FPH - Wer 2-3 Jahre Zeit hat sollte rein
Ändert es irgendwas für dich, ob der Kurs zum Xetra-Schluß bei 5,89 oder 5,81 € steht? Wieso sollte es also was für den angeblichen "Pfleger" ändern? Ist doch völlig wumpe, wo der Kurs zu Handelsschluss steht. Am nächsten Tagen gehts eh wieder in der Range 5,81 zu 5,89 los.
Im übrigen kann sowas auch Gründe haben, die in irgendwelchen Anteilen in Zertis oder Fonds liegen. Ich hab mir das mal 10-12 Jahren von einer IR erklären lassen als damals täglich Kleinstorders den Kurs zu Handelsschluss ins Bid brachten. Da meinte man mir gegenüber, sowas könnten Anteile beispielsweise eines Branchenzertifikats sein, wo sozusagen Cashzuflüsse dafür sorgen, dass mit der Mini-Gewichtung der Aktie dann immer anteilig Kleinstorders zur Aisführung kommen.
Wie kommt es denn eigentlich zustande,wenn der letzte um 17.36 Null Umsatz anzeigt.
Ist das dann einfach nur die letzte Preisfeststellung,weil manchmal gibt es ja auch überhaupt keinen 17.36 Kurs beim Xetra.
Ich habe mir inzwischen Ähnliches zusammengereimt wie Du es in Deinem letzten Absatz von #4026 schreibst, also dass da ein Automatismus am Werke ist der irgendwie unabhängig von Orderkosten auch KleinstStückzahlen handelt. So könnte es sein ... .
das Prognoseziel. Die bisherige 2017er Prognose bezog sich ja noch auf konstante Währungsniveaus. Das ist aber seit einiger Zeit nicht mehr der Fall. Und scheinbar hat der Dollar noch nicht das Ende seiner zunehmenden Schwächung erreicht. Das britische Pfund ist ja auch seit längerem im Siechtum. Der große Anteil den FP umsatzmäßig in den USA+GB macht, ist in Zeiten eines stärker werdenden Dollars /Pfund schön. In Zeiten wie im letzten halben Jahr, wo das Pendel besonders in den USA beschleunigt wieder in die andere Richtung schwenkt, kann das Währungsverhältnis auch mal ein Bremsschuh werden, falls im 2.Hj. diese Tendenz eine Fortsetzung findet.
Q.1/17 Bericht => https://cdn1.scrvt.com/...c06f1ccaf2/FP_Quartalsmitteilung_Q12017.pdf , Seite 7 :
PROGNOSE: FP-KONZERN PLANT LEICHTEN ANSTIEG VON UMSATZ UND EBITDA - Das Unternehmen bestätigt nach dem guten Jahresauftakt seine Prognose. Der FP-Konzern erwartet für das Gesamtjahr 2017unter der Prämisse gleichbleibender Wechselkurseeinen leicht steigenden Umsatz und ein leicht steigendes EBITDA.
GB2016 - https://cdn2.scrvt.com/...b8/14e56784a095/FP_Jahresabschluss_2016.pdf , Seite 26
Größter ausländischer Markt des FP-Konzerns blieben auch im Jahr 2016 die USA(Umsatz 43,5 Mio.€)....Die negativen Wechselkurseffekte über alle Fremdwährungen summierten sich im Jahr 2016 auf insgesamt 2,3 Mio. Euro
Des Weiteren interessiert mich noch, inwiefern sie aktives Währungsmanagement betreiben oder ob in ihrem Hause immer erst nach erfolgtem Umsatz die Fremdwährungen in € ungewandelt werden.
Vielen Dank
Macht übrigens keinen Sinn, sich da nur die Entwicklung seit Januar anzuschauen, weil wir da am Tief waren. Wenn man das 2.Halbjahr 2017 als Problem sieht, muss man es auch mit dem 2.Halbjahr 2016 bzw. dem Gesamtjahr 2016 vergleichen. Da stand der Euro bei 1,10-1,11 Dollar im Schnitt. Also alles noch kein großes Problem, zumal FP angekündigt hat beim Thema Währungssicherung etwas proaktiver zu sein. Da hat man extra Expertise eingestellt, wenn ich das richtig im Hinterkopf habe. Aber bei aktuell unverändertem Euro im Vergleich zum Durchschnitt 2016 ist es eh noch kein Problem.
Beim Britischen Pfund ähnlich. Durchschnittskurs im 2.Halbjahr 2016 bei etwa 0,86, jetzt bei 0,89. Also 3-4% höher. Allerdings wird es da insgesamt im Jahresvergleich natürlich einen stärkeren Effekt geben, weil die Brexitabstimmung ja im Juni 2016 war. Da bin ich gespannt wie FP das gehedged hat, da man da ja wusste was kommen kann.
Ansonsten muss man halt abwarten, wie FP das hedged.
Da die FPH-Unternehmens-Strategie für die Jahre 2017 bis 2021 sozusagen 'steht' (wohl sogar bis 2023!!!) würde ich sagen, dass ich bezogen auf das Ziel ab 2021 ein EPS von mindestens 1 EUR zu erzielen was die Gefährdung dieses Ziels angeht die Risikobereiche
A: externer Zukauf,
B: ???
C: Währungsproblematik,
als am relevantesten und gefährlichsten einschätze.
