Gazprom 903276
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Energiekrise im Herbst, Staatspleite im Winter
04. Juli 2014
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Die EU bezieht 40 Prozent ihrer Erdgaslieferungen über die Ukraine
Quelle: dpa
von Frank Doll
Die Lage in der Ukraine eskaliert – nicht nur politisch. In Europa sollte man vorsorglich mit deutlich höheren Energiepreisen rechnen.
Nachdem der ukrainische Präsident Petro Poroschenko die Waffenruhe aufkündigte, wird das Land seinen industriestarken Osten wohl endgültig an die Separatisten verlieren. Die Ukraine wird deshalb kaum mehr in der Lage sein, ihre Schulden zu bedienen. Russland ist einer der größten Gläubiger des Landes. Ohne ein Entgegenkommen des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei den Verhandlungen zur Schuldenrestrukturierung ist ein Staatsbankrott kaum mehr zu vermeiden. Der Westen, der eine Staatspleite der Ukraine um jeden Preis vermeiden will, wird dadurch zunehmend erpressbar.
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Die Blaupause liefert gerade Argentinien. Hedge Funds, die in argentinische Staatsanleihen investiert und eine Umschuldung abgelehnt hatten, haben vor einem US-Gericht erfolgreich auf die volle Rückzahlung des Nominalwertes einschließlich aufgelaufener Zinsen geklagt. Der argentinischen Regierung bleiben jetzt noch knapp 30 Tage, um den fälligen Betrag zu überweisen und so den Staatsbankrott abzuwenden.
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Der jüngste EU-Gipfel am 26. und 27. Juni hat maßgeblich zur erneuten Eskalation der Situation beigetragen. Auf dem Gipfel wurden genau jene Verabredungen mit der Ukraine formell beschlossen, auf die die Regierung des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch nicht eingehen wollte. Die Proteste auf dem Maidan und der Bürgerkrieg in der Ostukraine waren die Folgen. Auf dem EU-Gipfel wurde nun der zweite Teil des Assoziierungsabkommens unterzeichnet, das der Ukraine Zugang zum EU-Binnenmarkt verschaffen soll. Der stellvertretende russische Außenminister Grigori Karasin drohte unmittelbar nach der Unterzeichnung mit „schwerwiegenden Konsequenzen“, zumal auf dem Gipfel vergleichbare Abkommen auch mit Georgien und Moldawien geschlossen wurden. Garniert wurde der Gipfel einmal mehr mit der Androhung von weitreichende Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, sollte der Kreml nicht zur Deeskalation der Situation in der Ukraine beitragen.
Ein paar Tage später sinnierte Alexei Miller, der Chef des staatlichen russischen Erdgasriesen Gazprom, öffentlich über einen kompletten Stopp von russischen Gaslieferungen über die Ukraine. Die EU bezieht etwa 40 Prozent ihrer Erdgaslieferungen über die Ukraine, ein Drittel davon aus Russland. Aus diesem Grund bemüht sich EU-Energiekommissar Günther Oettinger in trilateralen Gesprächen fieberhaft darum, die russischen Gaslieferungen trotz der Zahlungsprobleme der Ukraine sicherzustellen. Nun warnte auch der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew vor einer Gaskrise im Herbst, sollte die Ukraine ihre Gasschulden beim Kreml nicht begleichen. Zudem beschuldigte Medwedew die Ukraine, heimlich Gas aus unterirdischen Depots zu entnehmen.
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Verschärft der Westen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland, wäre Deutschland der größte Verlierer. Deutsche Unternehmen haben 30 Milliarden Dollar in Russland investiert, etwa 300.000 Arbeitsplätze stünden nach Einschätzung der dänischen Saxo Bank direkt auf dem Spiel. Aber es könnte gar noch schlimmer kommen. Ein Viertel des Energiebedarfes deckt Deutschland aus russischen Quellen.
Die Ukraine kann den eigenen Erdgasbedarf noch etwa bis September aus heimischer Produktion decken. Doch von da an, wenn sich zudem die Tagestemperaturen im Land spürbar abkühlen, wird es eng und das Land ist auf russisches Erdgas angewiesen. So gesehen arbeitet die Zeit für Russland.
In Europa sollte man vorsorglich mit deutlich höheren Energiepreisen rechnen.
