Claranova, die französische CEWE
Gibt mit der Softwaresparte noch ein weiteres Asset, was jüngst mit rd. 160 Mill. bewertet worden ist.
Insofern sehe ich bei der aktuellen Marketcap von rd. 200 Mill. ein recht solides CRV. Nettoschulden dürften gegen Ende des laufenden GJ in Richtung 0 laufen.
Aber halten bringt jetzt nix mehr mMn. Bei 5-10 Prozent minus alles raus.
Chartmäßig erinnert das allmählich an HF. Da hatte ich immer wieder nachgekauft, was kompletter Blödsinn war.
Hier schau ich erstmal zu, die 1 Euro sind nicht so weit weg und kurz davor könnte der Kurs doch drehen ….
Was mich schon erstaunt ist, dass so ein kleiner Wert, der schon seit längerer Zeit so ausführlich analysiert wird, doch zu solch krassen Kursschwankungen kommt, die mMn hauptsächlich Momentum-getrieben sind. Daher glaube ich an weiteren Kursverlust bis sich das Momentum ändert.
Schon bei 1,5 € wäre man nur noch 85 Mio wert.
Das heißt, man wäre schon fürs laufende Jahr dann vermutlich unter Eigenkapital bewertet. Etwas was es bei Claranova nie gab, auch wenn das zugegeben auch am negativen EK der letzten 2-3 Jahre lag. :)
Und 85 Mio bei 23-25 Mio Ebitda und rund 20 Mio Ebit? Das wird ja völlig absurd mit der Zeit, es sei denn man rechnet mit dauerhaft 7-10% Umsatzrückgang jedes Jahr und nachhaltig.
Ich vermute mal, das wird man erst tun können, wenn der Geschäftsbericht geprüft veröffentlicht wurde, also Ende Oktober, weil dann erst das höhere Eigenkapital dazu führen kann, Cheyne in einen Niedrigzinskredit umzuschulden.
An so Sachen wie Aktienrückkaufprogramm wird man deshalb wohl auch erst danach denken können.
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Veröffentlicht am 01.08.2025 um 12:24
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Claranova SE
-0,77 %
Aktie Claranova SE
Claranova verzeichnete am Freitag einen Kursrückgang von fast 15 % und gehörte damit zu den größten Verlierern an der Pariser Börse. Auslöser waren Umsatzzahlen, die hinter den Erwartungen zurückblieben, sowie Drei-Jahres-Ziele, die von Analysten als enttäuschend bewertet wurden.
Der Softwareentwickler, der sich nach dem Verkauf seiner Tochtergesellschaften PlanetArt (Mobile Printing) und myDevices (Internet der Dinge) nun auf seine Bürosoftwaresuite Avanquest konzentriert, meldete am Donnerstagabend für das am 30. Juni abgeschlossene vierte Quartal einen Umsatzrückgang um 9 % auf 27 Millionen Euro.
Zum Vergleich: Der Marktkonsens hatte mit 33 Millionen Euro gerechnet.
Neben dieser von den Analysten von AllInvest Securities als ,,wenig schmeichelhaft" bezeichneten Zahl warnte das Unternehmen zudem, dass die operative Marge im Geschäftsjahr 2024/2025 voraussichtlich bei rund 20 % liegen werde - ein Wert, den das Wertpapierhaus als enttäuschend einstuft.
,,Vor allem hat das Management einen Fahrplan bis 2028 vorgestellt, der auf den ersten Blick wenig überzeugend wirkt", betont AllInvest.
In seiner Pressemitteilung erklärt Claranova, für das Geschäftsjahr 2027/2028 eine anhaltend starke organische Wachstumsrate (durchschnittlich 8 % bis 11 % pro Jahr) anzustreben, den Anteil des B2B-Geschäfts am Umsatz, der derzeit bei 4,5 % liegt, zu verdoppeln, die Rentabilität mit einer bereinigten operativen Marge (ROC) von über 23 % dauerhaft zu verbessern und den Nettoverschuldungsgrad unter 1 zu halten.
