Conergy, wie Phönix aus der Asche ?
Seite 1993 von 2158 Neuester Beitrag: 06.03.25 10:25 | ||||
Eröffnet am: | 17.07.09 08:12 | von: Ananas | Anzahl Beiträge: | 54.945 |
Neuester Beitrag: | 06.03.25 10:25 | von: extrachili | Leser gesamt: | 7.123.904 |
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Moderation
Zeitpunkt: 05.07.13 18:35
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Auch sollte man sich vor Augen halten, daß es für einen wirklich unbeteiligten Investor wohl besser ist, wenn er sich mit einer insolventen Firma abgibt. Dort kann er sich die Sahnstücke rauspicken, ohne daß er für Altlasten zahlen muß. Solch einen möglichen Investor juckt nämlich die CoBa im Prinzip überhaupt nicht, nicht umsonst müßte die CoBa auf einen Großteil ihres Geldes verzichten. Die CoBa und damit auch der Bund stehen in diesem Fall ebenfalls auf der Verliererseite. Conergy ist ein Millionengrab für die Altaktionäre und die deutsche Politik (CoBa/Solarförderung)!
flipp
Ich vermute, er hat ein richtig dickes Minus und war nicht einfach nur ein Stänkerer wie einige andere...!
Ich meine, der ist heute wirklich richtig geschockt....
Moderation
Zeitpunkt: 05.07.13 19:28
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was ist mit den Wandelanleihenkäufern ? Auch die müssen sich "ver-a....." fühlen....
und die haben das Investment wohl auch geprüft....oder ?
Die wurden insbesondere bei Conergy eh nie sonderlich pfleglich behandelt, um das mal milde auszudrücken!
Auf Deine letzten beiden Fragen, sven, muss ich sicher nicht antworten, oder?
Ich denke mal, 0,00%!
wird es am günsigsten für einen neuen investor
wenn die insolvenz abgewickelt wird
gläubiger einen teil ihrer forderungen verlieren
aktionäre leer ausgehen
dann rechnet es sich für den investor am besten
so dass auch frisches kapital in den weiterbestand investiert werden kann
statt altschulden/altlasten zu befriedigen/abzubauen/weiterzuführen
finde Ananas sollte wenigstens den Anstand haben sich bei allen Usern zu entschuldigen die er in ein Investment in Conergy "reingeredet" hat anstatt seine Verluste zu beweinen. Ganz ehrlich. Die postings von ihm waren fernab jeder Realität und es wurde mit der Zeit zum Ende hin immer schlimmer. Diesen schönwetter Thread konnte man ja nicht mehr ernst nehmen.
Versprechen die sich aus der Insolvenz mehr als bei Schuldenschnnitt ?
Sofern ein Insolvenzantrag also mehr bringen würde, so hätte sich doch sicher nicht nur 1 gefunden, der diesen befürwortet!
Auch dieses Szenario schmeckt sehr bitter auf der Zunge!
Und eine Zahlungsverzögerung bei einem Großprojekt als weiterer Grund???
Ich behaupte einfach mal, dass hier (wieder einmal) nicht das auf den Tisch gekommen ist, was eigentlich hätte draufgehört!
Im Q1-Bericht vom Mai schreibt Conergy im Risikobericht:
"
Derzeit sind keine der im Geschäftsbericht 2012 aufgeführten bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, deren Eintritt überwiegend wahrscheinlich ist. Der Vorstand geht daher von der Unternehmensfortführung aus.
"
Heute erfährt man von Conergy, dass man schon seit über einem Jahr mit den Banken verhandelt ohne Ergebnisse !!!
Auch dieser Satz von Comberg könnte ein Klagegrund sein: "Ohne eine tragfähige Kapitalstruktur und die entsprechenden liquiden Mittel können wir das von uns geplante Wachstum jedoch nicht umsetzen." So was hat der Comberg aber nie erwähnt. Er hat ja "nur" das Umsatzziel Mitte Mai erhöht um 50 Mio. € !! Jetzt wo die Insolvenz da ist, kommt er aufeinmal damit rüber.
Dann kommt noch diese sehr suspekte Mini-Wandelanleihe Ende Mai dazu, die wohl wegen eines Liquiditätsengpass von Conergy begeben werden musste, denn sonst wäre wohl das Aus schon vor ein paar Wochen gewesen.
Zudem weiß man ja mittlerweile, dass Conergy mit absoluten Kampfpreisen in Deutschland unterwegs war in diesem Jahr. So sagte vor zwei Tagen der Chef des Solargroßhändler Energiebau René Médawar in einem Interview des PV-Magazins:
"
Frage: Haben Sie noch Module aus deutscher Produktion im Angebot?
