FPH - Wer 2-3 Jahre Zeit hat sollte rein
Es trägt dazu bei das man sich sicherer/wohler fühlt beim Investment wenn auch der Chef selbst kauft.
Sogenannte harte Dezertifizierungen wie wir sie in den Jahren 2013 - 2015 in den USA hatten, können und werden in der Regel nur in Mietländern durchgeführt. In diesen Ländern ist der Hersteller Eigentümer der Frankiersysteme und kann entsprechend die Systeme aus dem Markt nehmen. Dezertifizierungen werden immer mit einem zeitlichen Vorsprung angekündigt. Dies muss allein schon deswegen erfolgen, weil damit immer technische Neuerungen verbunden sind und die Hersteller diese Neuerungen erst einmal umsetzen müssen. Für den Moment sind uns keine Dezertifizierungen bekannt. Mit der Dezertifizierung in den USA haben wir einen großen Teil der Systeme erneuert. Solche großen Volumina stehen bei uns ansonsten nicht zur Disposition. Dies insbesondere nicht, da wir in den letzten Jahren sukzessive die PostBase weiter in den Markt gestellt haben und Systeme nach und nach austauschen/erneuern. Das Einstellen von neuen gegen alte Systeme sollte in einem eingeschwungenem Zustand sein, so dass der Effekt auf die Bilanz gar nicht erst so groß ist. USA war also eine Sondersituation.
Zum Thema De-Mail: Ja, wir haben Kunden, z. B. die DRV und die BA. Und ja, wir machen mit Transaktionen auch Umsatz. Darüber berichten wir aber in der Tat nicht im Einzelnen.
... sorry, das musste raus ... :-);
Aber immerhin, es scheint der Vorstand kriegt die Meinungen/Stellungnahmen von hier mit und nimmt Anregungen von hier tatsächlich auf. Enorm.
mich würde eine einmal interessieren, ob Sie eine Quantifizierung der wegfallenden Abschreibungen ab 2018-2020 für die installierte Basis im Rahmen der Dezertifizierung in den USA vornehmen könnten.
Es müsste doch möglich sein, die Anzahl der ausgetauschten Geräte in 2013,2014 und 2015 zu bestimmen, daraus die Abschreibungshöhe abzuleiten und den damit sukzessive einhergehenden Wegfall der Abschreibungen zu bestimmen.
Der Einfachheit halber kann man ja die geplanten Abschreibungen in 2017 als Basis nehmen mit die Annahme, dass keine weiteren Maschinen hinzukommen (wie gesagt, vereinfachtes Beispiel).
Nehmen wir an, sie belaufen sich auf 18 Mio. in 2017. Welcher Anteil fällt hiervon in 2018 weg, welcher in 2019 und welcher in 2020?
Klar werden neue Maschinen in diesen Jahren verkauft und abgeschrieben, aber mir geht es nun erstmal darum, den Effekt des Wegfalls der Abschreibungen aus der Dezertifizierung bestimmen zu können.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.
Es grüßt
OneLife
Hallo, OneLife! Ich nehme mal an, Sie wollen sehen, wo wir ab 2019 im EBIT respektive im Jahresüberschuss landen. Wir haben in einigen unserer Präsentationen ein Modell gezeigt, dass Ihnen hier weiter helfen kann, ohne dass wir auf die von Ihnen vorgeschlagene Hilfsrechnung zurückgreifen müssen. Schauen Sie sich diese Grafik doch einmal an - S. 47/48. Dann können wir darüber gerne sprechen.
Man wirft da ja Zahlen zu Umsatz und Ebitda-Marge in den Raum und ergänzt sie mit Aussagen zum positiven Freecasflow und Dividendenausschüttung von 35-50% des EPS, die wir ja schon in 2016/17 haben.
Und aus meiner Sicht sind die EPS-Angaben dort aus zweierlei Gründen merkwürdig. Erstens widersprechen sie etwas den Aussagen wonach man bereits ab 2020/21 durchaus über 1 € EPS erzielen will. Dort werden bei 250 Mio € Umsatz nur etwa 0,8 € EPS angezeigt, wenn ich die Graphik richtig interpretiere, dann steigend auf mindestens 1,2 € EPS in 2023. Das ist aber (und das ist mein zweitens) irgendwie unogisch, wenn man ernsthaft mit 17% Ebitda-Marge in 2017 und 20% in 2023 ausgeht, erst recht unter der von Onelife angesprochenen wegfallenden Abschreibungen auf Dezertifizierung im US Mietmarkt. Bei 17% Ebitda-Marge und 250 Mio Umsatz in 2020 müsste selbst bei gleichbleibender Abschreibungshöhe das EPS etwa bei 95-100 Cents liegen. Und bei 400 Mio Umsatz in 2023 und 20% Marge, reden wir im Normalfall von über 2 € EPS, selbst wenn man naturgeäß mit steigenden Abschreibungen rechnet. Wie kommt man da also auf 1,2 €? Oder interpretiere ich die Graphik falsch?
