Das Volk verarmt
Wenn dem Staat keiner mehr Geld leiht, dann ist Sense mit dieser Art der "Stimulation". Und dann entweicht die heiße Luft, was natürlich mit einem Sinken des aufgeblähten BIP einhergeht.
Dann sinkt der Wohlstand auf die reale Wirtschaftsleistung. Das Problem ist halt: Die Schulden sind trotzdem vorhanden. Deshalb ist es richtig, diese jetzt langfristig zu strecken und kurzfristig zu sehen, dass man die Ökonomie entwickelt. Dazu gibt es m.E. überhaupt keine Alternative. Das wäre übrigens dasselbe, wenn GR aus dem Euro rausginge. Ich würde sogar sagen: Das würde noch dramatischer. Die Auzslandsverschuldung würde damit noch stärker steigen, der Import würde sauteuer (und in vielen Bereichen sind sie auf Import angewiesen). Das wü+rde zu einer drastischen Inflation führen und die Verarmung noch schneller voranschreiten.
Wöährungsanpassungen werden maßlos überschätzt...
So lange ein Wolkenkuckucksheim versprochen wurd, liefen alle wohlgelaunt hinterher, insofern sollen jetzt auch alle ausbaden.
Ohne Schmerz und Tränen läuft da nix.
geht die Verelendung breiter Schichten in GR weiter.
Griechenland ist so nicht zu retten.
Wir sollten bald Care-Pakete schicken.
In Deutschland ist mittlerweile die Haltung in gewissen politischen Milieus etabliert, dass Nehmen seeliger ist den Geben. Während die Griechen dafür kritisiert werden Sozialleistungen unkontrolliert in die Welt rauszublasen, führen genau die Absicht einer effizienteren Sozialhilfe in Deutschland zur Beendigung politischer Karrieren.
Beispiel Westerwelle:
Als er am Parteitag ansprach, dass im Kontext der Weiterentwicklung des deutschen Sozialsystems nicht nur die Bedürftigen berücksichtigt werden müssten, sondern auch diejenigen, die die Sozialleistungen entrichten, damit die Bedürftigen besser erreicht und die Leistenden nicht übermäßig belastet werden, war das sein politischer Tod.
Aus dem Kontext seiner Rede zerissen wurde ja häufig der Satz "Wer anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein" zitiert. Am witzigsten war ja da die "Interpretation" oppositionstreuer Medien, dass er damit "Arbeitslose sind faul" gemeint habe. Dass es ihm darum ging das Sozialsystem auch für die kommenden Generationen zu erhalten, konnte die "Opposition" aufgrund wegbröckelnder eigener Themen schlicht nicht zulassen. Traurig für die deutsche Informationskultur, dass so etwas hier funktioniert, obwohl jeder leicht die Originalreden nachlesen könnte.
Insoweit zum Threadtitel sehe ich auf Deutschland bezogen eine andere Reihenfolge:
1. das Volk verdummt
dann
2. das Volk verarmt
(oder sollte ich besser sagen: so arm wie zuvor...?)
Der aktuelle von Deutschland ausgehende europaweite Sparkurs für Löhne, Renten und Sozialleistungsbezieher hat erst Disproportionen in den Handelsbilanzen geschaffen, jetzt zerstört er die Binnenmärkte und verschärft die wirtschaftlichen Probleme und die sozialen Spannungen. Und für dumm verkauft man uns obendrein. Originalton Schäuble:
Hilfe für die Banken = Hilfe für das Volk, so wird ein Schuh draus
Und da verbieten sich alle Vergleiche zwischen D und GR mangels Aussagekraft.
Und ob die Leistungen Steuer- oder Beitragsfinanziert sind, ist eine Systemfrage. Deshalb sagt es auch nix, ob 40, 50 oder 60% des Bundeshaushalktes für Sozialleistungen draufgehen. Man hat in den letzten Jahren eben zur Entlastung der Arbeitskosten stärker auf Steuerfinanzierung statt Beitragserhöhungen gesetzt. War richtig.
Wenn, wie in Griechenland, der Verbrauch die Wirtschaftskraft deutlich übersteigt, dann geht das eben nur auf Fremdfinanzierung. Und das hat dann ein Ende, wenn keine Geldgeber mehr da sind.
