Deutsche Biotech Fakten 2012
4SCs Krebswirkstoff Resminostat erzielt medianes Gesamtüberleben von 8,0
Monaten in Zweitlinien-Behandlung von fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC)
- Daten zum Gesamtüberleben aus Phase-II-SHELTER-Studie bei
fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC) werden auf ILCA Konferenz am 16.
September 2012 in Berlin präsentiert
- Medianes Gesamtüberleben von 8,0 Monaten in
Resminostat/Sorafenib-Kombination ist bislang höchster Wert in
vergleichbaren HCC-Zweitlinientherapie-Studien
- Gesamtüberleben korreliert mit zuvor veröffentlichtem
progressionsfreiem Überleben von 4.7 Monaten
- Innovativer epigenetischer Wirkmechanismus (Resensitivierung),
überzeugende Wirksamkeitshinweise und gute Sicherheit unterstreichen
weitere Entwicklung von Resminostat in Kombination mit Sorafenib in
Erst- und Zweitlinientherapie von HCC
- Phase-III-Zulassungsstudie in Zweitlinien-HCC soll bis Mitte 2013
vorzugsweise mit einem Partner starten
Planegg-Martinsried, 13. September 2012 - Das Biotechnologie-Unternehmen
4SC AG (Frankfurt, Prime Standard: VSC), das zielgerichtete,
niedermolekulare Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen und Krebs
erforscht und entwickelt, gibt heute überzeugende Daten zum Gesamtüberleben
aus einer klinischen Phase-II-Studie mit dem Krebswirkstoff Resminostat in
der Zweitlinien-Kombinationstherapie mit Sorafenib bei Patienten mit
fortgeschrittenem Leberkrebs bekannt. Die Ergebnisse werden auf der
Jahrestagung der International Liver Cancer Association (ILCA) am 16.
September 2012 in Berlin vorgestellt.
In die internationale, offene, zweiarmige SHELTER-Studie wurden Patienten
aufgenommen, bei denen vor Studieneintritt ein Fortschreiten ihrer
Tumorerkrankung unter Erstlinientherapie mit Sorafenib (Nexavar(R)
radiologisch bestätigt worden war. In dieser schwer behandelbaren
Patientengruppe, für die derzeit keine zugelassene Behandlungsoption mehr
existiert, wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Resminostat sowohl in
Monotherapie als auch in der Kombinationsbehandlung mit Sorafenib
untersucht.
In der Resminostat/Sorafenib-Kombinationsgruppe lag das finale mediane
Gesamtüberleben (Overall survival, OS) bei 8,0 Monaten. In die Auswertung
wurden alle Patienten eingeschlossen, die mit der Kombination aus
Resminostat (600 mg täglich) und Sorafenib (400 mg täglich) behandelt
wurden (sog. 'intend-to-treat'-Population (ITT), n=26). In der
Resminostat-Monotherapiegruppe (ITT, n=19) lag das mediane Gesamtüberleben
bei 4,1 Monaten. Alle Studienergebnisse werden zum Datenbankschluss einer
abschließenden Analyse unterzogen. Resminostat zeigte sich in beiden
Studienarmen als sicher und gut verträglich. Hierbei ist zu beachten, dass
die Patienten in der SHELTER-Studie im Vergleich zu Patienten in anderen
klinischen HCC-Zweitlinien-Studien einen besonders kritischen allgemeinen
Gesundheitszustand aufwiesen (bestimmt anhand der klinischen Parameter
ECOG-Status, BCLC-Stadium, Child-Pugh-Klasse).
Nach Kenntnis des Unternehmens ist das erreichte mediane Gesamtüberleben
von 8,0 Monaten in der Resminostat/Sorafenib-Kombinationsgruppe der bislang
höchste Wert, der in klinischen Wirksamkeitsstudien mit neuen
Therapieansätzen bei vergleichbaren Leberkrebs-Patientenpopulationen, die
eine radiologisch bestätigte Progression unter der Erstlinien-Behandlung
mit Sorafenib zeigten, erreicht wurde. Auf Basis der Überlebensdaten aus
der SHARP-Studie (welche zur Marktzulassung von Sorafenib geführt hatte),
liegt die Lebenserwartung von Leberkrebs-Patienten, nachdem sie eine
Tumorprogression unter Sorafenib-Behandlung gezeigt hatten, bei nur 5,2
Monaten.