Wobei den Finanzmarkt vermutlich ohnehin viel stärker interessiert, wie man das Umsatzwachstum und die 17% Marge bis 2020 konkret erreichen will. Das muss wohl eher verdeutlichen als die Frage wann die Abschreibungen wieder sinken.
400 Mio Umsatz und 20% Marge bedeuten 80 Mio Ebitda. Und dann sollen da weniger als 20 Mio Überschuss hängen bleiben? Das kann nicht ganz stimmen. Zumindest ist die Graphik erklärungsbedürftig, falls ich sie falsch interpretiere.
Wenn ich also mit den 17% bzw. 20% Ebitda-Marge rechne und 0,8 € bzw. 1,2 € EPS, ergäben sich daraus bei jeweils 33% Steuerquote und leicht negativem Zinsergebnis Ebits von 21 bzw. 30 Mio €. Vielleicht kann Frau Prüser ja mal sagen, ob man mit den gleichen Zahlen rechnet, was allerdings bedeuten würde, dass die Abschreibungen sehr deutlich ansteigen, was mit steigenden Umsatz nicht ungewöhnlich wäre. Aber dann ist Onelifes Frage nicht unberechtigt, in welcher Höhe wann denn die Abschreibungen aus den US Dezetifizierungen fallen. Dann kriegt man wenigstens mal eine Vorstellung von der Kostenstruktur.
Ich würde einfach gerne wissen, wie sich die Abschreibungen, unter der Annahme, dass keine neuen Maschinen hinzukommen, in den kommenden drei Jahren entwickeln würden.
Damit ich genau einschätzen kann, wie groß der Effekt der wegfallenden Abschreibungen aus der Dezertifizierung ist.
Man wird ja wohl bestimmen können, ob in 2013 Maschinen für 3, 5, oder 10 Mio. ausgetauscht wurden. Selbiges gilt für 2014 und 2015. Bei 5 Jahren Abschreibung müssten eben genau diese Beträge aufkumuliert ab 2018 bis 2020 wegfallen. Diesen Effekt hätte ich ganz gerne dargestellt.
Vielen Dank!
siehe #3975 vom 27.6.2017
Vielleicht liegt eine (Teil-)Lösung des Rätsels ja auch darin, dass FP in den nächsten Jahren, insbesondere von 2020 bis 2023 mit Hilfe von Akquisitionen wachsen will.
#Ein Umsatzwachstum von 250 Mio auf 400 Mio in 3 Jahren bedeutet im Durchschnitt eine jährliche Steigerung von rund 17%!!
# Die wird man mit organischem Wachstum, so die Vergangenheit und ebenso bei realistischen Erwartungen für Konjunktur, Wettbewerbsumfeld, Perisentwicklungen, etc., wohl kaum plötzlich herzaubern können.
# Also muss, auch mit Blick auf die Finanzierungsstruktur (EK/FK, Innenfinanzierungskraft), zwischendurch mal eine Verwässerung mit neuen Aktien durch Kapitalerhöhung oder (teils) mit Aktien finanzierte Akqusition in Erwägung gezogen werden.
Wobei deine 17% nicht ganz stimmen. Um auf 400 Mio Umsatz zu kommen, müsste man jährlich 12% wachsen, inklusive anorganischem Wachstum. Ich glaub du hast den Zinseszinseffekt vergessen.
Ich rechne mit 5-6% organischem Wachstum p.a. und rund 100 Mio zugekauftem Umsatz. Die 100 Mio sollte man zur Hälfte mit Eigenmitteln (Cashflow der nächsten 4-5 Jahre minus Dividenden) und zur Hälfte mit Fremdkapital stemmen. Kapitalerhöhungen dürften nicht nötig sein. FP ist gut durchfinanziert und hat ja erst letztes Jahr eine neue umfangreiche Kreditlinie erhalten. Wobei man am Ende des Wachstumszyklus dann ja schon so hohe Cashflows erwirtschaften müsste, dass man die Verschuldung sehr schnell wieder abbauen könnte. Bei 70-80 Mio € Ebitda sollten ja gute Cashflows erwirtschaftet werden, um 50 Mio Schulden in kurzer Zeit abzubauen.
O.k., kann man so sehen.
Wachstum: Die 3. Wurzel aus 400/250 = 1,17 oder Gegenprobe 250x1,17x1,17x1,17 = 400.
Mit 12% Wachstum landest Du erst bei 351 Mio Umsatz nach dem 3. Jahr (2021, 2022, 2023)
Wenn ich davon ausgehe, dass FP dieses Jahr nicht wächst, also von 2017 ausgehe, dann kommt man bei 12% Wachstum p.a. genau auf 400 Mio Umsatz im Jahr 2023.
aber egal ... es ging OneLife ja um was anderes.
crategx meinte von 2020 bis 2023, also von 250 auf 400 Mio. Und da sind 17% richtig.
