Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 556 von 7877 Neuester Beitrag: 27.02.25 08:55 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 197.917 |
Neuester Beitrag: | 27.02.25 08:55 | von: Frieda Friedl. | Leser gesamt: | 37.659.936 |
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Wenn die gesamten Leistungsbilanzbilanzüberschüsse im Inland verblieben wären, so hätten diese eine inflationäre Entwicklung nach sich gezogen und so langfristig zum Gleichgewicht im Außenhandel geführt.
ave
Bali-Pakt soll Welthandel erleichern
07.12.2013, 08:50 Uhr, aktualisiert heute, 10:50 Uhr
Handelserleichterungen, Abbau von Agrarsubventionen und Hilfen für Entwicklungsländer: Um eine Billion Dollar könnte der Welthandel durch das Abkommen wachsen, das die Welthandelsorganisation WTO jetzt getroffen hat.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...ern/9185150.html
Mehr Handel impliziert mehr Arbeitsteilung und führt so zu Wohlstandsgewinnen. Ein positives Signal für die Welt. Es bleibt abzuwarten wie viel davon am Ende umgesetzt wird.
ave
Ex-Vizechef von Goldman Sachs verurteilt
Neun Monate Haft und 100 Millionen Dollar Geldstrafe - so lautet das Gerichtsurteil für den ehemaligen Vizechef von Goldman Sachs. Matthew Taylor soll Wetten auf Termingeschäfte in Milliardenhöhe verschleiert haben. Der Betrugsfall hatte die Bankenwelt erschüttert.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/...achs-verurteilt-article11872256.html
Überhaupt sollte mMn das allgemeine nationale Recht bestehen auf einen selbstfinanzierten passiven Schutz regionaler Wirtschaftsvielfalt, wirtschaftlicher und kultureller Eigenständigkeit durch Steuern, Zölle etc. Denn die Effizienzkriterien der globalen Arbeitsteilung haben mit den Interessen der Regionen oft absolut nichts zu tun, sie schließen völlig problemlos auch die Verwüstungen ganzer Regionen oder Länder durch Monokulturen und ein paar regionale Profiteure ein. Dann dienen sie ganz unmittelbar nur noch den globalen Konsumenten von Monokultur-Produkten.
Die Grenzen der Geldpolitik sind der Fed bekannt - der Effekt von QE auf das GDP-Wachstum wird vom Fed Research selbst auf ca 0.1 % taxiert. In ihrer Nominierungs-Anhörung vor dem Congress hatte Yellen nochmal klar gestellt, dass a der Konsolidierungskurs im Federal Budget das grösste Risiko für das schwache postrecessive Wachstum enthält, dass b QE quasi ein Notprogramm ist als Ersatz für aus der Verantwortung weichende Fiskalpolitik und dass c QE die bekannte divergierende Einkommensentwicklung konsolidiert, die die Fed als zukünftigen Sprengsatz der US-Gesellschaft beschreibt...
(http://www.huffingtonpost.com/2013/11/14/...-congress_n_4275572.html)
Der Gedanke ist richtig, das 'Refinanzierung', sprich Kreditfähigkeit, eine Funktion von Ertragserwartungen ist. Nur geht der Zinsertrag lediglich als Komponente in die Bilanz der meisten Unternehmen ein, wobei sich Zinsertrag und Zinskosten per saldo tendenziell aufheben dürften. ..
Dann beweisen Sie uns das doch. Fangen wir mit der Politik an. Die große Koalition plant eine Frauenquote im Aufsichtsrat von Großunternehmen, einen Mindestlohn von 8,50 Euro sowie Einschränkungen bei Leiharbeit und Werkverträgen. Werden Sie deswegen Beschäftigung in Deutschland abziehen?
Nein, nach heutigem Stand nicht, da kann ich Entwarnung geben...
...obwohl die Eingriffe Ihre unternehmerische Handlungsfreiheit einschränken?
Das müssen Sie im Detail betrachten. Nehmen wir die Frauenquote. Ich bin nicht gegen Frauen eingestellt. Ich habe immer schon darauf gedrängt, in meinem von Männerberufen dominierten Unternehmen qualifizierte Frauen einzustellen. Aber eine Quote, ob im Management oder im Aufsichtsrat, würde ich nie akzeptieren und immer nach Auswegen suchen.
