Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 564 von 7878 Neuester Beitrag: 27.02.25 21:59 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 197.937 |
Neuester Beitrag: | 27.02.25 21:59 | von: Tony Ford | Leser gesamt: | 37.674.604 |
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Interessant insbesondere für Leute, die ständig mehr oder weniger dasselbe posten:
www.heise.de/download/phraseexpress.html
PhraseExpress erspart Tipparbeit, indem es häufig benötigte Textbausteine verwaltet und diese systemweit in beliebige Windows-Anwendungen einfügt... Der integrierte Clipboard Manager bietet Schnellzugriff auf ältere Inhalte der Zwischenablage, die sich wahlweise mit oder ohne Formatierung einfügen lassen... Die Makrosprache erlaubt zudem das Verketten von Textbausteinen, das Einfügen externer Dateiinhalte (A.L.: Man liest ja gelegentlich auch was in der Presse...) , das Einbetten des ActiveDirectory für die dynamische Generierung von....
KonjunkturberichtWarum es 2014 mit der Wirtschaft bergauf geht
Die Kauffreude der Deutschen und die bessere Lage im Euroraum stärken die Konjunktur. Aus dem lauen Lüftchen soll endlich ein Aufwind werden. Ein Risiko geht allerdings von der neuen Bundesregierung aus. Mehr Von Johannes Pennekamp
ArbeitsmarktNeuer Beschäftigungsrekord in Sicht
In diesem Jahr sind in Deutschland weniger Stellen weggefallen als 2012 – aber auch weniger neue geschaffen worden. Im kommenden Jahr soll es besser werden, dank einer guten Konjunktur. Mehr Von Georg Giersberg
Der momentane wirtschaftliche Ausblick ist gut, auch in anderen Teilen der Eurozone geht es langsam bergauf. Allerdings sollte man nicht übermütig werden. Wir bewegen uns schon auf einem recht ansprechenden Niveau und die Ursachen der Überschuldungskrise sind noch nicht ansatzweise bereinigt. Jederzeit kann es zu einem überraschenden Nackenschlag kommen. Im Falle eines Falles sollte man trotzdem die Nerven behalten. Oft wird man nur angetäuscht. Genug der Sprüche:
Global Wealth Report 2013 der Credit Suisse und dt. Zusammenfassung
unten der Anteil der Schwellenländer
#84 "Gier, Panik, Wahnsinn" ist wohl eher das Problem der kleinen oder kurzfristigen Spekulanten
zeigt an, wieviel Kapital netto ein Land aus dem Ausland aufgenommen oder im Ausland investiert hat. Unten für Europa als Anteil am nationalen BSP dargestellt. Die USA liegen dabei etwa auf dem Niveau Italiens. Hier die neuesten US-Zahlen für Q3.
Ok, ok, nichts bleibt wie es ist, alles verändert sich. So könnte auch das Krisengejammer 2014 weiter abflauen. Als Bulle setz ich mittelfristig drauf.
Heeeey---- wir hatten jetzt lange genug Angst, haben uns ins Boxhorn jagen lassen. Und viele stellen nun entsetzt fest, die Börse ist ohne sie davon geprescht.
Gut so, denn nur dem Mutigen gehört die Welt.
Fakt ist aktuell: Supermario muss wegen rückläufiger Inflationsraten die Hähne offenlassen. Renditesuchende Investoren müssen also weiter aufs Glatteis, sich mit der Aktie anfreunden.
Willkommen im Dax.....
Zahl der Erwerbstätigen erreicht Rekordhoch
41,8 Millionen Männer und Frauen – so viele Deutsche hatten im vergangenen Jahr einen Job. Damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Höchststand. Dabei sprach das Wachstum nicht gerade für ein Rekordjahr. Mehr…
Positive wie negative Interpretationen sind wie bei jeder Statistik möglich. Hier eine Auswahl:
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/...;commentSort=debate
Bedenklich ist der geringe Anstieg des Reallohnniveau in Deutschland. Das wiederum ist eine Folge der politischen Entscheidung die kalte Progression nicht abzuschaffen. So muss der Staat keine Ausgabendisziplin halten und kann weiter Versprechungen eingehen die nicht zu halten sein werden.
ave
Die Bruttolöhne stiegen um 1,3% zum Vorjahr, nach 1,5% und 1,4% in den Quartalen zuvor.
