Der USA Bären-Thread
Seite 577 von 6257 Neuester Beitrag: 03.02.25 16:52 | ||||
Eröffnet am: | 20.02.07 18:46 | von: Anti Lemmin. | Anzahl Beiträge: | 157.409 |
Neuester Beitrag: | 03.02.25 16:52 | von: Katzenpirat | Leser gesamt: | 24.320.739 |
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Du passt absolut zu uns! In deinem Vorstellungsposting hast du dich zwar als "Laiin" bezeichnet, doch aus meiner Sicht bist du eine leidenschaftliche "Amateurin", d.h. Liebhaberin, der Börsenszene. Und Amateure sind oft bessere Analytiker als Profis und insbesondere verkaufsgeile Anlageberater und die in ihren Diensten stehenden sog. ANALysten. In meinen nun fast zwanzig Jahren Börsenerfahrung bin ich noch keinem Anlageberater begegnet, der mir ein Shortengagement empfohlen hätte. Ich kann mich noch sehr gut an Ende 2000 erinnern, in dem ich mit Empfehlungen zu Neuengagements "nach der gesunden Korrektur" geradezu bombardiert wurde. Zum Glück verfügte ich damals bereits über recht gute Kenntnisse in der Technischen Analyse und hatte bereits Anfang März alle Aktienpositionen mit enormen Gewinnen verkauft. Zur Zeit werde ich mit solchen Empfehlungen erneut belästigt.
Falls du englische Texte einigermaßen lesen kannst, empfehle ich dir die Lektüre des Buches "FINANCIAL ARMAGEDDON" von MICHAEL J. PANZNER, Kaplan Publishing, New York 2007, das du bei www.amazon.de gebraucht unter 15 € beziehen könntest. PANZNER ist Finanzmarktprofi. Bislang sind seine Prognosen schon weitgehend eingetreten!
Andreano ja sehe ich mometan kurzfristig auch so, heftige Ausschläge nach oben und unten
bis Ende Januar der Markt muss sich entscheiden in welche Richtung es weiter geht.
Zu OS und KO's:
Für Positionstrading sprich Unterstützung == Einstieg und Wiederstand == Ausstieg
sind KO`s das ideale Produkt mit StopLos von ca 20% darunter(Long) oder darüber (für Short) den SL Verlust muss man halt wegstecken und neue Strategie finden.
Optionsschein sind super für Ziele von denen man überzeugt ist das diese erreicht werden.
Dabei sollte für das Ziel der Schein dann ins Geld gehen, dann spielt die implizite Vola
keine grosse Rolle mehr.
Ich habe mir einen Optionsschein LS65W4 DAX 7.600 am Freitag beim LOW 7310 rum gekauft weil ich der Überzeugung bin dass bis zum FED Zinsentscheid sich der DAX bis 7.600 erholen wird, ich gehe von einer Senkung von 50 Punkten aus.
Der OS läuft ab 7600 ins Geld jeder weitere Zugewinn in DAX Punkten macht den Schein dann
exponentiell noch teurer dabei kommt der Hebeleffekt mit voller Wucht dabei spielt dann die implizite Vola keine grosse Rolle mehr.
Wichtig ist der Einstieg in einen Schein der noch ziemlich frisch aufgelegt wurde und das Underlying dem eigenen Ziel entspricht also in meinem Fall wäre ein Schein 7800 uninteressant und nicht rentabel genug, da Ziel 7800 sehr gewagt wäre.
An solchen Tagen wie im Januar sind Optionsscheine eine gute Sache wenn man den Markt wirklich nur sehr schwer einschätzen kann bezüglich Wiederstand und Unterstützung und vor allem mit den Stop Los Marken.
Bin in den ersten Januar Wochen mit meinen Positionstrades 6 Mal ausgestoppt worden LONG und Short und habe mich deshalb mal für einen Optionsschein entschieden.
