Der Antizykliker-Thread


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Neuester Beitrag: 12.08.23 18:50
Eröffnet am:04.10.08 11:48von: CandlestickAnzahl Beiträge:14.246
Neuester Beitrag:12.08.23 18:50von: barbadukLeser gesamt:1.570.203
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195 Postings, 7763 Tage Sinnvoller@ Svartur klasse Beitrag !

 
  
    #7651
20.09.09 10:34
Besser kann man es fast nicht formulieren ! - Unterschreibe ich sofort !  

1879 Postings, 5935 Tage RockitDie Arbeitslosenzahlen könnte man als

 
  
    #7652
2
20.09.09 11:26
einen wichtigen Indikator nehmen, aber:
Die Zahl der Arbeitslosen war 2001 relativ niedrig, bei ca. 3.8 Mios, und der DAX stand bei 2200.
2005 war die Arbeitslosigkeit relativ hoch, bei ca. 5 Mios, und die Rally bis zum Crash 2008 begann gerade.
Jetzt haben wir ein ähnliches Bild: mehr und mehr Arbeitslose und steigende Kurse - scheint zusammen zu gehören!?

DAX Performance:
http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/isg/...ndex&wpbpl=ETR

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland:
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/...rt/gif/b_alo_d.shtml  

3329 Postings, 6024 Tage ArmitageZu #7649 und der Frage der Publizität

 
  
    #7653
6
20.09.09 12:46

Ich finde, es ist kein Fehler seine Marktmeinung öffentlich kund zu tun. Es ist einfacher immer über den Dingen zu stehen, schlau zu schwätzen und dann ex post zu erklären, dass man mal wieder im Tiefpunkt doch gekauft hat.

So gesehen muss ich Ehrenrettung für Gehrt betreiben, der die Orakelsprüche seines Zaubersystem 22 kund tut, seine Meinung erläutert, erklärt, analysiert etc. Und man kann genau sehen, ob das Geschwätz und die Performance hoch korrelierten.
Ähnlich ist für mich der Bärenthread einzuschätzen, der den S&P als Benchmark hat – solange dieser Indikator (tief)rot war und ist, hat dieser Club eine hohe Glaubwürdigkeit…

Der Ansatz von unserem Turbo, die Transaktionen in ihrer Gesamtheit offenzulegen ging mir da schon etwas zu weit. Das, was ich mitteilen will, schreibe ich hier und gut ist.

Da hat es z.B. Turbodepot schon einfacher – deren Superduper-System sagt „flat“, dann kommunizieren die das und gut ist – nichts zu diskutieren.

Wobei ich auch die Leute sehen, die einen auf dicke Hose machen, gleichzeitig sind ihre Ariva-Spieldepots auf Null runtergezockt. Diese Leute werden sich schön ärgern und froh sein, wenn das Jahr zu Ende ist und dieser Makel weggewischt wird.

So gesehen sollte man jetzt die Ehrenrettung für die Pfosten dieser Welt betreiben und ihnen die Chance zur Rehabilitierung geben denn irgendwann wird auch wieder ihre Zeit kommen:

Libuda hat mit „Die Krise ist zu größten Teil abgehakt“ einfach in den falschen Topf gelangt, aber auch ich habe zu früh an das Ende der Talfahrt geglaubt und dachte, als Lehman zwar pleite, aber ML gerettet wurde, dass keine der großen Investmentbanken noch übrig war, dass das jetzt der Beginn des Bodens sein könnte. Aber derzeit schreibt er als Anti-AL durchaus lesenswerte Sachen. So gesehen finde ich ihn gut, er steuert als Kapitän seinen Kurse tapfer durch.

Grüner hat vielleicht unverantwortlich agiert, aber sein Update der Kapitalmarktprognose, welche sein Freund Fisher ihm eingeflüstert hat, war sehr gut. Zumal Fisher auch die Größe besitzt, sich über die Fehleinschätzung 2008 auszulassen im Sinnen von „ich habe den Bärenmarkt zweimal exakt erkannt, diesen halt nicht…“.

