Der USA Bären-Thread


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Neuester Beitrag: 03.02.25 16:52
Eröffnet am:20.02.07 18:46von: Anti Lemmin.Anzahl Beiträge:157.409
Neuester Beitrag:03.02.25 16:52von: KatzenpiratLeser gesamt:24.301.744
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23513 Postings, 6798 Tage Malko07Citi und die Chinesen

 
  
    #13501
11
12.01.08 19:49

HYPOTHEKENKRISE

Chinesen kaufen sich mit neun Milliarden Dollar bei Citigroup ein

Die größte US-Bank braucht noch mehr frisches Geld: Die angeschlagene Citigroup erwartet eine Finanzspritze von bis zu 14 Milliarden Dollar - vor allem aus China. Nur so glaubt das Finanzinstitut die Hypothekenkrise durchstehen zu können.

London - Rund neun Milliarden der insgesamt 14 Milliarden Dollar kommen voraussichtlich von chinesischen Investoren, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Außerdem solle ein Staatsfonds aus Kuwait eine Milliarde Dollar beisteuern, zwei bis vier Milliarden Doller wolle das Institut durch die Ausgabe von Aktien einnehmen.

An der genauen Zusammenstellung der Kapitalspritze werde noch gearbeitet, berichtete die Zeitung. Möglicherweise könnten sich auch andere Investoren beteiligen. Vertreter der Citigroup waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Investoren aus China und Saudi-Arabien wollten acht bis zehn Milliarden Dollar in den Finanzkonzern stecken. Darunter sei der saudi-arabische Prinz Alwalid bin Talal. Der größte Privataktionär der Bank werde seinen Anteil aber wohl unter fünf Prozent halten, um eine Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden zu vermeiden.

In der kommenden Woche legen die Citigroup und andere große US-Finanzkonzerne ihre Jahreszahlen vor. Infolge der Hypotheken- und Kreditkrise werden weitere Milliardenabschreibungen erwartet. Die Citigroup rechnet für das vierte Quartal bislang offiziell mit Abschreibungen von bis zu elf Milliarden Dollar durch Wertpapiere auf Basis schwach besicherter Kredite - den sogenannten Subprime-Krediten. Nach Einschätzung von Analysten könnten sie allerdings auch deutlich höher ausfallen.

Für die Citigroup ist es nicht die erste Finanzspritze. Sie hatte im November 4,9 Prozent ihrer Anteile an das Emirat Abu Dhabi verkauft. Die staatliche Anlagegesellschaft Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) wurde für 7,5 Milliarden Dollar der größte Einzelaktionär des angeschlagenen Instituts.

Neben der Citigroup sind auch andere große US-Banken sind im Zuge der Krise ins Straucheln geraten und kämpfen mit gigantischen Verlusten. Viele planen, sich frisches Kapital zu besorgen, oder haben dies bereits getan. Die Investmentbank Merrill Lynch etwa hatte sich im Dezember schon bis zu 7,5 Milliarden Dollar gesichert. Dazu stiegen bei dem Institut ein Singapurer Staatsfonds und eine weitere Fondsgesellschaft ein. Auch Merrill Lynch verhandelt laut einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Donnerstag mit weiteren Kapitalgebern: Drei bis vier Milliarden Dollar sollten von einem Staatsfonds aus dem Nahen Osten kommen.

Ebenfalls im Dezember war die staatliche Anlagegesellschaft GIC aus Singapur mit 9,8 Milliarden Dollar bei der Schweizer Großbank UBS eingestiegen, die ebenfalls durch die Hypothekenkrise in die Krise gerutscht ist.

Der Einstieg bei den kriselnden Großbanken ist für die kapitalstarken Geldgeber eine große Chance. Alleine der Aktienkurs der Citigroup hat sich im vergangenen Jahr nahezu halbiert. Die Anleger können hoffen, dass sich die Lage der Banken nun wieder verbessert und damit der Wert ihrer Anteile wieder steigt - zumal der neue Citigroup-Chef Vikram Pandit zu radikalen Schritten bereit ist. Es wird über einen massiven Stellenabbau spekuliert. 30.000 Arbeitsplätze sollen bei der Bank künftig wegfallen, zehn Prozent der weltweiten Belegschaft.

sam/Reuters/dpa www.spiegel.de

 

