Deutsche Post
Besteht eigtl. die Möglichkeit für die Post in Deutschland, das Porto unterschiedlich hoch zu gestalten?
Die Schweizer Post differenziert nach A- und B Post. A kostet einige Rappen mehr, wird dafür aber schneller zugestellt und man suggeriert, dass es entweder dem versendenden Unternehmen gut geht, oder man dem adressierten Kunden besonders wertschätzt.
B-Post ist günstiger und dauert 1-2 Tage länger.
B ist quasi der Standard und A wurde als Premiumoption hinzugefügt, um mehr Kohle zu machen ;-)
Zum einen die Homepages, die jedoch im Laufe der Zeit aktualisiert worden sind und nicht mehr die früheren Beiräge enthalten. Also Streetscooter, Post, die Batteriehersteller und BYD.
Daneben physikalisches Wissen über die Eigenschaften (Ladung und Entladung) der Batterien, Typen, Modelle usw. vom jeweiligen Hersteller und Wikipedia.
BM Forschung, Uni Aachen.
Und vor allem myLogistics.de, ein Informationsdienst über Nachrichten aus allen Logistikbereichen. (Diie Post nimmt bei denen einen großen Teil ein)
Und letztendlich die Presse, die manchmal auch gut recherschiert hat.
Nicht alles Wissenswertes ist hier über die Nachrichten der Post in finanzen.net veröffentlicht worden. Besonders die physikalischen Eigenschaften der unterschiedlichen Batterien, die nur zum Teil überhaupt für den Work brauchbar waren, wurden so gut wie nicht erwähnt.
Es ist eben kein Auto "von der Stange", sondern eine echte Maßanfertiung, die besonders gut sitzt und deswegen auch besonders gut die Marktposition der Post ausbaut. Jeder, der sich mit der Materie auskennt, weiss, dass eine frühzeitige Marktführerschaft um so schwerer zu durchbrechen ist, je weiter das Produkt schon in der Praxis angekommen ist.
Rein rechnerisch hätten die anderen Automobilfirmen mindestens zwei Jahre Planungs-und Vorbereitungszeit bevor sie selbst ein Konkurrenzmodell für den Work präsentieren könnten. Nur mit der Einschränkung, dass die Post dafür kein Anforderungsprofil den anderen Herstellern übermitteln würde, und so die "Passgenauigkeit" nicht annähernd vergleichbar wäre. Das aber lässt den Work in eine marktbeherrschende Stellung eintreten. Ein Markt, der alleine in Deutschland deutlich mehr als 100 000 Stück pro Jahr umfasst. Und ein Markt, der für die anderen Automobilhersteller längst nicht so lukrativ ist wie für die Post, denn alle Benutzer, deren Anforderungsprofil für einen Kleintransporter dem der Post entspricht, werden so früh wie möglich zuschlagen, wenn die Karre erhältlich ist, und das hält, was sie verspricht.
Der Schritt, den der Vorstand bei der völligen Umstellung gemacht hat, ist nur eine rein kaufmännische Kalkulation, die jede Firma locker nachvollziehen kann und wird.
Dass die Post dabei ihre "Umweltfreundliche Ausrichtung" präsentieren kann, ist nur lächerliche Augenwischerei. Es sind nur harte Fakten und Zahlen im Sinne der Anleger, die hier zählen.
Und sie werden richtig gut zählen...
Alles Gute
Der Chartlord
Kauf 24,70
Verkauf 25,75
ist bei 1500 Stück ein nettes Bonbon...
Ich entwickle nur ein Szenario, das ich für möglich halte, eventuell sogar mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit versehen.
Das Szenario basiert auf einer langfristigen Verfestigung der aktuellen Nullzinspolitik.
Es ist ja schon länger klar, dass das extrem niedrige Zinsniveau Anleger von festverzinslichen Anlagen in andere Anlageklassen treiben sollte. In Deutschland haben sich die Anleger bisher zwar hauptsächlich in Immobilien treiben lassen, aber es ist offensichtlich, dass auch Aktien potentiell deutlich attraktivere Verzinsungen bieten können als Festgelder oder Anleihen.
