Energiewende konkret
Warum denn einfach, wenns auch Kompliziert geht?
Natürlich versucht die Industrie F&E auf die Allgemeinheit ein Stück weit abzuwälzen. Manchmal gelingt es besser, manchmal schlechter....
und die dummen Schwaben bei Bosch merken jetzt auch, daß sie mit PV auf ein totes Pferd gesetzt haben, weil man nicht in alle Ewigkeit Subventionen für regenerativen Strom bezahlen kann...
So geht es zu, wenn man Monopolisten gewähren lässt.
U.a. finde ich es absurd, dass etwa 1/4 des Endkundenpreises für die Nutzung der Netze geht und damit genauso hoch wie die Stromerzeugung selbst ist.
...und der dicke Asbeck hat Angst, seinen Maserati verkaufen zu müssen...
Biodiesel produzieren, energieintensiv mit Monokulturen, das ist blödsinn.
Und natürlich hat der Michel recht: Es ist viel besser PV Anlagen aufzustellen und als Energie direkt Strom zu produzieren. Dafür braucht man viel weniger Flächen.
Können wir uns die Natur in diesem Fall nicht zum Vorbild nehmen?
Nein, die Photosynthese in der Natur funktioniert in vielen kleinen Schritten und bei jedem geht Energie verloren. Schon beim ersten Schritt sind es fast 50 Prozent. Letztlich speichert die Pflanze weniger als ein Prozent der Energie des Sonnenlichts in Form von Biomasse. Wird daraus Biodiesel hergestellt, sinkt der Anteil auf weniger als ein Promille. Im Vergleich dazu wandeln die kommerziell erhältlichen Photovoltaik-Zellen bis zu 20 Prozent der Sonnenlichtenergie in elektrische Energie um. Es liegt also nahe, die entstehende elektrische Energie ohne chemische Zwischenschritte in Batterien zu speichern und zum Antrieb von Kraftfahrzeugen zu verwenden.
26. Juli 2012, Berlin
BDEW veröffentlicht Halbjahreszahlen für Erneuerbare Energien 2012:
Erneuerbare Energien liefern mehr als ein Viertel des Stroms
Photovoltaik steigert Beitrag um 47 Prozent / Gasverbrauch leicht gestiegen, Stromverbrauch ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken
2012 war bislang ein Rekordjahr für die Erneuerbaren Energien in Deutschland. Sie haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erstmals die 25-Prozent-Marke überschritten. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten die Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr mit 67,9 Milliarden Kilowattstunden (erstes Halbjahr 2011: 56,4) ein Viertel des deutschen Strombedarfs. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2011 waren es noch rund 21 Prozent.
Die Windenergie bleibt mit einem Anteil von 9,2 Prozent (2011: 7,7) die wichtigste Erneuerbare Energie. Es folgt die Biomasse mit 5,7 Prozent (2011: 5,3). Die Photovoltaik hat im Jahr 2012 bislang ihren Beitrag um 47 Prozent steigern können und liegt jetzt mit 5,3 Prozent (2011: 3,6) auf dem dritten Platz. Der Beitrag der Wasserkraft zur Stromerzeugung lag bei 4,0 Prozent (2011: 3,2), teilte der BDEW mit. Der Anteil regenerativen Stroms aus Müllkraftwerken sowie sonstigen Erneuerbaren Energien betrug 0,9 Prozent (2011: 0,9).
Darüber hinaus veröffentlichte der BDEW die neuesten Zahlen zum Erdgas- und Stromverbrauch im ersten Halbjahr 2012. Danach lag der Erdgasverbrauch mit 495,3 Milliarden Kilowattstunden um 0,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Einerseits wurde für die Strom- und Wärmeerzeugung in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung weniger Erdgas verbraucht, andererseits wiesen die vergleichsweise kalten Monate Februar und April ein deutliches Plus beim Erdgasverbrauch für Raumheizungen auf. Der Schalttag hat ebenfalls zum Zuwachs beim Erdgasverbrauch beigetragen.
Der Stromverbrauch hingegen lag mit 261,5 Milliarden Kilowattstunden um 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Maßgeblich dafür verantwortlich ist nach Angaben des BDEW vor allem die niedrigere Produktion in den stromintensiven Industrien Eisen- und Stahlerzeugung, chemische Grundstoffe und Papierherstellung.
http://www.bdew.de/internet.nsf/id/...r-als-ein-viertel-des-stroms-de
PV deckte im 1 HJ also komplette 5,3% des Strombedarfs. Nicht nur 0,was weiß ich wie viele Kiiwii-Nullen. An guten Tagen Mittags bereits über 30%.
Die Sommerpause begann laut Sitzungskalender des Bundestages am 29. Juni – auch wenn die Abgeordneten am 19. Juli noch einmal zu einer Abstimmung nach Berlin zurückkehrten. Am 20. Juli kündigte Altmaier im "Handelsblatt" das Papier dann für "kommende Woche", also bis zu diesem Freitag an. Nun heißt es, man habe den Termin "recht spontan" verschoben und werde "zeitnah" einen neuen ansetzen. Einen Grund für die abermalige Verschiebung konnte man im Ministerium nicht sagen – ob das Konzept bereits fertiggestellt sei, auch nicht.
Auch aus #2141
Immerhin waren es im 1. HJ 2012 bereits 25% bei der Stromerzeugung.
