Hypo Real - Jahrhundertchance oder Niete?
auf gegen die Noch-Eigentümer, denen sie eigentlich verpflichtet sein sollte! Unglaublich...morgen hat die Führungsriege um Herr Wieandt angeblich um die 100 Anwälte, Aktienrechtler etc hinter der Bühne sitzen....dieses Geld hätten sie echt besser nutzen können...
Übrigens, ich werde morgen nicht dabei sein...hab mein NEIN-Kreuzchen gemacht.
hier jetzt der Artikel bei FAZ online von heute
Enteignung
Kein Pardon für HRE-AktionäreVon Henning Peitsmeier und Hanno Mußler
Einziger Tagesordnungspunkt der HRE-Hauptversammlung: Der Squeeze-Out der freien Aktionäre
04. Oktober 2009 Es ist ihr letzter großer Auftritt. Ein letztes Mal können die Aktionäre der Hypo Real Estate (HRE) auf einer Hauptversammlung ihrem Ärger Luft machen, sich dagegen wehren, dass der Bund die Bank verstaatlicht und sie aus dem Eigentümerkreis drängt. Ändern wird das nichts mehr. Die marode HRE ist schon mehrheitlich verstaatlicht, die Aktie so gut wie weg vom Kurszettel der Börse.
Bevor der HRE-Vorstand auf Geheiß des Bundes die nächsten Sanierungsschritte geht, muss an diesem Montag die außerordentliche Hauptversammlung absolviert werden. Einziger Tagesordnungspunkt: Der Squeeze Out der freien Aktionäre, der den Bund mit 1,30 Euro je Aktie knapp 160 Millionen Euro kostet. Das ist nicht mehr viel, verglichen mit der notwendigen Rekapitalisierung der HRE. Rund 7 Milliarden Euro Eigenkapital braucht die HRE noch, um künftig über die Runden zu kommen. Knapp 3 Milliarden Euro sind schon nach der letzten außerordentlichen Hauptversammlung Anfang Juni geflossen.
„Enteignung“, „Sauerei“, „Aufhören“
An das turbulente Aktionärstreffen dürfte sich Axel Wieandt, der seit einem Jahr amtierende Chef der maroden Immobilienbank, nur mit Schrecken erinnern: „Enteignung“, „Sauerei“, „Aufhören“, schallte es ihm damals aus 2000 Aktionärskehlen entgegen, obwohl es seine Vorgänger waren, die den einstigen Dax-Konzern an den Abgrund manövriert hatten. Zwölf Stunden dauerte das Treffen und vieles spricht für eine ebenso lange Wiederauflage. Die Führungsetage hat sich vorbereitet, allein 100 Anwälte, Aktienrechtler und andere Fachleute sitzen hinter der Bühne. Vorne auf dem Podium wird Wieandt unterstützt vom neuen HRE-Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Thiemann. Der frühere DG-Bank-Chef ist ein erfahrener Versammlungsleiter und hat den Zwangsausschluss von Aktionären schon einmal vollstreckt, vor dreieinhalb Jahren beim Chemiekonzern Celanese.
Schon jetzt ist klar: Der Squeeze Out bei der HRE wird ein langes, juristisches Nachspiel mit vielen Spitzfindigkeiten haben. Aktionärsvertreter haben längst angekündigt, rechtliche Schritte gegen Verlauf und Beschlussfassung der Hauptversammlung zu prüfen; sie wollen wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) notfalls bis vor das Verfassungsgericht ziehen. „Das halten wir durch“, sagt Daniela Bergdolt von der DSW.
Der steinige Weg, vor dem die HRE steht, führt weitgehend durch Neuland. Vermutlich noch vor der West LB wird die HRE als erste deutsche Bank eine Abwicklungsanstalt (Bad Bank) gründen. Dorthin soll rund die Hälfte der Vermögenswerte verschoben und langsam abgebaut werden. Doch schon jetzt steckt der Vorstand in schwierigen Verhandlungen mit der EU-Kommission, die mit harten Auflagen die bisher erhaltene Staatshilfe von 3 Milliarden Euro Eigenkapital und 87 Milliarden Euro Liquiditätsgarantien neutralisieren will. Und das ist erst der Anfang des Gerangels mit Brüssel um die Kompensation von Wettbewerbsvorteilen, weil die HRE schnell weitere 7 Milliarden Euro Eigenkapital vom Bankenrettungsfonds Soffin braucht. Unklar ist nur noch, ob sie das Geld auf einen Schlag oder in Tranchen erhält.