Der medizinische Bedarf zur Entwicklung neuer wirksamer Therapien zur
Behandlung von Leberkrebs ist besonders hoch. Aktuell ist Sorafenib die
einzige zugelassene Erstlinien-Therapie für fortgeschrittenen Leberkrebs.
Allerdings weisen Patienten im Median nach 5,5 Monaten eine
Tumorprogression unter Sorafenib-Behandlung auf (Quelle: mediane
'time-to-progression' (TTP) in der SHARP-Studie). Für diese HCC-Patienten,
die eine solche Tumorprogression unter Sorafenib erleiden, gibt es aktuell
keine zugelassene Zweitlinien-Therapie.
Die Wirksamkeitsdaten von Resminostat zum progressionsfreien Überleben
(PFS) aus der SHELTER-Studie waren im Juni 2012 auf der Jahrestagung der
American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago (USA) vorgestellt
worden. Die Kombinationstherapie aus Resminostat und Sorafenib erreichte
eine finale progressionsfreie Überlebensrate (PFSR) nach 12 Wochen
Behandlung von 70% und ein finales, medianes progressionsfreies Überleben
(PFS) von 4,7 Monaten - dies ist einer der höchsten PFS-Werte, die bislang
in klinischen Studien in der Zweitlinien-Therapie von fortgeschrittenem
Leberkrebs erreicht wurden. In der Monotherapiegruppe lagen die finalen
Werte für die PFSR nach 12 Wochen bei 35,3% und für das mediane PFS bei 2,2
Monaten. Wie bereits berichtet, hatte die Studie den primären Endpunkt
(PFSR nach 12 Wochen) sowohl in der Kombinations- als auch in der
Monotherapie vorzeitig erreicht.
Die MorphoSys AG (Frankfurt: MOR; Prime Standard Segment, TecDAX) gab heute Daten aus der klinischen Phase 1b/2a-Studie zur Untersuchung ihres firmeneigenen HuCAL-Antikörpers MOR103 in Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) bekannt. Die positiven Ergebnisse machen MOR103 zum ersten anti-GM-CSF-Antikörper, bei dem klinische Wirksamkeit in RA nachgewiesen werden konnte. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial des Wirkstoffs, ein wichtiges Medikament in einem Bereich mit großem therapeutischem Bedarf zu werden.
Die besten Ergebnisse mit einem ACR20-Wert von 68 % wurden in der Kohorte mit der Dosierung 1,0 mg/kg erzielt und lagen damit signifikant über dem Kontrollarm der Studie (p<0,0001). Von besonderer Bedeutung war die schnell einsetzende Wirkung: Innerhalb von 2 Wochen erreichten bis zu 40 % der behandelten Patienten den ACR20-Wert. Die DAS28-Werte zeigten eine rasche und signifikante Verbesserung während der Behandlungsdauer. MRT-Aufnahmen nach Woche 4 zeigten gemäß RAMRIS-Bewertung einen Rückgang der Gelenkhautentzündungen (Synovitis).
Quelle: http://www.finanznachrichten.de/...mit-rheumatoider-arthritis-382.htm
VITA 34 AG: Nabelschnurblutbank Vita 34 kooperiert mit Cytolon AG
4SCs Krebswirkstoff Resminostat erzielt medianes Gesamtüberleben von 8,0 Monaten in Zweitlinien-Behandlung von fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC)
QIAGEN und Lepu Medical kooperieren in China bei Vor-Ort-Testsystemen für die schnelle Diagnose von Herzinfarkten
Evotec: NIH erteilt Großauftrag an Evotec
MorphoSys-Antikörper MOR103 zeigt hervorragende Sicherheit und Wirksamkeit in Patienten mit rheumatoider Arthritis
SYGNIS Pharma AG / Genetrix Life Sciences, A.B., und Genetrix, S.L., wird Befreiung von der Verpflichtung zur Abgabe eines Pflichtangebots an die Aktionäre der SYGNIS Pharma AG gewährt
Evotec erhält Meilensteinzahlung aus Forschungskooperation mit Boehringer Ingelheim
Biofrontera AG: Ameluz® Vertriebsvereinbarung für Ungarn, Tschechien und Slowakei mit der Pharmacenter Holding Ltd.
Evotec und Aspireo unterzeichnen strategischen Beratungsvertrag
Die großen Gewinner der letzten Wochen waren wohl MorphoSys und Mologen. Die Gewinner aus dem vorletzten Monat konsolodieren ihren steilen Anstieg aus. Hier dürften sich bei genauer Beobachtung dem Interessenten noch eine Chance zum Einstieg bieten.
