Conergy, Pro und Contra...
Seite 219 von 537 Neuester Beitrag: 01.09.23 10:17 | ||||
Eröffnet am: | 23.09.10 11:32 | von: woodstock99 | Anzahl Beiträge: | 14.406 |
Neuester Beitrag: | 01.09.23 10:17 | von: extrachili | Leser gesamt: | 1.287.311 |
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Da müsste sich der Käufer aber zumindest langfristig Hoffnungen machen können, daß der Laden irgendwann mal profitabel wird. Das ist m.M. nach bei Cony die Quadratur des Kreises.
http://www.ariva.de/forum/...o-und-Contra-421441?page=217#jumppos5442
Es bleibt also abzuwarten, ob sich früher oder später ein Käufer findet. Immerhin kann man davon ausgehen, das Conergy vorerst nicht pleite geht, da wieder genug Cash generiert wurde. Selbst der Kurs bleibt heute überraschend stabil, wo doch die anderen Solarwerte außer Solarworld zum Teil heftig in die Knie gehen. Allen voran Q-Cells!
theoretisch könnte der investor, die schulden mit seinen überschüßen verrechnen und sich so vor dem fiskus arm machen.
Oder er schiebt in die firma noch sein eigenen leichen rein und läßt sie dann zugrunde gehen.
Gruß MIchael
Curt Goetz
:-)
Ulm, wenn du schreibst dass diese transaktion conergy weitere 6 monate das leben rettet, gehst du aber von einem relativ hohen (nah am tastaechlichen wert) summe fuer voltwerk aus, oder?
nur mal so als denkanstoss: Qimonda hatte damals sein inotera joint venture weit unter wert verkauft, um noch weitere 2 monate zu ueberleben. der anteil war milliarden wert und bekommen haben sie nur 300mio (glaub ich).
von daher: lieber mal vorsichtig, solange wir nicht wissen wie die cashbestaende ausschauen.
wann ist denn wieder ein termin (Quartalsabschluss, Jahreshauptversammlung o.ae.) wo wir das erfahren koennen?
@sharpals, derjenige würde sich nicht nur vor dem Fiskus arm machen... :o)
Es wird z.Z. viel von einer Übernahme gesprochen und die Phantasie geschürt! Aber weit und breit ist kein Käufer zu sehen. Nur weil LDK-Solar Sunways übernommen hat, bedeutet das noch lange nicht, dass die Interessenten jetzt plötzkich bei den deutschen PV-Herstellern Schlange stehen. Conergy ist eben kein Schnäppchen. Zu den hohen Schulden muss erstmal kräftig investiert werden, um die Produktionsstraßen zu modernisieren! Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand auf so eine umfangreiche und teutre Kernsanierung einlassen will. Einen positiven Schub erfährt die PV-Branche erst dann, wenn weltweit die Energiebeschaffung deutlich teurer werden sollte, bzw. die PV-Module noch günstiger werden. Aber wo keine Gewinnmarge ist, kann auch nichts mehr verdient werden....
Zudem ist ja wohl anzunehmen, dass Conergy wie andere Modulbauer auch, in Q4 vorallem in Deutschland und in England durch die Jahresendrallye durchaus gute Gechäfte gemacht hat und somit auch einen recht hohen positiven Cash Flow erzielt haben sollte. Immerhin dürfte die Nachfage in Q4 alleine in Deutschland bei um die 2 bis 2,5 GW gewesen sein (in den ersten neun Monate lag sie bei 3,4 GW !!). Da hat Conergy mal ganz sicher davon profitiert. Rechne schon, dass Conergy in Q4 einen positiven Cash Flow von 20 bis 30 Mio. € erzielt haben dürfte.
Was mich aber mittlerweile eher optimistischer macht als die Liquidität, ist die Strategie, mit der die neuen Großaktionäre bei Conergy vorgehen. Für mich wird Conergy derzeit eindeutig zu einer hübschen Braut gemacht. Den ganzen Tante Emma-Laden von Conergy will ohnehin keiner haben und so verkauft man halt die Wechselrichtersparte und die Zellproduktion wird eingestellt. Der nächste Schritt wäre dann noch der Verkauf des Gestellbaus und dann wäre Conergy durchaus ein attraktives Übernahmenziel. Die Schulden wären dann auf einem recht niedrigen Niveau (da kommen dann aber wieder die Verluste aus den ersten 4 Monate 2012 dazu und auch die Restrukturierungskosten werden wohl in Q1 anfallen von um die 20 Mio. €) und Conergy hätte dann eine Mitarbeiterzahl von unter 1.000. Aufgrund der sehr hohen Schulden und der hohe Mitarbeiterzahl bei Q-Cells glaube ich z.B. nicht, dass irgendjemand Q-Cells übernehmen würde. Da sieht es dann mittlerweile schon um eingies besser bei Conergy aus.