Was mir aber erst in den letzten Tagen klar geworden ist, ist folgendes: Der Schmerz ist bisher noch gar nicht so groß bei vielen Marktteilnehmern, da noch jede Menge langlaufende, gut verzinste Anleihen in den Büchern der großen Player stehen. Mit jedem weiteren Jahr wird der Schmerz aber größer und sollte diese Art von Nullzinspolitik die neue Normalität werden (in der westlichen Welt), was in Anbetracht des 'Vorreiters' Japan nicht von der Hand zu weisen ist, dann wird der Schmerz über viele Jahre hinweg immer größer. Die Anleihen, die sich vernünftig verzinsen, werden immer weniger und der Anlagedruck immer höher. Große bis gigantische Marktplayer wie Versicherungen, (Anleihe-)Fonds, Pensionsfonds, Staatsfonds etc. werden immer stärker auf der Suche nach einer akzeptablen Verzinsung sein, da ihnen die rentierlichen Anleihen 'wegsterben'. Und diese Verzinsung werden sie (auch) stark im Aktienmarkt suchen (müssen).
Wie Timo neulich schon meinte, werden die Schuldner (Unternehmen) profitieren, weil die Zinslast immer geringer wird, die Gläubiger aber schauen in die Röhre und müssen nun versuchen über Unternehmensbeteiligungen (=Aktien) wenigstens einen Teil des Kuchens abzubekommen.
Buffett hat neulich in einem Nebensatz folgendes erwähnt: Sollten die FED die Aussage treffen, dass die Zinsen 50 Jahre auf diesem Niveau bleiben, würde der DOW auf 160.000 steigen. Vielleicht hat er damit einen Ausblick auf die Zukunft gegeben....
P.S. das sind nur 100 %, die konnte man auch schon von 2.000 auf 4.000 mitnehmen....
Das sehe ich sehr ähnlich, wobei es mich jetzt schon wundert, dass die Aktienbewertungen dennoch relativ "niedrig" liegen. Ich versuche meine Anlage mehr und mehr auf dieses Niedrigzinsszenario auszurichten (innerhalb der Klasse "Aktien"). Meiner Meinung nach liegen die niedrigen Zinsen nicht nur an den Notenbanken, sondern auch daran, dass das Wachstum durch abnehmende Grenzeffekte bei Investitionen und dem Produktivitätswachstum sowie Demographie abflacht und damit die Kreditnachfrage niedrig bleibt. Daher vermute ich auch, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass das Niedrigzinsumfeld auch langfristig erhalten bleibt.
Hoffentlich steigen die Bewertungen nicht zu stark, auch wenn das kurzfristig natürlich schön für das Portfolio ist, aber ich will weiterhin "günstig" einkaufen (auch über Rückkäufe) und Dividendeneinkommen aufbauen.
Ergänzen möchte ich noch, dass viele Player nicht in der Lage sein werden, stark in Aktien zu investieren, da es die Regulatorik und Risikosteuerung verbietet, also konkret: Banken und Versicherungen als sehr große Kapitalmarktakteure. Dafür könnten verstärkt auch AGs ihren Hebel erhöhen und mehr und mehr Fremdkapital aufnehmen und damit z. B. Aktien zurückkaufen.
Sehr schade finde ich, dass Wertpapierkredite weiterhin auch bei hoher Besicherung sehr teuer sind, sonst wäre das für mich langfristig eine Option.
Ich glaube auch, dass die Bedeutung dieser Niedrigzinsphase unterschätzt wird und zwar von Anlegern wie Unternehmen gleichermaßen.
Die jüngste Entwicklung bei unseren Stimmungsindizes vermittelt den Eindruck, dass der jüngste Anstieg des DAX, vor allen Dingen in der Schlussphase, zu großen Teilen nicht auf das Konto heimischer mittelfristig orientierter Investoren gehen dürfte. Stattdessen vermuten wir, dass sich diese Nachfrage frischer Kapitalzuflüsse aus dem Ausland verdankt, dem Engagement also von langfristigen Investoren, die sich möglicherweise schwer damit tun, etwa einen US-Aktienindex am Allzeithoch zu kaufen. Deswegen ist es naheliegend, dass man sich vorzugsweise in relativ günstig erscheinenden europäischen Aktien engagiert hat.
http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/...tstimmung-832542
Das ist jetzt geschehen :
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...er-Postbeamte-auf-4984767
Also 500 Mio mehr in der Kasse. Das wird den Kurs erst recht anziehen lassen.