,,Angesichts der von Avanquest im Geschäftsjahr 2023/24 erzielten EBITDA-Marge von 22,6 % und der Dynamik des vierten Quartals erscheinen diese Ziele auf den ersten Blick wenig inspirierend", so das Fazit von AllInvest.
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Denn man kann ja nicht einerseits die schlechte Dynamik im Q4 kritisieren und gleichzeitig den Ausblick auf 27/28 als uninspirierend bezeichnen. Der Ausblick klingt dann eher unrealistisch, zumindest wohl für die Anleger, die seit der News verkauft haben.
Aber nicht inspirierend? Bei der Mitte der veröffentlichten Range würde man ja auf 40 Mio EBITDA kommen, was auf 45-50 Cents EPS hinauslaufen würde. Da die Bilanz stark wäre, könnte man immer die Hälfte als Dividende ausschütten plus Aktienrückkäufe tätigen. Wenn man also dem Ausblick glaubt (der angeblich nicht inspiriert), dann hätte man selbst bei einem Kurs von 2,5 € am Tag der News kaufen müssen. Das Problem ist daher wohl eher dass man den Ausblick nicht ansatzweise glaubt, sondern eher mit weiter fallendem Umsatz rechnet.
deshalb bin ich vorsichtig und abwartend und will erstmal klar sehen das es wirklich ins positive geht und tja .. so wird’s sein .. Trendwende beim Umsatz her und die Ziele schaffen .. dann ist viel Luft .. aber ? Kommt das alles so .. ..die Produkte hab ich ja schon mal überflogen.. aber ich bin kein Informatiker und seh halt das schon was verkauft wird, und das man Kunden hat. Es kann wenn man gute Arbeit macht auch in der Nische gewachsen werden.
Nur so nebenbei der Gedanke… eine 2. FPH wird das nicht oder ? xD . Wo man dann jahrelang dümpelt noch was verdient aber nach oben nix los
Ansonsten ist mein Eindruck, dass es
a) so viele Änderungen bei Claranova gibt, dass kaum noch jemand den Überblick behalten kann, wie die wohl die Zukunft aussieht (Hier wäre es ein feiner Zug vom Unternehmen, eine Planbilanz zu veröffentlichen, um diese mit Katjuschas Werk abzugleichen)
b) eine negative Haltung zu den Produkten gibt. PDF-Writer gibt es von einigen Anbietern und ich würde nie auf die Idee kommen, mir privat so ein Produkt zuzulegen (mag sein, dass ich nicht repräsentativ bin, wie ich auch schon bei der Einlagerung von Nabelschnurblut gesehen habe). Die Bewertungen zum Geschäftsverhalten von Avanquest sind recht durchwachsen, insbesondere deren Abo-Modell scheint nicht so gut anzukommen.
Die Rule of 40 scheinen sie ebenfalls nicht einhalten zu können.
Im Verhältnis zu den erwarteten Ergebnissen ist der Kurs geradezu abstrus niedrig. Eine echte Lust zum Einstieg kommt bei mir in der gesamten Gemengelage dennoch kaum auf. In erster Linie, weil der Kurs ein Indiz dafür sein kann, dass es einen weiteren Umsatzrückgang geben wird.
Klar ist aber, ein KUV von 0,9 bei EBITDA Marge von 20-22% (läuft auf EBIT Multiple von lächerlichen 5,5 hinaus) ist nur dann zu vertreten, wenn man eben die nächsten 3 Jahre von jeweils 5-10% Umsatzrückgang ausgeht. Dann wäre man im Geschäftsjahr 27/28 angestrebten 160 Mio Umsatz bei 80-90 Mio € angelangt. Mal unterstellt, man macht dann 85 Mio Umsatz bei 18% Marge, läge man bei etwa 11,5 Mio € vor Steuern. Dann wäre die aktuelle MarketCap von 103 Mio fair und nachvollziehbar.
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