Knaus Tabbert AG - Thread!
Wenn Hymer schon "nur" ein Bussgeld im unteren zweistelligen Mio. Bereich zahlen muss, dann wird es für Knaus wohl einiges geringer ausfallen.
Das Bussgeld soll ja die Gewinnabschöpfung verursachen. Hymer verkauft sicher viel mehr Fahrzeuge als Knaus.
Ich tippe mal auf ein Bussgeld von vielleicht 5 Mio., das kann Knauf verarbeiten.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/...n-zahlen-100.html
https://www.aktiencheck.de/news/..._Schattenseiten_offenbart-18245678
Trotz der anhaltenden Kursschwäche könnten fundamentale Kennzahlen für Anleger interessant sein. Das aktuelle Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) liegt bei äußerst niedrigen 0,10, während das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 mit 5,32 prognostiziert wird. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis beträgt derzeit 4,65. Die Marktkapitalisierung des Wohnmobil- und Caravanherstellers beläuft sich aktuell auf 148 Millionen Euro bei 10,4 Millionen ausstehenden Aktien.
https://www.investopedia.com/...-swings-to-loss-cuts-outlook-11691093
Nach vorläufigen Zahlen erreichte KNAUS TABBERT im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von EUR 1.082,1 Mio. (Vorjahr: EUR
1.441,0 Mio.). Ursächlich für den geringeren Konzernumsatz 2024 war im Wesentlichen die Produktionsunterbrechung von in
Summe mehr als zwei Monaten im Geschäftsjahr 2024.
Das vorläufige bereinigte EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2024 nach Berücksichtigung von signifikanten
Bereinigungseffekten insbesondere im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen auf EUR 28,4 Mio.
(Vorjahr: EUR 123,8 Mio.). Das entsprach einer EBITDA Marge (bereinigt) von 2,6%. Zum einen wirkte sich der geringere
Umsatz auf die Ertragslage aus (negative Skaleneffekte). Zum anderen belasteten temporäre Maßnahmen zur Absatzförderung
sowie Risikovorsorgen und Einzelwertberichtigungen das Ergebnis zusätzlich.
Prognose 2025
Im Geschäftsjahr 2025 erwartet der Vorstand einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro (EUR 1.000 Mio.). Die
Ertragskraft, ausgedrückt durch die bereinigte EBITDA-Marge, wird in einer Bandbreite von 5,0% bis 6,5% erwartet.
Alle Angaben zu den Geschäftszahlen 2024 beruhen auf ungeprüften und vorläufigen Werten gem. IFRS.
Habe bei 28 mit etwas Verlust verkauft. Wir sind bei der Hälfte. Der Weg zu vernünftigen Margen ist noch sehr weit.
Auch wenn man es nicht dem jetzigen Vorstand anlasten kann: zu 58 an die Börse gekommen. Jetzt bei 14.
Für die Aktionäre eine mittlere Katastrophe.
Auch beim Ergebnis ging es steil nach unten. Zahlen zum Gewinn nannte Knaus Tabbert bisher nicht, das operative Ergebnis - genauer gesagt das vorläufige bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) - sackte allerdings von 124 Millionen auf 28 Millionen Euro ab.
Als Hauptgrund für den Umsatzeinbruch nannte Knaus Tabbert eine Produktionspause von mehr als zwei Monaten im vergangenen Jahr, mit der das Unternehmen auf hohe Lagerbestände reagiert hatte.
Beim Ergebnis berief sich Knaus Tabbert auf Folgen des geringeren Umsatzes, Kosten für Absatzförderung, Risikovorsorge und Wertberichtigungen. Als Reaktion auf die Probleme hat das Unternehmen den Personalbestand seit vergangenem Herbst nach eigenen Angaben um 15 Prozent reduziert.
Im laufenden neuen Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen weiteren, wenn auch leichten Rückgang beim Umsatz auf rund eine Milliarde Euro. Beim Ergebnis soll es allerdings wieder ein Stück aufwärtsgehen: Die in Aussicht gestellte Marge würde grob eine Verdoppelung bedeuten.
Mehrere Krisen auf einmal
Knaus Tabbert war vergangenes Jahr von mehreren Krisen geschüttelt worden. Allen voran die Absatzprobleme. Im Oktober hatte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Speck das Unternehmen verlassen, im November übernahm Großaktionär Wim de Pundert diese Rolle.
Noch im selben Monat entließ das Unternehmen zwei Vorstandsmitglieder und begründete dies mit "strafrechtlichen Vorwürfen". Kurz davor hatte die Staatsanwaltschaft Landshut wegen Korruptionsverdachts Büros und Geschäftsräume am Firmensitz mit einem Großaufgebot von über 160 Polizisten durchsucht. Zwei Manager kamen damals in Untersuchungshaft. Das Unternehmen gilt nach früheren eigenen Angaben in diesem Fall als Geschädigter.
Der Vorstand wächst nun aber wieder: Ab dem 1. Mai bekommt das Unternehmen mit Jochen Hein einen neuen Vorstand. Er war unter anderem für den Konkurrenten Hymer tätig.