Und Gehrt wird – das befürchte ich, auch wieder Recht bekommen. Da werden die Leute seine Kapitalkurve posten, wie prima die sich entwickelt hat und dass er vielleicht ein halbes Jahr lang nicht ganz so glücklich agierte. So what… Er hat halt das Problem, dass er sich nicht komplett vom Markt verabschieden kann, weil sonst die zahlenden Frührentner seines Dienstes meutern würden… Und einen Sturm durchzustehen mit GE, Daimler und China Mobile im Bauch ist allemal einfacher, als mit eine Short-KO auf Blei…

So gesehen brauchen wir alle eine große Portion Selbstbewusstsein UND eine große Portion Demut. Sich manchmal vor Entwicklungen wegducken und manchmal tapfer seinen Kurs durchzusteuern. So gesehenen hilft mir der Diskurs auf diesem Board sehr, da ich meine eigene, meist recht autonome  Meinung abgleichen, spiegeln kann mit Leuten, mit denen man hier schon länger interagiert…

Und wenn jemand anderes das als interessant empfindet, umso besser.

Und im Ernst:
Die Wahrheit ist doch die, dass ich Metro, die in Wahrheit eine dralle Blondine aus Schweden ist (wie wir alle wissen) an die Wäsche will…

 

Armitage

 

3329 Postings, 6024 Tage Armitage@Rockit

 
  
    #7654
6
20.09.09 12:56
Die AL-Zahlen sind ein denkbar schlechter Indikator, da er ein nachlaufender Indikator ist.

Und jetzt die Relativierung:
Vor einem Jahr bestand die Gefahr, dass einem das ganze System um die Ohren fliegt, heute hat man Angst vor möglicherweise steigenden Arbeitslosenzahlen.

So bitter es für die Betroffenen ist, aber der DAX bildet die ein paar Unternehmen ab, nicht aber die Gesamtsituation einer Volkswirtschaft und beides (Volkswirtschaft und Unternehmen) haben nicht zwangsweise was miteinader zu tun:

Der DAX ist ein ganz allein betriebswirtschaftliches Aggregat und keine vorkswirtschaftliche Kennzahl.  

1879 Postings, 5935 Tage Rockit@Armitage: Es bestand die Gefahr, dass

 
  
    #7655
3
20.09.09 13:59
uns /möglicherweise/ das ganze System um die Ohren fliegt.

Aber dieses Gerede von Systemrelevant und Kreditklemme kann und konnte ich nicht nachvollziehen.
Meine Meinung war und ist:
- Pleitebanken liquidieren
- Wer einen Kredit für das laufende Geschäft brauch ist eh schon pleite.  

912 Postings, 7173 Tage SvarturArbeitslose und die Auswirkung

 
  