Die 35% kommen von ganz alleine, da braucht es gar nicht mehr so viel.
An was es fehlt ist die Koordinierung auf Bundesebene, das Setzen von Prioritäten, die Bereitstellung von Netzkapazitäten usw. usf....
Die 35% als Ziel sind eher lasch, da müssen sie dafür noch bremsen.
Auf Bundesebene wird dies mittlerweile kritisch gesehen.
Es zeigt, dass die Länder erkannt haben, wie wertvoll eine regenerative Erzeugung des Stroms ist.
Meine Vermutung ist, dass vor allem die nördlichen Bundesländer ihre Chancen wittern und evt. in 20 Jahren deutlich günstigere Strompreise als im Süden anbieten können, so dass sie damit Industrie und Investoren anlocken.
Aber auch die südlichen Länder wie Bayern wollen sehr stark bei erneuerbaren Energien wachsen und wenn die von Wirtschaft und Geld geprägten Bayern dies tun, so kann die Energiewende nicht falsch sein.
Im Gegenteil, Bayern sehe ich als Vorbild, da sie bei vielen Dingen wirklich weit denken. U.a. haben die eben nicht den Fehler gemacht ihre Wasserwirtschaft, usw. zu privatisieren, weil sie genau wissen, dass sie dann drauf zahlen werden und sich schwächen.
Ebenso wie ich die Bayern als kleine Referenz nehme, so schaut die Welt auch auf Dtl. und eifert uns in Punkto Energiewende fröhlich nach. Wir sind nämlich nicht die Einzigen, die diesen Weg gehen, China, Japan und jetzt auch die USA stoßen immer aggressiver in den Bereich der erneuerbaren Energien vor und wenn wir nicht weiter machen und uns Pappnasen wie Rösler ausbremsen, so werden wir am Ende die Trottel sein und den billigen Ökostrom aus dem Ausland einkaufen dürfen.
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'Die mittelständischen Unternehmen treiben die von der Bevölkerung gewollte und von der Politik beschlossene Energiewende mit hohem Einsatz voran - die Windreich AG setzt die gesteckten Ziele konsequent um', so der frühere Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, Dr. Walter Döring.
http://www.finanzen.net/nachricht/anleihen/...esst-Finanzchef-1863798
„Wir holen alle Beteiligten an einen Tisch“, sagte der Minister. Die Runde solle klären, wo und wie Netze ausgebaut werden können, welche Versuchsprojekte sinnvoll seien, wie Versorgungssicherheit garantiert werden könne und wie hoch die Kosten seien. Sie arbeite in enger Abstimmung mit der Deutschen Energieagentur (dena) in Berlin. ....
Sogar beim Wein (auch eine Art Sonnenspeicher) funktionieren die europ. Märkte zwischenzeitlich sehr gut. Ich kaufe auch gelegentlich einen super Italiener oder Spanier günstig, manchmal beim Aldi. Dabei lass ich dann auch die heimischen, teuren deutschen Weine im Regal.
Wenn das zukünftig beim Ökostrom auch so möglich ist, dann will vielleicht niemand mehr teuren deutschen Ökostrom haben?
Der Strom ab Erzeugung ist in Dtl. gar nicht so teuer und mittlerweile sogar billiger als Atomstrom aus Frankreich.
Teuer ist jedoch in Dtl. der Endkundenpreis, weil die Netzdurchleitungskosten enorm hoch sind.
U.a. sind die Preise für die Netzdurchleitung deutlich stärker als die Preise bei der Erzeugung gestiegen, so dass trotz günstigerer Erzeugung die Preise steigen.
U.a. steigen die Verwaltungskosten durch den Wechsel der Stromtarife, bei dem die Energieversorger eben nicht zimperlich sind und ordentliche Aufschläge drauf schlagen.
Naja und am Ende kann man zwar Ökostrom aus Italien oder Spanien einkaufen, an der Steckdose wird jedoch der Strom aus dem benachtbarten Kraftwerk oder Windrad erzeugt.
Bezüglich Weine, auch hier gehe ich eine andere Philosophie und wähle den Wein bedingt nach seiner Herkunft aus, er muss halt geschmacklich gut sein.
Naja und wenn man mal ehrlich ist, wird man gute Weine im Supermarkt nicht wirklich finden, dazu muss man schon mal in den Weinladen gehen und wird staunen, welch Geschmackserlebnis ein Wein auslösen kann und wie gewöhnlich die Weine im Regelfalls im Supermarkt sind.
Andererseits hängt es wiederum davon ab, ob man Wein wie Bier trinkt oder ob man eine Weingenusskultur erleben möchte.
Auch in Indien igeht der Strombedarf täglich mittags massiv hoch, gerade im Sommer:
Laut Awasthi wurde der Blackout ausgelöst, weil vermutlich einige Staaten mehr Strom abriefen, als ihnen zustand. In den heißen Sommermonaten steigt der Energieverbrauch in Indien erheblich. Ausfälle sind wegen Engpässen in der Stromversorgung und dem veralteten Leitungsnetz keine Seltenheit.
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Es gibt übrigens eine Eneergiequelle, die genau in den Stunden mit hächstem sommerlichen Kühlbedarf den meisten Strom produziert.
Das deutsche Stromnetz ist von diesem täglichen An- und Abschwellen mittlerweile weitgehend entlastet. ;-)
Und Indien weiß das auch und sie steuern auch schon da hin.