Kleinere Zocks mach ich natürlich mit KO`s aber mit wirklich verdammt kurzen Scheinen dabei nehme ich den Totalverlust in Kauf, ein SL wäre bei diesen Scheinen sinnlos diese Scheine halte ich maximal auch nur 8 Stunden dann fliegen die auch wieder raus.
Gute Nacht
Tommi
gilt offenbar als einer DER Fachleute bezüglich dessen, was man Risk Management nennt und des globalen Derivate-Marktes in seinen vielseitigen Verästelungen. Ich bin wohl in diesem Thread auf ihn gestoßen, irgendjemand postete den Artikel "An Epic Bear Market" von Jon Markman, in dem er sich auf Satyajit bezieht. Satyajit warnt offenbar schon seit einiger Zeit vor den Gefahren der Derivateblase.
Sein Buch für Normalsterbliche heißt "Traders Guns and Money: Knowns and Unknowns in the dazzling World of Derivatives". Einen Auszug bzw. eine kurze Zusammenfassung eines Teils davon findet man hier: http://www.wilmott.com/blogs/satyajitdas/enclosures/perfectstorms%28may2007%291.pdf.
Der Mann schreibt wirklich gut und es macht Lust, mehr von ihm zu lesen. Es ist spannend und unterhaltsam. In dem 19-seitigen pdf beschreibt er unter anderem den LCTM- als auch den Amaranth-Zusammenbruch unter dem Blickwinkel der Handhabung der Risiken. Es wird wieder einmal sehr deutlich, dass die die Definition, Wahrnehmung und Bewertung der Risiken in den Kredit- und Investmentorganisationen ein zentraler Bestandteil der derzeitigen Malaise ist. Oder muss man inzwischen sagen: der sich anbahnenden Katastrophe?
"I started by asking the Calcutta-born Australian whether the credit crisis was in what Americans would call the "third inning." This was pretty amusing, it seemed, judging from the laughter. So I tried again. "Second inning?" More laughter. "First?" Still too optimistic. "
Für alle, die kein Faible für amerikanische Sportarten haben: ein Baseballspiel hat NEUN Innings.
Na dann: Gute Nacht, Marie. (Und jetzt mache ich auch wirklich das Licht aus :-). Bis Morgen.)
Klar empfinde ich mich als Laiin = Amateurin - aber Du hast es schon ganz richtig erkannt: ich bin eine sehr leidenschaftliche Amateurin, da einfach sehr interessiert und neugierig, was das Börsen- und Wirtschaftsgeschehen betrifft. Vielleicht auch ein bisschen Nachholbedarf, weil mich die gesamte Thematik bis vor ca. 2 Jahren absolut NULL interessierte. Tja, Dinge gibt´s...
Mir hat in den 2 Jahren allerdings auch noch kein Berater Shortengagements nahegelegt.
Bin aber trotzdem ein klitzekleines eingegangen - sozusagen als erster Versuch:
habe Anfang Oktober für die Summe x ein Dax-Short-ETF von DBX-Trackers gekauft (kleines Experiment und ein bisschen Depotabsicherung) - immerhin heute ca. 8 % im Plus. Das PLUS mag aber auch darin mitbegründet sein, dass zusätzlich der doppelte Geldmarkt-Satz - also ca. 7-8% per anno mit einfließen. Aber egal.
Im Gegensatz zu Dir verfüge ich leider nicht über recht gute Kenntnisse der technischen Analyse - muss mich also noch ein bisschen auf meinen Instinkt und angelesene Theorie verlassen. Funktioniert bisher noch recht gut. Monsieur Kosto meinte z.b. sinngemäß, dass man immer vorsichtig sein sollte, je mehr die Banken versuchen, Anlegern Aktien anzudrehen - bedeutet, die Banken wollen ihre Positionen schön loswerden - der Übergang von den starken in die zittrigen Hände... Erst dann, wenn die Banken dazu raten, in Anleihen oder gar Spareinlagen zu investieren, sollte man zugreifen - denn dann sind die Aktien wirklich billig - und die Banken wollen sie höchstpersönlich wieder günstig einkaufen, damit sie sie dann ein paar Jahre später kurz vor dem Zusammenbruch/Ende der Hausse wieder teuer den dummen Anlegern verkaufen können.