23513 Postings, 6798 Tage Malko07DB: Euro steigt weiter

 
  
    #13502
9
12.01.08 20:03
Der Euro hat nach den gegenläufigen Leitzins-Botschaften an Wert gewonnen, nicht nur zum Dollar, sondern gegenüber zahlreichen anderen Währungen. Das zeigt sich am handelsgewichteten Euro-Index, der auf Rekordniveau liegt. Das Gegenteil gilt für den handelsgewichteten Dollar-Index, der nahe seines Rekordtiefs liegt. Er gehe davon aus, dass der Euro demnächst bis auf 1,55 Dollar steigen werde, sagte Thomas Mayer, Chefökonom Europa bei der Deutschen Bank in London. Quelle: www.faz.net  
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12993 Postings, 6425 Tage wawidu"Heuschrecken"

 
  
    #13503
8
12.01.08 20:17
Im Mai/Juni 2007 hat Blackstone sein IPO noch mit aller Gewalt durchgepeitscht, obwohl zwei ursprünglich zum Konsortium gehörende Banken abgesprungen waren. KKR hat seinen für August geplanten Börsengang - zum Glück für potenzielle Anleger - abgesagt. Die Stonies hatten wohl die Glocken noch rechtzeitig läuten gehört. Die Initiatoren und die Banken haben abgesahnt, und die hoffnungsfrohen Zeichner (Waren da nicht auch die Chinesen stark beteiligt?) wurden um etliches ärmer.  

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60 Postings, 6323 Tage oasis2Großbanken: Übernahme durch Emerging Markets?

 
  
    #13504
7
12.01.08 20:25
Insbesondere an der Citibank, aber auch an anderen Großbanken läßt sich momentan ein Trend ablesen: gewaltfreie allmähliche Übernahme der Schlüsselpositionen der USA...
Ist eine Übersicht erhältlich, zu wieviel Prozent die fünf amerikanischen Großbanken in bedeutsamen Tranchen schon in ausländischem Besitz sind? Über diese könnten bei einer konzertierten Aktion auch amerikanische Großfirmen(durch Kreditvergabe) langsam unter die Kontrolle asiatischer Tiger, Chinas, Indiens oder Arabiens kommen...
Motto: Wir zahlen mit Eurem Leistungsbilanzdefizit... wenn ihr es nicht ausgleicht, kaufen wir davon ein Stück Amerika...  

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80400 Postings, 7601 Tage Anti LemmingMaos Vision - aufkaufen und verstaatlichen!

 
  
    #13505
15
12.01.08 21:03
Was das läuft ist doch sonnenklar. Der Kapitalismus gipfelt, wie schon von Karl Marx vorhergesagt, in der Verelendung (hier: der Bankenlandschaft), und die Chinesen - offiziell immer noch Kommunisten - kaufen die verzockten Spekulanten vordergründig frei. Doch der chinesische Anteil am Kuchen wird dabei immer größer, nicht zuletzt weil sie die Einzigen sind, die überhaupt noch eine Arbeiterklasse haben und etwas produzieren (die Amis "verbrauchen" ja nur). So holen sich die - in jeder Hinsicht schlitzäugigen/-ohrigen - chinesischen Genossen Stück für Stück zurück, was ihnen in der Lohnknechtschaft für Wal-Mart und Co. an Mehrwert vorenthalten wurde!

Sobald die Chinesen die Zweidrittelmehrheit an USA aufgekauft haben, wird der ganze Laden zwangsverstaatlicht. Rebellische Minderheitsaktionäre kommen in Sammellager auf Kuba, wo sie in volkseigenen Zigarrendrehereien - unter ständiger Androhung von Prügel - für das leibliche Wohlergehen des chinesischen Volkes zu sorgen haben. Die Zigarren gehen komplett in den Export nach Ex-USA, mit Mehrzuteilungsoption für die chinesischen Funktionäre.

Aus der Citi-Bank machen die Chinesen dann eine riesige Citi-Kolchose - mit Gratis-Shows von Mickey Mouse, Zuckerwatte speienden Drachen und Fast Food "süßsauer". Zur gefälligen Zerstreung werden die in Las Vegas beschlagnahmten Glücksspielautomaten landesweit aufgestellt, damit die chinesischen Hausfrauenzocker keine Entzugserscheinungen bekommen. Sie funktionieren allerdings nur noch mit essbaren Reis-Chips, die Spezialisten der Fed regelmäßig von Heißluftballons aus abwerfen.

