In den kommenden Jahren soll vor allem das Offshore- Geschäft an Fahrt gewinnen. Nach Angaben der European Wind Energy Association (EWEA) wurden im Jahr 2010 insgesamt 308 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 833 MW auf offenem Meer installiert. Das entspricht einem Wachstum von 51% im Vergleich zu 2009.
Für 2011 rechnet die EWEA mit Offshore- Neuinstallationen in einer Größenordnung von 1.000 bis 1.500 MW. Für das Jahr 2011 prognostiziert das dänische Marktforschungsunternehmen Make Consulting Aps wieder einen Anstieg des globalen Zubaus um 17% auf knapp 39 GW. Starke positive Impulse sollen vor allem aus Asien kommen.
Der Zubau in Europa soll nach einer Stagnation im Jahr 2010 ebenfalls zunehmen. Trotz der schwachen Marktentwicklung konnte Vestas (7108) im vergangenen Jahr Anlagen mit einer Leistung von 5,8 Gigawatt ausliefern, das sind 23% mehr als 2009. Die USA sind in Bezug auf die Neuinstallationen 2010 voraussichtlich hinter den Erwartungen zurück geblieben, Installationszahlen für das Gesamtjahr werden in den nächsten Wochen erwartet.
Eine Rückkehr zum Niveau des Rekordjahrs 2009 ist hinsichtlich der Neuinstallationen auf diesem Markt kurz- bis mittelfristig nicht zu erwarten. So rechnet Nordex (7102) in diesem Jahr lediglich mit einer Stagnation des Umsatzes. Im Kalenderjahr 2011 könnte die durch die US-Regierung beschlossene Verlängerung des Investment Tax Credit (ITC) Förderprogramms für positive Impulse sorgen.
Windenergie kann bis zu 65% des deutschen Strombedarfs decken
Allein mit Strom aus Onshore-Windenergie kann bis zu 65% des deutschen Strombedarfs gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie e.V. erstellt hat. Bei der Bereitstellung von 2% der Fläche jedes Bundeslands ist bei einer installierten Leistung von 198 Gigawatt ein jährlicher Ertrag von 390 Terawattstunden zu erwarten.
Grundlage für die Berechnung sind Windenergieanlagen der Drei-Megawatt-Klasse, die im Durchschnitt 2.000 Volllaststunden erreichen. Wichtig für einen guten Energieertrag ist insbesondere die Kombination aus großem Rotor und hohem Turm, die REpower (7104) beispielsweise für die 3.2M114 und 3.4M104 anbietet. Wird beispielsweise die Nabenhöhe einer 3.2M114 von 93 auf 143 Meter erhöht, erreichen die Anlagen selbst an einem durchschnittlichen Schwachwindstandort bis zu 50% mehr Energieertrag.
Solar überholt erstmals Atom
Seit der 12. Kalenderwoche 2011 ist in Deutschland erstmals mehr Solar-Kapazität am Netz als AKW-Leistung. Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtnennleistung von rund 17 Gigawatt übertreffen nach dem Herunterfahren der ältesten deutschen Atomkraftwerke erstmals die Kernkraftwerke mit insgesamt etwa 15 GW. Noch 1993 prognostizierten die Stromkonzerne, dass auch langfristig mit Sonne, Wasser und Wind nicht mehr als 4% des deutschen Strombedarfs gedeckt werden könnten.
Heute werden schon 20% des deutschen Stromverbrauchs regenerativ gedeckt. Unser Favorit in der Solarbranche ist centrotherm (7109). Das Unternehmen profitiert von der starken internationalen Ausrichtung – die Exportquote beträgt über 90%, weshalb die Kürzung der Fördermaßnahmen in Deutschland nicht von Bedeutung ist. Solarworld (7105) möchte durch Auslandsgeschäfte den Herausforderungen in Deutschland entgehen.