). Die Aktiven stellen nicht mal 5% der Bevölkerung dar. Einen Gottesstaat  für 100% wollten sie trotzdem einführen.

Libyen ist inzwischen zu fast 80% in der Hand der Gotteskrieger. In der Gesamtbevölkerung sind sie ein verschwindend kleine Minderheit.  Mehrheit/Minderheit sind allerdings nicht eelevante Begriffe in dieser Region. Wäre es anders, würde es die Probleme gar nicht geben und es gäbe auch keine Religionskriege.  Religion war eben immer auch schon ein Mittel der Führung. Und in dieser Region geht es darum ob die Schiiten (Iraner) oder die Wahabiten (Saudis) führen werden.  

4290 Postings, 5947 Tage DreiklangDer Iran strebt nach regionaler Hegemonie

 
  
    #13925
8
11.12.13 23:44
was sich sowohl historisch erklärt, als auch durch seine Größe, aber auch seine strategische Lage. Er ist umgeben von lauter sunnitischen Staaten. Mit Pakistan ist darunter eine Atommacht.

Die Militarisierung des Iran (theokratische Militärdiktatur) war keine zwingende Folge der Revolution 1978 - 1980, wohl aber eine Folge des fast 10 Jahre dauernden I. Golfkrieges. De facto sah sich der Iran seit der Revolution in einem nicht erklärten Krieg mit den USA. Man kann die Schuld dafür schwerlich Iran allein zuweisen. Lange Zeit setzte der Westen auf den (sunn.) Irak und Saddam Hussein. Als sich für Saddam abzeichnete, dass er Iran nicht beikommen würde, entschloss er sich, vermeintlich leichte Beute zu machen. Es folgten die Besetzung Kuweits der II. Golfkrieg. Der Iran beteiligte sich (gegen Saddam) bemerkenswerterweise daran nicht - obwohl er allen Grund dazu gehabt hätte.

Nach dem Attentat auf das WTC eröffnete "der Westen" eine neue Front in Afghanistan, nun gegen die Taliban, welche im Grunde auch Feinde Irans sind. Und in Teheran müssen, rein bildlich gesprochen, die Sektkorken geknallt haben, als sich Bush zum Angriff auf den Irak entschied und damit nicht nur Saddam, sondern auch die sunnitische  Herrschaft im Irak wegfegte (III. Golfkrieg)

Mit diesem letzten Krieg  haben die USA  einen wesentlichen Eckstein ihrer Nahost-Strategie gleichsam weggesprengt. Die Schiiten haben die Ausweitung ihrer Macht (Irak, Libanon)  nicht durch Kämpfe, sondern mit einem "Marsch durch die Institutionen" erreicht. Wer den Nahost-Konflikt eskalieren will, der muss die Schiiten in Kampfhandlungen verwickeln. Aber das ist absurd, denn die USA bekämpften bisher den Radikal-Islam in Afghanistan und müss(t)en sich nun mehr oder weniger mit Al-Kaida verbünden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Karzai die Annäherung an Iran sucht. Denn war kann garantieren, dass die USA die Taliban nicht doch irgendwann recht gemäßigt finden.

Doch in den USA scheint ein Umdenken stattgefunden zu haben. Man scheint die Absurdität bemerkt zu haben. Ist der Iran wirklich die große Gefahr für "den Westen" und ist Israel wirklich ein Objekt besonderen Interesses für den Iran?

Für Israel besonders problematisch ist, dass dieses Umdenken mit einem De-Engagement der USA in Nahost verbunden wäre. Deswegen die wütenden Reaktionen in Israel auf die Verhandlungen mit dem Iran. Zumal Saudi-Arabien anscheinlich versucht, eine nukleare Kooperation mit Pakistan zu erzielen. Der militanteste Feind Israels ist die ebenfalls radikal-islamische Hamas , deren Kampfspruch "Tod Israel" durchaus ernstzunehmen ist. Die Hamas wird von Saudi-Arabien unterstützt.

Man laboriert immer noch den Folgen des I. Golfkrieges. Entweder man korrigiert diese, gibt Iran also Raum und hofft auf eine Veränderung im Inneren des Landes. Oder, man setzt auf Krieg gegen den Iran. Die Sunniten alleine hätten gegen Iran keine Chance - das ginge nur mit einer direkten Beteiligung der USA. Weder Russland noch China würden da neutral bleiben. Vor diese Alternativen gestellt, scheinen die USA einem Krieg aus dem Weg gehen zu wollen.

 

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