Energiewende konkret
Also: Wenns was kostet, dann nur weil eingespeist wird.
Das sollte selbst Physik-Nullen einleuchten.
Und die Preisfindung hat einen Konstruktionsfehler: Der konventionelle Reststrom wird an der Börse immer billiger. Mittlerweile durchgehend fast 1 cent. Dieser gesparte cent konventionell wird dann aber als EEG-Differenz oben drauf ausgewiesen als EEG kosten.
Schon seltsam. 80% der Produktion wird für einen cent billiger eingespeist als früher, und diesen 1 cent haut man dann auf 20% drauf. Macht 5 cent EEG-Kosten.
Dann steigert sich die Leistung praktisch ins Unendliche - einfach genial !
Oh ich überlege ernsthaft, bei den Grünen oder irgendsoeinem grünen Planungsbüro anzufangen. Die suchen doch Leute wie mich.
http://www.ariva.de/forum/...indkraftanlage-Gedanken-und-Ideen-466340
Zudem kann man den Strom puffern und somit die Spitzenlast nach hinten "breit" ziehen.
Z.B. indem man Wasserstoff herstellt (Wirkungsgrad > 70%) und den Wasserstoff dann in einer Brennstoffzelle verbraucht. (Wirkungsgrad > 70%) = Gesamtwirkungsgrad 50%.
Oder man kann wie bisher einfach Brennstoffe wie Gas zu aur Mittagszeit sparen und dann am. späten Nachmittag dazu schalten. Auch dadurch kann man den Verbrauch an Gas, Kohle, usw. nach und nach senken.
Weitere Möglichkeit zur Pufferung könnte auch das geparkte E-Auto bieten, indem es zur Mittagszeit den Strom speichert und am Abend wieder abgibt, z.B. wenn das Auto mal nicht benötigt wird und man dadurch Preisschwankungen von 3cent ausnutzt, damit evt. sogar den teuren Akku refinanziert.
hier mal gut zu erkennen, dass der höchste Verbrauch in der Mittagszeit liegt.
http://www.epexspot.com/en/market-data/auction/...chart/2012-07-23/FR
http://www.epexspot.com/en/market-data/auction/...chart/2012-07-23/DE
auch gut zu erkennen, dass wir Nachts den vielen Strom gar nicht brauchen und man die Grundlast auch geringer ansetzen könnte, wenn man am Tage noch mehr Alternativen, vor allem Pufferkapazitäten hätte. U.a. ist der Nachstrom nachwievor mit Abstand am Günstigsten und liegt irgendwo zwischen 2 und 3cent statt 4 bis 6cent.
Wiegesagt, denkbar wäre, dass man sein Auto Nachts billig auflädt und wenn man nicht fahren muss, so liefert man den Strom gleich wieder für 3cent mehr ins Netz zurück. Bei einer Akkukapazität von 50kWh (zukünftig weiter steigend) sind dies immerhin am Tag 1,50€
.... Der frühere Chef des Ökostromverbands BEE, Johannes Lackmann, hält die direkte Speicherförderung dagegen für unnötig. "Speicher gehören zu den teuersten Varianten, überschüssigen Strom zu verwenden", sagte er. "Viel effizienter wäre es, den Strom für die Wärmegewinnung oder den Straßenverkehr zu verwenden."
Konkret könne man mit Tauchsiedern Fernwärme erzeugen und so Öl oder Gas einsparen. In Dänemark werde überschüssiger Windstrom bereits heute so eingesetzt. Zudem könne man große Mengen Überschuss-Strom durch neue Autobahn-Oberleitungen schicken, sagte Lackmann. Dort könnten mit Hybridmotoren ausgestattete Lkw wie Trolleybusse mit Strom fahren. Als Antrieb sei Windstrom bereits heute billiger als Diesel.
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Die Speicherfrage wird ab 2020 drängender. Bisher kriegt man den Strom bis auf ein paar Stunden im Jahr immer im Netz unter. Und dafür braucht man jetzt keine extrem teuren Klimmzüge machen.
Solar könnte in guten Tagen von 10 bis 14 Uhr sogar den kompletten Energiebedarf decken.
