Der USA Bären-Thread
Seite 545 von 6257 Neuester Beitrag: 03.02.25 16:52 | ||||
Eröffnet am: | 20.02.07 18:46 | von: Anti Lemmin. | Anzahl Beiträge: | 157.409 |
Neuester Beitrag: | 03.02.25 16:52 | von: Katzenpirat | Leser gesamt: | 24.303.184 |
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Das sind zwar (vermutlich) Hirngespinste, aber wenn die Indizes wieder gestiegen sind, kann man Charttechniker auch mit Kneipen-Argumenten "abspeisen".
Dies nur mal so als Gegen-Szenario zum von Vielen hier erwarteten "Absturz".
http://www.handelsblatt.com/News/Boerse/Sentiment/...genbewegung.html
14. Januar 2008, 13:12 Uhr
KREDITKRISE
US-Städte verklagen Banken wegen Ramschhypotheken
Von Marc Pitzke, New York
Die Kreditkrise erreicht die Gerichte. Als erste US-Stadt verklagt Cleveland die größten Wall-Street-Banken auf Hunderte Millionen Dollar Schadenersatz. Der Vorwurf: Die Konzerne arbeiten wie die Mafia - auch die Deutsche Bank.
New York - Noch vor drei Jahren rühmte sich Cleveland als "lebenswerteste Stadt der USA". Niedrige Kriminalität, gute Schulen, viel Grün, innovative Kommunalpolitik. Die größte Metropole des Bundesstaats Ohio am Ufer des Erie-Sees schien ihre mageren Zeiten, da sie wegen ihrer finanziellen Probleme als "mistake on the lake" verlacht wurde, überwunden zu haben.
So schnell ändern sich die Dinge: Heute ist Cleveland "ground zero" der US-Kreditkrise. Allein im vorigen Jahr wurden hier mehr als 7000 Immobilien zwangsversteigert, deren Besitzer durch windige Ramsch-Hypotheken in den Bankrott getrieben wurden. Ganze Straßenzüge sind verwaist, die Häuser verbrettert, Fassaden und Leitungsrohre von Plünderern abgerissen. Das Stadtbild verkommt, die Kriminalität wächst: Die Mordrate hat den höchsten Stand seit 1990 erreicht.
"Städte können sich wieder erholen", sagt Clevelands demokratischer Bürgermeister Frank Jackson. "Aber wegen der schwindenden Steuereinnahmen in Folge der Zwangsversteigerungen wird das extrem teuer." Vor allem, weil die Stadt auch noch den Unterhalt oder Abriss Tausender leerstehender Gebäude zahlen muss - mindestens elf Millionen Dollar allein im vergangenen Jahr.
Steigende Kosten, sinkende Einnahmen - ein Teufelskreis. Also beschloss Jackson, sich das Geld anderswo zu besorgen. Mit einem beispiellosen Schritt: Der Bürgermeister hat in einem Präzedenzverfahren die 21 größten Banken der Wall Street, die in das Spekulationsgeschäft mit Billig-Hypotheken ("subprime") verwickelt sind, auf Hunderte Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Der Vorwurf: Die Milliardenkonzerne - darunter auch die Deutsche Bank - hätten aus reiner Profitgier ahnungslose Bürger abgezockt und die Kommune an den Rand des Ruins getrieben. Die Unternehmen seien nicht viel besser als die Mafia, wettert Jackson.
Griff in die juristische Trickkiste
"Für mich ist das nichts anderes als organisierte Kriminalität oder Drogenhandel", sagt der Bürgermeister über das "Subprime"-Geschäft. "Es hat auf die Stadtviertel die gleichen Auswirkungen wie Drogenaktivität. Es ist eine Art organisiertes Verbrechen."
Die Klageschrift führt neben der Deutschen Bank die prominentesten Namen der Wall Street auf: Goldman Sachs, Merrill Lynch, Citigroup, Bear Stearns, J.P. Morgan Chase, Lehman Brothers, Bank of America, Credit Suisse, HSBC, Washington Mutual. Außerdem richtet sie sich gegen Spezialfirmen wie Novastar Financial, Greenwich Capital Markets und die größte US-Hypothekenbank Countrywide, die ihrerseits mit argen Problemen zu kämpfen hat und gerade von der Bank of America geschluckt wird.
"Es geht um die 21 Firmen, die im Markt den größten Einfluss hatten", sagt Robert Triozzi, der Justiziar der Stadt Cleveland. "Sie haben in unserer Gemeinschaft die Nachfrage für 'Subprime'-Darlehen geschürt. Sie sind diejenigen, die letztendlich für das, was jetzt in der Stadt Cleveland geschieht, verantwortlich sind."