    #7656
12
20.09.09 14:25
Tsja, als die Arbeitslosigkeit höher stand ( Manipulationen mal aussen vor gelassen, es sollte immer die Beschäftigtenquote als eigentliche Kennzahl stehen ), haben gerade deutsche Unternehmen begonnen, ihre Hausaufgaben zu machen, der Staat bei sich selbst hat es leider unterlassen.
Diese Verschlankung hat zu einer wesentlichen Verbesserung der Lohnstückkosten geführt, was schlußendlich den Unternehmensprofit steigert und dann zu fundamental gerechtfertig höheren Kursen führt.
In der heutigen Situation haben wir ein generelles Problem, nämlich den Ausfall von Konsumenten auf verschiedenen Ebenen. Zum einen die hohe Verschuldung in Amiland, zum anderen neben dieser geringeren Kaufkraft auch eine geringere Kaufkraft aufgrund der gesunkenen Beschäftigtenquote.
Man kann die Zahlen lesen wie man mag, um die jetzigen Kurse zu rechtfertigten, bräuchten wir sowohl in den USA, als auch in Europa mehr als 5 % Wachstum, bzw. mehr als 40-50 % Steigerung der Unternehmensgewinne der gelisteten Unternehmen.
In Asien, vorzugsweise China, existiert eine völlig andere Welt. Die Chinesen haben massiv ihre Infrastruktur verbessert, sich in rohstoffreichen Ländern positioniert und das sogar Bevölkerungsnah, also ohne Krieg und sie haben einen hohen Bildungsstandard für einen Teil der Bevölkerung geschaffen, der mit großer Relevanz die Geschicke der Unternehmen lenkt, hier sehr sehr viele Frauen. Damit hat China die Weichen weitaus besser gestellt als wir, muß aber mit einer sehr großen Bevölkerung klarkommen, wo die Bildung nicht entsprechend hoch ist und wo auch die Lebensqualität mehr als schlecht ist. Die Umweltaspekte lasse ich aussen vor, allerdings, in China funktioniert heute das, was vergleichbar mit uns in den 50er bis 60er Jahren stattgefunden hat, auf höherem technischen Niveau.
Somit ist China durchaus als Konsumnachfrager in Zukunft relevant, daß Dumme für westliche Industrienationen ist, daß deren Produkte ein hohes Niveau erreichen und gerade im Maschinenbau sehr stark mit deutschen Produkten konkurrieren wird.
Japan ist vergleichbar mit uns auf wirtschaftlich problematischem Terrain, Russland wird weiter im Kern seine Probleme aussitzen müssen, Indien ist ähnlich zu sehen wie China, aber erstmal nicht so steigerungsfähig wie China.
Die USA, als Hauptkonsument für chinesische Produkte, wird weniger abnehmen, die schwächeren Exporte von China nach den USA zeigen dies. Das wird die Inlandsnachfrage der Chinesen einigermaßen ausgleichen, vor allem, da die Chinesen auch über ihre angesammelten Dollars sehr gut Rohstoffe ankaufen kann und dies auch tut.
Die chinesiche Wirtschaftspolitik zeigt uns, wie es auch bei uns sein müßte, nicht überall, aber insgesamt durchaus, nämlich Entkrustung des Systems durch mehr Freiheiten für den Einzelnen, Vereinfachung der Steuergesetze, mehr Eigenverantwortung, klare Regeln für die Finanzmärkte. Völkerrechtsverletzungen haben die westlichen Industrienationen selbst so viel begangen, daß man da nicht mit Fingern auf China zeigen darf, allerdings ist die Einschränkung der Meinungsfreiheit alles andere als vorbildlich. Wir haben aber einen starken Wettbewerber in China und müssen dem Rechnung tragen, wollen wir Wachstumsraten erreichen.
Die Schritte hin zu mehr Umwelttechnik, wesentlicher Verbesserung der Infrastruktur, Verschlankung des Staates und einer klaren Gesetzgebung hin zu Korruptionsgesetzen ( Lobbyismus in Deutschland ) und höherer Verantwortung der Vorstände muß durchgesetzt werden, sowie höhere EIgenkapitalquoten bei den Banken, Einschränkung des Eigenhandels und Zerschlagung der großen Banken in kleinere Einheiten, um bei Problematiken die Systemrelevanz auszuhebeln und nachfolgend, wie Rockit es geschrieben hat, die Bank bei falscher Marktpositionierung auch pleite gehen zu lassen.
Das sind einige Punkte, man kann viel viel mehr machen, wenn man als Politiker freie Hand hat und nicht gegängelt wird durch die Einflußnahme einiger Weniger, oder wenn man eben nicht von einigen Wenigen hintenrum bezahlt wird.
Eine freie Marktwirtschaft haben wir derzeit nicht, die USA, Europa und weite Teile der Welt betreiben eine faschistische Politik, sie versuchen das Unmögliche, nämlich nicht funktionierende Teile einer Wirtschaft mit Staatsmitteln aufrecht zu erhalten und treiben mit Steuergesetzen, wo die richtig arbeitenden Menschen sich dusselig bezahlen, die Leute in den Wahnsinn und wohl auch so weit, ihre Leistungsfähigkeit nicht auszureizen. Die Antiterrorgesetze dienen in erster Linie der Überwachung aller eigenen Bürger und kann so drohende Aufstände im Keim ersticken. Durch die Aussetzung wichtiger demokratischer Gesetze, kann man in den USA unter dem Deckmantel "Terrorist" so ziemlich jeden völlig zerstören.
Diese Art und Weise vorzugehen ist gänzlich falsch, die freie und soziale Marktwirtschaft ist ab und an brutal, aber die einzige Möglichkeit, Fehlentwicklungen zu korrigieren und nachfolgend Wachstum über neue Ideen zu generieren. Bestehen die Ideen nur in neuen Finanzderivaten, irgendwie verpackt, um die Bevölkerung ausbluten zu lassen, weil diese ja ihr Geld anlegen müssen und eine Sparquote zur Alterssicherung notwendig ist, zerstört man sowohl die Zukunft, als auch die leistungsfähigkeit eines Landes und der Menschen die dort leben.  

