Rocket Internet A12UKK
https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf000capud
Eine andere Erklärung sollte es kaum geben. Denn wer ist so dermaßen blöd seine Stücke für weit unter 24 Euro zu verkaufen wenn er vor einigen Tagen noch die sicheren 24 Euro hätte haben können.
Ich bin überzeugt das RI in nächster Zeit wieder tätig werden wird....
Was erst einmal nach einem enttäuschenden Rückzug aussieht, entpuppt sich bei genauerer Analyse als eine disziplinierte und schlaue Strategie, um langfristig Wert für Aktionäre zu schaffen.
Der Größenwahnsinn wird zurückgeschraubt
Als Rocket Internet gegründet wurde, hatte man noch das Ziel, in vielen Internetbranchen einen zukünftigen Giganten nach dem nächsten aus dem Boden zu stampfen, so wie das bereits bei Zalando (WKN:ZAL111) funktioniert hatte und bei HelloFresh (WKN:A16140) bald funktionieren könnte. Auf der Internetseite war unbescheiden das Ziel genannt worden, die größte Internetplattform außerhalb der USA und China zu werden.
Mittlerweile sind aber die offensichtlichen Möglichkeiten, konsumentenorientierte internetbasierte Geschäftsmodelle hochzuziehen, überschaubarer geworden, und viele der vielversprechenden ehemaligen Beteiligungen wurden bereits an die Börse gebracht.
Deswegen scheint Rocket Internet nun auch seine grundlegende Strategie zu überdenken. Das sogenannte Company-Building steht nicht mehr im Vordergrund. Stattdessen werden immer mehr, aber dafür kleinere Investments getätigt, bei denen man operativ nicht mehr so intensiv zuarbeitet, wie das bei früheren Beteiligungen der Fall war. Man wird also eher zu einer Art börsennotiertem Venture Capital-Fonds.
Rank und schlank
Als eine Art Beteiligungsgesellschaft braucht man natürlich viel weniger Mitarbeiter. Deswegen hat Rocket Internet seinem Hauptquartier in den letzten Jahren auch eine Rosskur verpasst.
Ende 2015 arbeiteten in der Berliner Zentrale noch 425 Mitarbeiter, Ende des letzten Jahres betrug dagegen die Zahl der Mitarbeiter gerade einmal noch 171. Rocket Internet betont, dass das kein herzloses Rausschmeißen war, sondern dass viele Mitarbeiter in die Beteiligungen gewechselt sind, was durchaus Sinn machen würde.
So oder so sind 171 Mitarbeiter für ein MDAX-Unternehmen eine sehr kleine Zahl. Man will aber anscheinend Fett trimmen, wo es nur geht.
Die Hürde für zukünftige Wertsteigerungen wird gesenkt
Auch an anderer Stelle verschlankt sich Rocket Internet merklich, nämlich bei der Zahl der ausstehenden Aktien. Bereits im Sommer des letzten Jahres wurde ein Aktienrückkaufprogramm gestartet, das kürzlich aber, noch bevor es ausgeschöpft war, zugunsten einer noch viel größeren Rückkaufaktion eingestellt wurde.
Bei den neuen Rückkaufplänen handelt es sich um ein öffentliches Angebot, bei dem Rocket Internet bis zu 15.472.912 eigene Aktien zu dem festen Preis von 24,00 Euro je Aktie kauft. Damit sollen vor allem Großinvestoren gelockt werden, die große Pakete nur schwer an der Börse loswerden. Sollte dieses Programm voll ausgereizt werden, dann würde man auf einen Schlag ganze 9,37 % des eingetragenen Grundkapitals aus dem Umlauf nehmen.
Ein Rückkauf in einer solchen Größenordnung macht langfristig einen großen Unterschied, denn er senkt die Hürde für zukünftige Vermögenswertsteigerungen, da sich diese auf weniger Aktien verteilen.
Gute Nachrichten für Aktionäre
Als Aktionär kann man durchaus davon enttäuscht sein, dass Rocket Internet aktuell keine neuen Möglichkeiten sieht, ein völlig neues großes Internethandelsunternehmen hochzuziehen.
Sobald man diese Einschränkung aber akzeptiert hat, merkt man, dass Rocket Internet intelligent seine Strategie verändert, um langfristig Wert für seine Aktionäre zu schaffen. Das Berliner Hauptquartier wird möglichst schlank gehalten, um unnötige Kosten zu verhindern, und die Aktienanzahl wird reduziert, damit die Gewinne der Zukunft einen größeren Effekt haben.