Autor Frank Doll
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Internationale Beziehungen Außenpolitik mit Land Erdgas Energie und Rohstoff Internationale Wirtschaftsbeziehungen Außenwirtschaftspolitik Auslandsinvestition Auslandsinvestition nach Land Außenhandel Außenhandel mit Land Dimitri Medwedew Saxo Bank Gazprom
Energiekrise im Herbst, Staatspleite im Winter
Mal sehen was unsere Super Politiker sich darauf einfallen lassen.
http://de.ria.ru/politics/20140705/268930881.html
Nachdem Anfang Juni der amerikanisch Chefeinpeitscher und Hetzer Mc Cain in Bulgarien SouthStream stoppen wollte, sind dort plötzlich durch "kriminelle Angriffe" die Banken pleite gegangen und die Regierung zerfallen. Im Herbst wird neu gewählt und die EU-Wahlen am 25 Mai haben schon ungefähr gezeigt wo es hingehen wird.
Montag ist Lawrow in Bulgarien und wird wohl SouthStream endgültig festklopfen, ist ja auch ein slawisches Brudervolk. Russland und seine Möglichkeiten in der Außenpolitik sind wohl doch stärker als von Washington gedacht/ befürchtet.
Wird der Aktie wohl wieder etwas Auftrieb geben.
http://www.deraktionaer.de/aktie/gazprom--insider-packen-aus-69890.htm
Auf dem aktuell sehr überkauften Aktienmarkt gibt es immer weniger solcher unterbewerteter Perlen - nicht zu vergessen ist auch die geringe Risikoklasse gazproms. Im Grunde kann es, schwerwiegende politische oder kriegerische Handlungen ausgeschlossen, nur nach oben gehen.
Habe meine erste Position zu 5,60€ nun bei 6,30€ drastisch erhöht.
Nächsten Stop sehe ich bei 6,70€ - 6,80€.
Allen (Mit-)Investierten alles Gute!
Im Ernst? Selbst aus Sicht des immer positiven "Aktionärs" ist Gazprom spekulativ.
Volatilität auf 5-Jahres Basis: 34%, z.B. also ungefähr im Bereich der dt. Bank. BP als Peer hat z.B. trotz Deepwater Horizon nur 25%, also deutlich weniger obwohl sie im Gegensatz zu Gazprom in dem Zeitraum eine überraschende >40 Mrd. $ Katastrophe hatten.
Das Beta von Gazprom liegt sogar gegenüber dem offensiven russischen Index bei ca. 1,12.
Risikoklasse: hoch, definitiv hoch. Und das auch völlig unabhängig von der Ukraine.
Gasprom verfügt über riesige Vorkommen.
Der Bedarf und damit der Preis werden in den nächsten Jahre steigen. Damit ist ein ständiger Gewinn von Gasprom garantiert.
Welche andere Aktie wird schon zu 70 % unter Buchwert und einem KGV von etwa 3 gehandelt ?
Für Gasprom spricht u.a. auch die Einführung des Handels mit Gasprom Aktien auf dem asiatischen Markt. Dadurch kann diese Aktie dann auch nicht mehr so stark durch den Ami runter geprügelt werden. Hier wird viel Politik hinein interprtiert.
Ich halte die Aktie und die jährlich gezahlten Dividenden für sicher.
Der Bedarf und damit der Preis werden in den nächsten Jahre steigen. Damit ist ein ständiger Gewinn von Gasprom garantiert. "
Das galt auch schon 2012, als Gazprom bei 10€ stand (und mehr ausgeschüttet hat). Die Bewertung war auch damals EXTREM günstig. Also würde man nach der Logik auch davon ausgehen, dass das Risiko damals niedrig war. Heute ist Gazprom unter 7 und auch vor der Ukrainekrise war Gazprom weit unter dem Wert von 2012. Gleichzeitig sind die globalen Indizes rasant gestiegen. Der relative Verlust gegenüber tatsächlich risikoarmen Aktien war also enorm. Dazu steigt der Gas-Preis mit steigendem Bedarf nicht zwingend, schließlich gab es kürzlich ja sogar Preiskürzungen in europäischen Ländern.
Empirisch kann man also sagen, dass Reserven und buchhalterischer Gewinn kein Garant für niedriges Risiko sind.
Die Risikokennzahlen sprechen sowieso eine deutliche Sprache (siehe Beitrag oben).
Natürlich hat GAZ die letzten Jahre mit z.T. enormen Schwankungen zu kämpfen - z.T. auch durch spekulative Hedgefonds initiiert. Allerdings kauft man mit GAZ einen Zukunftssicherung Wert der, meiner Meinung nach, zu den Krisensicheren Titeln gehört.
Gerade in der aktuellen Phase mit DOW und DAX auf Rekordhöhen IST eine Investition in den "Turnaround"-Kandidaten GAZ sicherlich nicht die dümmste Option.
Was der Aktionär schreibt interessiert mich nicht die Bohne. Jeglicher weitere Kommentar zu diesem Blatt ist verschwendete Zeit.
Der faire Wert von GAZ liegt, abzüglich Staatskosten-Malus, bei ca. 10-12€; je nach Bewertung und Analystenhaus auch deutlich höher. In jedem Fall aber über den aktuellen 6-7€.
