Krieg in der Ukraine
Seite 540 von 2368 Neuester Beitrag: 26.02.25 14:52 | ||||
Eröffnet am: | 11.03.22 21:48 | von: LachenderHa. | Anzahl Beiträge: | 60.195 |
Neuester Beitrag: | 26.02.25 14:52 | von: RentAccoun. | Leser gesamt: | 9.176.445 |
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Die Krim ist einfach vergleichsweise leicht militärisch zu verteidigen, und für Russland ist es militärisch enorm wichtig, dort ihren alten historischen Militärstützpunkt zu erhalten. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Russland dort die Ukrainer über die Meerenge kommen lässt und das ganze Gleichgewicht dort verschieben lässt. Da muss ich vom Prestige, vom Urlaufsbapradies der Moskowaren etc noch garnicht reden.
Aber klar, wie du schon sagst, letztlich hat Putin mit dem Überfall in diesem jahr auf die Ukraine riskiert, dass er von Russland erreichte StatusQuo aus 2014 nun gefährdet ist. Das ist jetzt schon absehbar eine empfindliche Niederlage. Russland hat fast ein Drittel aller Panzer in diesen 7 Monaten verloren. Das ist eigentlich kaum zu fassen. Und davon sind nicht wenige in die Hände der Ukraine gefallen. Russland ist aktuell der zweitstärkste "Waffenlieferant" der Ukraine. ... Mir ist es ein Rätsel, dass sich Putin noch halten kann. Das kann jetzt sehr schnell gehen, dass er abtreten muss. Da habe ich die vielen toten russischen Soldaten noch garnicht einbezogen. Der Afghanistan-Krieg der 80er Jahre galt immer als das Trauma der Sowjetunion. Jetzt sind in den letzten 7 Monaten mindestens 5 mal so viele russische Soldaten getötet worden als in den 8-9 Jahren des Afghanistankrieges. Das ist eigentlich gerade für mich kaum zu fassen, da mein Vater damals bei Beginn des Afghansitankriegs mit uns nach Moskau an die Militräakademie ging, und er hat schon die ersten Jahre des Kriegs immer davon berichtet, wie erbittert und verlustreich dieser Krieg ist und was ein Trauma für die sowjetischen Offiziere. Man kann sich das hier kaum vorstellen, was das für ein Einschnitt für die Sowjets war. Und dass nun Putin dieses neue Russland in diesen Krieg mit weit mehr verlusten führte, aber immernoch diesen Rückhalt spürt, das kann nicht mehr lange gutgehen.
Andererseits.....bist du sicher, dass es aus deinem Radio kam? Oder waren es wieder diese verdammten Stimmen in deinem Kopf......
Es zeigt einmal mehr den Fanatismus, der in diesem Regime steckt.
Letztendlich würde es am Verlauf des Krieges nichts ändern, da das ja weniger ein personelles, vor allem ein mentales und militärstrategisches, sowie technologisches Problem ist.
Die russische Armee trifft auf eine ukrainische Armee, die schlichtweg mit großer breiter Brust und dem letzten Hemd Alles geben, während der russische Soldat lieber zu Hause bei seiner Familie wäre und versucht irgendwie zu überleben.
Ich sehe die Situation noch nicht so radikal wie Multculti, aber die Kacke ist am dampfen. Die Duma ist ein Kasper-Verein, die beschließt was immer Putin wünscht.
Aber mit einer Mobilmachung wird sich die Situation auch für Putin verschärfen. Wenn dann wieder Monate eines "regulären Krieges" vergehen, ohne das etwa erreicht wird, dann könnte das auch das Ende der Aera Putin sein.
Fake-News!!
Insgesamt muss man festhalten, ist Lukaschenko bislang erstaunlich ruhig geblieben und hat sich von der russischen Propaganda nicht zu einer Kriegsbeteiligung hinreißen lassen.
Das hätte ich zu Beginn des Krieges nicht gedacht, dass er Belarus glücklicherweise bislang so gut wie komplett aus dem Konflikt herausgehalten hat, auch wenn er Straßen und Wege für Russland bereitgestellt hat.