Um einen Straftatbestand zu finden, mit dem sich der Wall Street der Prozess machen ließe, mussten die Stadtväter Clevelands kreativ werden und tief in die juristische Trickkiste greifen. Sie werfen den Konzernen "Störung der öffentlichen Ordnung" vor. Der entsprechende Paragraph wird in Ohio gerne gegen Firmen angewandt, deren Geschäfte die "Rechte und Interessen" der Bevölkerung gefährden - etwa Umweltsünder. Ob der Passus auch für Kreditsünder gilt, muss sich nun vor Gericht zeigen.
Die Banken streiten alles ab
Die Stadtverwaltung von Cleveland ist sich dessen jedenfalls sicher. Die Wall Street und ihre Investmentbanker hätten die Gutgläubigkeit der Hauskäufer und die Habsucht der Investoren ausgenutzt, obwohl sie es hätten besser wissen müssen und das böse Ende lange absehbar gewesen sei, heißt es in der Klage. "Sie kannten die wirtschaftliche Lage, unter denen sie hier operierten", sagt Justiziar Triozzi. "Aber es war ihnen egal."
Ein Sprecher der Deutschen Bank, die laut Klage über ihre US-Tochter Deutsche Bank Trust im vorigen Jahr für rund 4750 Zwangsversteigerungen im Bezirk Cleveland verantwortlich war, wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern. Auch die anderen Beklagten, von denen viele in dieser Woche miese Quartalsergebnisse vorlegen werden, verweigerten einen Kommentar - oder stritten jede Schuld ab. "Wir halten die Anschuldigungen für unbegründet und planen, die Klage energisch anzufechten", erklärte die Citigroup. J.P. Morgan rechtfertigte sich als einziger Beklagter im Detail: "Wir teilen die Sorge der Stadt über Zwangsversteigerungen und arbeiten, soweit möglich, mit den Schuldnern zusammen, damit sie in ihren Häusern bleiben können."
Der Erfolg der Cleveland-Aktion ist völlig offen, da es noch nie eine derartige Klage gegeben hat. Vor allem nicht am Cuyahoga County Common Pleas Court, einem auf das koloniale Rechtswesen zurückgehenden Zivilgericht in Cleveland, bei dem das Verfahren seit Ende voriger Woche anhängig ist. Das letzte Urteil des zuständigen Richters Peter Corrigan befasste sich auf elf Seiten mit der Forderung, alle Feuerwehrleute müssten ihren Wohnsitz innerhalb der Stadtgrenzen habe (die Klage wurde abgelehnt).
Experten räumen Cleveland trotzdem Chancen ein. "Diese Darlehen waren schadhafte Produkte", sagte Juraprofessorin Kathleen Engel von der Cleveland State University der Lokalzeitung "Plain Dealer". "Sie haben Produkte immer weiter finanziert, von denen sie wussten, dass sie mangelhaft waren und für die Stadt verheerende Konsequenzen haben könnten."
Auch andernorts organisieren Kommunen Widerstand gegen die Finanzkonzerne aus New York. Schon im November prognostizierte die Bürgermeister-Vereinigung U.S. Conference of Mayors, dass die 361 US-Großstädte wegen Kreditkrise und Zwangsversteigerungen in diesem Jahr Verluste von 166 Milliarden Dollar erleiden würden.
"Die Quelle des Unrechts ist die Wall Street"
Baltimore hat inzwischen ebenfalls Klage erhoben. Allerdings nur gegen eine Kreditfirma - Wells Fargo - und mit anderer Stoßrichtung. Das Unternehmen habe die Ramschkredite absichtlich häufiger an schwarze als an weiße Schuldner verscherbelt - ein Verstoß gegen das Anti- Diskriminierungsgesetz. Wells Fargo streitet dies ab.
Auch auf Ebene der Bundesstaaten könnte die Hypothekenkrise ein juristisches Nachspiel haben. Marc Dann, der Justizminister von Ohio, erwägt seinerseits eine Klage gegen die Investmentbanken. Er ermittle gegen "mehr oder weniger dieselben Leute" wie in der Cleveland-Klage. "Hier ist eindeutig Unrecht geschehen, und die Quelle ist die Wall Street." Weitere Verfahren gären in New York und Connecticut, wo der Verdacht besteht, dass die Finanzriesen den Schuldnern Informationen über das Risiko bewusst vorenthalten haben.
All diese Verfahren dürften sich über Monate, wenn nicht Jahre hinziehen - den Kommunen und den Schuldnern helfen sie vorerst wenig. Und die Krise ist noch lange nicht überstanden: In Cleveland werden aktuell 6946 Immobilien online zur Zwangsversteigerung angeboten.