Aufgrund dessen halte ich den Titel derzeit auf LANGE SICHT für einen der sichersten Fundamentalperlen weltweit. Denn trotz der Volatilität verspricht GAZ eine fundamentale und substanzielle Sicherheit wie es nur wenige andere Aktien tun.
Wie ich schon geschrieben habe, wird sich meiner Meinung nach das Interesse an GAZ die kommenden Monate (und Jahre) stetig erhöhen. Mangelnde Alternativen und ein Sicherheitsbedürfnis (Versorger mit ausgezeichneten Renditeaussichten) sei Dank.
Da sind wir uns wohl einig. Das Blatt ist ziemlich unseriös.
"(...)IST eine Investition in den "Turnaround"-Kandidaten GAZ sicherlich nicht die dümmste Option. "
Sehe ich genauso. Halte ich ja selbst so. Wenn die Payoutratio auf normale Werte um die 30% steigt, dann kassieren wir hier extrem ab. Gut möglich, dass das innerhalb der nächsten 5-10 Jahre passiert. Darauf setze ich.
Spekulativ ist es trotzdem.
Langfristige Risiken z.B.:
- mehr Rabatte in Europa
- Investitionskosten in Asien liegen deutlich über Planwert (passiert oft in der Branche)
- Payoutratio wird darum gesenkt, Dividende fällt weiter (wie bisher -> Grund für Kursfall in der Vergangenheit)
- Höhere Steuern in Russland auf Gas oder auch allgemeine Steuern auf Unternehmensgewinne
- weiter zunehmende Korruption
- politisch gewollte stark steigende Gehälter und Arbeiterzahlen
- allgemein noch mehr nicht rentable Investitionen und damit niedrigere Payoutratio
- etc.
Nur mal ein Szenario: Russland geht in eine stärkere Rezession. Der Staat lässt Gazprom die Gehälter erhöhen und Zehntausende Arbeiter einstellen, um sozialpolitisch die Armut aufzufangen. Dazu senkt er den Gaspreis für russische Kunden. Und dann? Gewinn und vor allem Dividende lassen Federn. Der Kurs bricht ein.
Es gibt zahlreiche andere negative Szenarien, die möglich sind und die auch langfristig das Investment ruinieren.
Ich glaube nicht, dass das passiert, aber es ist sicher nicht unmöglich. Die Risiken sind vorhanden und hoch, genau wie die Chancen, wobei die Chancen wohl durchaus etwas höher sind (MMn).
Wie gesagt: das Positive galt auch 2012. Performance seither: mehr als 30% Minus. Wir haben hohe Unsicherheit über die künftigen Dividenden (auch langfristig) und damit allgemein hohes Risiko (in beide Richtungen, nicht zu negativ interpretieren).
die gegenwärtigen kurse scheinen mir aber immer noch klar zu tief. ich hoffe auch, die 10€ noch dieses jahr zu sehen.
Gold- und Devisenreserven betragen 475,8 Milliarden US-Dollar
Russland wird sich stärker auf Asien ausrichten. Wenn die Pipelines stehen gibt es keine Rabatt Verhandlungen mit Europa mehr.
Eine stärkere Rezession in Russland hätte auch extreme auswirkungen auf die EU und Weltwirtschaft insgesamt. Deswegen wird es dazu nicht kommen.
Russland mögen zwar einige belächeln, aber Russland ist gerade im Begriff "wieder aufzustehen" und das Stärker den je.
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/...sgewaehlter-laender/
Urainische Regierungstruppen: Kurs morgen: 6,55
Russische Truppen: Kurs morgen: 4,30
Putin ist nicht dumm, daher zweite Variante ausgeschlossen.
Mich persönlich interessiert es wenig wie wir morgen ode rnächste Woche schließen.
Ich bin langfristig in diesem Wert investiert und auf lange Sicht erwarte ich mir deutlich höhere Kurse als jetzt.
Dass es die nächste Zeit auch einmal (deutlich) runter gehen kann ist nicht ausgeschlossen. Es gilt auch weiterhin sein Investment stets kritisch zu betrachten und ggf. zu reagieren. Ich persönlich halte einen starken Rückgang aber für sehr (!) unwahrscheinlich.
Die Aktie hat sich über der 6€-Marke gut gehalten und stabilisiert.
Nur eine wirkiche Schreckensmledung oder eine unkontrollierbare Eskalation der Lage (was wir alle nicht hoffen) wird den Kurs deutlich unter die 6€ drücken können.
Aber wie schon die letzten Monate gilt auch jetzt:
Abwarten und weiter die Lage sondieren.
auf die heizung verzichtet man im winter als letztes.