Man muss sich aber dann schon auch fragen ob man denn wirklich bei Conergy investiert um auf eine Übernahmen zu hoffen. Da wäre mir das Risiko dann schon zu hoch, denn Übernahmenziele gibt es in Europa und auch in den USA massenhaft. Dass Conergy das alles alleine überleben kann, das halte ich für fast ausgeschlossen. Dazu ist Conergy in seinen einzelnen Geschäftsbereiche ganz einfach zu klein dafür, hat kein profitables Nischenprdoukt und die Bruttogewinnmargen werden in den nächsten zwei Jahre eh nicht allzu hoch sein.
bei q cells gibts aber mehrere moeglichkeiten, z.b. stundung, eine kapitalerhoehung, lizensierung der technologiefuehrerschaft fuer duennschicht, um dieses jahr zu ueberleben. eine uebernahme eines deutschen zellherstellers durch einen asiaten kann ich mir auch nicht vorstellen. allerdings fehlt ja garnicht so viel. schon ein paar projekte zusaetlich koennten die finanzierung des laufenden geschaefts ermoeglichen, fuer die anleihe waere ja das cash dan ausreichend.
Stuttgart - Drei Jahre nach der gescheiterten VW-Übernahme muss sich der Sportwagenbauer Porsche mit einer weiteren Klage von Investoren auf Schadenersatz auseinandersetzen. Diesmal geht es um rund zwei Milliarden Euro. Nach Informationen des „Handelsblatts“ gehören Elliott Associates, The Liverpool Limited Partnership, Perry Partners, DE Shaw Valence und York Capital Management Europe zu den Investmentgesellschaften, die am Freitag beim Landgericht Stuttgart Klage gegen die Porsche Automobil Holding erhoben haben.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/...rsatz-gefordert/6010806.html
...vermutlich ist ein Grossteil des Verkaufserlös für die Wechselrichtersparte schon längst über den Teich geflossen, ob es nun 20, 30 oder 40 Millionen waren spielt keine Rolle mehr. Yes, they can! ;-)
Sicher hat der Conergy-Vertrieb keine 50 Mio. € wert. Zumal ja Conergy auch sehr viel Umsatz im B2B-Geschäft macht und ein solches Geschäft ist recht einfach aufzuziehen. Bindet viel Kapital und die Margen sind nicht allzu hoch.
Was halt Conergy interessant machen könnte für einen Investor ist die Frankfurter Produktion (Zellen sind leicht und günstig zu transportieren - Module halt nicht) und das Projektgeschäft. Natürlich auch die Vetriebskanäle, vorallem in Deutschland, Italien und Frankreich.
Habs schon mal gesagt, vorallem für einen asiatischen Zellhersteller könnte Conergy schon interessant sein, nachdem die Zellproduktion eingestellt wurde. Wobei hier natürlich extrachilli schon Recht, denn die Modulfertigungslinien müssten komplett überholt/modernisiert werden bzw. gleich neue gekauft werden. 150 MW an Modulfertigungslinien kosten etwa 20 Mio. €. Dabei ist aber der Produktionsausfall nicht mit eingerechnet. Ob jemand unter diesen Voraussetzungen bei Conergy einsteigt bzw. gleich ganz kauft, weiß ich auch nicht, aber da die Schulden mittlerweile deutlich niedriger sind wie vor einem Jahr ist die Wahrscheinlichkeit dann schon größer geworden.
Zitat: Conergy kann sich "ungestört" von den anderen Solarwerten absetzen...
Von den Solarbuden ist heute Conergy mal wieder das Schlußlicht. Umsatz 19.000,- Euro, das ist ja garnix! Selbst wenn der Kurs im Plus gelandet wäre,... bei so mickrigen Umsätzen sagt das doch überhaupt nichts aus, nur dass das Interesse weiter nachläßt!