3329 Postings, 6024 Tage Armitage"Pleitebanken liquidieren"?

 
  
    #7657
4
20.09.09 15:14
Ich bin davon überzeugt, dass eine Aussage wie "Pleitebanken liquidieren" zu kurz greift und Komplexität an einer Stelle aus der Argumentation nimmt, die dafür nicht passend ist.

Rating-Agenturen liquidieren finde ich eher passend, aber auch noch zu populistisch.

Und alle Nase lang auf die Absicht eine wissenden Verschwörungsclique zu verweisen, was man allethalben lesen kann, ist auch nicht zielführend.

Das "Ding" ist irgendwann ins Rutschen gekommen und konnte nur mit entschiedenem Handeln aufgehalten werden.
Das Problem ist, dass diese Welt-Finaz-Maschinerie so komplex geworden ist, dass man keinen Schuldigen direkt ausmachen kann - vielleicht wenn man sich weit zurücklehnt und aus einer distanzierten Position drauf verweisst, dass der amerikanische Konsument, der hoch verschuldet ist, dran schuld war/ist.

Die Folgerung, die sich einem aufdrängt ist wiederum klar und gleichzeitig in der Konsequenz wiederum kindisch:
Banken dürfen nur so klein sein, dass ein Umfallen keine bösen Folgen hat.
Wer sowas will, soll in die USA fallen, dort gehen doch jede Woche Minibanken über die Wupper oder den Jordan oder den Missisippi. Ausser dem Bären ist das doch der Welt "grad egal".  

1879 Postings, 5935 Tage RockitWenigstens ausprobieren können hätte man es ja

 
  
    #7658
2
20.09.09 15:56
zum Beispiel Commerzbank oder so, nur um mal zu sehn wie das mit der Systemrelevanz ist.
Dann wären weitere Rettungsschirme wenigstens glaubhaft.
Auch wäre das Erpressungspotential der Banken geringer,
wenn sie wüssten, dass man sie nicht um jeden Preis retten will.
Nunja, jetzt haben wir Banken die in der Situation sind richtig schön zu kasssieren,
mit der schönen frisch gedruckten Staatsknete - werde meine Deutsche Bank Aktien wohl noch ein Weilchen behalten...  

10366 Postings, 6205 Tage musicus1Svar, du bist eine bereicherung.......

 
  
    #7659
7
20.09.09 16:02
und respekt für deine postings,  einfach nur super , du fasst in worte ,was ich denke  und nicht ausdrücken kann, mangels sachverstand in diesem bereich........ austausch in der kontroverse über  die sache ohne  verdammen des individuellen standpunktes, verbunden mit der liberalität des geistes.... es gibt wenige, die dies können.........und dabei das fordern, weniger eitelkeiten und  mehr schärfe in der interlektuellen auseinandersetzung, that s  it....  

4394 Postings, 6130 Tage DreiklangSvartur, das ist genau das Problem

 
  
    #7660
2
20.09.09 16:29
Die Liquiditätsblase 4.0, in der wir uns jetzt befinden (nur eine Fortsetzung von 3.0, den kleinen Downer 10/2007 bis 3/2009 lassen wir mal außen vor) wird sich tatsächlich gegen das (amerikanische) Volk wenden. Man kann es jetzt schon sehen, wenn (gedruckte) Dollars dazu verwendet werden, ausländische Indizes hochzukaufen. Die Rohstoffspekulation wird, wenn der Dollar weiter (ver)fällt, noch erheblich dazukommen.  

9108 Postings, 6748 Tage metropolisWir wissen nicht was kommt

 
  
    #7661
9
20.09.09 17:10
keiner hier weiß das und es ist wichtig, das im Hinterkpf zu behalten. Aus Svaturs gelungenem Posting möchte ich dies zitieren:

"Ich habe mit einigen Bekannten einen Test gemacht. Ich habe einen Chart generiert, völlig willkürlich, die Kollegen saßen dort und bekamen die Daten rein wie bei der richtigen Börse. Aber sie wußten, es ist fiktiv, es ist nur ein Spiel. Seltsamerweise lagen 80 % richtig in der Einschätzung. Das Gleiche an der Börse einen Tag drauf hat ein Ergebniss von 15 % richtigen Trades an einem Tag gezeigt. Hat man sich die Trades angeschaut, war schnell klar, es fehlte an Struktur, es wurde gehandelt was man möchte das der Markt macht. "

Auch wenn ich etwas bezweifle, dass Svatur diesen Test exakt so selbst durchgeführt hat, so steckt doch eine wahre Aussage drin: Befreie dich davon, den Markt vorhersagen zu wollen! Lass dich vielmehr von ihm führen! Was wir schreiben und lesen sind nur Meinungen, wie es sein könnte, niemals die Wahrheit wie sie kommt. Ich jedenfalls bin sehr skeptisch wenn mir jemand erzählen will, was "Mit Sicherheit" kommen wird.