So siegt der Weltkommunismus - am Ende ohne Blutvergießen - , indem er sich der ekligsten Waffe der Bourgeosie - des US-Dollars - bemächtigt und "das System" damit selber ad absurdum führt.

Nur meine Meinung...  

80400 Postings, 7601 Tage Anti LemmingChina kauft USA, Aktionäre müssen nach Kuba

 
  
    #13506
4
12.01.08 21:14
VORSICHT! Wer jetzt noch Geld in US-Aktien steckt, geht bei der drohenden Zwangsverstaatlichung der USA durch chinesische Mehrheitsaktionäre am Ende leer aus! Besser jetzt verhuren die Dollars, solange die Huren die überhaupt noch annehmen!

http://www.ariva.de/...verstaatlichen_t283343?pnr=3888575#jump3888575  

80400 Postings, 7601 Tage Anti LemmingPardon - # 13506 landete im falschen Thread

 
  
    #13507
5
12.01.08 21:18
Kann man sich eigentlich auch selber auf "Ignore" setzen, wird ja schon langsam peinlich.  

3656 Postings, 6427 Tage CasaubonAufhören AL, ich verschluck meine bavette de boeuf

 
  
    #13508
8
12.01.08 21:51
ja noch. Aber so köstlich, wie meine Frau kocht, kannst du gar nicht posten.

I love you all, spricht das Casaubönchen und wirft sich noch einen Schluck 2002er Pinot gris von der Luxemburger Mosel hinter die ohren. Passt eigentlich ebenso wenig zur bavette de boeuf (blutig bitte schön) wie mein posting hier zum Bärenthread.


Aber wenn AL sich hier erlaubt, 'n bissel in anderen Sphären zu schwelgen ... (ich vergönns ihm, verstehe seine Leidenschaft der Lyrik gegenüber und genieße sie, ebenso, wie gleich mein Digestif.)

Einfach köstlich AL

Weiter so ;-) Bitte bitte bitte

An einem Samstag Abend dürfte dies aber schon erlaubt sein ;-)))

Sorry folks.

Ab Montag poste ich nur noch bei Werner Herzog


Casaubon (Selten so gelacht)  

680 Postings, 6984 Tage magnusfe...

 
  
    #13509
9
12.01.08 21:53
ich ignoriere normalerweise alles was ich schreibe / sage sonst wäre ich ja schon längst pleite und das geht doch nicht

wer soll denn dann die megaturbohausse finanzieren wenn nicht ich ???

 

418 Postings, 6406 Tage gsamsa42AL eins von den 33...

 
  
    #13510
8
12.01.08 22:04
Bierchen war wohl schlecht? ;-)

Ich komme mir in letzter Zeit immer mehr vor ich sei in einem psychedelischen B-Movie gefangen: Araber kaufen die Seele des amerikanischen Kapitalismus und die Börse klatscht Beifall und die FAZ berichtet von "apokalyptischen Szenarien.." und meint damit "Fallen jetzt auch die Oscars aus?", da die Autoren immer noch streiken und das seit 5. November 2007!!! Prognose: Bald gibts bei uns auch keine neuen Hirneinweich-Deppen-Filme.
Es ist alles so...so....mir fällt einfach kein echt treffender Begriff ein. Koyaansiqatsi triffts vieleicht am besten.

AL, ich sehe gerade deine #13507. Uff, dachte nämlich schon du auch;-)  

140 Postings, 6536 Tage michi976Einstieg in die amerikanische Bankenlandschaft

 
  