Vermutlich wird es so sein, dass der Strompreis zur Mittagszeit am Günstigsten ist und somit Solarstrom gepuffert wird.
Rechnet man mit etwa 10mio. E-Autos bis 2020, was nicht unrealistisch ist und eine Kapazität von 100kWh und die Hälfte der E-Autos, welche im Pufferbetrieb arbeiten, so könnte man 500 GWh puffern und somit innerhalb des Tages eine vollständige Pufferung gewährleisten und könnte die Grundlast von März bis Oktober damit deutlich senken.
Im Winter wird man sicherlich weiterhin auf konventionelle Kraftwerke zurückgreifen müssen, wiederum gibt es hier die Möglichkeit der Pufferung über Wasserstoff, so dass man die Spitzenlast von 60GW auf 40GW senken könnte, inkl. E-Autos eingerechnet könnte es wohl so bei 50GW liegen.
Die Gas und Kohlekraftwerke hätten dann aber wieder ähnlich viele Einsatzstunden wie in den Jahren bis 2010, nur das ihre Betriebstunden statt wie früher tagsüber bzw. mit peak in der Mittagszeit dann in der Nachtzeit liegen würden.
Das ist letztlich auch das Konzept der Bundesregierung, die bis 2020 die AKWs endgültig stilllegen will und dann im langen Plan weitermachen. 2020 sollen es 35% regenerativen Strom sein, später dann auf 50 Richtung 80%.
Die Prognose mit 10 mio E-Autos bis 2020 halte ich aber für nicht realisierbar. Aktuell liegen die Prognosen bei 1 mio Fahrzeugen bis 2020. Und selbst das ist schon fraglich. Was sich massiv und schnell durchsetzen wird sind E-Bikes, im Freizeit- und Sportbereich und auch für Fahrrad-Pendler. Aber das spart eher Sprit und entlastet Straßen, kostet aber mehr Strom.
Wo du soviel Kohle mit reg. Energie machst und das Arbeiten überhaupt nimmer nötich hättest...
loooooooooooool
Andererseits liegt ein E-Fahrzeug bei den Neuzulassungen in Norwegen sogar auf Platz 9
http://www.goingelectric.de/2012/04/27/news/...ssan-leaf-in-norwegen/
Ich rechne in wenigen Jahren mit einem regelrechten Hype um E-Autos, weil es sich kostentechnisch einfach rechnet.
Im Gegensatz zum Verbrennungsmotor und der damit verbundenen Technik ist ein E-Fahrzeug quasi wartungsfrei.
Kein Auspuff der mehr durchrosten kann, kein Motor oder Getriebe der zu einem Totalausfall führt, kein Ölwechsel mehr notwendig, keine höchstkomplizierte Motorsteuerung mehr, kein Turbolader mehr der ausfallen kann, keine Kraftstofffiler die gewechselt werden müssen. Einzig der Akku wird in seiner Lebensdauer begrenzt bleiben, andererseits ist ja auch die Batterie von begrenzter Lebensdauer.
Neue Akkus mit einer Reichweite von 800km werden in den nächsten 2 Jahren auf den Markt kommen und Toyota hat für 2015 schon eine Reichweite von bis zu 1500km angekündigt.
In Verbindung mit der heute existierenden Überkapazität bzw. Überangebot an Herstellern und Entwicklern von Akkus werden die Preise je kWh spürbar sinken, die Akkus bei gleichbleibender Leistung kompakter und leichter werden.
Ein 30kWh Akku der heute gut 5000€ kostet wird in 2 Jahren vermutlich nur noch 3000€ kosten und in 4 Jahren wird man solche Akkus für 1000€ hinterher geworfen bekommen, weil dann 100kWh der neue Standard ist.
U.a. ist der Aufpreis eines E-Fahrzeugs weitestgehend durch den Akku zu begründen sowie der geringen Anzahl in der Herstellung.
Im Grunde aber lässt sich ein E-Fahrzeug sogar einfacher deutlich fertigen als ein Dieselfahrzeug, d.h. würden E-Fahrzeuge in Masse hergestellt, so lägen die Herstellungspreise vermutlich sogar unter denen eines Dieselfahrzeugs.