Médawar: Ja, wir haben Anfang des Jahres Conergy ins Programm aufgenommen. Damit sind wir sehr zufrieden.
Frage: Und die Module kommen aus Deutschland?
Médawar: Die kommen aus Frankfurt an der Oder. Und das Preisniveau ist sehr interessant. Der Lieferanteil von Conergy ist in kurzer Zeit auf einen guten zweistelligen Betrag gestiegen.
"
Der Modulpreis war also "sehr interessant". Das heißt wohl, dass Conergy ihre in Frankfurt produzierten Module für um die 0,50 €/W verscherbelt hat an Energiebau. Also rd. 15 bis 20% unter den normalen Preisen deutscher Modulbauer. Kein Wunder, dass Conergy so das Geld ausgeht. Man wollte bei Conergy wohl auf Teufel kommer heraus Voluminas verkaufen um so für einen Asiaten interessanter zu werden. Das war ein Spiel mit dem Feuer von Conergy.
Wer sich mit Conergy schon länger auseinandersetzt für den ist es eh erstaunlich, dass Conergy überhaupt so lange durchgehalten hat bzw. konnte. Außerdem war doch schon länger klar, dass wenn es bei irgendeinem Großauftrag zu Problemen kommen wird, Conergy mit der hohen Schuldenlast und der geringen Liquidität, ganz große Probleme bekommen würde. Dieses Damoklessschwert hing schon die letzten 12 Monate über Conergy.
Ich bin absolut davon überzeugt, dass Conergy auf irgendeine Art und Weise am Leben bleiben wird wie das bei Q-Cells auch der Fall war. Conergy hat halt mal einen recht guten Namen in der Branche, obwohl Conergy mittlerwele eh fast schon ein "kleiner" Chinese ist mit Chinesische Zellen und chinesischen OEM-Module. Die Aktionäre werden aber mit 99%iger Wahrscheinlichkeit leer ausgehen.
Ich bin mal gespannt welcher China-Solaris in seinem Q2-Ergebnis dicke Abschreibungen vornehmen muss, denn Conergy hatte Lieferantenschulden von 153 Mio. €. Ich tippe mal, dass es Yingli richtig böse erwischen wird.
Auch in der Insolvenz geht die Verar..... weiter!!!
Investor abgelehnt haben, sondern nur eine Bank innerhalb des Konsortiums. Nähere Informationen habe ich aber (natürlich) nicht über die Anteile der einzelnen finanzierenden Banken - wäre schon sehr interessant, an welcher Summe es letztendlich gescheitert ist. Denn klar ist ja auch: Aus der Masse werden die Banken (genau wie die Aktionäre) leer ausgehen...
Ich vermute aber das der Investor deutlich weniger geboten hat, als viele erwartet haben.
Aber ob das weniger war als Insolvenz ?
Bei negativem Eigenkapital wird der Insolvenzverwalter viel Arbeit haben.
Und ein uralt Witz aus den alten Postings : Nach der Insolvenz lassen die Aktionäre Ihre Aktien ausbuchen und haben so eine Tischdecke für die Armenspeisung oder sorgen für einen Häkelrahmen für die Aktie zum ewigen Andenken.
" dazu ( damit ist der Insolvenzantrag gemeint)habe eine aktuell unerwartete Zahlungsverzögerung geführt...hieß es vom Unternehmen"!
Also eine unerwartete ZahlungsVERZÖGERUNG (!) aus EINEM (von den vielen in letzter Zeit gemeldeten!!!) Großprojekt!
Ich bin ja mal gespannt, was noch so alles an Statements kommt.
Traurig für die Investierten, aber es hat schon fast Slapstick-Charakter....
was für ein schöner Tag.
Ich mache ein Überlebenspäckle fertig und schicke dem Lehmann ein Brot
mit sattem Ananas Geschmack;-)
Aber heute gibt er noch alles um die Admis zu beschäftigen.
Conergy hat ja schon immer katastrophale Zahlen vorgelegt und eine Inso hätte mMn schon viel früher eintreten müssen. Nur durch die Wandlung vom positiven Eigenkapital zum negativen (wie auch immer sie das angestellt haben mögen???), die wachsende Schuldenlast bei den Lieferanten und dadurch entstehende Entlastung bei den Bankenkrediten, konnte Conergy wohl die Inso hinauszögern!
OK, hinterher ist man immer schlauer. Trotzdem war das für einen großen Teil der User keine Frage des "ob" sondern des "wann"! Wenn man den kritischen Blick auf sein Invest verliert, kann es einen schnell auf dem falschen Fuß erwischen, so wie heute!