    #13511
10
12.01.08 22:34
Schlüssige Antworten auf die Frage, warum steigen Asiaten und Ölscheichs bei den amerikaischen Banken ein, ja das ist eine schwierige Frage. Ich würde diese mal wie folgt beantworten, es ist für die Investoren das kleinere Übel. Was würde den passieren, wenn diese Liquiditätsspritzen nicht fliessen würden? Sofern einer der großen Banken Chapter 11 anmelden müßte, würde sich das Karussel in einer atemberaubenden Geschwindigkeit drehen, mit bösem Ausgang, dass ist mal gewiss, da haben weder die Chinesen, die auf Ihren 1,5 Billionen grünen Minitapeten mit immer dem gleichem Gesicht sitzen, noch die Ölscheichs, die bei einer weltweiten Rezession weniger für Ihr Öl einlösen würden, ein Interesse dran. Bei Northern Rock sitzt Goldmann Sachs wochenlang und sucht nach einer Lösung für die Krise und bei den Amerikanern finden sich umgehend Investoren, die mit den Milliarden nur so wedeln, ohne ausgiebiger Prüfung dessen, was sie da eigentlich kaufen. Der Öffentlichkeit wird ebenfalls nur die halbe Wahrheit mitgeteilt, oder weiss hier jemnad, wie genau der Deal abläuft? Gibt es eine Kapitalerhöhung, oder werden Kredite gewährt, und die Aktionäre werden überhaupt erst gar nicht gefragt, ob sie mit einer Verwässerung Ihres Grundkapital´s einverstanden sind? Ich persönlich glaube, das diese Finanzhilfen mit sehr heisser Nadel gestrickt sind, aber die waren wohl verdammt notwendig. Wenn  es sich bei der Citigroup lediglich um Abschreibungen in Höhe von sagen wir mal einfach 30 Mrd Dollar handeln würde, bedürfte es lediglich eines Jahresgewinnes um diese Summe auszugleichen, nein ich vermute da dürfte noch deutlich mehr im Argen liegen. Man darf gespannt sein, was bei diesem Quartal zutage tritt. Aber keine Bange, selbst mit einem neuen Ceo werden die nicht alle Leichen  ans Tageslicht holen, nur so viele, wie der Markt vertragen kann.  

1658 Postings, 6562 Tage Andreanoyep

 
  
    #13512
12.01.08 22:34
 
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80400 Postings, 7601 Tage Anti LemmingLeichendämmerung

 
  
    #13513
13
12.01.08 22:43
so ist es, Michi. Immer nur ein Leiche pro Tag aus dem Keller holen und die dann stückweise verkaufen. Wenn Citi gleich den ganzen Friedhof mit 1000 Leichen auftischt, würden ja die ganzen Ersparnisse der Chinesen nicht ausreichen, das alles aufzukaufen.

Die "Stück-für-Stück-Strategie" hingegen ist raffiniert, denn sie zieht die Chinesen scheibchenweise über den Tisch. Demnächst müssen sie ja auch zusätzlich Angst um das Geld haben, das sie bereits in Citigroup "investiert" haben. Je mehr Portionen da reinfließen, desto williger schlucken sie am Ende die ganz großen Happen.

Das ist in meinen Augen ein raffiniertes Desensibilisierungstraining, das im chinesischen Staatsbankrott für Citigroup endet!  

3656 Postings, 6427 Tage CasaubonAL for Pulitzer

 
  
    #13514
1
12.01.08 23:03
definitiv

;-))))))))))))))))))))))))))))))))


lol  

140 Postings, 6536 Tage michi976...

 
  
    #13515
7
12.01.08 23:15
Al, ich weiß ja nicht welche Drogen du genommen hast, aber die hätte ich auch gerne... Ich habe köstlich gelacht. Aber mal im Ernst für eines bewundere ich die Amerikaner. Wie Sie es schaffen, die ganze Welt für Ihren Konsum schuften zu lassen, ohne das die Finanziers mitbekommen, was da eigentlich abgeht... Bei den Veröffentlichungen der IKB und der diversen Landesbanken habe ich einen Angestellten, der zum Urlaub in die USA reisen wollte, gebeten mir 20000 Dollar, egal ob aus Bankraub oder persönlicher Übergabe durch Heliben, mitzubringen. Das dürfte der Anteil meiner Familie an den Subprimes sein. Letztendlich ist es ja so, dass die Steuerbürger für diese Verluste aufkommt, ob direkt über Steuern oder indirekt über nicht mehr fließende Steuern dieser Unternehmen, die ja die Verluste abschreiben dürfen... Die ganze Mischpoke läuft schon so ähnlich wie bei den Fuggern im Mittelalter...  