Die Verbraucherpreise stiegen hingegen um 1,6%.
In anderen Nationen ist das so, Deutschland leistet sich den Sonderweg der schleichenden Steuererhöhung. Das ist bequem muss dem Bürger nicht vermittelt werden und verlangt von der Politik keine Ausgabendisziplin.
ave
Grenzwert „anachronistisch“Italiens Demokraten sind gegen das Maastricht-Ziel
Der neue Parteisekretär der größten italienischen Regierungspartei wettert laut gegen die europäischen Regeln zur Staatsverschuldung: Der Grenzwert von drei Prozent des BIP sei ein „Anachronismus“; es sei klar, dass man ihn überschreiten könne. Mehr Von Tobias Piller, Rom
Wie kann es sein, dass der "Konjunkturmotor", der "Aufschwungträger" der EMU es nicht schafft, für 2013 einen Kaufkraftgewinn auszuweisen? Irgendetwas ist faul im Staate Dänemark!
Entweder die Zahlen stimmen nicht sind evtl. nicht vergleichbar ( etwa wg. "Vorzieheffekten" beim Gehalt 2012) , oder aber , der insgesamt langfristig anhaltende Trend des Kaufkraftverlustes setzt sich fort.
Deutschland hat eine massive innere Abwertung seit der Wiedervereinigung mitgemacht. So sind die Realeinkommen kam noch gestiegen - im Gegensatz zu manchen Problemstaaten im Süden. (Malko, 066)
Die durchschnittliche Kaufkraft des Arbeitnehmers erreichte 1973 einen Gipfel; danach fraßen Inflation und externe Preisschocks einen Teil weg, ein zweiter Gipfel wurde Ende der 80er Jahre erreicht ( seinerzeit nach heutigen Maßstäben sehr niedrige Energiepreise). Eine sehr prekäre Entwicklung nahm die Kaufkraft in D. in den Jahren 2001 - 2005. Von dieser Entwicklung hat sie sich bis heute nicht erholt.
Meine These dazu: Solange die Kaufkraft in D. nicht nachhaltig steigt, wird die EMU als Ganzes in der Stagnation verharren. Die deutsche "Exportbesoffenheit" kann daran nichts ändern und ist leider Augenwischerei.
Ein bekannter Spediteur klagt ebenfalls über einen Mangel an qualifizierten Kraftfahrer. Hier ist ebenfalls keine Bereitschaft zu Lohnzugeständnissen vorhanden da es angeblich zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit führe.
Dazu kann ich nichts sagen da ich die Branche und die Margen -außer den Klagen aus den Medien- nicht kenne.
ave
Ist einem sein persönliches Ausgabeverhalten gut bekannt, kann man versuchen über den Persönlichen Inflationsrechner bei Destatis
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/...ionsrechnerUebersicht.html
seine individuelle Inflationsrate zu bestimmen.
Da in den vergangenen Jahren Lebensmittel, Energie und Wohnen überproportional gestiegen sind, ist die Inflationsrate für Menschen mit geringem Einkommen außergewöhnlich hoch. Ein Grund für die Steigerungen von Rohstoffen und Immobilien liegen im billigen Geld und der damit einhergehenden Spekulation. Es findet also eine massive Umverteilung statt. Irgendeiner muss ja die Zeche zahlen.
Bei uns kommt noch erschwerend hinzu, dass wir die Strukturen einer Bananenrepublik haben. Alle gesellschaftlichen Lasten werden auf die Arbeitnehmer abgeladen und mit allen möglichen Tricks der Export gefördert und subventioniert (Hermes, Energiewende, ..). Dieser übergewichtige Export ist wiederum mit eine Ursache der Ungleichgewichte im internationalen Finanzsystem und den Folgen die wir gerade erleben. So verdient der Arbeitnehmer real laufend weniger und gleichzeitig wird sein geringes Sparvermögen massiv entwertet. Bananenrepublik eben!
