Bayern
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/...legt,bramsche920.html
https://web.de/magazine/panorama/...esteht-mordserie-einsatz-40665424
https://www.adac.de/news/bilanz-verkehrstote/
https://www.br.de/nachrichten/bayern/...in-muenchen-gestorben,UckVJEP
"Die Familie der beiden Getöteten bittet laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt) darum, dass die Tat nicht dazu genutzt werden solle, "um Hass zu schüren". "
( Quelle: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/...ehoerige-statement-li.3202999 )
https://www.youtube.com/watch?v=kvPQb2QDF4U
Günther Felßner will nicht mehr Bundeslandwirtschaftsminister in Berlin werden. Das ist bitter und sagt viel über die Stimmung in Deutschland aus. Dabei verdient die Entscheidung des Landwirts aus Bayern größten Respekt. In seinem Verzicht kommen vor allem zwei Dinge zum Ausdruck: Liebe und Anstand. An beidem mangelt es in diesem Land zunehmend.
Denn der Rückzug Felßners kommt nicht von ungefähr. Mehr als zehn mutmaßliche linke Tierschutzaktivisten hatten den Hof gestürmt und auf dem Dach Rauchfackeln gezündet, sogenannte Bengalos. Im Verdacht steht die Gruppe „Animal Rebellion“. Seine Frau und ein Mitarbeiter hätten während des Vorfalls Todesängste ausgestanden, wie der Landwirt geschockt berichtet. Um die Sicherheit seiner Familie nicht zu gefährden, verzichtet der CSU-Politiker auf das wichtige Ministeramt in Berlin, auf Geld, Karriere und Prestige.
So verständlich die Entscheidung Felßners ist, so dringend muss sich dieses Land fragen: Ist das die neue Normalität in Deutschland? Bestimmen nun Radikale mit Hass- und Hetzkampagnen bis hin zu überfallartigen Aktionen auf Privathäuser, wer in diesem Land Minister werden darf?
Özdemir fndet die richtigen Worte
Die deutschen Sicherheitsbehörden müssen sich kritisch fragen, warum sie es versäumt haben, die Familie Felßner ausreichend vor Übergriffen zu schützen. Es müsste in einer Demokratie eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich Spitzenpolitiker nicht um die Sicherheit ihrer Familie sorgen müssen. Das gilt im Übrigen für alle Parteien.
Nachdenklich stimmen auch die Reaktionen auf den Fall Felßner in den Medien. Als Landwirte einmal aus Protest gegen die Politik des damaligen Wirtschaftsministers Robert Habeck eine Fähranlegestelle blockierten, war die Empörung in der Öffentlichkeit tagelang groß, obwohl die durchaus zweifelhafte Aktion womöglich legal war. Und jetzt? Von einer Empörungswelle ist wenig zu sehen. Zu wenig. Zum Glück findet der noch geschäftsführende Bundesagrarminister Cem Özdemir die richtigen Worte: „Einschüchterungen; Drohungen haben“, so der Realo von den Grünen, „in unserer Demokratie nichts, aber auch gar nichts verloren“.