Deutsche Bank (moderiert 2.0)
Aber voraus. No chance for normal EZB interests > 3% as 2022.
Gibt es keine einheitliche Übersetzung der Draghi Rede?
ich will mich hier nicht in einer unnötig aufgehitzen Diskussion einmischen. Trotzdem würde ich gerne meine Meinung (und ein paar Fragen) zu deinen Punkten geben.
Ich bin selbst investiert und im guten Minus (bin noch vor Sewing rein)
1. Punkt: "Super Quartalszahlen und weiter steigende Erträge". Die Quartalszahlen waren aufjedenfall überraschend gut aber lediglich in relation zu den Erwartungen. Ich habe mir die Zahlen sehr genau angesehen. Positiv ist die Senkung der berenigten Kosten um 1% und die Kernkapitalquote. Aber wo siehst du "weiter steigende Erträge"?
2.Punkt: "Zinswende voraus": ja die Zinswende ist voraus aber das ist ja jedem bewusst. Die Bilanzprognosen für die nächsten Jahre haben dies ja schon einberechnet. Also (a) Zinswende ist schon im Kurs enthalten und (b) die Zinswende kann aber auch zu einem Crash des gesamten Aktienmarktes führen und da würde die DeuBa auch mit unter die Räder geraten
3. Punkt "Rechtsstreitigkeiten weitgehen durch": Ja viele sind durch aber es laufen auch einige und es kommen gefühlt im Wochentakt neue dazu
4. Punkt "postbank-Deal": Was genau ist daran so gut? Warum wollte man die Postbank loswerden wenn sie so ertragsreich ist? (genuine question)
5. Punkt "DWS Börsengang": DWS hat zurzeit große Probleme
6. Punkt "China Anleihen ...": Ja, ist sehr positiv!
7. Punkt "KBV": Ja die DeuBa Aktie ist nach dem KBV unterbewertet. Aber ein großer teil des Buchwertes besteht aus sehr volatilen Finanzprodukten wie Derivaten (Buchwert könnte im falle einer Finanzkrise sehr schnell sinken)
8. Punkt "Körperschaftssteuer USA": Ja sehr positiv
Ich will deine Argumente hier nicht einfach nur kritisieren. Letztendlich hoffe ich, dass deine Prognose eintritt. Trotzdem sind nicht alle Argumente aus meiner Sicht schlüssig und hoffe du nimmst dir evtl. die zeit, einige Sachen genauer zu erläutern.
meine persönliche Sicht:
Szenario 1: DeuBa macht weiter Fortschritte in der Kostensenkung, gute zahlen Q3/4, dadurch positiver Newsflow weil erstes Jahr schwarze Zahlen seit 3 jahren. Zinswende kommt und Geschäft stabilisiert sich weiter = Kurs zwischen 15-25 Euro Ende 2019
Szenario 2: DeuBa fliegt aus Stoxx50, Kostensenkung nicht schnell genug, Erträge brechen weiter weg. Zinswende führt zu Aktienbaisse und DeuBa gerät mit unter die Räder = Kurs zwischen 5-10 Euro Ende 2019
ich habe die gründe aufgezählt warum ich investiert bin und warum ich nachgelegt habe, nicht mehr und nicht weniger.
und ich denke, dass ich damit richtig liege.
welche milliardenschweren rechtsstreitigkeiten kommen denn jetzt noch wöchentlich dazu...? das erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. die sind weitgehend durch. die deuba steht aktuell viel besser da, als in all den jahren seit der finanzkrise. und der kurs stand da noch weitaus hüher als jetzt . dws und postbank deal habe ich schon öfters hier im thread begründet. nein, das werde ich nicht wiederholen.
du hast übrigens einen punkt vergessen.....das krasse ungleichgewicht von buchwert 62 mrd. zum aktienwert bei knapp 21 mrd.
so und jetzt ist ende......
Allgemein:
Du hast Du Probleme der DWS ( 5 Mrd Mittelabfluss), welches zu einem schlechteren Ergebnis geführt haben, angesprochen. Hier wurde bereits offiziell verkündet, dass die DWS die Jahresziele wird kappen müssen. Das ist ein Fakt. Also hier keine explodierenden Erträge.
Gerne werden hier aktuell auch andere Erträge schön geredet. Fakt ist, dass diese entweder stagnieren oder rückläufig sind. Positiv ist zu erwähnen, dass im Vergleich zum vorherigen Quartal die Erträge konstant geblieben sind. Das macht Hoffnung. Doch erst wenn sich nachhaltige Erträge einstellen sollten, wird sich der Aktienkurs signifikant erholen.
Ich stimme minicooper darin zu, dass die DB besser als noch vor 2-3 Jahren ansteht. Zu den Rechtsstreitigkeiten kann allerdings niemand von uns eine belastbare Aussage treffen. Die 75 Mio Dollar Strafe kam schließlich auch aus heiterem Himmel. Neben der Postbank könnten noch weitere größere Rechtsstreitigkeiten anstehen, von denen wir noch nichts wissen. Der ehemalige Mitarbeiter Schenck sprach mal von 10- 15 Hochrisikofällen. Wie viele sind davon abgearbeitet? Da dies nicht verlässlich von uns beantwortet werden kann ist die Behauptung, dass diese weitestgehend abgearbeitet worden sind, schlichtweg falsch.