Also - je mehr mich Bänker und Berater versuchen zu drängen, irgendwas zu kaufen, desto defensiver und vorsichtiger verhalte ich mich - nicht aus Erfahrung, weil ich die noch gar nicht ausreichend besitze, sondern nur aus theoretischem Wissen aus Büchern und Instinkt.
Gleichzeitig schere ich niemals alles über einen Kamm - denn auch in schwierigen Zeiten gibt es immer wieder auch gute Aktien/Fonds, die im Rahmen der allgemeinen Verkaufspanik zu Unrecht mit abgestraft werden und somit zu Schnäppchen werden könnten.
Aber - niemand von uns ist Hellseher - und klar ist - auch wenn ein Wert schon 50 % verloren hat, kann er durchaus noch einmal 50% davon verlieren und noch mal...
Neben unseren Erfahrungen, Instinkten, angelesenen Weisheiten, technischen Analysen und Charts brauchen wir bei aller durchdachter Strategie auch sehr, sehr viel Glück.
Glückwunsch jedenfalls, dass Du 2000 rechtzeitig mit Gewinnen aus der Nummer ausgestiegen bist und Dich nicht hast beirren lassen!
Sag´ mal, wawidu - also wenn Du Lust und Zeit hast, mir die Frage zu beantworten:
Weil ich ja, wie Du aus meinen Postings weißt, von der kompletten Krise 2000-2003 null und nichts mitbekommen habe, fragte ich mich aber in den letzen Monaten verstärkt, wie denn damals so die Presse und die Medien drauf waren. Gab es keinerlei Warnzeichen? Gab es keine kritischen Artikel in der Wirtschaftspresse? Oder hat die Presse eher euphorisch und mega-optimistisch über das Marktgeschehen und die Zukunft berichtet? Oder haben die Anleger Warnungen, falls es sie gab, einfach ausgeblendet?
Wenn Du also Zeit und Lust hast, mir darüber was zu erzählen, würde ich mich sehr freuen.
Was mein "englisch" betrifft, so ist es zwar recht gut - gebe aber zu, dass mir Wirtschafts- und Juristen-Englisch viel zu anstrengend ist. Bin froh, wenn ich diese Gebiete halbwegs auf Deutsch nachvollziehen kann. Danke aber für den Tipp.
Viele Grüße von
Kostolanya
Wahrscheinlich haben beide Recht - in unterschiedlichen Zeitrahmen. Denn Ritzholtz spricht nur von einem "tradeable bottom", betont aber, dass noch kein längerfristiges Tief wie 2002/2003 erreicht sei. D. h. er rechnet jetzt lediglich mit einer techn. Erholung, auf die ein weiterer Abverkauf mit tieferen Lows folgt. Wawidus Analyse ist offenbar langfristiger angelegt und kommt insofern zum selben Ergebnis.
FAZIT: Für hartgesottene Long-Trader winken auch Sicht von ein paar Tagen/Wochen vermutlich Long-Gewinne - erkennbar auch an der zunehmenden Bereitschaft der Bären hier im Thread, "jetzt erst mal" zu covern. Für hartgesottene Short-Trader hingegen, die die Nerven haben, so einen Bounce seelenruhig auszusitzen (Wawidu?, relaxed?, z. T. Metropolis?), winken längerfristig - ungeachtet der nun wohl kommenden techn. Erholung - vermutlich weitere Gewinne auf der Short-Seite, weil wir von "dem Tief" noch (weit?) entfernt sind.