URL:
cognitrend vom 9.1
Verhältnis Optimisten zu Pessimisten
Bullish Bearish Neutral
37 %
41 %
22 %
ggü. letzter
Erhebung
- 12 %
+ 15 %
- 3 %
Drehbuch-Details: http://www.ariva.de/...Arbeitsmarktes_t283343?pnr=3882154#jump3882154
Da meiner Meinung nach der DAX immer noch der Schwanz ist, mit dem der DOW-Köter wedelt, könnte der DAX daher steigen (an Bären herrscht ja kein Mangel, s. # 13616), zumal das Subprime-/Kredit-Problem von wohlmeinenden Bullen ja als "spezifisch amerikanisch" interpretiert werden kann und der Dax mit KGV von 13 ja angeblich "soooo..." billig sein soll.
Nicht zu vergessen: Eine ganze Industrie - die Fonds - will steigende Kurse.
U.S. stock futures climb on IBM guidance, rate-cut view
Last Update: 1/14/2008 7:46:00 AM
LONDON (MarketWatch) - U.S. stock futures improved on Monday, with an upbeat earnings assessment from International Business Machines and growing rate-cut hopes offsetting a warning from Sears Holdings on fourth-quarter performance.
NEW YORK - An analyst on Monday upgraded ratings on home-improvement retailers including Home Depot Inc. and Lowe's Cos. saying a possible recession is already reflected in the share prices.
As the housing market sagged in 2007, Home Depot shares have fallen 41 percent from their high in 2007, Lowe's is down 43 percent and Bed Bath & Beyond is down 40 percent. However, Credit Suisse analyst Gary Balter said the worst might be behind the stocks.
"We are upgrading our ratings on the home improvement names but are doing it based on valuation and early cycle as opposed to any confidence that things will not get worse," wrote Balter in a note on Monday.
He raised his ratings on Home Depot, Lowe's and Bed Bath & Beyond to "Outperform" from "Neutral."
Balter said that typically, home-improvement retailers perform worse than other hardline, or non-apparel, retailers, but once a recession actually hits, they perform better than other stocks.
"While one can argue that this recession will be different because of the overheated housing market and potential credit problems, we believe that our housing related names reflect that and while that will likely slow down the recovery, we believe that the relative worst is behind the stocks," Balter wrote.
Balter said home-improvement stocks are already pricing in a 100 percent chance of recession, while other hardline stocks reflect a 83 percent chance.
However, he reduced his earnings estimate for Lowe's and Home Depot to reflect the weak housing market in 2008.
"Both Home Depot and Lowe's trade at valuations that already imply recessions they own the vast majority of their real estate and the stocks appear to be trading off of estimates well below consensus," Balter wrote. "We would be surprised if the stocks drop even further on estimate revisions, as they seem to be baking in misses and other beat up retailers have slowed their declines on misses recently."
Lowe's shares rose 54 cents, or 2.7 percent, to $20.85 during premarket electronic trading. Home Depot closed Friday at $24.71 and Bed Bath & Beyond closed at $26.14.
Copyright 2008 The Associated Press. All rights reserved. This material may not be published, broadcast, rewritten or redistributed.
IBM expects profit to easily top forecasts
By MarketWatch
Last update: 8:25 a.m. EST Jan. 14, 2008
WASHINGTON (MarketWatch) -- IBM Corp.'s fourth-quarter earnings will easily top analyst forecasts, with profit growth driven by contributions from overseas, the information-technology giant said Monday.
In preliminary results, IBM ) said it expects to earn $2.80 a share from continuing operations, up from $2.26 a share in the year-ago period. Revenue will grow 10% to $28.9 billion, the Armonk, N.Y.-based company said.
The figures easily outstripped Wall Street expectations. Analysts polled by Thomson Financial have, on average, been expecting the component of the Dow Jones Industrial Average to earn $2.60 a share on revenue of $27.82 billion.
"The broad scope of IBM's global business - led by strong operational performance in Asia, Europe and emerging countries [= Währungseffekte - A.L.] - drove these outstanding results," said Samuel J. Palmisano, IBM's chief executive, in a statement. IBM will release more information on Thursday, when it plans to formally announce fourth-quarter results.
The news buoyed IBM's shares in pre-market trading, with Big Blue trading up 6.7% [aktuell: 8,7 % - A.L.] to $104.20. IBM's performance also moved stock futures higher, not to mention rivals in Europe, such as Capgemini (FR:012533), shares of which were up 3.7% in Paris trading.