Ich hoffe, FPH geht in der Währungsproblematik zu sagen wir mal 80% 'auf Nummer sicher'.
Oder hat man da gewisse Schwankungen beim Euro nicht berücksichtigt bei der Prognose?
Am Ende fällt dann vielleicht sogar noch der Brexit aus...alles möglich.
Die Währungsentwicklung allerdings ... da hat man nichts selber in der Hand, da kann man nur 'hinterherlaufen' bzw. klug begleiten/absichern.
Was so alles passieren kann ... man denke zB an die Ölpreis-Entwicklungen der letzten Jahre.
Wenn man sich Währungsschwankungen absichert, sichert man halt den Umrechnungsfaktor 1:1 ab, wie ich das in meinem Depot auch mache. Man verliert durch die Absicherung nichts, weil das operative Wachstum trotzdem zu 100% erhalten bleibt.
Wenn man sich gegen den Ölpreisverfall abischert, berührt das aber unmittelbar das operative Geschäft (Marge), was es ungleich schwieriger macht.
Komisch,dass seit dem Euro Anstieg jetzt das Öl keinen mehr interessiert als Grund.
Ich halte das generell für eher etwas überbewertet,weil relativ zu betrachten und auch übers Jahr verteilt.
So etwas bewirken Währungen letztlich nicht.
Und wenn man sich auch noch halbwegs clever absichert, verliert man sehr, sehr wenig an Marge.
Dein Beispiel, Katjuscha, einer 1:1 - Absicherung und was das mit 'operativ' zu tun hat bzw. nicht ... das verstehe ich nicht.
Aber warten wirs halt ab, die Arbeitsgruppe dazu besteht und wird Verfahren liefern und Ergebnisse verbessern, denke ich! Is' ja kein Hexenwerk ...
Also nicht allzu hoch, sondern eher vernachlässigbar.
Oder sich einfach nicht verunsichern lassen,da der Euro genauso gut auch wieder sinken kann,was er heute ja auch schon wieder macht.
Insofern unterliegt das Öl Schwankungen und der Euro auch.
Ich sehe das eher so,dass den Verunsicherern am Markt so langsam eher die Themen ausgehen.
Also interessiert mich eigentlich auf den Punkt gebracht nur bei einem Zeitfenster von 12 Monaten wie in der Studie anvisiert,ob 9,45 (+/-) denkbar ist.
@Versucher1,
ich meinte es so wie ich es in meinem wikifolio handhabe. Dort sichere ich den reinen Umrechnungsfaktor meiner US-Werte mit einem Derivat 1:1 ab, so dass am Ende nur die operative Entwicklung bzw. der Aktienkurs an der Hauptbörse zählt und die Währung keine Rolle mehr spielt. Bei FP ist es zwar etwas komplizierter, aber zumindest hinsichtlich Umsatz kann man sich auch 1:1 absichern. Man wird aber natürlich den Umsatz nicht in der GUV direkt absichern, sondern die Auswirkungen aufs Ebitda wird man dann mit Finanzinstrumenten erst im Finanzergebnis hedgen und in der GUV sehen, wenn man es seriös und aktiv managed. Wie genau FP das macht, weiß ich aber auch nicht. Ich glaub auch nicht, dass Frau Prüser das umfassend öffentlich machen kann. Aber man kann ja trotzdem mal fragen. Ist mir aber zugegeben eh zu kompliziert. Bislang hatte FP das aber eigentlich immer ganz gut im Griff. Manche Jahre gabs negative Auswirkungen, manche Jahre auch leicht positive Auswirkungen der Währungsschwankungen. Wenn man die über mehrere Jahre betrachtet zu 80% hedgen kann, wäre es aus meiner Sicht völlig ausreichend.
wenns FPH gelänge so 80% der Währungsproblematik wenn sie denn negativ wirken würde !!! per Hedge 'rauszunehmen'.
Zur Orientierung ... ich hab nochmal zurückgeblättert ins Q1/15, dort wurde mir die Problematik anhand der starken Dollar-Entwicklung offenbar (EURO von ca. 1,20 $ auf 1,08 $) und FPH profitierte dort von dieser nicht so riesigen Kursveränderung im Q1/15-Ergebnis von ca +2,5 Mio EUR Währungsgewinn! Und 2,5 Mio € : 16,2 Mio Aktien x 0,7 (Netto) = 0,11 € pro Aktie (EPS)! Ist in meinen Augen eine relevante Größe bei FPH. Wäre nett wenn sie das im negativen Fall in den Griff kriegen. Ich meine mich auch zu erinnern, dass Fr. Prüser hier bereits mitgeteilt hat, dass auf dieser Ebene bereits Veränderungen umgesetzt worden sind ... .
In puncto Währungsmanagement sind wir in der Tat dabei, entsprechende Kompetenz aufzubauen. Das geht aber nicht von heute auf morgen und ein Hedging wird auch - darüber haben wir ja schon einige Male hier sehr ausführlich diskutiert - nicht 100 Prozent greifen können. Aber wie gesagt, mit diesem Thema beschäftigen sich meine neuen Kollegen sehr ausführlich. Weitere Diskussion dann gerne anhand des Halbjahresberichts am 24. August.
Und in der Tat, die IR wird jetzt ein wenig Urlaub machen. (Aber ich lese natürlich trotzdem mit. Die Antwort mag dann etwas später kommen - wenn überhaupt gefragt. ;))