Und Katjuscha meint vom aktuellen Jahr bis 2023.
Also habt ihr im Prinzip beide recht ;-)
Ohne das "insbesondere" hätte ich gewusst, dass er es von 2020 bis 2023 meint. So war es für mich nicht ersichtlich, dass er konkret ab 2020 meint.
Grundsätzlich würd ich es nicht ausschließen, dass FP schon vor 2020 eine Übernahme tätigt, da man sich ja wie gesagt bereits dafür finanziell gerüstet hat. Von den Cashflow-Erwartungen wäre es aber sicherlich sinnvoller, da erst ab 2020 mit größerem anorganischem Wachstum zu rechnen, wenn man in der Lage ist, das Fremdkapital auch schnell wieder zurückzuführen.
Ich blein aber dabei, dass Kapitalerhöhungen nicht nötig sind. FP ist derzeit kaum verschuldet und hat ausreichend Kreditlinien. Und wenn man wächst wie man erwartet, werden auch die operativen Cashflows ausreichen, um das Wachstum unterstützend zu den Krediten zu finanzieren. Wie gesagt, wenn man 100 Mio finanzieren muss, und die Hälfte davon durch Kredite aufbringt, muss man noch 50 Mio in den nächsten 5 Jahren durch den eigenen Cashflow aufbauen. Das sollte doch machbar sein, also durchschnittlch 10 Mio pro Jahr.
Ja, wir können bestimmen, wie viele Maschinen aus der Abschreibung raus fallen. Die Summen geben wir aber nicht im Einzelnen kund - aus verständlichen Gründen. Würden wir das tun, hieße das unserem Wettbewerb einen schönen Vorteil zu verschaffen. Das möchte keiner. Da diese Diskussion aber nicht ganz jung ist, schauen Sie sich doch dann bitte die Präsentation H1 2016 S. 11 an. Das ist das Bild vor Verkündung der Wachstumsstrategie ACT. ACT sieht vor, verstärkt in die Mietmärkte USA und Frankreich zu investieren, d.h. die installierte Basis auszubauen.
Ihr Verweis auf die Präsentation H1 2016 S.11 bringt mich nur kein Stück weiter, denn hier sind lediglich die Abschreibungen bis 2018 angegeben. Mir geht es ja gerade darum, wie es sich von 2018-2020 entwickeln wird.
Wenn man nun 2018 noch als Übergangsjahr postuliert, mit leicht sinkenden, vielleicht auch konstanten Abschreibungen, dann würde ich ganz gerne verstehen, wie es ab 2019ff weiter geht. In 2019 und 2020 müsste ein Großteil der Abschreibungen ja auslaufen, auch wenn parallel ein paar neue Maschinen hinzukommen werden. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso es den Wettbewerbern einen Vorteil verschaffen sollte. Es geht mir ja nicht darum, die exakte Anzahl ausgetauschter Maschinen mit den monatsgenauen Abschreibungen in Erfahrung zu bringen. Ich würde halt ganz gerne so etwas in der Art hören wie:
"In 2018 fallen XX Mio. an Abschreibungen aus dem Prozess der Dezertifizierung weg, in 2019 kommen nochmals XX Mio. hinzu, 2020 fallen dann in Summe XX Mio. aus der Dezertifizierung weg. Die Abschreibungen werden jedoch nicht 1 zu 1 in diesem Umfang sinken, da wir in den nächsten Jahren weitere Investitionen tätigen."
Welchen Vorteil hat nun ein Wettbewerber aus dieser Nachricht?
Naja, vielleicht sollte ich einfach meine Anteil hier etwas reduzieren, mittlerweile bin ich seit einigen Jahren hier engagiert, in der Vergangenheit konnten die Prognosen und Ziele nicht ansatzweise umgesetzt werden. Wenn ich mir die neue Strategie bzw. die Präsentationen hierzu anschaue, sind es, salopp gesagt, viele bunte mit Informationen überladene Folien, die zwar ein ordentliches Wachstum bis 2020 bzw. 2022 vorsehen, wie genau dies umgesetzt werden soll, wird jedoch nicht valide und greifbar erläutert. Weder, wie man die Marge derart heben soll, noch in welchem Korridor sich die Abschreibungen entwickeln werden.
Sorry für so viel Text, aber ich kann diese teils schwammigen Antworten nicht mehr hören. Es reicht, wenn unsere Politiker es nicht mal mehr schaffen, ihre Meinungen differenziert und klar zu kommunizieren. Dann will ich zumindest bei meinen Investments klare Antworten auf meine Fragen bekommen.
Die Standard-Ausrede, dass der Wettbewerb von Informationen profitieren würde, finde ich in vielen Fällen nicht wirklich zutreffend und übertrieben.
In dem Falle von sinkenden Abschreibungen ist es jedoch wirklich lächerlich und ich hoffe stark, dass diese von asboluter Unfähigkeit oder Dreistigkeit strotzende Ausssage von der IR und nicht vom Vorstand kommt.