Da kann man Brüning bemühen, da kann man lamentieren: Es hilft nix. Die Anpassung ist unausweichlich. Ob mit Euro oder Drachme.
Mitgefühl (christliche Nächstenliebe oder Solidarität) für die Menschen
in GR, die jetzt am Existenzminimum vegetieren.
Alle anderen Sachargumente zur griechischen Wirtschaft hier sind ja korrekt,
aber humanitäre Hilfen ....
Griechenland wird verarmen.
Wir sollten Care-Pakete schicken und Spenden sammeln.
Ich glaub, das reicht.
Und dann werden sie immer noch den Vorteil haben, ordentlich aus EU-Töpfen bedient zu werden.
Ist bitter, aber eben die Wahrheit.
Vor allem werden sie auf diesem Niveau natürlich
ihren Kapitaldienst spielend leicht bedienen können.
Also, in spätestens 10 Jahren sind sie wieder pleite.
Was würde in Wahrheit passieren? Man kann jetzt schon sehen wie die eigene Bevölkerung der Währung nicht mehr traut, von internationalen Anlegern ganz zu schweigen. Die Währung wird folglich abgewertet. Was vielleicht gut sein mag für die Wettbewerbsfähigkeit. Was aber ganz sicher nicht gut für die Schuldenhöhe. Diese sind nämlich in Euro ausgeschrieben und das heißt deren Wert wird dann faktisch zunehmen. Keine wirklich attraktive Lösung.
Das Heer der arbeitslosen Hellenen wird derweil immer größer. Ende November waren bereits über eine Million Griechen ohne Job - Tendenz stark steigend. Ohnehin bezieht nur ein Drittel von ihnen das nicht gerade üppige Arbeitslosengeld. Bisher waren das einkommensunabhängig 461,50 Euro pro Monat. Nach einem Jahr ist auch damit Schluss, eine Grundversicherung wie in Deutschland gibt es in Hellas nicht. Das Arbeitslosengeld wird jetzt auf 359,97 Euro gesenkt."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,814935-2,00.html
Die Griechen haben nichts mehr zu verlieren. Die Regierung kann nichts mehr umsetzen, weil das Volk nicht mehr will. Die DDR hatte damals weniger Probleme und ist auch implodiert. In Griechenland steht das unmittelbar bevor.
2. Während die Vermögenden vor Steuereintreibung geschützt sind, müssen
abhängig Beschäftigte und andere Eurozonenstaaten für die Ausfälle aufkommen.
3. Subventionen führten zu einer ständigen Aufblähung eines inkompeteten
Staatsapparates.
4. Korruption und Ineffektivität des Staatsapparates wurden noch erhöht.
5. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit griechischer Leistungen und Produkte
wurde durch ständige Subventionen geschwächt.
6. Subventionen führten zu einer ungesunden Verlagerung der Wirtschaftstätigkeit
auf Importunternehmen.
7. Die demokratischen Grundrechte werden in Griechenland abgebaut. Finanzin-
vestoren und Euro-Bürokraten bestimmen, was in Griechenland geschieht.
8. Weite Teile der Bevölkerung verarmen, während der Geldadel sich in Griechen-
land bereichert hat und sein Kapital ins Ausland bringt.
9. Im Gegensatz zur offiziellen Verlautbarung hat die Eurozonen-Zugehörigkeit
für Griechenland zum wirtschaftlichen, moralischen und demokratischen Nieder-
gang geführt.
10. Wieder einmal sind aufgrund von politischen Fehlentscheidungen auch hier
im Zusammenhang mit der Euro-Zone Hunderte von Milliarden auf Kosten der
nachfolgenden Generationen verbrannt worden.
Gerettet wurden die Forderungen der Gläubiger Griechenlands,
d.h. in erster Hinsicht internationale Banken und Spekulanten
jüngster Eindrücke aus Athen lebhaft und bedrückend zu illustrieren.
Dort herrsche mittlerweile ein Zustand von Verelendung und Anarchie
wie in der Dritten Welt.
Das Wort vom "Kaputtsparen" und von Weimarer Verhältnissen in den südlichen, unter der Austeritätspolitik darbenden Länder war dann auch sogleich im Raum."
http://www.spiegel.de/kultur/tv/...runde-zur-euro-krise-a-887574.html