Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 493 von 7876 Neuester Beitrag: 26.02.25 01:03 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 197.893 |
Neuester Beitrag: | 26.02.25 01:03 | von: fws | Leser gesamt: | 37.621.593 |
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Dieser Schluss lässt sich daraus keineswegs zwingend ableiten.
Dass sich das Potenzial des money multipliers bisher nicht verwirklicht hat, bedeutet nicht, dass das Modell des money multipliers nicht richtig wäre.
Beschrieben wird die damit die Möglichkeit an weiterer Giralgeldschöpfung, die sich aus den Deposits im Verhältnis zum Mindestreservesatz ergibt.
Dieser Zusammenhang gilt unabhängig davon, ob das Potenzial dieser maximal möglichen Ausweitung der Giralgeldmenge nun ausgeschöpft wird, oder nicht.
Daraus, dass diese Möglichkeit im Verlauf dieser Krise bisher nicht ausgeschöpft wurde, kann auch nicht der Schluss abgeleitet werden, dass dies nicht noch irgendwann im weiteren Verlauf passieren könnte.
Wo siehst du denn eigentlich den Nutzen, und die Verwendungsmöglichkeiten von Reserves? Wozu brauchen die Banken dieses Outsidemoney?
Spielte es, wie Du argumentierst, überhaupt keine Rolle, ob die Banken über Reserves oder ihnen entsprechende Assets verfügen, bedürfte es dieses Swaps überhaupt nicht.
Es bedürfte noch nicht einmal überhaupt irgendwelche Reserves, wenn diese Positionen sich zueinander tatsächlich völlig neutral verhielten.
Der Einwand von Dreiklang ist schon völlig richtig.
Banken können aus dem nichts über Kredit Giralgeld erschaffen, wenn sie diesen faktisch mehr oder weniger ganz nach belieben im an die FED verkaufen können, und ihn damit in Zentralbank tauschen können, bedeutet dies im Ergebnis, dass sie sich durch diese zweiteilige Geldschöpfung auch Zentralbankgeld nach belieben erschaffen können.
Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Preis eines Gutes und seiner Knappheit bzw. seiner Verfügbarkeit - auch Geld unterliegt diesem Zusammenhang.
Im Augenblick ist dieses Geld für die GB faktisch beliebig vermehrbar - über die monatl. QE Garantie eben auch das ZB-Geld, da es jedoch gehortet wird und die Banken immer noch eine ziemlich restriktive Kreditvergabepolitik betreiben, ist es allerdings in der Realwirtschaft nicht beliebig verfügbar.
Nur deswegen ist es nicht wie von vielen erwartet durch QE bisher nicht zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten gekommen.
Das kann und wird sich allerdings irgenwann auch wieder ändern, wenn das Zentralbankgeld nicht rechtzeitig wieder aus dem System gezogen, oder aber durch eine entsprechende Erhöhung der Mindestreservesätze neutralisiert würde.
Inflation ensteht ohnehin immer zeitverzögert, und auch keineswegs gleichmäßig über alle Güter verteilt.
Diese Erfahrung werden die Amis demnächst auch mit QE machen.
Ehrlich gesagt hatten mir dann neben Bernankes Taperingabsage auch die Wahlergebnisse ein bisschen die Stimmung verhagelt. Über Merkels tollen Sieg habe ich mich gefreut, aber dass nun keine liberale Partei im Bundestag vertreten ist, finde ich schon traurig und keine gute Entwicklung.
Giralgeld entsteht nicht nur durch durch Kredite der Geschäftsbanken, wie du meinst.
Auch durch Käufe der Geschäftsbanken, und ganz unmittelbar durch Kredite und Käufe der Notenbank bei Nichtbanken.
Die Fed kaufte im QE effektiv bei Nichtbanken, bei Bondhaltern und beim Staat.
Ich habe dir nun mehrfach aufgezeigt, auch per Fred-Chart, dass sie effektiv nicht bei Banken kaufte. Denn deren Bestände an T-Bonds+MBS wuchsen sogar an. Die neuen Bonds wurden von ihnen - mit Marge und Umwälzung - nur durchgehandelt.
Das gesamte QE-Geld landete daher nicht in einem Swap mit Geschäftsbanken.