Für die Aktionäre, die ein höheres Abfindungsangebot als 1,30 Euro je Aktie fordern, ist besonders ein Gutachten schmerzlich: Die Wirtschaftsprüfer von PWC haben für die HRE vor kurzem einen negativen Unternehmenswert von 800 Millionen Euro ermittelt. Und die Tochtergesellschaft Depfa, im Jahr 2007 noch für 5,2 Milliarden Euro erworben, gilt heute als wertlos. Auch im 58 Milliarden Euro großen Immobilienportfolio gibt es Ausfälle, die das Eigenkapital so weit weitgehend aufgezehrt haben, dass die Bank nach dem Kreditwesengesetz hätte geschlossen werden können. Die Diskussionen über neue Regeln für Banken deuten daraufhin, dass gerade große Banken nach dem Gesetz künftig noch mehr Eigenkapital werden vorhalten müssen als bisher.
Aufspaltung in zwei in etwa gleich große Teile
Wieandt und Thiemann stellen sich auf eine mindestens drei Jahre dauernde Sanierung der HRE ein, an deren Ende eine deutlich kleinere, auf Europa ausgerichtete Immobilien- und Staatskreditbank stehen soll. Der in Brüssel vorgelegte Sanierungsplan sieht als wesentlichen Schritt die Aufspaltung der HRE in zwei in etwa gleich große Teile vor. Die Bad Bank soll rund 170 Milliarden Euro an strukturierten Wertpapieren, Infrastrukturfinanzierungen sowie das außerhalb von Europa eingegangene Immobilien- und Staatskreditgeschäft umfassen. Weil die Anstalt keine Bank ist, muss diese Bad Bank nur mit 0,5 bis 1 Milliarden Euro Eigenkapital ausgestattet werden statt mit 6 Milliarden Euro. Der „gute“ Rest, die neue Kernbank, soll das europäische Staatskreditgeschäft und den größeren Teil des Immobilienportfolios erhalten. Unter dem Namen „Deutsche Pfandbriefbank“ will HRE-Chef Wieandt die Vergangenheit abschütteln, will den belasteten Namen HRE nur noch für die Holding verwenden. Der Sitz der Deutschen Pfandbriefbank in Eschborn, wo der wichtige Geschäftsbereich Treasury angesiedelt ist, wird perspektivisch zu einem Art Doppelsitz der Bank neben München werden.
Die Möglichkeit der Abspaltung von Vermögenswerten in Bad Banks gilt als einziger Weg, die ansonsten praktisch wertlosen Vermögenswerte loszuwerden. Allerdings lauern hier noch Gefahren. Die EU-Kommission sieht durch die Halbierung in Bad Bank und Good Bank ihre übliche Auflage zur Kompensation staatlicher Beihilfen von „Halbierung der Bilanzsumme“ noch nicht als erfüllt an. Zumindest hat Brüssel offenbar in den Verhandlungen über den Umstrukturierungsplan mit der HRE angedeutet, dass die Kommission weitere Verkäufe der Good Bank, beispielsweise auch der guten Teile der irländischen Depfa, vorschreiben könnte. Die Gespräche mit Brüssel sind wenig konstruktiv, heißt es im Umfeld der HRE. Die Unternehmensleitung hält es für wesentlich, dass die Kernbank ihre Refinanzierung künftig ganz wesentlich über Pfandbriefe sicherstellt. Das setzt aber neben der Qualität des Pfandbriefemittenten auch eine gewisse Mindestgröße voraus, die mit 170 bis 200 Milliarden Euro Bilanzsumme taxiert wird.
letztendlich bin ich froh, dass es morgen vorbei ist!
Leute, wir gehen erhobenen Hauptes in die letzte Schlacht
hasta la victoria! siempre!
Auch an unserem vorläufig letzten Tag als Aktionär wird noch dumm gelabert. Meiner Ansicht nach haben die echt kein Anspruch auf Gehalt , Lohn oder sonstiges. Diese Halbwissenverbreitung und das um halbzehn in Deutschland - noch nicht mal Knoppers Zeit.
http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/...ger_id_43__dId_10930819_.htm
mir geht es genauso....auch als ich diesen FAZ Artikel gelesen habe...den vom Aktionär tue ich mir heute nicht mehr an.....
