Rocket Internet A12UKK
Ich habe sicherheitshalber vorhin aber mal eine Mail an die IR geschickt. Meld mich dann, wenn ich Antwort habe.
Ich weiß was du auf Seite 96 meinst (gerade im Kleingedruckten der Segmenttabelle), aber für mich wird es trotzdem nicht ganz klar, da die Überleitung etc. nicht wirklich verständlich rein rechnerisch zu den anderen Angaben passt. Vielleicht verstehen wir die Aussagen falsch. Oder aber es gab in 2018 noch mehr Teilverkäufe bei Beteiligungen als uns bewusst ist.
Hier jedenfalls die Antwort der IR
Sehr geehrter Herr Xxxxxx,
Die genannten Brutto-Zahlungsmittel per Mitte Mai in Höhe von € 2,6 Mrd umfassen nur Mittel der Rocket Internet SE.
Die Zahlungsmittel und Finanzierungszusagen der Ausgewählten Unternehmen (GFG, Jumia, Westwing, home24) und der regionalen Internet Gruppen belaufen sich auf zusätzlich € 0,4 Mrd.
Anbei die Übersicht aus unserer Quartalsberichterstattung.
Viele Grüße aus Berlin,
Christoph Drayß
Corporate Finance
Rocket Internet SE
Aus der Fußnote 2) der angehängten Grafik würde ich jetzt schließen, dass die Zahlungsmittel von GFG nicht in den 2,6 Mrd. umfasst sind, die von Hello Fresh jedoch schon. Dies habe ich auch bei der IR angefragt.
Letztendes stellt sich die Frage was auf Seite 96 des GB mit den Fußnoten 2 und 3 konkret gemeint ist. Dich hat sicherlich verunsichert, dass dort unter Fußnote 2 steht, dass "Sonstiges" knapp 0,9 Mrd € Finanzmittel der RI SE enthalten. Heißt das jetzt, dass sind die gesamten Finanzmittel der RI SE gewesen? Und wenn ja, wie kann man dann auf 2,6 Mrd Mitte Mai kommen, wo doch nur knapp 850 Mio € durch den Verkauf von Daraz sowie Anteilen an DH/HF dazu kamen? Rein rechnerisch würde das nicht passen.
Demnach müssen entweder die Fußnoten im GB unzureichend erklärt sein, oder in 2018 mehr Anteile an Beteiligungen verkauft worden sein als wir denken/wissen. Oder aber du hast recht und zumindest HFs Finanzmittel werden als Cash zu RI SE gezählt. Allerdings würd ich das erstens nicht nachvollziehen können, und zweitens würden es dann trotzdem noch 2,3 Mrd Bruttocash in der SE sein.
Aber mal abwarten. Ich hatte die IR dazu übrigens auch gleich nochmal angeschrieben. Dann dürften wir ja beide die gleiche Antwort bekommen.
Das Problem ist eher, dass RI extrem detailliert bilanziert. Das ist nicht immer gleich für jeden Anleger verständlich, wenn man diese Unternehmen nicht beruflich (beispielsweise als Wirtschaftsprüfer)analysiert.
Abgesehen davon kommt hier vermutlich einiges der Unklarheit daher, dass wir über Zahlen von Mitte Mai reden, aber nur den GB vorliegen haben. In den 4-5 Monaten kann ja einiges passiert sein, was wir nicht so im Fokus haben und wo RI auch nicht verpflichtet ist, frühzeitig zu informieren. Der Halbjahresbericht kommt ja erst im September.
Durch Teslas Entwicklung kann man solche Firmen auch negativ betrachten.
Wenn das jetzt 625 Mio sind, bedeutet das immerhin 115 Mio € mehr anteilig für RI.
Solange es noch Leute wie dich gibt, die von Pleite und Bilanzfälschung reden, oder von unprofitablem Geschäft, obwohl RI das Gegenteil beweist, kann das Sentiment für die Aktie nicht schlecht sein.
Darauf kommts doch in dem Geschäftsmodell gar nicht an, es sei denn es sind dauerhaft Mehrheitsbeteiligungen, die vollkonsolidiert werden. Aber davon hat RI ja kaum noch welche bzw. aktuell fällt mir keine einzige auf Anhieb ein.
Es geht darum, die Beteiligungen deutlich teurer zu verkaufen als man in sie investiert hat. Und das ist bisher ausgezeichnet gelungen, egal ob bei Zalando (auch wenn das größtenteils vor RIs Zeiten war), DH, HF, Lazado, Daraz, Home24 und vermutlich auch zukünftig bei Westwing, Jumia und Traveloka.