Ein weiterer prominenter Bär, Doug Kass, wird beim gegenwärtigen Absturz auch von Tag zu Tag bullischer. Er akkumuliert für einen Trade den XLF (XLF ist eine Indexaktie auf den "Subindex Financials" des SP-500, in dem außer Banken auch zahlreiche, von der Subprime-Krise kaum betroffene Versicherungen enthalten sind).
Für eine starke Rallye im XLF spricht u. a. die in 10 Tagen kommende deutliche Zinssenkung der Fed. Inzwischen preisen die Zinsfutures mit 72 % Chance eine Senkung um 0,75 % ein [womöglich kommt die Senkung auch noch "interim" vor der Fedsitzung, dies wird aber von Tag zu Tag unwahrscheinlicher]. De facto heißt das, dass eine 0,5-%-Senkung bereits "in trockenen Tüchern" ist. Käme tatsächlich eine 0,75-%-Senkung (gab es bislang nur einmal in den 1980-er Jahren), würden es sich die Future-Pumper sicherlich nicht nehmen lassen, daraus ein Kursfeuerwerk zu stricken (gibt ja noch viele unentschlossene Shorts als "Kanonenfutter").
NYSE % of stocks higher than their 200 Day Moving Average
Thursday, January 17, 2008 | 11:00 AM
As seen on the chart above (unten, A.L.) the percentage of NYSE stocks > than their 200 day moving average has slipped (not incl. today) to almost 20%. [Artikel erschein Donnerstag, so dass der starke Abverkauf von Freitag noch nicht "drin" ist - A.L.] This reading is similar to readings at other past significant lows such as the 1998 low and the 2002 low. [In USA kam das Nasdaq-Tief des 2000/2003-Bärenmarkts im Okt. 2002, während der DAX erst im März 2003 sein Tief erreichte - A.L.]
That said we don’t think we have seen the absolute low in the market yet given the recent trend line break in the S&P 500. However, given these indicator readings we are starting to see the signs of a capitulation building -- one more shot down may be necessary to set a better, more solid low. [kam dieser "one more shot down" bis zum "tradeable bottom" bereits Freitag? - A.L.].
NOTE: When the % of NYSE stocks over their 200 day moving average drops to ~20%, it gives a reliable buy signal...
Dass du vermögend bist, macht Dich auch nicht unsympathischer.
Shorten ist ja sonst eher was für hartgesottene ... [Waschlappen?]
Keine Entwarnung
Die Rezessionsangst belastet die Märkte. Fast 300 Punkte verlor der Dax in der vergangenen Woche. Für kommende Woche erwarten die Experten weiter schlechte Nachrichten und allenfalls Seitwärtskurse.
Große Erwartungen sollten Anleger an die kommenden fünf Handelstage nicht haben. Von Konjunkturseite dürften weiterhin vor allem die negativen Nachrichten überwiegen. Und die Sorge um die US-Wirtschaft wird weiter die Kaufbereitschaft der meisten Aktionäre empfindlich hemmen. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge beziffern Banken die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession inzwischen mit 45 Prozent.
Am ehesten sei noch die Fed in der Lage, mit gezielten Aktionen die Angst aus dem Markt zu nehmen, urteilt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Eine aggressive Geldpolitik der Fed könnte in seinen Augen eine "deutliche Kurserholung an den Aktienmärkten auslösen". Nur, kommende Woche wird die Fed keine Entscheidungen treffen, erst Ende Januar legt die Notenbank ihre Geldpolitik fest. Manche Experten erwarten dann sogar eine massive Leitzinssenkung um 75 Basispunkte.
Das milliardenschwere Sparprogramm, das US-Präsident George W. Bush am Freitag vergangener Woche vorstellte, brachte an der Börse zumindest nicht die Wende. Steueranreize für Arbeitnehmer und Unternehmen in Höhe von bis zu 145 Milliarden Euro sollen die Rezession abwenden.