Demut tut not, auf beiden Seiten der Börse. Die Bären sind hoch gefolgen und tief gefallen, die Bullen übertreiben es zur Zeit jedoch deutlich...  

3329 Postings, 6024 Tage ArmitageSentix in da house

 
  
    #7662
3
20.09.09 21:12
Teilweise bestätigend, teilweise überraschend...

Abstrakt der aktuellen Analyse:

Aktien:
Der Markt hat in den letzten Wochen genug Indikationen erhalten und damit die „Phase des Entdeckens“ abgeschlossen. Die Rezession wird als beendet erklärt und es steht nun die nächste Periode im idealtypischen Stimmungszyklus an: „Das Zögern“.

Renten:
Die Story für den Bondmarkt ist schnell erzählt: Die Zuversicht erodiert und wird zur Bürde für den Bondmarkt!

Commodities:
Gibt es in diesem Jahr keine Hurricanes? Zu diesem Schluss könnte man kommen, verfolgt man die Börsen-Berichterstattung rundum das Rohöl.

Die Headlines der Woche:
Aktien: Phase des Zögerns  hat begonnen…
Bonds: Der Trend der letzten Monate kippt nachhaltig
FX: Gibt es in diesem Jahr keine Hurricanes?  

9108 Postings, 6748 Tage metropolisJo

 
  
    #7663
4
20.09.09 21:28
Sentix ist moderat bullish. Bislang ist ihr Fahrplan ja gut eingehalten worden. Nach einer Konso bis Mitte Q4 soll dann die nächste Stufe zünden (Weihnachtsrally). Schaun mer mal. Würde mir aber sehr in den Kram passen: Jetzt in Kürze noch ein paar Kröten mit Shorts einsacken (Stichwort Weihnachtsgeschenke) und dann volle Kanne long bis zum Frühjahr. Also mal sehen. ;-)  

3329 Postings, 6024 Tage Armitageund wenn...

 
  
    #7664
1
20.09.09 21:52
man dann noch berücksichtigt, dass ich nicht ganz so bullish gevotet habe...
Dann sind die anderen ja umso bullisher?  

9108 Postings, 6748 Tage metropolisWie, du auch nicht?

 
  
    #7665
1
20.09.09 22:09
Ich hab neutral/neutral gevotet. Dann sind wir wohl die klare Minderheit.  

809 Postings, 6079 Tage oldboy59Der Patient...

 
  
    #7666
3
21.09.09 00:36
hatte einen lebensbedrohlichen Schwächeanfall.
Seitdem liegt er auf der Intensivstation unterm Sauerstoffzelt und wird mit Infusionen versorgt.
Kürzlich hat er mit den Augenlidern gezuckt, und daraufhin feierten seine Angehörigen draußen ein großes Dankesfest.
Jedesmal wenn er die Augenlider bewegt, trinken sie 1,2,3,4,5 oder auch 10 auf sein Wohl. Das sorgt für gute Stimmung.
Die Medikamente, die er per Infusion erhält, stabilisieren seinen Kreislauf in gewissen Grenzen.
Sie führen, langfristig verabreicht, aber auch zur Abhängigkeit und können schwere Folgeerkrankungen hervorrufen.
Das Ärzteteam unter der Führung von Oberarzt Dr. B hat noch keinen Plan, wie man den Patienten von den Drogen entwöhnen kann.
Die Frage ist, kommt der Patient irgendwann wieder von selbst auf die Beine oder muß man ihn zu Tode therapieren?
We'll see, spannend wirds auf jeden Fall ;-)...  

6741 Postings, 6147 Tage MarlboromannDas größte Konjunkturprogramm sieht der Obama

 
  
    #7667
6
21.09.09 08:23
und anscheinend wollen die meisten es nicht wahrhaben. Es sind die alten Leute: Die ehemalige Babybommer-Generation, welche in die Jahre gekommen ist.