Entgegen DAX und TEC DAX und auch NBI läuft der DBI einfach nur enttäuschend.
Gute übersicht! War mir sehr hilfreich!!
Hopp investiert erneut in Biotech-Firma
Quelle und gesamter Artikel:
http://www.morgenweb.de/nachrichten/wirtschaft/...tech-firma-1.729213
4SC erhält Schlüsselpatent für Krebswirkstoff Resminostat in China
Evotec und Bayer starten strategische Allianz im Kampf gegen Endometriose
Evotec: Vorstand Lanthaler vorübergehend beurlaubt
MorphoSys' Partner OncoMed beginnt klinische Phase-1b/2-Studie mit HuCAL-Antikörper OMP-59R5 im Bereich Pankreaskrebs
WILEX AG und FDA einigen sich über die weitere Entwicklung von REDECTANE(R)
Evotec erreicht Meilenstein in Wirkstoffforschungskooperation
Biofrontera AG und Bipharma B.V.: Markteinführung von Ameluz® in Holland.
MorphoSys AG / AbD Serotec lizensiert HuCAL-Antikörper an DiaSorin für klinische Testsysteme zur Diagnose von Infektionskrankheiten
WILEX Enttäuschende Phase III-Studienergebnisse mit RENCAREX
SYGNIS Pharma AG beschließt Zusammenschluss mit X-Pol Biotech
Evotec AG: Zeitlich verschobene Meilensteineinkünfte führen zu einer Absenkung der Prognose über das operative Ergebnis für das Geschäftsjahr 2012
4SC Discovery erhält Forschungsförderung von 600.000 Euro zur Entwicklung personalisierter Krebsmedikamente
4SC: Klinische Daten mit 4SCs Wirkstoff Vidofludimus in chronisch-entzündlichen Darmerkankungen in renommiertem wissenschaftlichem Fachjoural publiziert
Evotec und CHDI Foundation verlängern ihre Zusammenarbeit
MorphoSys und Xencor präsentieren klinische Daten zu MOR208/XmAb5574
Biofrontera AG: Ausweitung der internationalen Vermarktung von Ameluz®
PAIONS PARTNER ONO PHARMACEUTICAL GIBT HEUTE DEN BEGINN EINER PHASE II/III-STUDIE MIT DEM KURZWIRKSAMEN ANÄSTHETIKUM / SEDATIVUM REMIMAZOLAM (ONO ENTWICKLUNGSCODENUMMER: ONO-2745)IN JAPAN BEKANNT
MorphoSys gibt Erweiterung einer Antikörper-Allianz mit Novartis bekannt
MorphoSys gibt erfolgreichen Abschluss einer Phase-1-Studie zur subkutanen Verabreichung von MOR103 bekannt
Evotec und Haplogen gehen Kooperation zur Wirkstoffentwicklung gegen Infektionskrankheiten ein
So, das wars für dieses Jahr. Mit etwa 9% Zugewinn im letzten Jahr enttäuscht der Deutsche Biotechindex. Auch dieses Jahr war es nicht so einfach auf die Sieger zu setzen. Hervorzuheben sind an der Spitze wohl MorphoSys gefolgt von Mologen und 4SC AG. Die größte Enttäuschung hat wohl Wilex zu verkraften.
Die einzelnen Daten bitte ich euch der Tabelle zu entnehmen.
Ich wünsch euch für nächstes Jahr noch alles Gute.
Grüße
Gurke
auch von mir zunächst mal noch ein verspätetes frohes, neues Jahr.
Da das Thema dieses Threads darauf hoffen lässt, dass sich hier einige Leute tummeln, die sich intensiv(er) mit Biotech-Firmen und -Aktien befassen, wollte ich hier mal eine Frage stellen, die zugegebenermaßen mit Wilex selbst nichts zu tun hat (ich bin glücklicherweise schon länger nicht mehr bei Wilex investiert, das soll aber bitte nicht als Häme verstanden wissen, dass ich zum Zeitpunkt des großen Knalls keine Aktien mehr, bzw. nicht schon wieder welche hatte, hatte nichts mit aktienanalytischen Fähigkeiten oder einem siebten Sinn meinerseits zu tun, das war reines Glück, also mein ehrliches Beileid an alle, die böse überrascht wurden).