Experten bezweifeln jedoch, ob dies und die erwarteten Zinssenkungen der Fed ausreichen werden, um die Rezession zu verhindern. Die amerikanischen Aktienmärkte beendeten die vergangene Woche mit erheblichen Verlusten, der Jahresstart an der Wall Street war der schlechteste seit Beginn der Aufzeichnungen.
ifo und GfK
In Deutschland werden in der kommenden Woche ifo-Geschäftsklima und GfK-Konsumklima Aufschluss darüber geben, inwieweit die stockende US-Wirtschaft auch hierzulande schon zu spüren ist. Der ifo-Geschäftsklimaindex wird am Donnerstag veröffentlicht. Analysten sehen den wichtigsten deutschen Wirtschaftsindikator abermals schwächer, im Vergleich zu Dezember dürfte der Index um 0,8 Punkte auf 102,2 Zähler zurück gegangen sein. Die 7.000 befragten Unternehmen dürften dabei sowohl ihre gegenwärtige wirtschaftliche Lage als auch ihre Aussichten schlechter bewerten.
Die Experten erwarten auch, dass das deutsche Konsumklima unter der schwächeren US-Wirtschaft leidet. Das Nürnberger GfK-Institut gibt am Freitag seine Januarstatistik bekannt. Der Wert dürfte um 0,1 Punkte auf 4,4 Zähler zurück gegangen sein. Neben der trüben Konjunkturaussichten sorgen in den Augen der Experten auch steigende Preise für Verunsicherung unter den Verbrauchern.
Siemens-HV und Bilanz
Am Donnerstag legt das Dax-Schwergewicht Siemens seine Quartalszahlen vor. Der Gewinn soll nach Meinung von Unternehmensbeobachtern um 4,3 Prozent gestiegen sein, auf 1,55 Milliarden Euro. Auf der Hauptversammlung am gleichen Tag muss sich der frühere Vorstands- und späterer Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer seiner Vergangenheit stellen. Wegen des Siemens-Schmiergeldskandals sollen Pierer und weitere zum Teil bereits ausgeschiedene Vorstände nicht entlastet werden.
Aufsichtsratschef Gerhard Cromme sagte der Welt am Sonntag, er werde dem Aufsichtsrat empfehlen, alle im Geschäftsjahr 2006/2007 amtierende Vorstände zunächst nicht von den Aktionären entlasten zu lassen. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass Mitglieder des Aufsichtsrates eine Strafe von bis zu vier Milliarden Euro seitens der amerikanischen Börsenaufsicht SEC für möglich halten.
Weitere Bilanzen
Während die Auguren die wirtschaftlichen Aussichten in den USA düster beurteilen, sind ihre Prognosen für die Unternehmensbilanzen eher optimistisch. Zumindest bei den Technologieunternehmen Apple und Texas Instruments könnte sich der positive Trend, den IBM vergangenen Woche vorgelegt hatte, fortsetzen. Beide Konzern legen in der kommenden Woche ihre Bilanzen vor.
Auch die Schwergewichte Microsoft, AT&T, Caterpillar und Motorola berichten über ihre Bilanzen.
Mit großem Interesse werden Anleger den Geschäftsbericht der Bank of America beachten. Die US-Großbanken Citigroup und Merrill Lynch hatten in der vergangenen Woche ihre Bilanzen vorgelegt und erhebliche Verluste und Milliardenabschreibungen offen gelegt.
In Deutschland berichten aus dem TecDax die Firmen Software AG und IDS Scheer. Die Software AG meldet sich am Donnerstag zu Wort, IDS Scheer bereits am Dienstag.