RI verkauft meist dann größere Anteile, wenn die Unternehmen an der Schwelle zur Profitabilität stehen.
Und die Käufer sind ja auch nicht dumm. Alibaba wird beispielsweise sehr genau wissen, welche Margen man mittelfristig erwarten darf.
Wenn eine Delivery Hero erstmal den breakeven erreicht hat, dürfte es danach extrem schnell mit den Gewinnmargen aufwärts gehen. Da sind durchaus Vorsteuermargen von über 20% machbar. Bei Hellofresh werden hohe Margen schwieriger, aber man is ja auch nur mit KUV von etwa 1,5 für die zu erwartenden Umsätze 2019 bewertet. Wenn man da also ab 2020 ne 5% Marge erreicht, hat man durchaus noch gutes Kurspotenzial.
Gut das es Banken mit sogenannten Growthfonds gibt, die ja in die Zukunft investieren.
Entweder, Du hast eine Firma, die unter den ersten drei mitspielt, oder du solltest es lassen, damit irgendwie langfristig zu planen. Das ist das Manko an RI. Bis auf Zalando schaffen sie es einfach nicht mehr richtig. Wir sehen ja, dass denen langsam die Luft ausgeht. Denn die müssen jeden Tag ihre Beteiligungen pushen bzw. glaubhaft irgendwie verkaufen. Wenn aber durch Tesla eine Art Schockstarre bei solchen Investments hervorgerufen wird, was ja sein kann und zu dem Du Katjuschka keine Lösung hast, sieht es für RI schlecht aus.
Wodrin soll ich hier die Zukunft sehen? Alles Koopieen zu irgendwelchen Marken die es geschaft haben, die ich bei RI sehe. Wenn man sich daneben neu positionieren will, dann kostest das Milliarden um ein Player Nummer 2 zu werden und die hat RI so nicht mehr, bei den ganzen Beteiligungen.
Die sollten Sie mal wieder auf 2 Kernbereiche konzentrieren, aber die haben so viele Ladenhütter mit unter dem Tisch, dass man ganz einfach sagen kann: Es ist so wie es steht OK, aber da muss man keine Zukunft sehen.
Natürlich kann ich falsch liegen. Es kann sein, dass die Zahlungsmittel der Beteiligungen nicht in dem von Rocket kommunizierten Cash-Bestand enthalten sind. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass man die S.95 und S. 96 im GB 2017 so verstehen kann, dass in den Zahlungsmitteln die gesamten Zahlungsmittel von GFG und HF enthalten sind. Was für die NAV-Berechnung erheblich wäre.
Hier kann ja jeder seine Meinung offen kommunizieren. Ich lasse mich auch gerne überzeugen, dass ich falsch liege. Ich freue ich sogar, da ich Rocket recht hoch gewichtet habe.
Was für ein Wahnsinn die Leute mitmachen. Ich glaube ja, die Meisten haben irgendwelche ETF die sich nicht verstehen. Und wenn die Blase platzt, ist das Geld weg.
Alles was dann bleibt ist der Frust.
Ob irgendwann mal irgendein Geschäftsmodell kopiert wurde, ist doch völlig egal. Fakt ist, DH, HF, Lazada, Jumia und Co behaupten sich mit ausgezeichneter Marktstellung. Und das Beste ist, RI hat zum Großteil bereits Kasse gemacht.
Aber schön, dass du in die Zukunft sehen kannst.
Du konzentrierst dich mit deiner Kritik ausgerechnet in einer Phase darauf, in der RI hauptsächlich in einem Verkäufermarkt tätig ist. Nach 9 Jahren Rallye erstens nicht das Dümmste, und zweitens kannst du daher gar nicht beurteilen, wie die Zukunft von RI aussieht, da das größte Asset aktuell die Cashposition ist. Was ist wenn sie in eine Marktkonsolidierung hinein in echte Wachstumsmärkte investieren, die dir zusagen?
Was soll ich dazu noch sagen. Wird jetzt albern.
Ich hab den Neuen Markt mitgemacht. Du kannst mir glauben, dass ich sehr, sehr vorsichtig bin, was hohe Bewertungen und irgendwelche Utopien irgendwelcher Vorstände anbetrifft. Da gibts ja im Nebenwertebereich derzeit ganz andere Aktien, wo das schon wieder zutrifft. RI gehört ganz sicher nich dazu.
Allerdings wie gesagt … sobald dort der Breakeven Point erreicht ist, sind da enorme Hebel auf den Gewinn möglich. Naspers wird sich da nicht ohne Grund so stark einkaufen.