Sondern die gesamten QE-Billionen ging über private Konten bei Geschäftsbanken und damit in den Markt. Wie bei jeder Überweisung zwischen Banken wird damit zugleich eine Gutschrift auf ZB-Geld an die Bank übertragen. Im QE-Fall aber durch die Fed selbst, wodurch die ZB-Geld-Guthaben (oder das Papiergeld als Äquivalent) der Banken eben um Billionen zunahm, im genau dem selben Umfang wie das Giralgeld der Privaten. (in deiner beliebten Tabelle: Deposits stiegen mit den Reserves, T-Bonds blieben unverändert)
Soweit die Fed-Käufe inzwischen wieder die Emission von Staatsanleihen überschreiten sollten, und Banken weiterhin nicht groß verkaufen, landet das Fed-Geld auf den Konten privater Bondverkäufer, deren Depots allerdings um die Bonds erleichtert werden. Die ZB-Geldmenge und die Giralgeldmenge wird dadurch genauso erhöht. Die Fed kauft zu überhöhten Preisen mit zusätzlichem Geld, verdrängt private Anleger, senkt Zinsen und hält Banken als potentielle Bondanleger bislang vom Markt fern. Allerdings muss das nicht so bleiben, genügend Munition haben die genau dadurch inzwischen.
aber wenn Papiergeld bei einer Geschäftsbank eingezahlt wird, dann ist dieses Giralgeld zugleich Zentralbankgeld. Es führt sofort zu einem Guthaben bei der ZB. Wer also seinen T-Bond an eine Geschäftsbank verkauft, und die GB den Bond an die ZB weiterreicht, dann ist Buchgeld gegen Zentralbankgeld bzw. Papiergeld getauscht worden. Die Tatsache, dass man als Privatmensch kein Konto bei der FED haben kann, sollte nicht als Instrument der Geldschöpfung gesehen werden.
FoK beruft sich nun darauf, dass das ZB-Geld "makro nicht ankommt". Also ist es für FOK nicht "monetär wirksam". Da liegt der Denkfehler. Das Geld ist sehr wohl monetär wirksam. Und zwar gegensätzlich zu dem, wie es politisch begründet wird. Mit dem Mechanismus der "Asset-Inflation" wird der Geldumlauf bzw. die Geldumlaufgeschwindigkeit nämlich gehemmt statt gefördert.
"Geld muss knapp sein, damit eine Motivation besteht, es umlaufen zu lassen" ...
hei das wird noch ein Tänzchen
http://www.faz.net/aktuell/politik/
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/...aufgebaut-12593824.html
ohje was haben wir uns gestritten ,wer sie nun geschossen hat und nun geht alles ganz einfach
sogar die Gespräche mit IRan.Wahrscheinlich kriegt Putin nächstes Mal den Friedenspreis
Und dass es nur durch die akute Bedrohungen durch die USA eine Gaswaffen-Vernichtung geben wird, sollte eigentlich selbst dir klar sein.
Dass du Putin den Friedensnobelpreis dafür geben willst, ist lachhaft. War aber schon klar.
Wieso eigentlich nicht Assad?
Und du willst nun damit abschließen, wir hätten uns ganz unnötig gestritten?
Auch damit liegst du völlig daneben. Du willst deinen eigenen Frieden, völlig ok.
Aber dann poste nicht unentwegt Müll zu Syrien. Oder zu den USA in diesem Zusammenhang.
Was Fill nicht versteht: QE bedeutet, dass insgesamt dem Anleihenmarkt (nicht den Banken) Anleihen entnommen und dafür neues ZB-Geld, "frisch gedrucktes Papiergeld", hineingepumpt wird. Es kommt über Märkte in Umlauf, und so in die Banken.
Diesem Anleihen-Kaufprogramm der Fed standen lange Zeit weit größere Anleihen-Emissionen und Geldaufnahmen des Schatzamts direkt gegenüber. Die Fed kaufte aus Gründen der Marktsteuerung im Markt, aber effektiv direkt vom Staat. Sie druckte dem Schatzamt fehlendes Geld.
Falls nur neues Geld gehortet wird, wird der Wirtschaftsumsatz nicht gebremst. Falls mehr gehortet wird, weil das Horten bei Niedrigzinsen billig ist, die Assets teuer, erlahmt eher das Finanzgeschäft als die Wirtschaft. Nur wenn Konsum und Investitionen ausgesetzt werden, stauen sich die Überschüsse hier und die Schulden dort.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...len/8861236.html
Wie unsere Energiepolitik uns wirtschaftlich und gesellschaftlich in die Sackgasse führt:
http://www.ariva.de/forum/...roht-mit-Blackout-489085?search=narbonne
ave
Set aside any moral or political concerns you may have about rising income inequality - worries about poverty, justice, undue political influence or even social mobility. According to Mr. Dervis, co-author of the book, the research collected in “Inequality in America,” shows that a growing number of economists suspect that once inequality passes a certain point it may jeopardize economic stability and economic growth. As the book argues, "rebalancing of the distribution of income may play a role in unlocking the U.S. economy's growth potential in a sustainable way."