Dennoch scheint ihm die Angst vor der Opposition und einem Umsturz zu einem solchen Schritt zu treiben. Denn sollte die Ukraine Russland vertreiben, so könnte diese Welle des Widerstands gegenüber Russland auch auf Belarus überschwappen und die Proteste wieder Fahrt aufnehmen. Denn unter der Decke dürfte es nach der "Unterbindung" der früheren Proteste brodeln.
Wäre ich Lukaschenko, würde ich die Seiten wechseln und mich dem Westen zuwenden und den Wandel selbst einleiten, bevor ich gestürzt werden würde und es dann Andere tun.
Das würde schlecht ausgebildete Rekruten in den Tod treiben, ohne militärische Erfolge garantieren zu können. Das ringt innenpolitisch das Fass zum überlaufen.
Ich weiß nicht, ob es eine Mobilmachung geben wird. Man kann es nicht komplett ausschließen. Aber wenn das passiert, muss die Führung schon komplett wahnsinnig sein, also mehr als ohnehin schon. Das könnte ich mir dann nur noch mit einem echten pathologischen Krankheitsbild der führenden Köpfe erklären. Deswegen glaube ich eigentlich auch nicht daran. Putin und Co können nicht die bisher noch halbwegs treue Bevölkerung der Großstädte auch noch in den Krieg treiben. Bisher haben ja vor allem Familien aus den ländlichen Regionen Opfer zu beklagen. Wenn das dann die meisten Familien in Moskau und St.Petersburg auch erleben müssen, ist der Ofen für Putin aus.
Wird Zeit, das wir endlich Kampfpanzer schicken.
Sieht mir nicht so aus, als ob er Putin "beschwichtigt" oder gar gewarnt hat. Oder er drang nicht durch.
Vielleicht ist wirklich nur der rechtliche Rahmen einer Generalmobilmachung geschaffen worden (mit Außenwirkung).
Es würde jedenfalls dauern, bis Verbände aufgestellt und trainiert würden.
Wenn es der Ukraine gelingt, weiterhin Russen in die Flucht zu schlagen und Donbass und Luhansk zu nehmen (Krim mit Fragezeichen) und damit den Faktor Zeit kräftig zu nutzen, könnte die Generalmobilmachung ins Leere laufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nochmal die Grenzen zur Ukraine Richtung Westen überquert.
Aber bitte: wir wurden schon reichlich getäuscht in den letzten neun Monaten....
Allerdings wird auch die Ukraine in diesem Zeitraum nochmal wesentlich stärker sein. Insofern kann ich es mir doch nicht so recht vorstellen.
Das Umfeld Putins und vor allem die Zivilgesellschaft muss einfach aufwachen, sowohl was die Aussichtslosigkeit und Dummheit des Krieges betrifft, als auch die falsche Richtung, die die russische Gesellschaft eingeschlagen hat. Man hat sich halt die letzten zwei Jahrzehnte von der guten Wirtschaft in den Metroplen blenden lassen. Das kann man ja auch nicht wegdiskutieren. Den Russen geht es mehrheitlich viel, viel besser als vor 20-40 Jahren. Und die können auch viel erleiden. Darauf scheint Putin auch zu bauen.
- Begründet wird der leichte Vorstoß im Nordosten mit der Priorisierung im Süden. Doch auch im Süden verliert Russland trotz Priorisierung zunehmend Gebiete, wenn auch bislang noch überschaubar
- Militärgerät wird aus der Krim abgezogen
- Referenden, die ursprünglich erst Ende des Jahres geplant waren, werden hektisch vorgezogen
- Verwaltung wird im Donbas in Richtung russischer Grenze abgezogen
- Russland schafft es seit Wochen nicht mehr Gebiete erobern zu können
- selbst die Luftangriffe durch Russland sind eher Reaktion als Aktion, bringen Russland aber wie man sieht keine Verschnaufpause
Währenddessen kündigt Selensky eine Fortsetzung der Offensive, vor allem im Süden sowie die Befreiung der Seperatistengebiete und Krim an.
Fakt ist, dass Putin zu keiner Zeit wirklich "liefern" konnte und sich bis auf die ersten paar Wochen stetig im Rechtfertigungsmodus befindet, nach dem Motto "die Spezialoperation läuft nach Plan". Welch ein dämlicher Plan, erst Gebiete mühsam zu erobern um sie dann leichtfertig wieder herzugeben.