Mir geht es um eine andere Firma aus der hier gepflegten Liste, nämlich Biofrontera. Nach meiner Meinung müsste diese Firma der Traum aller Biotech-Investoren sein. Sie hat alles, wovon in Biotech-Threads immer geträumt wird (zugelassenes Medikament, reale Umsätze, schwarze Null in Sicht, weitere Produkte in der Pipeline...). Ich habe diese Meinung schon deutlich ausführlicher imBiofrontera-Thread dargelegt (siehe Thread: "Biofrontera! Zulassung ist da!").
Trotzdem kommt der Kurs der Biofrontera-Aktie nicht recht voran und führt (trotz guter Nachrichten) seit Monaten eine Seitwärtsbewegung vor. Meine Frage in die Runde ist nun: Übersehe ich irgendetwas? Oder gibt es wirklich keinen Grund, warum diese Aktie (zurzeit) so stagniert?
Vielen Dank schon mal für Eure Meinung.
Viele Grüße vom Amateur
interessierte, sorry, aber biofrontera ist ohne wenn und aber eine sogennante idioten-aktie, schau dir wie die kapitalerhöhung dort verlaufen ist. in 4 jahren aktienzahl fast vervierfacht.
http://www.ariva.de/biofrontera-aktie/bilanz-guv
2006 2007 2008 2009 2010 2011
3,20 3,60 7,60 10,00 11,20
solche haie sollte man beim besten willen absolut meiden, ich finde es gut genug, dass sie von 1 auf 4,3 gestiegen sind. was willst du mehr von so einer aktie. schnell verkaufen und dich freuen, bei der nächsten kapitalerhöhung, die 100% in 2013 stattfinden wird, wirst du vielleicht wieder 50% verlieren. Kapitalerhöhung ist normalerweise ein schönes Wort für Verarschen. Auch wenn viell bla, bla dahinter steckt: wir müssen, wir wollen, wir kaufen, wir tun viel...ja, ja...bla,bla...dein geld ist weg.
also, von 15 euro(ausgabekurs) auf 1, dann zum glück auf 4 , das sagt viel aus...11 euro sind bis jetzt erst mal weg. pro aktie, versteht sich. in 7 jahren wäre noch mehr wert wenn etwas dran gewesen wäre. fazit: biofrontera=junk
Die klinische Entwicklung eines Medikamentes dauert in der Regel zwischen 7 und 10 Jahre. Bis auf die zwei Ausnahmen MorphoSys und Evotec ist kein deutscher Biotech in der Lage überhaupt ohne Kapitalmaßnahmen auszukommen. Sie sind zwingend Bestandteil der Finanzierung solcher Biotechfirmen. Sie sind keine Verarschung. Der Investor sollte dies nur bei seinem Investment berücksichtigen. Keine Firma hat Geld bis auf die zwei genannten eine Finanzierung über ca 8 Jahre von Anfang an zu sichern. Diesen Fakt sollten alle Investoren bei einem Investment berücksichtigen. Wer in Biotechs investiert muß zwingend die Kapitalmaßnahmen neben den anderen biotechüblichen Risiken berücksichtigen. Das ist eben das Risiko des Anlegers und keine Verarsche der Firmen.
Das solltest du dir reinziehen! ab Minute 8.50
www.daf.fm/video/...ber-das-sind-meine-aktien-fuer-2013-50159632.html
Bei Enttäuschungen gab es immer aber heftige Kurseinbrüche siehe WILEX, 4SC, Agennix, Sygnis.
Bei den von mir am Anfang des Threads empfohlenen Werten ist eigentlich nur Wilex gefloppt. Doch gerade dies ist das typische Biotechrisiko.
Mit Morphosys, Evotec, Cytotools, Qiagen, Mologen und Paion wäre der Zugewinn bei weit über 100%. Ich hatte nur Epigenomics nicht auf dem Radar. Die sind mir durch die Lappen gegangen.
Dies wärs mal zu Hätte Hätte Fahrradkette.
Die Kernwerte Qiagen, Morphosys und Evotec könnten diese Jahr ihr Gewinne wohl auskonsolidieren. Hier sollte man nur in Schwächephasen kaufen bzw. die Bodenbildungsphase abwarten. Das in Kürze meine Einstellung zu den deutschen Werten.
Mit Hopp haben sie einen starken Ankeraktionär, der doch für Sicherheit sorgt. Außerdem besteht hier nicht mehr das Risiko des Scheiterns einer Studie. Im Augenblick ein klasse Wert für mich.