That is exactly the point Warren Buffet, Bill Gross and Stanley Druckenmiller make. You don’t have to be a communist to conclude that high levels of inequality not only adversely affects long-term growth, but also increases the economy’s vulnerability to recession....
Joseph Stiglitz makes the most simple point in a NY Times op-ed "Our skyrocketing inequality - so contrary to our meritocratic ideal of America as a place where anyone with hard work and talent can make it - means that those who are born to parents of limited means are likely never to live up to their potential. Children in other rich countries like Canada, France, Germany and Sweden have a better chance of doing better than their parents did than American kids have." He is right. There is growing body of evidence that the largest determinant of your income is increasingly your starting point......
http://www.zerohedge.com/news/2013-09-27/...no-longer-contain-fury-99
SAP ist mit einer Marktkapitalisierung von knapp 70 Milliarden Euro das viertgrößte Unternehmen Deutschlands. Eines der Erfolgsrezepte liegt in Irland: So fährt SAP dort 20 Prozent des Konzerngewinns ein, erwirtschaftet aber nur 1 Prozent des Umsatzes mit ebenso wenigen Mitarbeitern. Und das ist noch nicht alles.
Sommer 2012 - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble macht Urlaub auf der Nordseeinsel Sylt. Da kündigt sich unerwarteter Besuch an. Sein damaliger US-Kollege Timothy Geithner kommt vorbei, um über die Euro-Krise zu reden. Schäuble nutzt die Gelegenheit und spricht gleich noch ein anderes schwieriges Thema an: die legalen Steuertricks amerikanischer Unternehmen in Europa. Viele Technologiekonzerne parken wertvolles geistiges Eigentum, wie etwa Software-Know-how, in Niedrigsteuerländern und lassen Firmentöchter hohe Lizenzen für dessen Nutzung bezahlen. Das reduziert die Gewinne in Hochsteuerländern zugunsten der Erträge in Steuerparadiesen.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/...Millionen-spart-article11456186.html
Die Thematik ist hinlänglich bekannt und diskutiert worden. Der Politik ist das Thema präsent, noch immer sind keine Handlungen erfolgt.
ave
Sprott Resources: Marc Faber, help us understand the Federal Reserve’s recent announcement regarding tapering.
Marc Faber: When the Fed began Quantitative Easing 1 (QE1) in 2008, I said it would continue until QE99. So I’m not so surprised by the “no tapering decision.” But this money printing has numerous unintended consequences and actually does not help the economy much. Asset purchases benefit maybe 1% of the population, the super-rich. I’m not complaining because I own stock, bonds and real estate, but from a social point of view, it’s undesirable because it creates widening wealth inequality and dissatisfaction among the majority of voters. .......
http://countingpips.com/forex-news/2013/09/...ious-metals-roundtable/
Eine Untersuchung von Harvard, wie man mit Geld glücklich wird
http://www.wjh.harvard.edu/~dtg/...BERT%20&%20WILSON%20(2011).pdf
The relationship between money and happiness is surprisingly weak, which may stem in part from the way people spend it. Drawing on
empirical research, we propose eight principles designed to help consumers get more happiness for their money. Specifically, we suggest that
consumers should (1) buy more experiences and fewer material goods; (2) use their money to benefit others rather than themselves; (3) buy many
small pleasures rather than fewer large ones; (4) eschew extended warranties and other forms of overpriced insurance; (5) delay consumption;
(6) consider how peripheral features of their purchases may affect their day-to-day lives; (7) beware of comparison shopping; and (8) pay close
attention to the happiness of others.........
Könnte ein Grund für das Aufschieben des Taperings sein, denn es werden anschließend große Anleihenverkäufe nachgeholt werden müssen.
Die Fed wollte die Anleihenpreise jedenfalls noch nicht dem Markt und den Banken überlassen. Immerhin ist auch noch unklar, wie die Politik den Streit um Einsparungen, insbesondere zwischen Militär und Gesundheitswesen löst.