Warum?
Erstens würde das zu unsinnigen Personalentscheidungen im Einzelfall führen. Und zweitens gibt es zwischen Männern und Frauen Unterschiede, die unseren Fortbestand sichern. Es sind nun mal die Frauen, die die Kinder bekommen. Und diese oft sehr qualifizierten Mütter stehen dann dem Arbeitsprozess nicht mehr voll zur Verfügung. Das ist für die Gesellschaft so auch notwendig. Um eine Quote zu erfüllen, fehlt es daher oft an Frauen, die ihr Privatleben zugunsten des Berufes aufgeben oder stark einschränken und dann für eine Position etwa im Aufsichtsrat zur Verfügung stehen könnten.
Machen die geplanten Beschränkungen von Leiharbeit und Werkverträgen in Kombination mit dem Mindestlohn Ihre Standorte im Hochlohnland Deutschland nicht unattraktiver?
Uns tangiert das kaum. Wir haben zwar Leiharbeitskräfte und benötigen diese auch in Zukunft, um Produktionsspitzen und Sonderprojekte abzudecken. Werkverträge und Produktion auf billigere Kräfte auszulagern ist für uns jedoch kein Thema: Unsere Produktion ist so komplex, dass wir nichts auslagern können. Auch Mitarbeiter mit einfacheren Tätigkeiten sind und müssen sehr qualifiziert sein.
Gefällt Ihnen das Weiterwursteln in der Euro-Frage, auf das sich die Koalitionäre offenbar verständigt haben?
Als Unternehmer ist das für mich aufgrund unserer Standorte weltweit kein großes Thema, umso mehr aber für mich als Staatsbürger. Auch wenn es Ländern wie Spanien oder Portugal langsam besser zu gehen scheint, ist damit keine Tilgung ihrer Schulden verbunden. Ich rechne mittelfristig mit einem Schuldenschnitt, der zum großen Teil zulasten Deutschlands gehen und den Lebensstandard hier berühren wird. Wenn die Bundesregierung das Gegenteil behauptet, ist das eine totale Irreführung der Bevölkerung. Ich bedauere, dass es die Alternative für Deutschland, die AfD, nicht in den Bundestag geschafft hat. Ebenso vermisse ich dort die FDP. Zur Demokratie gehört auch eine ernst zu nehmende Opposition.
Wollen Sie raus aus dem Euro?
Nein, ich möchte den Euro beibehalten. Ich möchte aber, dass wir den Preis bestimmen, den wir für die Vorteile des Euro zu zahlen bereit sind. Jedes Ziel muss einen Preis, eine rote Linie haben, die man nicht überschreiten darf. Das vermisse ich.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...n/9181602-3.html
In vielen Punkten gebe ich dir vollkommen recht da die Landwirtschaft auch zum großen Teil die Landschaft und die Gesellschaft der Regionen prägt. Auf der anderen Seite kann es nicht sein einen EU Haushalt zum großen Teil über die Landwirtschaft -auch die Großbetriebe im industriellen Bereich- auf Kosten der Allgemeinheit zu finanzieren.
Das kann nicht im Sinne der Gesellschaft sein und führt auch nicht zu Akzeptanz.
Man kann zum Beispiel wie es einige Nationen vormachen der Landwirtschaft eine Art Landschaftserhaltungsprämie oder vergleichbare zahlen.
Landwirtschaft und Lebensgrundlage der Bevölkerung sind immer sehr sensible Bereiche. So hat der europäische Verbraucher keine Interess an US Hähnchen und den dahinterstehenden Verarbeitungsmethoden, wie auch kein Interesse an GM Food besteht. Diese Bereich muss jeder Handelsblock für sich und seine eigene Wertegemeinschaft definieren.
Die Grundthese des Welthandels: Arbeitsteilung bringt Wohlstandsgewinn ist jedoch das richtige Signal.
ave
China's trade surplus increased to the highest level in nearly five years in November, rising to $33.8B from $31.1B in October and easily topping consensus of $21.7B.
Exports climbed 12.7% on year vs +5.6% in October and exceeding forecasts of +7.1%.
Imports grew 5.3% vs +7.6% and +7.2%.