"Knaus Tabbert befindet sich in einem umfassenden Transformationsprozess", sagt Unternehmenschef de Pundert. "Mit der Optimierung unseres Modellportfolios und gezielten Maßnahmen im Vertrieb und Marketing schaffen wir die Basis für eine erfolgreiche Zukunft." Teil der Anpassungen ist unter anderem auch die Streichung einzelner Produkte.
Quelle: dpa-AFX
Und die Angabe einer um Sonderkosten bereinigten Marge ist so eine Sache. Aber selbst ohne Sonderkosten kann man mit einer solch niedrigen EBITDA Marge nicht viel Gewinn machen.
Berichtsart: Konzern-Jahresfinanzbericht
Sprache: Deutsch
Veröffentlichungsdatum: 31.03.2025
Ort: https://www.knaustabbert.de/investor-relations/...te-praesentationen/
Sprache: Englisch
Veröffentlichungsdatum: 31.03.2025
Ort: https://www.knaustabbert.de/en/investor-relations/...s-presentations/
Guidance für 2025 signalisiert Stabilisierung: Auf das laufende Geschäftsjahr 2025 blickt das Unternehmen verhalten positiv. So soll der Umsatz mit rund 1.000 Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Rückhalt dürfte das zuletzt mit über einer halben Milliarde gefüllte Orderbuch geben. Bei der (bereinigten) EBITDA-Marge wird eine Erholung auf 5,0% bis 6,5% angestrebt. Hierzu sollen Kostensenkungen resultierend aus den im Januar 2025 umgesetzten Personalanpassungen beitragen. Als Ergebnis wurde der Personalbestand im Zeitraum von Oktober 2024 bis Februar 2025 über den Abbau von Leiharbeit hinaus nochmal um insgesamt rund 15%, verteilt auf alle vier Standorte, verringert. Hinzu kommen Strukturanpassungen, die u.a. Budgetkürzungen in der Verwaltung und die Streichung ineffizienter Entwicklungsprojekte beinhalten. Hierzu gehören unter anderem die Einstellung des Luxus-Kastenwagens 'KNAUS CASCAN" und der Marke 'XPERIAN".
Gespräche mit Banken: Auch wenn die aktuellen Unternehmensmeldungen hierzu keine Details enthalten, erwarten wir, dass eine Einigung mit den finanzierenden Banken noch vor der Veröffentlichung des für den 31. März angekündigten Geschäftsberichts erfolgt. Eine erfolgreiche Vereinbarung würde die finanzielle Stabilität von Knaus Tabbert sichern und den Weg für den geplanten Turnaround weiter ebnen.
Fazit: Nach dem Umsatzeinbruch in 2024 dürfte nunmehr ein 'Übergangsjahr' folgen, das von nochmals leicht rückläufigen Erlösen, aber auch einer deutlich verbesserten Kostenbasis und damit einhergehend einer deutlich verbesserten Marge geprägt sein sollte. Wir bleiben mit unseren Ergebnisprognosen noch unter der Guidance, da wir auch aufgrund der erwartungsgemäß verhaltenen Neuzulassungen (YTD: -10% yoy) in den letzten Monaten einen weiterhin angespannten Absatzmarkt in 2025 erwarten, zumal wir den Eindruck haben, dass die Wettbewerber bislang verhaltener in den Kapazitätsanpassungen waren. Die erwartete Einigung mit dem Bankenkonsortium dürfte im Zusammenspiel mit den harten und raschen Strukturanpassungen die Basis für einen Turnaround legen, so dass Knaus Tabbert im Falle einer Aufhellung des Marktumfeldes mit den neuen branchenerfahrenen Zugängen im Management schnell und dynamisch auf den Wachstumspfad zurückkehren dürfte. Wir bestätigen daher unsere Kaufen-Empfehlung bei einem unveränderten Kursziel von 30,00 EUR.
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Die Montega AG ist eines der führenden bankenunabhängigen Researchhäuser mit klarem Fokus auf den deutschen Mittelstand. Das Coverage-Universum umfasst Titel aus dem MDAX, TecDAX, SDAX sowie ausgewählte Nebenwerte und wird durch erfolgreiches Stock-Picking stetig erweitert. Montega versteht sich als ausgelagerter Researchanbieter für institutionelle Investoren und fokussiert sich auf die Erstellung von Research-Publikationen sowie die Veranstaltung von Roadshows, Fieldtrips und Konferenzen. Zu den Kunden zählen langfristig orientierte Value-Investoren, Vermögensverwalter und Family Offices primär aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Die Analysten von Montega zeichnen sich dabei durch exzellente Kontakte zum Top-Management, profunde Marktkenntnisse und langjährige Erfahrung in der Analyse von deutschen Small- und MidCap-Unternehmen aus.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
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Oder war mit der Nachricht vom 25.03. bereits alles gesagt?
Irdendwie hab ich das Gefühl, dass Leerverkäufer mitspielen werden. Deshalb hab ich für meinen Nachkauf auch ziemlich tief gestapelt.
Wenn sich Anfang April eine Richtung zeigt, werde ich entsprechend reagieren. Ob man dann für 14 oder 15 nachkauft, ist nicht so wichtig, wenn das Kursziel 30 oder 40 ist.
Ist das nicht ein tolles System, wo ein Vorstand, der den Karren an die Wand gefahren hat und des Betruges angeklagt ist, noch eine stolze Abfindung bekommt?