2. Staatsmehrausgaben gehen alle in den Markt, erhöhen die Kontoguthaben der Privaten, halten ihn liquide.
3. Das Basemoney landet über den Markt komplett in den Banken, sie werden liquide.
4. Fed hält zunächst die Anleihen.
5. Banken kaufen mit Basemoney-Überschuss-Liquidität zunehmend neue Anleihen im Markt und von der Fed Denn die Verzinsung ist viel höher, und die Fed Garantie eines Rücktauschs im Notfall steht.
6. am theoretischen Ende wurde das neue Basemoney gelöscht, die Banken halten die neue Staatsschuld, die neuen Kontoguthaben der Privaten blieben bestehen.
Sie zahlen dafür etwas mehr Steuern, die als Zinsen bei den Banken landen. Effektiv haben die Bürger über ihren Staat einen Kredit bei den Banken aufgeommen.
Eine gute Beschreibung. Reserves werden benötigt, um a die Mindestreserve-Anforderung erfüllen zu können und b als Prophylaxe gegen einen Bankrun. Einen sachliche Nexus zum Lending gibt es nicht, es ginge theoretisch auch ohne...
Er weist aber auch in der jetzigen umgekehrten Situation darauf hin, welches Bombenpotential da grundsätzlich in den US-Banken lagert. Und irgendwie entschärft werden muss.
Dein englisches Lexikon hilft offenbar.
per Einräumung eines Kontoguthabens aufkaufen und dieses dann in Basemoney tauschen beim Verkauf oder Verleih an die Fed, das haut nicht ganz hin. Denn das Guthaben des Verkäufers bleibt ja bestehen. Nur das Verhältnis Basemoney zu Giralgeld, die Inter-/Infra-Bankenverschuldung verbessert sich. Ein neuer Geldschein ist solange zusätzlich im Markt, wie die Anleihe bei der Fed verschwunden bleibt.
Variante 1
Wenn ich einen US-T-Bond an die FED verhökern möchte, dann nehme ich den und gehe bei Bernanke vorbei. Ben bezahlt bar. Er gibt mir aus seiner Brieftasche einen frisch gedruckten 100 $ - Schein. Den nehme ich und gehe damit zum Goldman-Sachs. Der Goldman nimmt den Schein und schreibt mir 100 $ auf ein Konto gut. GS hat damit ein Guthaben von 100 $ bei der FED (wir lassen jetzt die Frage der "physischen Lieferung" von Banknoten mal außen vor). Mein Konto bei GS enthält jetzt für mich sichtbar Giralgeld - es gibt keine extra Konten für Banknoteneinlösungen. Es ist aber klar, dass die Geldschöpfung von der FED ausging und nicht vom Goldman.
Variante 2
Ich gebe den US-T-Bond gleich zu GS. Wieder erhalte ich meine 100 $ aufs Konto (zunächst als Geldschöpfung von GS). Der Goldman vescherbelt den Bond an die FED, wofür er auf sein Zentralbankkonto 100 $ gutgeschrieben bekommt.
Beide Varianten erbringen das gleiche Ergebnis. Also ist die Geldschöpfung in beiden Fällen die gleiche -es ist die FED, die hier Geld gedruckt hat.
Passt es jetzt?
Falls nur neues Geld gehortet wird, wird der Wirtschaftsumsatz nicht gebremst. Falls mehr gehortet wird, weil das Horten bei Niedrigzinsen billig ist, die Assets teuer, erlahmt eher das Finanzgeschäft als die Wirtschaft. Nur wenn Konsum und Investitionen ausgesetzt werden, stauen sich die Überschüsse hier und die Schulden dort.
Das Bankensystem als Ganzes betreibt im staatlichen Auftrag Preisstützung für das Angebot, was bei Kaufkraftschwäche zu einer Verringerung der Käufe führen muss.
Das hat einen "guten Zweck" : Die Sicherheiten der Banken müssen nicht neu bewertet werden und die Bilanzen bleiben "sauber".
ganz so, als hättest du irgendeine universelle Weisheit mit Löffeln gefressen. Mit der sich jedes Thema unmittelbar knacken und lösen ließe, während andere im angeborenen völkischen Schwachsinn vegetierten. Als wolltest du Propaganda für das Zeug machen. Dope? Alkohol? Rhetorik? Religion? alles kombiniert?
Meine Sorge ist, je mehr du hier lernst, desto schlimmer wird das noch.