Exports to Europe +18.4% and to the U.S. +17.7%.
"There are signs that the global activity and trade cycle is gaining momentum, driven by the recovery in high income countries, and China's exporters are benefiting from that," says RBS economist Louis Kuijs.
http://online.wsj.com/news/articles/...702303497804579245160692639916
Es gab früher nicht ohne Grund Handelsbarrieren. Oft schon gab es Zölle zwischen Ortschaften welche nicht mal 20 Km auseinander lagen. Gab es jemals einen fairen Handel bei dem alle profitiert haben?
Psychologisch und politisch wäre es nicht durchzustehen gewesen aber aus Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung wäre es für die neuen Bundesländer besser gewesen sie wären für längere Zeit gegen einen Teil der Importe abgeschottet geblieben. So waren sie chancenlos.
Es hört sich gut an mit der arbeitsteiligen Welt. Die Staaten mit schlechter Entwicklung sorgen dafür, dass die Produkte bei uns billiger werden, wir dorthin Maschinen verkaufen können und die Geringqualifizierten bei uns chancenlos werden und bleiben. Und wer kommt dann für diese Arbeitslose auf? Oder sollen wir sie nach Zentralafrika exportieren?
Wirtschaftsräume brauchen eine Mindestgröße um optimal funktionieren zu können. Sie müssen auf keinen Fall dazu den gesamten Globus umfassen. Ein etwas längere Zeit funktionierender Wirtschaftsraum braucht sinnvolle Regulierungen die auch eingehalten werden. Ist in der EU schon kompliziert und ist weltweit nicht durchführbar. Wir sollten deshalb den Versprechungen bezüglich des Gewinns durch den weltweiten Handel nicht so einfach glauben. Sicherlich werden etliche zu den Gewinnern gehören (jene die ihn laufend fordern) aber es wird auch viele Verlierer geben. Und die dann noch größer werdenden Ungleichgewichte werden der Finanzwirtschaft den Genickschuss verpassen und wir werden dann alle im Paradies leben.
Wir sind in der Vergangenheit in einen weltweiten Handel geschlittert, der wegen fehlender Regulierung nicht funktionieren konnte und deshalb auch ein Grund der ausufernden globalen Verschuldung ist. Und um unsere Probleme zu lösen, weiten wir beides aus.
Sozialstandards sind wichtig und können von Handelsnationen eingefordert werden. Eine Regierung ist immer nur der eigenen Bevölkerung einen Leistungsbeweis schuldig.
@Malko07, sehr gut beschrieben, ein Markt braucht immer eine kritische Größe um Funktionsfähig zu sein. Die EU ist in einigen Bereichen so wenig Innovationsfähig (Konsumelektronik um eine Beispiel zu nennen), wir würden ohne einen internationalen Warenaustausch noch lange von den schicken Highend Smartphones träumen.
Einen fairen Handel wird es nie geben. Ein weltweiter Warenaustausch garantiert Skaleneffekte die zu größerem Wohlstand führen. Das hat immer auch eine Kehrseite, wer im Wettbewerb nicht mithalten kann verliert.
Mindeststandards der sozialen Sicherung und der Umweltbedingungen sehe ich als wichtige Voraussetzung an. Ich stimme mit deinen Aussagen weitgehend überein.
Wahrscheinlich ist ein fairer Welthandel die gleiche Utopie wie die Funktionsfähigkeit des Sozialismus.
ave
Wenn ein Raum in der Größe wie die EU geschaffen wurde braucht er keine weitere Vergrößerung. Wichtiger ist es sich darauf zu konzentrieren dass er funktioniert. Es gibt allerdings Gruppen welche aus ganz anderen Gründen wie der allgemeinen Wohlstandsvermehrung eine Erweiterung wie z.B. die Freihandelszone mit den USA wollen. Damit könnten etliche Regulierungen in der EU (Nahrungsmittel, Datenschutz, Verbraucherschutz, ...) restlos hintertrieben werden.
Ein weltweiter Warenaustausch garantiert Skaleneffekte die zu größerem Wohlstand führen.