12993 Postings, 6425 Tage wawiduVom "Pumpen"

 
  
    #13516
8
12.01.08 23:22
Für Kreditvergabe und Kreditnahme können wir gleichermaßen den schönen Trivialausdruck "pumpen" verwenden. Pumpen sind, sorry: ist, wie wir alle wissen, das Lebenselexier der Wirtschaft. Wenn aber exzessiv gepumpt wird, nennt man das "Aufpumpen" (einer ökonomischen Blase).

Wie sieht das mit dem Pumpen nun bei den Ami-Verbrauchern aus?
Im Anhang steht ein Chart, bei dem die ausstehenden Verbraucherkredite im Verhältnis zum Gesamteinkommen (wohlgemerkt: nicht zum Gesamteinkommen der Kreditnehmer, sondern zum Pro-Kopf-Einkommen) reflektiert werden. Bei dessen Anblick neigt man natürlich zu der Annahme, das mit den Verbraucherkrediten sei ja garnicht soooo tragisch. Seit 2004 sei da ja wohl im Verhältnis zum Einkommen sogar ein Rückgang festzustellen. So können Charts manchmal in die Irre führen.

Fakten:

Anfang 1995 beliefen sich die Verbraucherkredite auf 1 Billion, Anfang 2003 auf 2 Billionen und im Oktober 2007 auf 2,5 Billionen. (Quelle: Markt-Daten.de) Cash Out Refinanzierungen zwischen Anfang 2003 und aktuell in Höhe von etwa 2 Billionen sind darin nicht enthalten.

Laut Markt-Daten.de betrug das Jahreseinkommen pro Kopf der Bevölkerung (Löhne, Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen von Privatleuten) im November 2007 34.000 USD. Im Sommer letzten Jahres habe ich in einer Analyse von John Mauldin gelesen, fast die Hälfte davon basiere auf den Einkünften von etwa 5 % Großverdienern - und die gehören ja wohl nicht zu den Leuten, die Verbraucherkredite brauchen. Leider habe ich den diesbezüglichen Artikel zwischenzeitig gelöscht.

Schon jetzt ist eine erhebliche Anzahl von Amis "ausgepumpt", und es dürften zunehmend mehr werden.

Noch eine Anmerkung zu den heutigen Postings: Absolut Spitze! Das Beste, was ich jemals an einem Tag gelesen habe.

 

 

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140 Postings, 6536 Tage michi976...da sitzt die Brisanz...

 
  
    #13517
8
13.01.08 00:00
...wenn man von realistischen 4,5 Billionen VERBRAUCHERKREDITEN, also Verbindlichkeiten für die Überwiegend keine Sicherheiten respektive Werte gegenüberstehen, ausgeht, die sich auf 300000000 Millionen Bürger verteilen, ich zähl jetzt mal einfachhalber alle Amerikaner, ohne Abzug der 5% Reichen  und Abzug der 20% Superarmen, die keinen Cent Kredit bekommen, dann ergibt sich eine Gesamtverschuldung von 15000 Bucks pro Nase. Anhand dieser Summe kann jeder erahnen, wie es um die Fragilität der amerikanischen Wirtschaft bestellt ist. Sofern sich nur die Kreditvergabe verschärft, wird eine gewaltige Summe dem Konsum entzogen, in der Rezesionsphase zwischen 81 und 83 ist die Quote von 16 auf gesündere 14 % runtergefahren worden, der Wirtschaft wurden ca. 225 MRD (vereinfacht nach heutigem Wert gerechnet, die damals tatsächliche Zahl ist natürlich deutlich niedriger gewesen) entzogen, um gleiches in der jetzigen Zeit zu erreichen, müßte die gewaltige Summe von ca. 800 Mrd entzogen werden, Und das alles ohne Berücksichtigung der überhöhten Imm-Kredite... Das sind dann mal galante 6% des Bruttosozialproduktes, die 2,5 Billionen  Immokredite eingerechnet, reden wir schon von ca. 25 %. Wie das dann heißt wird mit dem Wort Rezession nur geschönt beschrieben... Auch Berücksichtigung finden muss, dass diese ganze Verschuldungsgeschichte ja auch Wachstum generieet, nicht nur Prdukte die konsumiert werden, sondern alleine die wirtschaftliche Bedeutung von 2.5 Billionen Verbraucherkrediten, diese generieren Zinseinnahmen in Höhe von 200 Mrd , Steuereinnahmen, beschäftigen unzählige Banker. Da hängt im "positiven" Sinne so einiges dran.  