Mich beschäftigt seit Anbeginn dieser Enteignungsaktion, wie sehr die Öffentlichkeit wie Schaafe alles abnickt und nichts hinterfragt und sogar noch applaudiert. Im stillen Kämmerchen lacht sich wohl so mancher ins Fäustchen, dass "Aktionäre", die ja für viele gleichzusetzen sind mit "Bontzen", mal einen auf den Sack kriegen. Das ist wohl die traurige Wahrheit hier in Deutschland. Was hier aber wirklich abläuft, und dass das ein Angriff bzw eine Unterhöhlung unseres Rechtsstaates ist, das überlegt sich niemand. Ich verweise hier nur auf eine Klausel des "nachgebesserten FMStG", das den Aktionären mit finanzieller HAftung droht, wenn sie sich gegen irgend etwas stellen....für mich ist das klassische Nötigung.... Ich bin überzeugt, wenn ein Gesetz als solches einmal funktioniert hat, kann der Gesetzgeber so was wiedermal zusammenbasteln . Nur scheinen die wenigsten in diesem Land so weit zu denken. Heute trifft es "nur" uns Alt-Aktionäre. Aber es kann jeden treffen, wenn dieses Beispiel Schule macht.
diert."
Ich verstehe Dein Unverständnis nicht. Ich würde mich wundern, wenn "die Öffentlich-
keit" (wer immer das auch ist) anders dächte.
Dieser Öffentlichkeit wurde kommuniziert, dass eine "Horde verlogener und raffgieriger
Banker" den deutschen Staat fast in den Abgrund gerissen hätte. Die Rettungsaktion
hat den Steuerzahler 120 Milliarden gekostet. Und davon sollten nun die ebenso raffgie-
rigen Aktionäre (das sind doch die, die ohne zu arbeiten reich werden wollen...?) profi-
tieren?
So, oder so ähnlich denkt "Öffentlichkeit". Es ist eine Wonne, so zu denken; entspricht
es doch genau dem, was man sowieso gern über die "Großkopfeten" denkt. "Wahrhei-
ten (z.B. die, dass HRE den Steuerzahler MITNICHTEN 120 Milliarden gekostet hat)
würden da nur stören!
Erwarten wir also keine Objektivität, kein Verständnis, keine Gnade.
Auch im Wissen um Nicht-Chancen, liegt eine Chance: indem wir nämlich die Realtität
nicht vor unserem Blick verbergen. Und wo die Realität und die Chancen daraus liegen,
habe ich ja oft genug geschrieben. Ich kann damit leben.
War mir für mein Ego wichtig.
Eigentlich fehlt mir heute nur noch aeogod um den Tag perfekt zu machen *G*
..jetzt sind es nur noch 10 Mrd für 2009 und das nächste Jahr benötigte Finanzhilfe einschließlich der bereits in diesem Jahr durchgezogenen Kapitalerhöhung.
Also Peanuts gegenüber der CoBa!
Die Presse hatte von zusätzlichen 7 Mrd gesprochen!
landen: der Staat habe sich -anders als im Fall COBA- (fieser) Tricks bedient, um die
Aktionäre hinaus zu komplementieren. So sei u.a. angreifbar, dass der Bund mit "Ret-
tungsgesetzen" die Schwelle gesenkt habe, bei der der SO erfolgen kann - nämlich
von sonst üblichen 95 auf 90 Prozent. Ferner habe sich der Bund durch eben diese
Gesetze die Möglichkeit eröffnet, durch "Kapitalerhöhungen" seinen Anteil beliebig
auszuweiten und sich damit selbst die Voraussetzungen für den SO zu schaffen.
Anmerkung:
Letztgenannter Punkt wurde hier ausgiebig diskutiert und auch festgestellt, dass sich
hier ein Aufhänger für eine Klage ergeben könnte. Es liegt zumindest der Verdacht nahe,
dass es sich bei dieser Art von Squeeze Out um einen (rechtsmissbräuchlichen) Umgeh-
ungstatbestand handelt, der in Wahrheit auf Enteignung abzielte.
Ferner wird zu prüfen sein, ob in diesem Fall die Verfassung -nämlich die Vorschriften für
Verstaatlichung n. Art. 15 GG- gebrochen wurde.
Link zum Artikel:
http://www.faz.net/s/...2AAE5576CCCCE06089~ATpl~Ecommon~Scontent.html
vom Kopf her weiss ich, dass Du Recht damit hast, dass man nichts anderes erwarten kann - und noch viel wichtiger- NICHT ERWARTEN sollte. Ich sage mir das auch immer wieder, und trotzdem beschäftigt es mich. Ich glaube aber, dass diejenigen, die damit besser umgehen können als ich, deutlich besser gestellt - weil emotional unbeteiligter sind.Mir ist klar, dass die Haltung der grossen Masse in dieser und auch anderen Fragen hier in diesem Land einfach so ist. Das muss man so hinnehmen oder auswandern oder zumindest aktiv dagegen etwas tun (z.B. Journalist werden :-)))))
Seien wir gespannt, wie es irgendwann ausgehen wird...ich habe hier ebenfalls oft genug geschrieben, dass ich grosse Hoffnung in die gerichtliche ÜBerprüfung der Konformität des FMStG mit dem GG und dem europ. Recht sehe. Das wird auf jeden Fall alles dauern.... und vielleicht lerne ich ja doch noch irgendwann, mich über die Dummheit der Masse nicht aufzuregen, sondern ein Stück weit damit zu rechnen.