Super gelaufen
Der Chartlord
Das aber macht deutlich mehr als 30 Cent EpS (netto, weil ein bereits versteuerter Betrag überwiesen wurde) mehr im Geschäftsjahr 2016 als bisher erwartet wurde. Der Betrag wurde damals auch als Ausgabe in der Bilanz aufgeführt.
Somit beläuft sich die Bilanz 2016 auf deutlich über 230 Cent EpS. Also noch weiter höher als es nur der Rekord im ersten Quartal erahnen liess. In der Bilanzsumme (EBIT) geht das schon an die oberste Kante der Erwartungen, auch wenn es nur ein Einmaleffekt ist. Aber eben fast 400 Mio. netto. Und in der bisher erwarteten Spanne von 3400 bis 3700 Mio. (schluck!) hat man bestimmt Miese gemacht, damit es in dieser Spanne bleibt.
Hoch die Tassen.
Der Chartlord
a.) die Zinsen waren bereits in den 377 Mio enthalten
b.) die Bilanzsumme verringert (nicht erhöht) sich bei Geldeingang
c.) EBIT ist in der GuV und nicht der Bilanz
d.) mit "versteuert" hat das gar nichts zu tun, da nur Cash Ausgang.
Tut mir ja leid, aber ich musste es einfach klar stellen. Hoffen wir dass unser Kurs trotzdem steigt!
Hast du eine Quelle dazu, wie der Vorgang bei Abfluss behandelt wurde? (wirklich nicht erfolgswirksam?)
Rein ökonomisch ist das in dem Fall doch sogar besser, weil der Betrag so in Cash zufließt, nutzbar ist und somit nicht über die GuV noch versteuert werden muss, oder? EPS hin oder her.
Viele Grüße
Ansonsten bräuchte man alle Einahmen nur schnell ausgeben um sie nicht versteuern zu müssen. Egal, wann der Betrag eingenommen wurde, er wäre zu versteuern oder als Sonderbelastung entsprechend steuerlich abzusetzen. Da dies eine Sonderzuwendung des Bundes war, die natürlich selbst auch der Besteuerung unterworfen ist (!!!!), ist der Betrag entweder schon im Jahr des Erhalts mit zu versteuern, oder als Sonderbelastung von der Steuer freizustellen.
(Diese Freistellung ist nicht mehr möglich, weil diese Gelder direkt in die Pensionen eingeflossen sind und von den Pensionären als Einkommenssteuer versteuert worden sind. Damit ist die Steuer durch die Pensionäre abgegolten.)
Die buchhalterischen Versuche das zu beschönigen sind im Sinne des Finanzrechts erfolglos.
Die Prozeßzinsen sind natürlich nicht enthalten, da diese erst mit dem Abschluß des Prozesses berechenbar sind und nicht als Sicherheitsleistung zu hinterlegen sind.
Alles Gute
Der Chartlord
Ok, ich habe es im Geschäftsbericht von 2012 gefunden. Passt also. Keine EPS-Wirkung.
@ Chartlord
Du lernst es wohl nie...
@ Rest
Wenn es um Bilanzierung geht, sollte man Chartlord grundsätzlich ignorieren.
"Sonstige Einnahmen" sind steuerpflichtig wie Einnahmen aus Gewerbebetrieb. (Jedenfalls für Handelsfirmen - anders als für Privatpersonen)
Und nur meine erwähnte Freistellung kann daran etwas ändern.
Und im steuerechtlichen Eigentumssinne ist der Betrag solange Eigentum des Staates, wie er den nicht zurück überweist. Ein komischer Hinweis auf mögliche Erstattungsansprüche in einer Bilanz ändert daran nichts.
Wird also dieser Betrag von dem BM Finanzen an die Post zurücküberwiesen, so ist die fällige Steuerschuld durch die Auskehrung an die Pensionäre bereits getilgt (nicht erloschen).