2517 Postings, 6378 Tage AlterSchwede_rel20.wawidu

 
  
    #13518
1
13.01.08 00:04
Nasowas, bist du sicher, dass dieser Chart stimmt?
Demnach baut sich ja die private Verschuldung seit 2003 wieder ab in relation zum einkommen...
Das kann doch garnicht sein :)

Immerhin werden die doch jetzt alle arbeitslos... oder ist das Bushs neues Konjunkturprogramm: 2500$ Monatsprämie für Arbeitslose??  

12993 Postings, 6425 Tage wawidu@AL - # 13493 - USD

 
  
    #13519
3
13.01.08 00:07
Dummerweise spielt der Carry-Trade-Kontrahent zum Dollar, der YEN nicht mit!

Noch etwas zu den "Divergenzen", die in diversen Postings angesprochen wurden: In sehr volatilen Phasen kann es zwischenzeitig zu vermeintlichen Divergenzen kommen. Es ist jedoch die Frage, ob es sich bei den Standardindikatoren schon um abgeschlossene Bewegungsmuster handelt. Beim MACD ziehe ich z.B. bekanntlich die Einstellung 36,78,18 vor, die zwischen daily-Standard und weekly-Standard liegt.  

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12993 Postings, 6425 Tage wawidu@AlterSchwede

 
  
    #13520
13.01.08 00:18
Lies mein Posting bitte richtig! Der Chart ist völlig korrekt, doch kommt es auf dessen Hintergrund an. Michi hat das in # 13517 exakt erfasst.  

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2517 Postings, 6378 Tage AlterSchwede_rel20.Einkommensverteilung USA

 
  
    #13521
3
13.01.08 00:28

2517 Postings, 6378 Tage AlterSchwede_rel20.Private Verschuldung

 
  
    #13522
1
13.01.08 00:34

Dennoch: Ich kenne den Chart so... daher meine Frage. Die Private Verschuldung müsste seit 2003 auch weiter gestiegen sein.

Auch in Relation zum Einkommen.

Daher fand ichs merkwürdig, dass es in deinem Chart ab 2003 abwärtsging.

 

12993 Postings, 6425 Tage wawiduSchulden

 
  
    #13523
1
13.01.08 00:44
Interessant dürfte folgender Link sein, dessen Aussage permanent aktualisiert wird. Das Tempo beschleunigt sich sukzessiv.

http://www.alkalizeforhealth.net/Ldebtclock.htm  

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12993 Postings, 6425 Tage wawidu@AlterSchwede - # 13522

 
  
    #13524
1
13.01.08 00:53
Noch mal im Klartext: Bei dem Chart sind Verbraucherkredite mit dem Pro-Kopf-Einkommen der GESAMTBEVÖLKERUNG korreliert! Sehr bemerkenswert in deinem Chart finde ich übrigens die Kurve zu "Domestic Financial Sector Debt".  

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140 Postings, 6536 Tage michi976...gutes Datenmaterial wawidu...

 
  
    #13525
8
13.01.08 01:21
...aber weißt du was das beste ist, wir wissen viel über die Befindlichkeit der amerikanischen Wirtschaft, es steht kurz vor dem Kollaps, sollte also eine briallante Gelegenheit sein für einen saftigen Crash, aber ich befürchte es kommt wieder anders... Auf der anderen Seite, egal in welchem Forum man sich bewegt, morgen wollen sie alle long gehen, wg. Indikatoren, Trin, Bollinger, Macd, Überverkauftheit... Ich bin selber unschlüssig, meine Shorts aus Dez. 2007 weisen nur noch einen geringen Gewinn aus, Zeitwertverlust und Korrektur im Dax war geringer wie gedacht... Aus Sicht eines Kontrarian müßte man short bleiben, zumindestens wenn alle Börsenforen die Allgemeinheit der Anleger wiederspiegeln. Ich glaube auch das die moderne Markttechnik richtige Kursverluste in kurzer Zeit verhindert, die Tage mit den höchsten Kursverlusten in % pro Tag liegen jenseits der 90 iger Jahre... Es springt sofort irgendwo ein Buy-Programm an, wenn bestimmte Indikatoren ein gewisses Level erreichen... Schwierige Zeiten für Shorties...  

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