Was bei uns durch die Agenda2010 behindert wird, kann in den USA gedeihen; der Health-Care-Sektor.

Auf einen alten Rentner, der seine Rente ausgezahlt bekommt, kommen 2,5 Einzahler. Da braucht man kein Automobilbau zu stabilisieren, um die Konjunktur anzukurbeln. Ich denke nicht, dass die Rentner unbedingt ein neues Auto in Anbetracht einer fülle von Alternativen sich ein Auto unbedingt kaufen wollen. Man sollte daher dort ansetzten in den Dingen die Sie benötigen.
Wenn also der Staat Schulden aufnimmt und dieses Kapital in das Gesundheitswesen investiert, dann erhöht er damit die Wohlfahrt in einer Gesellschaft, wenn er die Einkommen für soziale Berufe nicht mit einem Euro kastriert.
Man würde so viele neue Stellen schaffen, dass wir eine Arbeitslosenquote gegen 0,4% (Vollbeschäftigung) gehen lassen würden. Bei uns haben wir aber eine volkswirtschaftliche gesetzlich geregelte Konjunkturbremse (Agenda 2010). Wir erhöhen nicht die Kaufkraft. Wir bewirken das Gegenteil.
Obamas Gesundheitsreform kann der Anfang vom Beschäftigungsdilemma in den USA werden.

>>Kostendämpfung<< im Gesundheitswesen ist schon deshalb Unsinn, weil es weder dem System noch seiner Volkswirtschaft nützt. In der Volkswirtschaft sind >>Kosten = Einkommen<<. Wer also die Kosten wegspart, der sichert nicht das Überleben einer Volkswirtschaft ( weil er irrtümlicher Weise Mikroökonomie mit Makroökonomie, wie Firma mit Staat verwechselt). Nein, das Gegenteil ist der Fall, man vernichtet >>Einkommen<<, bei jedem der die Last der Kostendämpfung tragen muss.

Würde ein Politiker die Agenda2010 aufheben und ins Gesundheitswesen (welches durchaus teuer ist - und das ist gut so= investieren, so würde er >>Einkommen<< generieren. Die Frage wer die Kosten denn bezahlen soll erübrigt sich, denn Kosten generieren in der Volkswirtschaft Einkommen und das ist nichts weiter als eine >>Ausweitung der volkswirtschaftlichen Bilanzsumme<<. Und gerade deshalb ist Herr Obama auf den richtigen Weg (in Deutschland sind sie auf den falschen Weg).

>>Kostendämpfung<< sich als Maxime der Politik (wie Steinbrück und Co) sich auf die Fahne zu schreiben, ist ein Rezept für Stagnation und noch weiter hin zur Krise einer Volkswirtschaft, weil sie die >>volkswirtschaftliche Bilanzsumme<< kürzen. Und so gesehen ist es am sinnvollsten >>die Linke<< unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu wählen und eben nicht schwarz, gelb, grün oder rot. Ob die >>die Linke<< dann auch das richtige tun wird, dass steht in den Sternen: Denn Politik hat mehrere Felder abzudecken, als eben die Gesundheitsreform.

Gruß Marlboromann  

9108 Postings, 6748 Tage metropolisKostendämpfung ist nicht schädlich

 
  
    #7668
3
21.09.09 08:41
Die Formel Ein ausgegebener Euro = ein verdienter Euro stimmt nicht. Das Gegenbeispiel ist Japan. Dort sind die Gesundheits- und vor allem Wohnkosten sehr hoch. Die Folge ist eine immense Sparquote der Bevölkerung, weil für's Alter (Hausabtrag/Miete + Arzt) sehr viel gespart werden muss. Die Folge davon ist wiederum Deflation und Stagnation. Gerade im Gesundheitswesen gilt es also, das Ausgeben nicht zu übertreiben. Quasi die Balance zwischen totsparen und verjubeln zu halten.  

6741 Postings, 6147 Tage MarlboromannNa Metro, denk noch mal darüber nach

 
  
    #7669
3
21.09.09 08:55
du bist ausversehen auch in der Mikroökonomie gelandet.

Deine Japaner sparen das Geld (Mikroökonomie) und woher kommt dieses Geld (Makroökonomie)?