Tut mir Leid. Aber meiner Meinung nach ist diese Aussage in ihrer Rigorosität absoluter Blödsinn!
http://www.ariva.de/forum/Abschied-vom-aufrechten-Gang-492387
@Malko: Finnland ist EU Mitglied und technologisch in vielen Bereichen sehr Wettbewerbsfähig. Nokia war es einmal bis es den entscheidenden Trend zu Smartphones verpasst hat.
Eine Wendung zum Guten mag noch möglich seine, ich halte es unter Microsoft Regie für fragwürdig im Falle Nokia.
Skaleneffekte halte ich nicht für rigoros sondern für eine notwendige Voraussetzung zur Produktionsautomatisierung in vielen Bereichen.
Welthandel bedeutet nicht die Aufgabe regionaler Stärken sondern die Stärkung dieser im globalen Wettbewerb. Erhaltenswerte Strukturen und kulturelle Vorlieben müssen geschützt werden.
Das Abkommen von Bali ist doch noch nicht mehr als nur eine Absicht auf die Ausgestaltung der Umsetzung kommt es an um.
Im Grunde entscheidet am Ende der Konsument. Kein Mensch muss ein deutsches Auto, ein koreanisches Smartphone, eine Schweizer Uhr kaufen oder einen amerikanischen Film sehen. Nur sind diese einfach oft besser als die Alternativen.
ave
Italienische Linke wählen Reformer an die Spitze
09.12.2013, 07:00 Uhr
Matteo Renzi soll die Demokratische Partei Italiens in die nächste Parlamentswahl führen. Der Bürgermeister von Florenz kämpft für eine Reform des Arbeitsrechts und niedrigere Steuern.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...tze/9190360.html
Nicht, dass ich den US-Behörden nicht grundsätzlich auch das Übelste zutraute, aber hier soll offenkundig Obama auf den Stil und das Niveau von Bush gesenkt, es wird dafür einfach - Déjà-vu - die Bush-Schablone verwendet. Das wars.
Der Artikel setzt sich mit keiner einzigen der vielen Tatsachen auseinander, die deutlichst für Assads Giftgasbrigaden als Urheber und gegen ihn selbst sprechen.
Assad - war das nicht der, der dann hier mit Putin fast schon für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, als er unter dem akuten Druck der Amis seine Rückzieher machte?
Wie wurde dieser Sieg über den US-Imperialismus hier gefeiert!
oberpeinlich
#97 Die "Unverzichtbarkeit" formulierte hier nur zaphod, und für die "Legitimität" eines US-Schlags hatten er und ich keine "wegen (!!) Auschwitz" - Begründung. Infam, solche Interpretations-Fouls aus feigem Abstand.
Sehr gut erinnere ich mich aber an solche, die sehr lange einen Giftgasangriff überhaupt superkritisch bezweifelten. Und an solche, die daran auch gar nichts soo Besonderes fanden.
Denn das Wichtigste war hier ja, den US-Imperialismus gemeinsam zu besiegen.
Ja, und das ist ja ganz toll gelungen...
Thread, den exzessiven Gebrauch von Smartphones etc. indirekt
kritisieren wolltest. Deckt sich wohl mit den Beobachtungen der
meisten hier im Forum oder deckt sich sogar mit Ihren eigenen
Gewohnheiten.
Der Point of no return ist natürlich längst überschritten, aber es hat
schon eine leicht widersprüchliche, um nicht zu sagen heuchlerische
Note, wenn man unreife Menschen süchtig machendem Equipment,
von kommerziell interessierter Seite aussetzt (MS, Apple, Samsung,
Sony und Konsorten) und wenn es inflationär genutzt wird, dieses
Verhalten dann als Missbrauch denunziert. Die Tabakindustrie ist
auch nicht für den Missbrauch ihrer Produkte verantwortlich.
Schließlich können diese Drogenklitschen nichts dafür, wenn die jungen
Leute süchtig werden. Wie wir alle wissen hat die Zigarettenindustrie
nur eine Zielgruppe, und zwar den mündigen Erwachsenen. Alles
andere ist böswilliger Populismus aus der militanten Anti-Raucher-
Bewegung. Bei den Smartphones analog zu o.g. IT-Unternehmen,
hier allerdings aus der Riege der grünfundamentalistischen Modernisierungs-
und Dauerwachstums Nihilisten.
Sie wollen nur unser Bestes !