Lebensversicherungstochter gekauft
Die Lebensversicherungstochter der Allianz verschwindet vom Kurszettel. Nachdem sie vor einem Jahr von gescheitert war, hat die Allianz nun doch die Schwelle von 95 Prozent der Stimmrechte an Aktien ihrer Stuttgarter Tochter überschritten. Die übrigen Aktionäre sollen gegen eine Abfindung herausgedrängt werden (Squeeze-Out) und die Aktien von der Börsen genommen werden. Aktionäre, die dem Übernahmenangebot vor einem Jahr widerstanden haben, können sich auf einen Bonus freuen. Die Aktien der Allianz Leben legten binnen Jahresfrist um etwa zehn Prozent zu.
Hauptaktionär will H&R Wasag übernehmen
Der Hauptaktionär des Spezialchemiekonzerns H&R Wasag, die H&R Beteiligungs-GmbH, will das Hamburger Unternehmen mehrheitlich übernehmen. Die GmbH habe in den vergangenen Tagen Aktien gekauft und plane, ihren Anteil 2008 deutlich auf über 50 Prozent zu steigern, sagte Vorstandsmitglied Niels Hansen der "Euro am Sonntag". H&R Wasag hatte zuletzt stark unter dem gestiegenen Ölpreis gelitten, der Gewinn brach im dritten Quartal deshalb ein. Die Gesamtjahresprognose für das Vorsteuerergebnis hatte das SDax-Unternehmen im Oktober auf 55 Millionen Euro gesenkt.
auf 0 da war der noch nie , noch nicht mal Ende 2002
zu 14409 immer schön drin lassen die Kurzen die werden Vergoldet [MM]
Und bitte, lass Doug Kass aus dem Spiel. Dieser Wasch(lappen)-Bär ist schon seit SP 1420 bullish, wie ich sicher an deinen Postings Anfang letzte Woche beweisen könnte. Ein Bulle, der mit Longs baden geht, wie verkehrt ist die Welt....
Was nicht heißt, dass ich nicht HEUTE mit ihm einer Meinung bin 8-)
na wahrscheinlich da wo es hin gehört.
ich halte eine halbierung der indizes für wahrscheinlich, da die probleme ja auch unwahrscheinlich gross sind.
gold gooooo looooooong. gewinnmitnahmen eingeschlossen.
Aber Shanghai -5,14%? Wenn die hochheiligen Hallen der alles-ist-super Olympiablase bereits jetzt zu wackeln beginnen, wart ich mit longs noch.
Trotz Godmode-Antiindikator-Theorien.
Die 7200 beim Dax werden sicher schwer zu durchbrechen, aber der US-Feiertag mag ein Vorteil sein. Alleine werden sich die Europäer nicht hochziehen trauen.
Ich lasse Stops und werd nur das 2. der 3 unsprünglichen Drittel bei ca. 7510 zumachen probieren. Ein Drittel lass ich noch, momentan liegt eine Dynamik und ein Druck hinter der Sache, dass ich den Spruch "alles ist möglich" selten so passend fand.
Ich geh jetzt erstmal Sideline und schau mir in Ruh an, ob die 7040/7190 halten.
Vergleichbare Effekte haben wir beim Abstieg zu erwarten. Die "Dinger" sind nämlich nicht abgeschaltet. Wäre deshalb besonders kritisch bei typischen "charttechnischen Signalen".
Guten Morgen AL,
da kann man sehen wie unterschiedlich die Informationen sind. Bei der morgentlichen Lektüre des Handelsblatt während meines Frühstück war dort zu lesen: Mehr als fünfzig Interessenten für die IKB.
Ich habe allerdings nur die Überschrift gelesen, werde mich nun einmal mit dem kompletten Artikel beschäftigen.
Gruß
Permanent
KREDITKRISE
Bank of China droht Jahresverlust wegen Subprime-AbschreibungenDie US-Hypothekenkrise erreicht Asien: Einer Zeitung zufolge wird die Bank of China für das vierte Quartal schmerzhafte Abschreibungen vornehmen müssen. Der Grund: Schlechte Geschäfte mit riskanten Subprime-Krediten.
