Aurelius
- Es ist der bis dato höchste Exit, den Aurelius je erzielte.
- Im Umkehrschluss heißt dies für mich, dass Aurelius davon ausgeht im Portfolio bereits jetzt oder zukünftig Beteiligungen zu haben, die dies toppen könnten.
- Es zeigt auch, dass sich Aurelius nicht verhoben hat, obwohl die inneren und äußeren Voraussetzungen "schwieriger" wurden, als zu Anfang. Heißt: Man bekommt die Deals nicht mehr hinterhergeschmissen und Corporates als Käufer halten sich zurück. Irgendwie bezeichnend, dass es an einen weiteren PE verkauft wurde. Zudem muss Aurelius ja ein immer größer werdendes Rad drehen und hier ist der Beweis, dass sie das können. Und das stimmt zuversichtlich bzgl. OD, VAG, Hellanor und 1-2 andere.
- Solidus besteht aus 2 Einkäufen beginnend in 2015 und dann 2018. Jetzt der Exit Mitte 2019. Das ist eine sehr kurze Dauer. Manch andere Beteiligungen sind doppelt solange dabei.
- Da das Closing erst in 2-3 Monaten vollzogen wird, kann man ja schlecht jetzt 165 Mio. € (50% der 330 Mio. €) ausschütten! Stattdessen holt man aus der Kasse weitere 45 Mio. € für dann insgesamt 3 Euro Dividende. Finde ich vernünftig.
- Zu den Q3-Zahlen wird der gesamte NAV dann vermutlich 1.440 Mio. € (Cash ca. 440 Mio. €) und (Portfolio ca. 1000 Mio. €) betragen. Wenn man dem "Maschinenraum" wieder 10% zubilligt, ist ein Kurs um 50 Euro fair.
- Und wenn bis zur HV 2020 noch 1-2 weitere Exits kommen mit gesamthaft 150 Mio. €, ist für eine neue Rekorddividende plus selbst einer etwaigen Barbezahlung der WA genug Geld vorhanden :-)
Bleibt nur die Frage, ob der Markt weiterhin überzogen Brexit und den Handelskrieg auf die Kurs projiziert...
nach meinem Exit von Aurelius lese ich vom Exit von Aurelius.
Aber, wer auch nur einen Grundkurs von BWL studiert hat, der kriegt das große Stirnrunzeln!
Da heißt es doch:
"Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden und dem Abschluss der Konsultation mit dem zentralen Betriebsrat der Solidus Solutions in den Niederlanden. Mit dem Closing der Transaktion wird in den nächsten acht bis zwölf Wochen gerechnet."
Das heißt, der Exit ist überhaupt nicht in trockenen Tüchern und schwebt im Fraglichen.
Und auf sowas will Aurelius 1,50 Dividende zahlen für das Geschäftsjahr 2018?
Und von Auflösung der zurückgestellten "Vorjahresexitdividenden" ist tatsächlich keine Rede mehr.
Ja, Leute sagt mal, sind die "beschnapst"?
Da haben sie nun tatsächlich einen Exit, der noch gar keiner ist, aus dem Hut gezaubert und damit eine P-Dividende begründet.
SOLIDE IST WAS ANDERES.
Sorry, aber selten so eine gequirlte Ka*** gelesen. Bei einem M&A-Deal - insbesondere in dieser Größenordnung - hast du eigentlich immer Closing-Bedingungen. Kartellamt sollte - insbesondere da der Käufer selbst PE ist - kein Problem sein. Gleiches stelle ich mir auch beim Betriebsrat vor.
Normalerweise wird sowas auch im Vorfeld sondiert und durch die Anwälte geprüft.
Das ist ungefähr so, wenn du als KFZ-Verkäufer sagst, der Mercedes ist für 32.000 Euro verkauft, vorbehaltlich, das der Wagen gleich anspringt und der Käufer ihn vom Hof fahren kann.
Aber ich kann verstehen, das du gerade ein wenig enttäuscht bist und zwangsweise das Haar in der Suppe suchst, um dein Gewissen zu beruhigen.
Das kann schon sein, hier ist auch eher ein Jurastudium gefragt!:-))
Für mich ein ganz normaler Vorgang nach den Regularien des HGB`s.
Ich habe um 8 gekauft und um 8:49 verkauft. Macht 4% netto!
Gewissensbisse habe ich keine.