Das Sparen dann einen negativen Effekt auf Konsumausgaben hat, hast du richtig dargestellt. Auch das dies eine Ursache für eine Stagnation oder schlimmsten Falls einer Deflation haben kann.

Und genau das bemängel ich. Da wird immer Mikroökonomie mit Makroökonomie in einen Topf geworfen. Mein Benziner läuft hat auch nicht mit Diesel, obwohl beides Kraftstoffe (Brennstoffe) sind.

Gruß Marlboromann  

10366 Postings, 6205 Tage musicus1METRO, auf diesem gebiet bin ich fachspezies

 
  
    #7670
6
21.09.09 09:17
und manchmal ist es einfach besser, wenn man wenig ahnung hat, die argumente  mal aufzunehmen und nicht immer zu reagieren......nur mal ein tipp, MARLBO, das siehst du richtig.......  

3329 Postings, 6024 Tage ArmitageArmitages' Senf

 
  
    #7671
2
21.09.09 11:23
Kein Mensch käme auf die Idee das Aufbauen, Nutzen und Bewerben von Fitness-Centerns zu verbieten.
Oder das Tragen von Badeschuhen und Bademützen.

Es gibt ein Angebot, das wird befriedigt und Geld fliesst und das ist auch gut so!

Aber wenn steigende Kosten für irgendwas die Lohn(neben)kosten erhöhen, dann ist das ein Problem.

Die Lösung ist (a) einfach und wird (b) teilweise schon praktiziert:
Entkopplung der Gesundheitskosten von den Lohnkosten bspw. durch Angebote, für welche die gesetzliche Kasse nicht einspringt. Denkt hier mal an den ganzen Welssness-Quatsch.  

2696 Postings, 6682 Tage Ischariot MDLöschung

 
  
    #7672
1
21.09.09 12:57

Moderation
Zeitpunkt: 21.09.09 13:33
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Werbung

 

 

2696 Postings, 6682 Tage Ischariot MDOMG (2)

 
  
    #7673
1
21.09.09 13:10

Besser als Long: Garantierte Gewinne mit dem Bonusprogramm der Techniker Krankenkasse:

"So erhalten Sie in Zukunft Ihre Prämie

Haben Sie in einem Jahr an mindestens drei qualitätsgesicherten Maßnahmen zur Erhaltung Ihrer Gesundheit teilgenommen, haben Sie Anspruch auf eine Prämie.

Folgende Prämienstufen können eingelöst werden:

  • 3 Maßnahmen = 30 Euro Prämie
  • 6 Maßnahmen = 60 Euro Prämie
  • 9 Maßnahmen = 90 Euro Prämie

Alternativ zu den Geldprämien gibt es einige ausgewählte Sachprämien.

Ihren Prämienwunsch kreuzen Sie einfach im Bonusheft an und senden uns das ganze Heft unterschrieben zu."

http://www.tk-online.de/tk/...m/tk-bonusprogramm/38502?selectedPage=2

 

9108 Postings, 6748 Tage metropolismarlboro/musicus

 
  
    #7674
2
21.09.09 16:19
Wir wollen hier nicht Pro und Contra Keynes diskutieren, das gehört hier sicher nicht rein. Sicher hat marlboro recht, ich aber auch. Alles ist eben eine Frage des Maßes. Damit bitte ich um das Ende der Debatte um die amerikanische Gesundheitsreform. Das Problem läßt sich durch uns sicher nicht lösen, also gut is.  

9108 Postings, 6748 Tage metropolisCitibank = Targobank

 
  
    #7675
7
21.09.09 16:29
Die Citibank nennt sich in Targobank um. Mal abgesehen davon, dass dieser Name wie alle Kunstworte behämmert klingt ist das in meinen Augen ein klares Verkaufssignal für die Aktie. Man erinnere sich an den Wechsel Karstadt-Quelle->Arcandor. Auch damals hatte ich schon ein ungutes Gefühl. Denn durch einen Namenswechsel sollen vermutlich dunkle Flecken ubertüncht werden. Doch ähnlich wie bei einem Schiff wo der Rost dazu neigt, unter der frischen Farbe erst recht weiterzuwuchern, ändert ein Namenswechsel nichts sondern sorgt nur dafür, dass Probleme unter den Teppich gekehrt werden.

Fazit: Ob Targo oder Citi, Mist bleibt Mist egal welcher Aufkleber drauf ist.  

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