Der Fokus auf den Export fällt zusammen mit einer seit vielen Jahren rückläufigen Nettoinvestitionsquote sowohl des Staates wie der Privaten. Die im Export erzielten Überschüsse werden in Kreditblasen weltweit angelegt und zugleich deren Fragilität auf einen moralischen Schlendrian oder bösen Willen der Adressaten zurückgeführt. Als Therapie wird das deutsche Modell zur Nachahmung empfohlen - man solle seine Hausaufgaben machen und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern...
Dabei könnte jedes Kind wissen, dass dies logisch Nonsense ist: Wettbewerbsfähigkeit bemisst sich immer relativ zur Konkurrenz. Verbessern alle ihre Wettbewerbsfähigkeit, ist der Effekt gleich 0, denn die Hierarchie wird nicht tangiert. Verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit zu Lasten von Konkurrenten, müssen diese notwendig ins Deficit - denn Handelsbilanzüberschüsse und - defizite addieren sich global auf zero. Solange also gespart anstatt produktiv investiert wird, schrumpfen relativ die Löhne und wachsen relativ die Kreditblasen, die mit der Ersparnis bis auf den Cent identisch sind. Dem ökonomischen Sachverstand gefällts...
Diese Welt existiert so nicht mehr. Dennoch ist die Familie trotz aller Modifikationen mit ihren Arbeitsteilungen zwischen den Geschlechtern und Generationen immer Grundlage der gesamten Ökonomie. Die entscheidende Modifikation ist der ökonomische Individualismus mit der Emanzipation der Frauen, der Alten und der Jugend. Eine räumliche Sprengung des Zusammenhangs von Familie hat stattgefunden, Jugend und Alter finden lange und räumlich jenseits vom Familienzentrum statt, Frauen und Männer bewegen sich beruflich und privat (fast) im gleichen Terrain, Individuen benötigen aber nur ein Einkommen, das sie selbst ernährt.
In der Kombination haben die Einkommen zugelegt, insbesondere die Einkommen der Männer sind aber in der Breite direkt und durch Umverteilung massiv gesunken. Sie haben die Stellung als zentraler Ernährer des gesamten Familienzusammenhangs verloren. Diese Stellung haben sie nur noch in der gehobenen Mittelschicht. In der Mindestlohndebatte wird deutlich, dass dies für die gesamte Basis der Gesellschaft auch so gewollt ist. Dem hohen Effizienzgewinn durch individuelle Mobilität, Bildung und Ausbildung bei Männern und Frauen stehen Effizienzverluste durch lange Ausbildung oft ohne entsprechende spätere Berufstätigkeit besonders von Frauen gegenüber. Und massive Probleme in der Familienbildung und Regeneration, in der Entscheidung für Kinder und stabile Bindungen.
Es fehlt an den jungen Erwachsenen auch an kultureller Souveränität und Bescheidenheit im sozialen Familienstatus gegenüber einer Welt der Optionen, der Freiheiten von Singles auch hinsichtlich Karriere, der Double-Income-no-Kids-Pärchen, der reichen Rentner, Rentiers, und reichen Erben. Die jungen Familien rutschen zu einem erheblichen Teil in die Klasse der Sozialhilfeempfänger, der gesprengten Familien oder in die große Deklassierung der Migranten, die in den modernen Gesellschaften massiv für billige Arbeitskräfte, Konkurrenz, stabile Familien und Nachwuchs sorgen, und ansonsten nichts zu sagen haben sollen.
Diese Entwicklung hat in Deutschland und USA besonders intensiv stattgefunden, in Skandinavien wurde sie kulturell etwas anders umgesetzt, aber sie findet überall in der westlichen Welt und auch in Asien statt. Sie ist intellektuell, kulturell, strukturell im Grunde immer noch nicht verarbeitet. Insgesamt steigt dabei der Anteil der Gewinne gegenüber der gesamten Lohnsumme in den letzten Jahrzehnten, und sehr stark wächst die Hierarchie der Einkommen und Vermögen. Dagegen schrumpft die eigene Bevölkerung und die Investition in die eigene Zukunft, weil Wachstum und Nachfrage woanders viel schneller läuft.
nur mal so nebenher als kleine Anregung ;-o)