Hongkong/ Peking - Zittern in China: Die schlechten Geschäfte im Subprime-Sektor könnten den gesamten Jahresgewinn der Bank of China (BOC) aufzehren und sie sogar in die roten Zahlen bringen, berichtet die "South China Morning Post" unter Berufung auf Bankenkreise. Wie hoch die Abschreibungen sein werden, die das Geldinstitut nun im vierten Quartal vornehmen muss, ist aber noch nicht bekannt. Ein Sprecher der Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Die BOC hatte ihr Subprime-Portfolio im September auf 7,95 Milliarden Dollar von 9,65 Milliarden Dollar im August abgebaut.
Der "China Business News" zufolge haben mehrere Regierungsstellen die Auswirkungen der Krise auf die Banken untersucht. "Der Schluss, den sie gezogen haben, ist nicht sehr erfreulich", hieß es ohne Angaben von Quellen. Der Präsident des sechstgrößten chinesischen Geldinstituts Merchants Bank, Ma Weihua, sprach heute von zwei Faktoren, die den Gewinn in dem Sektor treffen dürften: Die Hypothekenkrise in den USA und die Maßnahmen der Regierung in Peking, um die Wirtschaft abzukühlen. "Wir müssen das sehr realistisch sehen", sagte Ma der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir stehen in diesem Jahr vor vielen Herausforderungen, die nicht nur aus der Heimat, sondern auch aus der Ferne kommen."
In Asien rutschen die Börsen wegen der Sorgen um eine mögliche US-Rezession immer tiefer ins Minus. In Tokio fiel der Nikkei um 3,86 Prozent auf 13.325,94 Punkte. In Hongkong ging der Hang Seng im Handelsverlauf um 3,5 Prozent auf 24.323,44 Punkte zurück. In Shanghai gab der Index um 5,1 Prozent auf 4914,44 Zähler nach. Auch an den Börsen in Südkorea, Australien, Singapur, Taiwan und den Philippinen dominierten die Minuszeichen. Die Investoren befürchten, dass eine Rezession in den USA die Gewinne der Exporteure schmälern könnte. Allerdings würden größere Auswirkungen nicht erwartet, da ein großer Teil des Handels und der Investitionen in der Region blieben, erklärten Analysten. Das mache Asien weniger als früher von der US-Wirtschaft abhängig.
Das Konjunkturprogramm, das US-Präsident George W. Bush am Freitag angekündigt hatte, beeindruckte die Anleger allerdings kaum. Bush versprach Steuernachlässe für private Haushalte und Unternehmen in Höhe von etwa einem Prozent des Bruttosozialprodukts, also rund 145 Milliarden Dollar.
Schon in den USA hatten die Anleger mit Enttäuschung auf die Details des Konjunkturprogramms reagiert: Der Dow-Jones-Index war mit einem Minus von 0,49 Prozent aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent; der Technologieindex Nasdaq büßte 0,29 Prozent ein.
Auch in Europa schwelt die Rezessionsangst weiter: Die Vorgaben aus Asien könnten deutlich Druck auf den Deutschen Aktienindex (Dax) ausüben. Die Agentur Finspreads taxierte den Dax am Morgen mit 7273 Zählern um 0,56 Prozent unter dem Freitagsschluss. Händlern zufolge ist die aktuelle Entwicklung sehr schwer einzuschätzen - zumal die US-Börsen wegen eines Feiertages geschlossen bleiben.
"Die Nervosität ist groß, da niemand weiß, wie es mit der US-Konjunktur weitergeht", sagte ein Händler am Freitag in New York. Daran ändere auch das geplante Milliarden-Programm zur Ankurbelung der Konjunktur nichts. "Die Tatsache, dass so ein Programm überhaupt nötig ist, ist negativ. Und Herr Bush wird mit seinem Zauberstab nicht alle Probleme lösen können"
ase/ssu/AP/dpa-AFX/Reuters www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,529832,00.html