Weiß zufällig jemand von Euch, ob Flowers bzw. seine Europaleute bei der HV anwesend sind??
habe das Gefühl, direkt dabei zu sein. Nur mein Monitor sieht von den Eiern- und Tomatenwürfen schon recht derb aus.
Es wäre schlimm und ein krimineller Fall von Moral Hazard, wenn die unvorsichtige Aktionäre auf Kosten des Steuerzahlers entschädigt würden.
Das heißt nicht anderes, als dass auch die 1,30 noch ein Geschenk der Steuerzahler sind. Besser wäre es wenn die Aktionäre 0,30 bekommen hätten, was rechtlich auch vertretbar wäre. Damit hätte man deutlicher machen können, dass Aktionäre auf ihre Vorstände aufzupassen und die zu feuern haben.
Wir verbliebenen Aktionäre haben uns informiert. HRE ist ein DAX Unternehmen gewesen!
Wir haben hinter die Kulissen geschaut und gerade deswegen sind wir bzw. die heute Zeit hatten auf die HV zu gehen auf den Barrikaden!
Du selbst hast doch Steinbrück als Flasche bezeichnet- er ist ne echt fiese Flasche.
Insofern kann und will ich Deinen Standpunkt nicht akzeptieren.
Hätte er eine ernsthafte Diskussion gewollt, dann hätte er hier auch kontinuierlich gepostet, aber so.....
"...ein Aktionär geht Risiken ein und man sollte sich vorher das Unternehmen genau
ansehen. Wer keine Risiken eingehen will, sollte Bundesschatzbriefe kaufen."
Erstens darf man von einem DAX-UNTERNEHMEN, in das Pensionsfonds, Versicherungen
und Banken aus aller Welt -ja sogar der Staat selbst- investiert haben, darauf vertrau-
en, dass da nichts anbrennen kann; wenn nicht hier, wo denn sonst?
Unternehmen der Finanzbranche haben dabei als BESONDERS seriös gegolten.
Bis...die Finanzkrise kam und alles auf den Kopf gestellt hat. Obendrein hat man fest-
stellen müssen, dass man von einem gewissenlosen Geschäfstführer beschissen und
belogen worden ist. Nun die Frage:
Hätten das die Anleger voraussehen können oder gar müssen?
Falls ja: dann hätten es ja wohl alle Anleger allen Branchen müssen. Denn: die Finanz-
krise hat ja ALLE erwischt.
Aber: KEINER hat sie kommen sehen. Keiner hat das Ausmaß geahnt und keiner hat
voraussagen können, welches Unternehmen es am schlimmsten erwischt.
Heute wissen wir das alles und es ist wie immer: hinterher weiß man mehr.
Und: hinterher kommen sie angeschlappt, die Besserwisser, die alles schon vorher
gewusst haben. Man kennt das ja schon lange. Nur: sehr originell ist das inzwischen
nicht mehr.
1530 Uhr: Sie haben es gemerkt - die Einträge werden spärlich. Der Protest verliert doch langsam an Schwung, die Anmerkungen und Fragen werden zunehmend technisch, die Antworten von Vorstandschef Wieandt auch. Deshalb werde ich meine Berichterstattung über diese letzte HRE-Hauptversammlung beenden - bei der die Anleger aller Ohnmacht zum Trotz ihrer Frust noch einmal Luft gemacht haben....."
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...er/50018309.html
Na, tolle Berichterstattung. Jetzt, wo es keine "Schlachtszenen" mehr gibt, wird die Berichterstattung pünktlich zum Feierabend um 15:30 eingestellt.
GAAAAAAAAAANZ grosser Journalismus. Man kommt sich vor wie im römischen Zirkus.....kaum sind die Sklaven/Gladiatoren verspeist/getötet, ebbt das Interesse ab.........soviel zu der UMFASSENDEN Berichterstattung.
Aber ich denke wie Du: Präsent sein, Fehler aufnehmen und nachher mit dem Anwalt zuschlagen.
Auch in unserem Interesse.
der Vertreter von Flowers IST anwesend. Das habe ich bereits geschrieben. Flowers wird sich nicht mehr vorführen lassen wie z.B. während der Anhörung im März. Warum auch? Ändern kann er an der HV nichts mehr. Der wird die Anwälte sprechen lassen...ich habe Euch nach dem Telefonat schon berichtet, dass sein Interesse ist, als Aktionär drin zu bleiben und dafür wird er kämpfen - juristisch.