Fakt ist, dass auf der anderen Seite Selensky ständig "liefert" und eben nicht nur inszenierte Bilder, sondern Erfolge. Trotz aller Schwierigkeiten, Unwegbarkeiten und einen quantitativ überlegenen Gegner hat er mittels "Marketing" das Maximum an Hilfen herausgeholt und der ukrainischen Armee damit die Unterstützung geliefert, die den Erfolg möglich machte.
Obwohl Selensky wahrlich nicht der Erneuerer war als der er gern gesehen wird, so hat er die Zeichen der Zeit erkannt und sich verändert. Er hätte sich ja auch einfach im Ausland absetzen und es sich mit seinen Oligarchenverbindungen gut gehen lassen. Doch er tat es nicht, er blieb vor Ort und nicht selten nahe des Kriegsgeschehens. Er hat das Risiko dem persönlichen Wohlstand vorgezogen und die Ukraine vor dem Ende bewahrt.
Schön wäre, wenn auch Putin sich ändern könnte und er einsehen würde, dass das so nix weiter bringt außer das eigene Ende und evtl. auch das Ende Russlands.
Dazu müsste er Manns genug sein, was er aber nicht ist.
Wie erbärmlich ist denn so eine deutsche Diskussion, wonach man die Befreiung ukrainischer Gebiete als in die Enge treben Russlands bezeichnet?
Russland hat gar keine Gefahr? Niemand wollte in den letzten Jahrzehnten Russland angreifen, und schon garnicht die Ukraine. Wie kann man sich als Russe in die Enge getrieben fühlen, nur weil man aus einem annektierten Gebiet wieder vertrieben wird?
Diese ganze Diskussion hierzulande, man solle doch Putin bitte nicht durch militärische Erfolge der Ukraine provozieren, ist mir echt zu blöd. Nein, es macht mich wütend.
Im Übrigen wird es keine atomaren Antworten geben. Dann ist Russland auf etliche Jahre isoliert, auch gegenüber China.
ob derartige befehle noch ausgeführt würden, ist ohnehin ein thema für sich.
In einer solchen Welt möchte ich nicht leben, indem man vor dem Stärkeren einfach kuscht und gewähren lässt.
Und als ob das nicht reicht, macht man Täter zum Opfer und und das Opfer zum Täter und hackt auf der Ukraine herum, als würde die Ukraine in Russland einmarschieren und Moskau bedrohen.
habe ich was zur ukraine gesagt? tony du musst schon mitlesen, sonst wird es schwer.
Kann heute Abend in seinen Medien behaupten,dass es welche gab und das ist das Ergebnis: blabla
Und dann die Verteidigung ausrufen.
Nebenbei bemerkt:
Habe heute Nachmittag endlich wieder sinnvolle und interessante Beiträge gelesen!
Weniger Beleidigungen,kein SchaumVormMund und zivilisierteres Miteinander.
Das geht ja seit Kriegsbeginn so.
Man solle sich doch ergeben, weil man eh keine Chance hat.
Selenski solle doch bitte nicht so aggressiv sein und eigene Gebiete zurückerobern wollen.
Man solle doch bitte nicht Raketen auf die Krim schießen.
Und natürlich solle man auch keine Panzer aus dem Westen bekommen.
All das könne ja Putin provozieren oder in die Enge treiben.
Das und ähnliches hört man in deutschen Talkshows zum Krieg ständig. Ja, auch in den "linksversifften Systemmedien". Und im Grunde nahm das schon seinen Anfang und hält bis heute an, in dem man immer von der NATO-Erweiterung sprach/spricht, die in die russische Hemisphäre bzw. russischen Einflussbereich käme. So argeumentieren hier in Deutschland viele Menschen, auch in meinem Familien/Bekanntenkreis. Fragt man mal in Polen oder den baltischen Staaten nach, dann hat "russische Einflusssphäre" einen ganz anderen Klang. Die haben aus gutem Grund die NATO zu Hilfe gebeten. Die Ukraine hingegen wird nach wie vor auch vom Westen als russische Einflussphäre betrachtet und daher auch bis heute nicht als NATO-Mitgliedsstaat in Erwägung gezogen.