Wen wunderts?
Der Link dazu:
http://www.finanz.de/news/12-01/...-explodiert-3000-megawatt-dpa5786/
("Solarzubau im Dezember explodiert: 3000 Megawatt")
Etwas negativ dabei ist, dass im Juli die Einspeisegarantien dann nochmal um 15% gekürzt werden, denn der Bemessungszeitraum für die Kürzung zum Juli 2012 ist vom Oktober 2011 bis April 2012. Alleine von Oktober bis Dezember wurden schon 4,1 GW an PV zugebaut und das bedeutet eine Kürzung von mindestens 12% ab Juli.
Schon zu Anfang des Jahres wurden die Einspeisegarantien um 15% von 0,29 auf 0,24 €/kWh gesenkt und ab Juli würden die Einspeisegarantien dann mindestens auf 0,21 €/kWh für Aufdachanlage bis 30kW fallen. Für große PV-Anlagen ab 1 MW gibt es dann ab Juli nur noch 0,16 €/kWh.
Bin aber trotzdem etwas überrascht, dass die Solarwerte bis jetzt auf diese wirklich klasse News für die komplette Branche noch nicht positiv reagiert haben. Mit einem PV-Neuzubau von 4,1 GW in Q4 2011 hat nun wirklich gar niemand gerechnet.
Für unsere Stromrechnung ist dieser Neuzubau auch nicht gerade positiv, denn die EEG-Zulage wird deshalb in 2013 nochmal einen kräftigen Zuschlag bekommen. Das wird sicher zu weiteren Diskussioen führen um in Deutschland den PV-Neuzubau zu deckeln wie Frankreich oder Spanien. Jedoch würden die Einspeisegarantien von 0,21 €/kWh die EEG-Zulage nicht mehr so sehr belasten. Belasten tun die PV-Einspeisegarantien unsere Stromrechnung aus den Jahren 2010 (3,7 GW mit 0,34 €/kWh) und 2011 (7,4 GW mit 0,29 €/kWh). Probelmatischer ist da schon, dass jetzt die anderen Kraftwerke im Sommer noch schlechter ausgelastet werden und das werden die Energiekonzerne auf ihre Erzeugerkosten drauf rechnen und das wird man dann an der Stromrechnung zu spüren bekommen.
Wenig Hoffnung für die Aktionäre von Solar Millennium: Der Insolvenzverwalter sieht „keine Chance", das stark angeschlagene Solarunternehmen als Ganzes zu retten. Auch der Verkauf der Solar-Projekte gestaltet sich schwierig. Anleger müssen mit dem Schlimmsten rechnen.
Es ist schade, dass ananas nun mit seinem post wirrkich den letzten schritt vom puscher vollzogen hat: das hetzen und denunzieren gegen seine kritiker, in einem thread aus dem alle (bis auf ein paar fans) gesperrt wurden. Richtig chili, keiner hat behauptet, conergy würde als ersten pleite gehen. Ich weiss dass ulm schon vor nem jahr solon auf platz eins gesetzt hat.
Ich bin gespannt wie er seinen fans die lage nach der insolvenz erklaeren will. Aber das muss er selber wissen.
Nach Ulm´s Berichten, von deutlich mehr Solarzubau als erwartet, sollte man doch davon ausgehen können, dass die deutschen PV Hersteller enorm davon hätten profitieren müssen. Im Gegenteil, einer nach dem anderen geht pleite, trotz Rekordzuwächse! Das wird wohl bei Conergy auch nicht besser gewesen sein, als bei den anderen. Diese Situation zeigt sehr deutlich, wie dramatisch es in der PV-Branche zugeht. Die Gewinnmargen der deutschen PV-Hersteller sind offensichtlich zu gering, um die Kosten zu decken. Immer mehr müssen die Pforten schließen!
Ausländische Interessenten können sich nun günstig mit den Überbleibseln der Pleitebuden eindecken und dadurch wird wohl Conergy immer uninteressanter für mutmaßliche Investoren werden.
