Jinko Solar vor einer Neubewertung ?
Jetzt mit dieser TAX-Regelung hat dieses Steuerprogramm ja schon Einnahmeausfälle von über 100 Milliarden USD in einem Jahr. Da werden mehr Kompensationen benötigt - nicht wieder die Hereinnahme von Steuervermeidungen. Erst recht nicht für Erneuerbare Energien, die keine dauerhaften Jobs wie bei der Kohleförderung schaffen.
Auch im Gesundheitssystem soll es mit der Steuerreform ja massive Einnahmeausfälle geben, da junge nicht häufig kranke Menschen nicht mehr versichert sein müssen. Es scheint, das im Wirrwarr der 500 Seiten dieser Steuerreform gleich alles mit vernichtet wird, was den erzkonservativen republikanischen Ansichten der 70iger Jahre nicht entspricht. Und viele haben nur zugestimmt, damit der Trump überhaupt etwas vorweisen kann, ohne die Details dieser 500 Seiten zu kennen. Was für ein Desaster!
Das Umfeld für Jinko und Co ist ja bekanntermaßen ohnehin gerade nicht allzu gut. Drohende Importzölle in den USA und sau hohe Polysiliziumpreise. Auf der anderen Seite ein hervorragende Nachfragesituation, die so vor einem Jahr niemand erwarten konnte, und eine Angebots/Nachfragesituation, die fast ausgeglichen ist und damit ist das Thema Überkapazitäten erstmals bei Solar vom Tisch.
Aber zurück zu Trump und Kohle, die er ja so mag. In Texas werden in den kommenden Monaten 4 Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 4.940 MW geschlossen aufgrund der kräftig gefallenen Strompreise in Texas wegen des billigen Frackinggas und wegen des billigen Wind- und Solarstroms. Die texanische Stromnetzbehörde Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) gab bekannt, dass es derzeit 21 GW an neuen Stromanbindungsverträge in Texas gibt. Davon 10 GW für Gaskraftwerke, 8,7 GW für Wind und 2 GW für Solar.
Naja auch ein US-Präsident ist nicht allmächtig.
Was willst Du mehr ?
100 % ,ja das kann alles noch kommen, aber erst mal Party, und Freude,oder nicht ?.
Kaufkurse !!!
Schon mal was von Korrektur gehört ?
Na ja man kann ja nicht alles wissen.
Unter dem Strich sollen 100 Milliarden USD jedes Jahr weniger an Steuern reinkommen. So wie ich das verstehe sparen das wesentlich Unternehmen.
Und wie Du schreibst geht der Investment Tax Credit den Investoren nicht verloren - sie können ihn nur nicht zum schnellen Cashmachen weiterverkaufen. D.h. man muss die Finanzierungsform der Bauprojekte anders kalkulieren. Am Anfang gibt es dann weniger Geldrückfluss und man muss eine höhere Kreditsumme finanzieren. Über die Laufzeit gibt es dann aber mehr netto an Rückfluss, weil man dann die Steuervergünstigung auf das eigene operative Geschäft anrechnet.
Und meine Performance schlägt deine bestimmt, ich wunder mich manchmal selber wie gut ich bin.
Bin mit einer Mini Position wieder dabei. Habe dennoch das Gefühl das noch etwas bessere Kaufkurse die Tage kommen...
Vg
Taktueriker
Dieser Panikanfall war typisch für den ungeduldigen und trotz 40 Jahre Erfahrung unerfahrenen Anleger.
Danke California für diese Lehrstunde
Es sieht aber aktuell rund um eigentlich für Solar alles richtig gut aus bezüglich Nachfrage. First Solar hat sich gestern bei ihren Capital Day sehr positiv gegeben und auch Bloomberg Finance, denn die gehen nach einem Wachstum von rd. 25% in diesem Jahr mit einem weiteren Wachstum von 10% im nächsten Jahr aus mit globale Solarneuinstallationen von 111 GW:
https://www.bloomberg.com/news/articles/...llations-as-forecasts-jump
Aufgrund der massiven Kostensenkungen bei Solar erleben wir wohl ein Wachstum der Solarbranche, das so niemand vor einem Jahr erwartet hat.
First Solar hat gestern ein paar Eckpunkte genannt. So wid bis Ende 2018 die neue Modulserie 6 mit einem Wirkungsgrad von 17% inkl. eines 435 W-Modul Fertigungskapazitäten von 2,5 GW haben. In 2019 sollen es dann 5 GW sein. Die Produktionsumstellung auf die neue Serie 6 wie auch die Erweiterung der Fertigungskapazitäten wird First Solar nach eigenen Angaben 1,4 Mrd. $ kosten. Dazu hat First Solar noch zwei große Aufträge aus den USA bekannt geben über 595 MW. 800 MW hat First Solar mit ihrer neuen Modulreihe schon verkauft, die es ja momentan noch gar nicht gibt.
First Solar verfügt aktuell über einen Auftragsbestand von 7,7 GW (sagenhaftes Book to Build Ratio von 3) und ist somit rechnerisch über 2 Jahre voll ausgelastet. Außerhalb der USA ist Australien mit einem Auftragsbestand von 455 MW der größte First Solar Markt vor Indien mit 425 MW und der Türkei mit 300 MW.
Die 2018er Jahresguidance von First Solar ist für ein Transformationsjahr durch die Umstellung auf die deutlich effizientere Serie 6 Modulreihe eigentlich richtig gut. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 2,3 bis 2,5 Mrd. $ (Moduleinzelverkauf: 1,9 GW - eigene Projekte inkl. Verkauf: 0,9 GW -
EPC: 0,3 GW) mit einer starken Bruttomarge von 22 bis 23%. Bei der erwarteten EBIT-Marge schlägt sich dann logischerweise die Produktionsumstellug negativ nieder, denn erwartet wird eine EBIT-Marge von 5 bis 8% bei einem EPS zwischen 1,25 bis 1,75 $. Wenn das alles bei First Solar funktioniert mit der Umstellung auf die Serie 6 und der Solarmarkt bleibt intakt, dann dürfte First Solar in 2019 einen riesen Sprung machen beim Umsatz und den Gewinnen.