D.h. wenn der kostentechnische BreakEven im Vergleich zu einem konventionellen Fahrzeug z.B. nach weniger als 100.000km erreicht werden kann, werden Kunden E-Fahrzeuge auch kaufen und damit eine kritische Masse erreichen, die dazu führen wird, dass E-Fahrzeuge immer günstiger werden.
Auf der anderen Seite wird natürlich die Autoindustrie nicht schnellgenug umrüsten können bzw. ihre Diesel- und Benzinfahrzeuge weiterhin an den Mann bringen wollen/müssen und so rechne ich damit, dass man einen heutigen Golf als Benziner statt für 25000€ dann für 17000€ bekommen könnte und das E-Modell dann 22.000€ kostet.
Dadurch wird man erreichen, dass sich dann einige Kunden weiterhin für die konventionellen Modelle entscheiden werden und der Umstieg dann in Raten kommt.
Der clevere Kunde jedoch merkt schnell, dass diese Rechnung nicht aufgeht, da die Wartungs- und Reparaturkosten die 5000€ in 10 Jahren verschlingen werden und nach 10 Jahren das Bezinfahrzeug deutliche Verschleißspuren im Motorraum zeigt, währrend das E-Fahrzeug bis auf ein paar kleine Roststellen an der Karosse fast noch wie neu aussieht und ein bisschen Druckluft reicht um den Motorraum zu entstauben.
Der Kunde eines E-Fahrzeugs denkt nicht daran das Fahrzeug zu verkaufen, sondern er fährt es weiterhin nahezu wartungsfrei bis ins hohe Alter von 20 Jahren und rüstet bei Bedarf z.B. eine höhere Akkukapazität oder stärkere/effektivere Motoren nach.
Der Bedarf an Aufrüstbarkeit und Individualisierung wird steigen und vermutlich werden Normen die Hersteller dazu zwingen, dass man z.B. Motoren von VW mit einer Karosse von Ford kombinieren kann. Vermutlich wird es dann neue Unternehmen geben, welche lediglich Karossen individuell designen und dadurch der Kunde sein Fahrwerk behalten kann und lediglich alle 10 Jahren mal eine neue modernere Karosse kauft.
So ist es gut vorstellbar, dass wir im Straßenverkehr von 2030 sehr viele individuell verschiedene Modelle sehen.
Visionen in diese Richtung gibt es schon seit Jahren und deshalb wird das E-Auto meiner Meinung nach schon in wenigen Jahren einen gigantischen Hype auslösen, so wie damals ja letztendlich auch der Verbrennungsmotor einen gigantischen Hype auslöste und die Pferdekutsche relativ schnell ablöste.
Natürlich ist das E-Auto nicht klimaneutral, wäre ja zu schön, wenn das E-Auto all unsere Probleme lösen würde. Im Grunde ist das beste Mittel, einfach weniger Wege zu fahren oder Fahrgemeinschaften zu nutzen.
Man wird jedoch niemals an den hohen Wirkungsgrad des E-Motors in Verbindung mit modernen Kraftwerken heranreichen.
Daher sollte man Bezinmotoren weiterentwickeln UND das E-Auto etablieren, denn es wäre doch irrsinnig, wenn man erst bis 2020 warten würde, bis man E-Autos entwickelt und verkauft.
Des Weiteren werden die Experten unrecht damit behalten, dass erst 2022 1mio. E-Fahrzeuge zugelassen sein werden. Meiner Meinung nach wird man diesen Wert zwischen bis spätestens 2017 erreichen. U.a. auch deshalb, weil die Schere der Strompreise und Öl-/Benzin-/Dieselpreise bis dahin immer weiter auseinander gehen wird, schlichtweg weil der Mineralölmarkt quasi-monopolisiert ist und man als Kunde das Problem der fehlenden Alternative hat. Strom hingegen ist flüchtig und kostengünstig über weitere Entfernung nahezu weltweit transportierbar und abrufbar.
Ich werde mir diesen Bericht bzw. Aussage dieser Expertendeppen mal vormerken und daran erinnern, wenn sie ganz weit daneben gelegen haben. ;-)
Da können wir in Dtl. wahrlich schön viel Kohle, Gas, usw. sparen und müssen die Russen & Co. nicht so sehr fett füttern ;-)