Oliver Samwer baut sich hier kein Imperium aus Größenwahn, sondern reagiert mit Disziplin und Fokus auf die sich verändernden Realitäten. So stehen die Chancen gut, dass mit den bei letzter Zählung 2,4 Mrd. Euro Nettorücklagen langfristig Wert für Aktionäre geschaffen wird.
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DGAP-News: Rocket Internet SE / Schlagwort(e): Verkauf
08.05.2018 / 09:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Rocket Internet SE: Übernahme von Daraz durch Alibaba
- Alibaba übernimmt alle Anteile an Daraz, einem von Rocket Internet gegründeten Unternehmen
- Die Transaktion unterstreicht Rocket Internets Fähigkeit, erfolgreich marktführende Unternehmen aufzubauen und Gewinn bringend zu verkaufen
Berlin, 8. Mai 2018 - Rocket Internet SE ("Rocket Internet") hat heute bekannt gegeben, dass das führende chinesische eCommerce Unternehmen Alibaba Group ("Alibaba") alle Anteile der südasiatischen eCommerce Plattform Daraz Group ("Daraz") für einen nicht näher bestimmten Betrag übernommen hat.
Daraz wurde 2012 in Pakistan gegründet und hat sich seitdem zur beliebtesten Online Shopping-Destination des Landes entwickelt. Mittlerweile betreibt Daraz auch Online Marktplätze in Bangladesch, Myanmar, Sri Lanka and Nepal. Die fünf südasiatischen Märkte, in denen Daraz aktiv ist, haben insgesamt eine Einwohnerzahl in Höhe von mehr als 460 Millionen, von denen 60 Prozent jünger als 35 Jahre sind. Daraz wird auch nach Abschluss der Transaktion seinen Markennamen fortführen.
"Der Verkauf von Daraz an Alibaba zeigt erneut Rocket Internets Fähigkeit, erfolgreich marktführende Unternehmen aufzubauen und Gewinn bringend zu veräußern", sagt Oliver Samwer, CEO von Rocket Internet. "Spitzentechnologie und ein starkes Logistik-Netzwerk haben dazu beigetragen, eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Region aufzubauen. Die Übernahme durch Alibaba ist ein großer Erfolg für das ganze Daraz-Team."
--- ENDE---
Jetzt ist das Rueckkaufangebot eben ausgelaufen und der "freie" Markt zurueck. Und die Aktie bewegt sich eben nicht nach oben... Da wird es eben auch einige geben, die lieber jetzt werfen bevor es noch weiter runtergeht. Denn auch der Kursverlauf gestern und heute bislang laesst wieder mieses erahnen...
Ist das nicht möglich? Warun wird jetzt zu dem kurs verkauft?
Das ist mit Rocket überhaupt nicht vergleichbar. Wieso sollten die ihr Geschäft plötzlich einstellen und den Aktionären ihr Kapital auszahlen?
Der Kurs geht kurzfristig nicht so hoch wie manch ein User sich das offenbar erhoffte, und sofort werden Grundsatzdiskussionen begonnen und gefragt was denn los sei, wieso jemand verkauft etc..
Die Aktie ist in den letzten Monaten gut gelaufen, sieht charttechnisch gerade mit der Anordnung der gleitenden DS 100+200 immernoch wunderbar im Uptrend aus. Man ist oberhalb der Unterstützung von 22-23 € und hat weiterhin ein ARP in der Hinterhand, was vermutlich auf einem Niveau von 22 € wieder genutzt werden dürfte. Man hat also in vielerlei Hinsicht fundamental (35% unter Minimum-NAV), charttechnisch und psychologisch hier eine sehr gut abgesicherte Aktie. Lasst das Ding einfach liegen und kauft nach, falls es nochmal etwas abwärts gehen sollte!
Das einzige Risiko besteht ja aktuell noch in dem Klumpenrisiko bei Hellofresh, falls HF im Kurs abstürzen sollte. Andererseits kann es genau andersrum kommen, falls HF überzeugt und dort der Kurs steigt. Man hat ja für 2018 gerade mal ein KUV von 1,3 bei HF. Wenn man es schafft, ab Q4 dort profitabel zu werden, sollte auch dieses Risiko für RI sehr gering sein.