Und rein rechnerich erkennt man den Unsinn, der hier weiter erzählt wird daran, dass bislang die Post 377 Mio. erhalten hat, die Pensionäre davon bezahlt hat, und obendrein den Betrag an den Bund erstattet hat. Nur wer rechnen kann, erkennt, dass daraus ein Defizit von 377 Mio. entstanden ist. Die Überweisung an den Bund enthält steuerliche Verzugszinsen, die bis zur Überweisung angefallen sein können. Daran erkennt man aber, dass es sich um eine schuldbefreiende Wirkung handelt, die einen tatsächlichen Eigentumsübergang beinhaltet. Wäre dem nicht so, würden die Verzugszinsen weiterlaufen. Daran erkennt man aber, dass es sich bei diesem Betrag nicht um einen Wert handelt, dem man dem Vermögen der Firma zurechenen darf.
Das aber unter die Möglichkeit der Erstattung zu stellen, hat keine steuerliche aufschiebende Wirkung. Die Überweisung der 377 Mio. an den Bund kann nur aus versteuerten Beträgen erfolgt sein. Überweist der Bund nun diesen Betrag an die Post zurück, so wäre eine Versteuerung notwendig, wenn nicht der Betrag schon an die Pensionäre zur Versteuerung übergeben worden wäre.
Also bleibt er jetzt steuerfrei, weil schon besteuert.
Der Chartlord
Einnahmen und Ausgaben spiegeln sich in der in der Bilanz wieder. Steuern (hier Körperschaftssteuer) werden aufgrund der GuV berechnet. Die damalige Zahlung wurde direkt in der Bilanz erfasst, also nicht "versteuert" da nicht ertragswirksam.
Das Geld hierzu stammt natürlich aus früheren Gewinnen, für die Steuer bezahlt wurde, das hat aber rein gar nichts mit diesem Vorgang zu tun.
Wenn das Geld nun zurück fließt gleicht sich nur der Sollposten in der Bilanz aus und fertig. Nix Steuern!
Und die Zinsen wurde bereits mit bezahlt, siehe Geschäftsbericht 2012/2014 und sind somit auch enthalten.
PS: Wenn wirklich 377 Mio EBIT wirksam zusätzlich in 2016 kämen, wäre unser Kurs heute sicher bei 30 , denn das wären 10% Ergebnissteigerung; allerdings haben das 99% aller Marktteilnehmer korrekt verstanden.
Alles Gute!
Die 377 Mio werden nicht als Ertrag im Bericht fuer 2016 auftauchen, weil sie schon in einem frueheren Bericht als Ertrag erfasst wurden.
Dennoch ist das doch wohl sehr positiv, da die 377 Mio jetzt verwendet werden koennen. Der Aktienkurs zeigt sich jedenfalls relativ unbeeindruckt.
pauli
Warum?
- Skepsis vor den anstehenden Zahlen ?
- Bevorzugung stärker verprügelter Werte ?
Im aktuellen Kaufrausch ist die Aktie bisher leider nur Mitläufer und keinesfalls ein Trendsetter. Ob die Zahlen eine Initialzündung bewirken.
Im Chart: Post (schwarz) . Dax (blau) seit 6.7.16
Die Werte im Dax die zugelegt haben (u.a. BMW + Daimler), die haben auch in den letzten 12 Monaten bis zu 50% verloren.......
Schönes Wochenende euch Allen.
Theodor
p.s. schlimm der Anschlag in Nizza, Aber Frankreich befindet sich ja seit November offiziell im Krieg mit dem IS.
Und genau, EPS hin oder her, das ist positiv. Ökonomisch hat die Post ja den vollen Vorteil.
wir alle erinnern uns an die spannenden Diskussionen zum Thema Goodwill in diesem Forum.
Die möchte ich bitte nicht neu entfachen. Mich interessiert, ob jemand aktuelle Zahlen hat
zum "Um den Goodwill bereinigten Nettogewinn" der DP und das sich daraus ergebende
KGV. Für 2014 kommt die "WIWO" auf:
Nominal Bereinigt um Goodwill
Nettogewinn/mio: 2087 1020
KGV: 14.6 29.8
http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/...984.html?p=13&a=false#chart
Wäre schön, wenn jemand aktuelle Zahlen hätte.