Ein Betriebswirt lernt, nur mit gesicherten Daten zu arbeiten und nicht mit Vermutungen und Hoffnungen.
Ein Jurist mag das anders sehen. Der kriegt sein Geld sowieso.
Also schwebt Aurelius, was den Exit betrifft!
Und aus diesem unsicheren und ungewissen Vorgang dann auch noch eine Dividende für ein vergangenes Geschäftsjahr abzuleiten, das, liebe Aurelianer, ist ein doppelter Salto ins UNSOLIDE.
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... aber nur solange du dich hinter einem Bildschirm im Internet verstecken kannst...
Aurelius hatte in seiner Mitteilung zu den Halbjahreszahlen per 31.3.2019 einen Bestand an liquiden Mitteln von 220,8 Mio. Euro ausgewiesen. Bei 30,56 Mio. Aktien werden die 3 Euro Dividende jetzt 91,68 Mio. Euro ausmachen, das reicht also locker (dann kommt ja der Solidus-Verkaufserlös noch hinzu, netto, also nicht die vollen 330 Mio. Euro) für die Dividendenzahlung. Selbst ohne den Exit hätte Aurelius 3 Euro ausschütten können!
Aber es geht ja um eine GEWINNausschüttung, die hat mit der Liquidität erstmal nix zu tun. Aurelius hatte für das Geschäftsjahr 2017 weniger als die Hälfte der erzielten Rekordgewinne ausgeschüttet und den Rest in die GEWINNRÜCKLAGE eingestellt. Das ist ja "nur" ein Bilanzposten; das Geld liegt ja nicht auf dem Girokonto, sondern muss als Liquidität zur Verfügung stehen, wenn es ausgeschüttet werden soll (tut es). Aber Aurelius kann auch nicht irgendwelches Geld ausschütten, sondern muss schon auf Gewinne und/oder andere Rücklagen zurückgreifen. Und die sind ebenfalls vorhanden.
Aurelius hätte also theoretisch auch 1,50 Euro Partizipationsdividende für das GJ 2018 auskehren können, ohne den Solidus-Verkauf. Das hätte aber eine (unnötige) Diskussion darüber ausgelöst, dass man "aus der Substanz" ausschütten würde und keine Erfolge vorzuweisen hätte. Und ob das Geld nicht lieber für neue Geschäfte im Konzern bleiben sollte. So, dank des Solidus-Exits hat man diese ganzen Diskussionen nun von der Backe und kann einfach dem ursprünglichen Plan folgen und die eigenen Ankündigungen in die Tat umsetzen. Best Case ist dieses Mal also Real Case...
Es freut mich, dass du heute doch noch etwas Gewinn machen konntest, nachdem du wesentlich günstiger vor kurzer Zeit verkauft hast, und so deinen möglichen Gewinn geschmälert/Verlust vergrößert hast, dann können wir uns ja alle freuen.
Da fehlt es aber wirklich am Grundsätzlichen bei diesem MichaRafa. Verwechselt Buchhalter mit Betriebswirt (Controlling, Planung, Budget, Strategie,...). Auweia und ich befürchte, so jemand darf schon wählen gehen...
Interessant ist jetze eher ob die LV überrascht wurden oder fix ausgeglichen haben, das könnte den Kurs nämlich die nächsten Tage auch noch weiter steigern.
An sich bei 3 Divi (hatte schon wniger befürchtet) könnts sicher den einen oder andren noch anlocken.
Ich selbst hab eh keine Wahl, sitze eh noch auf fetten Verlusten und werde wohl noch ein weiteres Jahr die Aktie im Depo haben. Reduzier über die Divi halt die Verluste.
Aber in einem gebe ich die Zweifler recht, manche Aussagen sind recht wiedersprüchlich und darüber bin ich auch nicht Glücklich.
Hier sind definitiv einige Leute falsch.
wobei das eher Illusion ist.
Es wird hier weiter turublent zugehen, mal sehen was Donald und Xi zu reden haben in Japan,
evlt. wird das bei einer unerwarteten Einigung noch mal Auftrieb geben.
Ansonsten sehe ich Aurelius auch so auf dem richtigen Weg. Das ist eine Beteiligunsgesellschaft,
die immer größer wird und sich meines Erachtens grad im Umbruch zu einem großen Player befindet,
das kostet Zeit und natürlich auch Nerven.
In diesem Sinne, allen geduldigen ein geruhsames Wochenende :)