Und nun guck dir das Desaster wie bei Delivery Hero an. Die Aktie steigt und die Verluste mehren sich. Für das Geschäftsmodell ist das ein tödlicher Fakt. Und die da Aktien drin haben, haben in meinen Augen sich auf eine Totalverlustrisko eingelassen. Das belegen die Fakten. Da ist kein Turnaround.
Bekommt eine Aktie wie RI erstmal mehrere schlechte Nachrichten, dann geht es schnell bergab.
Mich interessiert der Laden nicht. Ich wollte nur höflich auf Kats frage antworten, aber dann wird man gleich angezickt.
Berlin, 12. April 2018
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Glöckner, Wirtschaftsprüfer
Haas, Wirtschaftsprüfer
Konzernabschluss 31. Dezember 2017
Konzern-Bilanz in TEUR
Vermögenswerte 2017 2016
Summe Eigenkapital 47.258 60.982 DAS SIND MINUS 13.724
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2017 2016
Gesamtergebnis für die Periode -49.208 -60.297 MINUS MINUS MINUS
Davon entfallen auf:
- Anteilseigner des Mutterunternehmens -48.048 -58.776 MINUS MINUS MINUS
- Anteile ohne beherrschenden Einfluss -1.160 -1.521
Summe -49.208 -60.297
Und dann redet man von irgendeinem Turnaround ohne Plan. Ja wann denn bitte?
Aber wenn das befeuert wird, steigt sogar der letzet Müll.
Und was DH angeht, frag ich mich, ob du dich mal mit dem Geschäftsmodell beschäftigt hast. Sich einfach nur auf die Höhe der Verluste zu beziehen, kann doch nicht dein einziges Argument sein. Dann dürften ja extrem viele Modelle, die sich weitestgehend im Internet abspielen, nie profitabel werden. Ich will jetzt nicht die großen US Konzerne nennen, aber es ist doch grundsätzlich nicht ungewöhnlich mitten in der Wachstumsphase (DH wächst immerhin knapp 40% im Umsatz) und bei hohen Investitionen noch Verluste zu machen.
Bei doppelt so hohem Umsatz (den man 2020 im Vergleich zu 2017 sehen dürfte) und etwas geringeren Investitionen, wäre man auf einen Schlag deutlich profitabel. Zudem ist DH in einigen Ländern bereits profitabel und beweist so, dass es grundsätzlich möglich ist. Das dürfte auch der Grund sein, wieso ausgerechnet Naspers sich stark engagiert.
Westwing ist bereits beim Ebitda profitabel und wird das auf Jahresbasis wohl 2018 auch schaffen.
Und das gleiche gilt wie gesagt bei einzelnen DH-Töchtern jetzt bereits und könnte bei HF auf Jahresbasis 2019 gelten. Du kannst das natürlich gerne abwarten. Andere Finanzinvestoren oder Naspers, Alibaba und Co kaufen lieber kurz bevor man den Breakeven erreicht.
Aber gut, die Manager bei Naspers und Alibaba sind für dich vermutlich Dummköpfe.
Und was DH angeht, frag ich mich, ob du dich mal mit dem Geschäftsmodell beschäftigt hast.
Ja, habe ich ja beschrieben, die investieren als Push ohne Geschäftserfolg im Ergebnis.
Sich einfach nur auf die Höhe der Verluste zu beziehen, kann doch nicht dein einziges Argument sein.
In der Wirtschaft will man sein Kapital vermehren. Wer das nicht erkannt hat, der ist hier falsch und sollte besser Kinder hüten oder zur Feuerwehr gehen oder what ever.
Bei doppelt so hohem Umsatz (den man 2020 im Vergleich zu 2017 sehen dürfte) und etwas geringeren Investitionen, wäre man auf einen Schlag deutlich profitabel.
Das so zu verstehen zeigt einfach nur, dass Jemand keine Erfahrung in der Betriebsführung hat oder einfach nur naiv ist. Die meisten Firmen haben eine zu hohen Überschuldungsgrad und eine zu kleine Marge. Vor allem die gepusht werden, damit man Marktanteile schnell generiert.
Bestes Beispiel ist Steinhoff, dass an Leasingkosten genau sovile Schulden fast hat, wie es an Krediten aufgenommen hat und das geht schnell nach hinten los. Ein gesundes Unternehmen kann von Innen wachsen. Übrigens im nächsten Jahr müssen die Firmen die Leasingschulden bilanzieren und dann sieht man besser, wie denen das Wasser bis zum Halse steht. Aber hier geht es nur um den Beteiligungsverkauf bei RI. Was aus der Firma danach wird, ist doch egal.
Man darf nur nicht sich die Sache genau angucken. Dann kann einem ganz übel werden.
CU