Auch das Thema Buchwert relativiert sich ganz schnell wieder, wenn hochriskante Derivate, die die DB noch im Portfolio hält, stark an Wert verlieren. Daher ist dieses Argument auch nicht stichhaltig. Wenn es für diese Papiere einen attraktiven Markt gebe, dann hätte die DB diese bereits längst veräußert. Aufgrund der Risikovorsorge für diese Papiere muss die DB allerdings EK vorhalten, welches nicht für die dringend benötigte Modernisierung der IT etc verwendet werden kann. Das wurde bereits alles von der DB kommuniziert. Und das sind Fakten und keine nichtssagenden Phrasen.
Und natürlich ist die raketenmäßige Erholung der DB in Nachgang an die Zahlen auch ausgeblieben. Der Grund liegt schlichtweg darin, dass Stand heute nicht ersichtlich ist, wo die stark steigenden Erträge, von denen minicooper beinahe täglich redet, herkommen sollen. Auch die Leerverkäufer haben sicherlich nicht keinen Grund, zumindest kurzfristig an ihrer Haltung etwas zu ändern. Da werden keine Papiere geschreddert....
Zum Abschluss eins noch. Schafft es die DB, wieder nachhaltig profitabel zu werden, dann werden minicoopers Einschätzungen auch eintreffen.
Warum genau ist der Postbank Deal so gut? Ist die Postbank sehr profitabel, hast du Quellen? (nochmal: soll dich nicht bloßstellen, ich was das nur wirklich nicht)
Zum Buchwert: Wie gesagt, Buchwert der DeuBa besteht zum großen teil aus Finanprodukten (Derivate etc.) die sehr schnell an wert verlieren können.
Wenn man sich das Balance-Sheet anguckt, sieht man aber auch schnell dass allein eine signifikante Senkung der Kosten die Profitabilität erhöhen kann. Ziel ist es demnach für die Bank hauptsächlich, die vorhandenen Marktanteile zu verteidigen.
Hier müssen jetzt schnell Resultate folgen. Sewing hat im Conference Call ( https://www.db.com/newsroom_news/2018/...q2-2018-results-en-11529.htm ) gesagt, dass sich die Kostensenkungen bereits Q3 und 4 weiter bemerkbar werden. Dann wird sich der NewsFlow tatsächlich weiter ins positive drehen (was ja jetzt schon zum Teil geschieh) und die DWS könnte wieder zum Alltag zurück kehren (großer teil der Mittelabflüsse geschieht ja wegen der Sorge um den Mutterkonzern)
Nochmal zur Postbank: Gibt es in Bezug zu diesem Deal irgentwelche gute Analysen wie sich das auf die Erträge auswirken wird? Ist die Postpank profitabel? habe recht wenig gefunden
... Remington St.: DB 430.10.17 18:45 #37905
...
Unsere DB wird wohl erst ab Mitte 2018 nachhaltig steigen, wenn das Zinssignal da ist und Cryan dann durch einen Visionär ersetzt wird. Erwarte seine Demission kurz nach der HV, bei der es brodeln wird. Die Aktionäre werden diesen miesen Kurs nicht weiter akzeptieren. Also kann man sich beim aktuellen Kurs gut eindecken. Ich bin long eingestellt. Bei 13 € würde ich auch nochmal kräftig nachkaufen. Auf die Sicht von 1-2 Jahren sind das sicherlich günstige Kurse...
Das ist zumindest meine Meinung :-)
Ferdinand999: Danke für die Auflistung 12.07.18 16:36 #47477
Einige Fragen:
- Was genau bedeutet das mit der Anleihen Emission in China?
-Was lässt dich auf einen 400mio Gewinn hoffen? Wurde nicht schon von schwachem Investmentbanking gewarnt?
-Warum sind steigende Zinsen so gut? Die Bank muss doch dann auch mehr Zinsen auf Einlagen zahlen und es werden weniger Kredite bei der Bank aufgenommen?
Jetzt beglückwünschen sie sich gegenseitig und klopfen sich auf die Schulter.
Man sollte lieber schauen wer das mit den 400 Mio schon vor dem Q2 geschrrieben hat und wieso!
Man mus leider viel lesen um die "Rosinen zu finden.
Danach können sie sich sicher sehr günstig eindecken.
Oder haben sie verkauft, warten aber mit dem Rückkauf bis zum Schluss, in der Hoffnung, dass die Kurse noch sinken könnten?
Irgendwie beschleicht mich das ungute Gefühl es könnte zumindest bei einigen LVer das Erstere sein.
Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn.
- wenn ich überzeugt bin, dass die Aktie fällt, dann shorte ich auf dem höchst möglichen Stand
- wenn ich überzeugt bin, dass es sich um einen temporären Anstieg handelt und die Aktie wieder fällt, decke ich mich temporär (zum Teil) wieder ein und shorte nach dem abdrehen ins Minus wieder von oben
In Summe geht es mir aber genau so - es bleibt ein schlechtes Gefühl in der Magengegend und ich verstehe die handelnden Personen nicht
Wir kennen deren Laufzeit der Optionen nicht, also vielleicht laufen die ja noch 5 Jahre. Aber bei unter 10 noch Shortpositionen aufzubauen ist schon grober Unfug, das hätte man bei >20€ machen müssen, dann hätte man >10€ an Gewinn gemacht aber bei <10€ sind solche Gewinne überhaupt nicht mehr möglich!