Conergy wird dann pleite gehen, wenn ihnen das Cash aus geht. Nachdem sie ihre Wechselrichterabteilung verkauft haben, werden sie wohl eine Zeit lang Bares zur Verfügung haben, vielleicht bis zum Sommer, vielleicht auch ein paar Monate länger...
http://www.ariva.de/forum/...-der-Asche-381672?page=1762#jumppos44057
Aber eines ist auch klar, dass Conergy trotz Zellproduktionschließung, dem Verkauf der Wechselrichtersparte und dem sehr wahrscheinlichen recht guten Q4 (vorallem auf der Cash Seite) sicher noch nicht überm Berg ist. Dafür ist alles was sich rd. um bei PV tut viel zu schwer einzuschätzen. Sei es bei der Nachfrage, bei der Preisentwicklung oder auch bei den Überkapazitäten.
Was man aber bei Conergy schon richtig gut sehen kann, dass die neuen Conergy-Eigentümer alles tun um Conergy zu einer schönen, attraktiven Braut herzurichten. Genau dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass sich die Conergy derzeit so stabil hält, so meine Meinung. Vor einem Jahr mit der Zellproduktion, mit 1500 Mitarbeiter und mit einer Nettoverschuldung von um die 300 Mio. € hätte Conergy wohl überhaupt keine Interessenten gehabt. Jetzt liegt die Nettoverschuldung inkl. des Verkaufs der Wechselrichtersparte und dem wohl guten Cash Flow aus Q4 nach meiner Schätzung sogar knapp unter 50 Mio. € (wird aber sicher bis Ende Q1 wieder nahe an die 100 Mio. € gehen, da in Q1 der Großteil der Restrukturierungskosten anfallen werden und Q1 eh ein ganz schwaches Quartal ist und zudem muss man Ende Q1 dann das Working Capital wieder aufbauen) und Conergy dürfte nach den angekündigten Entlassungen und dem Verkauf der Wechselrichtersparte noch etwa 1000 Mitarbeiter haben. Mit dem Gestellbau hat man doch auch noch ein Geschäftssegment, dass man eigentlich recht einfach verkaufen könnte und das bei einem Jahresumsatz von etwa 80 Mio. € nochmals ein nettes Sümmchen einbringen sollte.
Hier ist immer noch die Rede von großen Überkapazitäten, die sicherlich international immer noch bestehen, aber sicherlich in Q4 weiter stark zurückgegenagen sind. Zumindest was Top tier1 Ware angeht wird sich die Lage sicherlich deutlich entspant haben.
Zu Conergy: Ich glaube nicht das hier überhaupt noch Überkapazitäten gibt, zumindest nicht aus Frankfurt Oder - warum wird das immer wieder geschrieben? Conergy hätte sicherlich deutlich mehr verkaufen können, als sie selbst produzieren konnten.
Voltwerk Wechselrichter waren definitiv sold out. Vielleicht kann die Info ja mal jemand besorgen....
Das kann wohl sein Dow_Jones, aber sehr wahrscheinlich zu hohen Fertigungskosten. Das ist der Punkt, da ja Conergy ganz offenbar noch gar nicht umgestellt hat von zugekauften Zellen auf selbst produzierten Zellen. Umso mehr Conergy verkauft hätte umso höher wäre dann auch wohl der Verlust ausgefallen. Die Modulpreise sind halt auf einem verdammt niedrigen Niveau. Wenns einigermaßen gut gelaufen ist für Conergy, dann haben sie ihr Fertigungslager hoffentlich mit ihren alten Modulen so gut wie alles verkauft und hoffentlich auch ihre Wafer- und Antireflexglasbestände.
Würde aber Conergy mal ganz sicher nicht mehr als Top tier1-Unternehmen bezeichnen. Vor zwei Jahren war das noch so. Tut auch niemand in der Branche, denn da ist Conergy mittlerweile mit ihren eigenen Modulen viel zu unbedeutend.
Aber egal. Schon erstaunlich wie stabil Conergy schon seit Tagen ist. Im Prinzip seit dem Verkauf der Wechselrichtersparte knapp vor Weihnachten und Fahrt hat die Aktie dann aufgenommen seit die Sunways-Übernahme bekannt gegeben wurde. Das war dann auch wohl der beste Conergy-Einstiegspunkt am Montag vor einer Woche. Jetzt müssten halt die 0,38/0,39 € aus dem Weg geräumt werden, aber das wird schwer und ohne Rückdeckung vom Gesamtmarkt verdammt schwer.